Ausgabe 
20.8.1917
 
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vermischtes.

fPorltf hfS Großen Gemüsegarten. Wenn uns

g auch vom Gemüsegarten des Mbertums wenig bekannt ist, sv wissen ' doch, daß er bem mtttelaltettichen als Vorbild gedient hat. r allem waren eS die Klöster, die den Völkern Mitteleuropas, ' e * öI t e ;Jculfrtist&e übermittelten, uiib znmr an erster Stelle dre Benediktinerinön che, die eine große Anzahl von den Römern übernommene Kulturpflanzen über die Mpen brachten und im ? .Jahrhundert einen geregelten Siartenbau in Teilt sch

land einfnhrten. Solche Benediktinermönche befanden sich auch am Hose Karls des Großen, der neben seinen sonstigen bedeuten- den Leistungen noch Zeit fand, den Garten uird 'seine Kultur zu fördern. Zn seinerOrdnung für die kaiserlichen Domänen" vom Jahre 812 schrieb er genau.vor., ivelche.Pflanzen ans seinen Hos- gütern zu halten seien, so daH wir uns ein ziemlich genaues Bild davon machen können, nüc es damals in diesen Gärten anssah. Danack» wuchsen in ihnen außer ^lpfel-. Birnen-. Zürich-. Pflaii- men- Quitten-. Mispel-. Aprikosen-. Vogel beer- und Maulbeer­bäumen imd Gebüschen von großen welschen Haselnüssen allerlei Gewürzkräuter imd Gemüse, wie Kohl, Bdohrrüben, Saubohnen, Kohlrabis Zwiebeln, Knoblauch, Schnittlauch, PetersUie, Kerbel, Melde, Bohnenkraut, Till, Wiesen- und Gartenkümmel, Korian­der, Lchymian, Minze, Fenchel, Kresse, .Lattich, Endivie, Erbsen, Melonen, Gurken, Mohn, Sellerie, .Senf und Anis, auch eins Menge heute nicht mehr gebräuchlicher Heilkräuter. Blumen, die hier gezogen wurden, wie Rose, Lilie, NM. blaue SMvertlilie, aUeölki Goldlack und Päonie, verdankten das zunächst nicht her Freude an ihrer Schönheit, sondern der schon ihrem Dufte, mehr aber noch ihren zerquetschten Blumenblättern beiaelegten Hcil- wlntmg Aus dem Jahre 630 besitzen wir den allerdings nicht Kir Ausführung gelangten Bauriß des schon damals bedeutenden Klosters von Lot. Gallen. In ihm werden drei Arten von Gärten un^rschieden, nämlich Obst-, Gemüse- und Arzneigärten. Ter oder Baumgatten diente zugleich als Begräbnisplatz. Wich- .ttger n^ar der Gemüsegarten, da die Mönche schön wegen .der Forderrmg vogetabilischr Kost zum Gemüseball verpflichtet waren.

' B e r wer tu von Gurken. Die ausgezeichnete Gurkenernte, die der L-ommer uns beschert hat, fordert die Haüs- irauen zu verständiger Ausnutzung dieser lvohlschmeckenden, viel- ^rlmKbaren Gemüsepflanze aus, deren für die Gesundheit -l^agliche Eigenschaften schon im Altertum bekannt lvaren. Das Beste an der Gurke ist ^rhr Saft, den man also nicht, wie es

EroSik *k x ^alat^reitung fortgießen soll. Er wirkt

klchleild und durststillend, nnrd daher auch Fieberkranken gern

Ätl ^'-'ffS? n ^ ll ^oen Blutspeien qn und traut ihm

etne h ilkastige Wirrkuiig gegen Lungenschwindsucht zu.' auch soll ^.bbttreinigerch wirken, ms Ohr geträufelt, Ohrenschmerzen ver- tveiben mid mit Glpzenn vermiss em Ltt>önh.ütS mittel abgjeben.

Zubereitung die geschälten Gurken in Salz was ser atlfgekocht und dann m einer Mehlschwitze mit etwas Mustat geschmort werden, ist ern sehr empfehlenswertes Gericht, das auch von eknem g^en whe Gurken empfindlichen Magen vertragenwlrd Ter moderne Kinderarzt empfiehlt das Gurken- gemuse seiner leichten Bekömmlichkeit halber den Säuglingen. Tiq ^ Lcherben gesckin.tten und mit Salz bestreut könn man als Brotbelag Vettvenden oder mit verschiedenen Soßen als Salat jUc sogenannten gefüllten Gurken werden der Länge {"*£ b^^rt ^ d b ^ teü unb mjt ^Eeisch, ge-

Füllungen angerichtet, nachdem man -alzwasser und Essig abgewellt hat. Zur Gurkensoße re-, ^ ruf %. m b'llbraun geröstetem Mehl und gibt Estragonesftg^Zlnd em Ltück Zucker darau. Tas Ein- ÄL bCr GuFen als Salz-, Senf-, Zucker-, und Essiggurken Ä ollgemem bekannt und aus jedem Kochbuch zu ersehen. Zum - m(ni bie kleinsten, für sosortige Verwendung sind die schlanken grünen am geeignetsten, während die gelben dicken überreif und weniger zart lind. Glatte Früchte sind süßer als !5, r i l , 9e l m ^'^nsalat zu sterilisieren (Zeitdauer 20 Minuten) nehme man möglichst kernlose schlangen- oder Slalgurken fülle tue mtt dem Mrkeiihobel ^ingeschnittenen sofort in Gläser' gieße eme schwache Effiglösung darüber und erhitze sie ans 80 'Grad v ^ 0 ^ ,er, ^. a l l>n,t Frucht bräunlich wird. Die Blätter

der Gutte liefern em spinatartiges Gemüse; in Wein gelegt, sollen sie em giUrs Mittel gegen Himdebiß darstellen.

w , ® ? °, * e " n J Zucker. Eine altbewährte zuverlässige Art,Obst ohne Zucker" einzukochen, ist folgende: Feste, fri che Kirschen und Werchseln werden von den Stielen befreit, gewaschen Ä-ss!""^?^cknen auf em Tuch gelegt. Tann in Dunstgläser ein- gefullt, vom Rande des Glases muß ein daumbreiter freier Raum K; ^'^^bmdet man die Gläser zuerst mit eineni rveißen ^^^^eckchen, darüber Pergamentpapier, und läßt sie, vom bc§ K^l^oassers gerechnet, 1/4 Stunde im Tunst Tojen. .'tach mehreren stunden aus dem erkalteten Wasser heraus- nchnwn und an einem kühlen, trockenen Ort aufzübewahren Bcl Lflrslchen Zwet,ck)gen, Aprikosen, Marillen, die man qesckwlt ungeschält er.nlegt, nimmt man die Kerne heraus. Reifes ! >! hinen -dreijährige Haltbarkeit erprobt. Hat man

zur Verfügung, kann man davon eine dünne Lage über das Glas spannen, darüber das Leimvnndfleckchen und dann das chergameittPapier legen. Obstsaft. Tas Beerenvbft, jedweder u^iro mit einem LÄffel zerdrückt, den ausgepreßten Dafk lasch man durch em Tuch durchfließen, füllt ihn in enghalstg« Flaschen, dock) nicht bis zum Rande derselben, verkorkt sie fest, macht 4^Einschnitte in den Kork, überbrndet denselben kreuzweise mittelft ^pagatschlingen; Vs Stunde im Tunst Äxheu lassen, 'öcach einigen L tun den heraus nehmen, den trockenen Mtt mit Har», Pech oder Siegellack überstreichen. Die Flasche stehend an einem kühlen Ott aufbewahren. Tie entkernten LLeichscln und Kirschen werden zuerst in einem SieimnÄrser zersüoßen, dann läßt man den L^ast durch em Tuch durchfließen. Des Wohlgeschmackes spegen kann man einige ausgelöste, zerstoßene Weisel kerne iiiilkockMi. Jahrelange Haltbarkeit. Apfelhonig. Süße, saftige Aepfel und Birnen (von beiden Obstatten je btf Hälfte genommen, verleitzt süßeren Geschmach werden ungeschält in der Mitte durck>geschnitten^ m einem Einsiedekessel mit etlvas Wasser Wer offenem Fouev weich gekocht, der entstandene Saft durch ein Tuch gepreßt, worauf dieser m Littlpdicke eingekocht wird und in Steintöpfen oder loerm fef)v viel Obst zur Verfügung steht, in Füßchen anfbewahrt wird, m welchen er sich fahrelang gut erhält. Wohlschmeckend >md gesund.

vüchettisch.

2 v n n w e n d d e s G l ü ck s. Tie Symphon ie eines Lebens, M)mmi m vier Sätzen von Zdenko Po n Kraft. Zivei Bände. (Verlag von Bong u. Cv. Bettin). Ter junge SsterreiMsche Poet, der schon nach seinen Erstlingen von der literattschen Kritik gerühmt wurde hat sein erstes größeres Wett l-erausgegeben. Im kleine« Tnrnstem spielt dieses Menschenschicksal buch als Sck-icksal des Wolfi gang Aniadeus Burger und der Seinen umschließt es, und aus, diesem Lch.icksal erwächst im Gleichnis ein aNgemein menschliches, duvck- zwei Generationen. Dem Organisten Burger nürd ein Bich geboren, damit hebl's an, und mit.dem Lose des Enkels schießt es. Tiefem stillen Schicksal des einen veiketten sich die Schicksal«, der Freunde, mit denen Wolfgang Amadeus Burger im Quattett rnuflziett, des Pfaiwers Sebastian Haupt, des Uhrmachers Franz Hegermvos und des Ungestümen, .fti-edlosen Rudolf' Friedland. Wie sich deren Leben zum Quar-tett.verquickt, so schrngt und wirrt sich das ihrer Kinder durcheinander und löst sich wie im Spiele, iat> ubbreckieiid in Tissonanz-en und wieder l-armonisch verklingend. Tieft Menscheu,chichale malte ihr Schöpfer in die berausck-end- '«'uve der Wachau hinein, in den Frühling, Svckmer. Herbst und Wiiiter dieser natürlichen Musik; aus der Türnsbeiner LmL schaft steigen src auf und ivachssen in die weite Welt hinaus. In sie fließen sie zurück oder finden den Weg nicht mehr dahin

Tie wirtschaftlichen Kräfte Deutschlands. Herausgegeben von der Dresdner Bank, Berlin. Diese vor dom Kriege bereits in zwei Auflagen veröffentlichte Schrift liegt nun^ mehr in dritter, toiedettlm ettveitetter Ausgabe vor. Xie Einleitung, AEalt erneu kurzen lieberblick über die deutsche Kr iegsloirtschaft. Zn kiiappen, treftenden, von kurzem erlauterndeu Text begleite« statistischen Tabellen gibt das Buch ein mnfassendes Bild von der Entwicklilng der deutsck>en BolkÄvirtschaft in den letzten 3040 ?a!^?^'ahren. Überall smd, sotveit möglich die Ziffern füp j^1ä/14, die bis letzt vielfach Nur an zerstreuten Stellen zu finden ftnd, eingesetzt. Das Bild der wirtschaftlichen Leistungsfähiakeit T^l^rds wird durch die ^ewttls zum Vergleich be^Egten Zah.. Ie.r ckür Eiigland, Frankreich und die Vereinigten Staaten noch in-' strurirver. Tre unermüdlich Arbeit der Friedensjahre bildtt auch die ber LeisAMen, die Teutschlands Jubusti-re.mb Laud^ wttttthaft, Bank- stnd Verkehrswesen während des Ki ieges anfweison. Das Buch, das em wertvolles^ Werbemittel für die nächste Kriegst anlech darsteflt, dürfte daher gerade letzt allen an i>rr deutsckmr Kriegswir tschaft Interessierten besonders wrllkoimnen sein Es wird aus Wünsch Mtimrären der Bank und Interessenten vom w-fec- 61 Dresdner Bank, Berlin W 8, und den sämtlichen ^Überlassungen der Dresdner Bmck kostenlos zur Verfügung

Magisches Dreieck.

Konsonant.

Zeitabschnitt.

Baum.

__ Gesäß.

r> wV m el rrrK" 5 b k S T' ^ bie Buchstaben AA a t' ciA S .V U '. LL ' S derart einzutragen, daß die mittelst! senkrechte Rerhe einen männlichen Vornamen ergibt, ivahrend die wagerechten Reihen die beigesügte Bedeutung haben.

(Auflösung in nächster Nummer.) 1