Ausgabe 
15.8.1917
 
Einzelbild herunterladen

856

Vermischtes.

. * Zur Geschichte des Kegelspiels. Auch das Kegel- \W\ fat eilte eigene Geschichte, b|re bis in das 18. Jahrhundert, ziurüüverfolgt imbcit könnte. Der älteste urkundlich? Vermerk Übei' das Kegel spiel findet sick in einem Buch des Hugo von! Tnmlerg, der 1268 bis 1309 Rektor einer Schule in Thauerstädt, einer Vorstadt twn Bamberg, »var. Im 13. Jahrhundert gab es reretts zioei Arten des Kegelspiels, bei dem einen wurde bhe Kn^l fln-ollt, bei dem anderen geworfen. Die Geistlichkeit scheint derst Kegelspiel im Anfang des Mittelalters ziemlich abhold gewesen ziu sein, denn in demWeisttzum", welches im 15. Jahrhundert erschien wird das Kegeln als ein unziemlich Spiel bezeichnet, draus Lünd schaut und Laster fließen nröcht." In der früheren! Rerck>sstadt Mühlhansen und in Münck-en war das Kegelspiel s-r>gar verboten. Zu Ende des 16. Jlahrhunderts scheint oer auf dem Kegel spiel lastende Adakel beseitigt gewesen z!u sein, i^enn in dem Städtck.en Zeih lieb der Mat der Stadt int Jahre 1592 eine eigene Kegelbahn für sich errichten. Zn gleicher Zeit wurde inj Kranksurt am Main von einer Patrizier-Gesellschaft ein grobes Kegelfest veranstaltet, bei dem drei silberne Kleinodien als Gewinste ausgrsetzt waren. Im 17. Jahrhundert nahm das Kegelspiel tn Deurschland sehr ab und gelangte erst wieder tm 18. Jahr-« hundert zur Blüte.

* Die Stimme der gefangenen Ukrainer. Die Bevollmächtigten des deutschen Kriegsgefangenenlagers in Weh lar, in dem ausschließlich ukrainische Soldaten Kusammengezvgen und. haben sich, an das Komitee des Arbeiter- und Soldatenrates in Petersburg mit der Eingabe gewandt, in der es u. a. heibt:Der Krieg, Kameraden, wer braucht ihn? Wer begünstigt ihn und würde An , bis ins Unendliche führen? Wpr? Die Kapitalisten, die, Kchiitalisten und tausendmal die Kapitalisten, unter nächster Be­teiligung der Auslandsdiplomatie. Kameraden! Wir erlauben uns, darauf hinzuweisen, dab die Willkür des fremdländischen Kapitals noch schrecklicher ist, als das alte Uebel. Mit Schmelz haben nur hrer die Nachrichten über die Kniffe der englischen und franzöiisäM, Diplomatie und des Kapitals erhalten. Ist großen Stücken gehen Lttkerbissen der russischen Erde an sie über. Denkt daran, in wessen Zünden sich jetzt die gesamte Bergwerksindustrie Sibiriens befindet! Wer herrscht über Archangelsk? Wer hat mit wahrer Räuberfrech- yert vom Strand des Baltischen Meeres Besitz ergriffen? Ueberall, VN allen Ecken Rußlands sind die Ausländer aufdringlich und ohUe Aufforderung hererugedrungen. Für wessen Interessen haben wir Krieg geführt Und führen ihn noch, Kameraden? Uns tut es weh, schrecklich weh, dab das Russische Volk das der ganzen Welt ferne freie Seele und feinen Berstzaub gezeigt hat, daß dies freie Volk yemmüttg in Unentschlossenheit geblieben ist. Dasselbe Volk, wel­ches EreigiMe durchlebt hat, die mit goldenen Lettern auf der Daftl der Weltgeschichte ausgezeichnet sein werden, dieses Volk nwv >mt einem Schlage den gordischen Karoten des brudermörderi­schen Krieges durchhauen, damit noch einmal die mächtige .Kraft des freien russischen Willens sich icrimfe. Kameraden! Wir Kriegs- aefangcnen, die wir uns tzU einer engen Familie zusammenge-- schLosjen haben, künden dem Komitee des Soldaten- und Arbeiter­rates unseren Willen. Genug des Blutes, genügt Wir, wie die ganze Welt, lechen endlich nach Erholuirg in dem längst erstattest Frredeu Möge an den Grenzen des erneuten Rußlands kein Blut mehr vergossen werden! Möge der Frühling unserer Republik ime der tvähre Lenz leuchtend und herrlich sein. Genug des Blutes ffettfug!"

* Die tzandelstricks des französi schen Staates. Um zii bewerfen, daß die franzöfrsch? Regie nicht gerade das Muster mufinännischer El,rlvchkeit darstellt, wiirden jetzt von einem New gierigen 6 französische Streichlwlzschachtelii untersucht, deren jede ^00 ^treickchölzer enthaltni sollte. Tie erste Schachtel enthielt tatsml-lrch 100 Ltreiächölzer: 2 andere ober enthielten nur je 92,

,e dO, die letzte eiidlrch nur 83. Sv hatte in diesem Fall, wie L Oeuvre bemerkt, die französische Regie statt 600 Streich- Holzer nur 547 geliefert, also 10 °/o der gesamten Ware vorent- hallen Ta der Staat em solches Beispiel gebe, könne man sch Über die Unzuverlässigkeit der Privatkaufleute nicht »beiter wnndern

vücherttsch.

Geländes inerten tarn Tr. Phil. F. Th. Mrngelsthmidt, Main», ernsumig imtersucht. Bon leinen StundenAn fremd»! ^amineitt' Plaudert Hanptnimm F. W. Deist, Darmstcht. Auf eigenen Ge- daiitenpfaden, von denen aus auch Schlaglichter auf die Ereignisse der Gegenwar ten, geA Dr. Klingelschmidt in dem geschriebenen Abjchnttt über MabrllonAir der Wiegenstütte eines Groß»! . .Privatdozent Tr. RernerS faßt derr kiinstgeschchUchen unter der UeberschriftWas die Kunst uns gab'' J^ennft Tu das Land" hat Haupt-nann Drüner (Professor am

eingangs geftagt, um die Kümpfe ' ^. ^ ch nittes anzuregen, mch dem Warum zu tragen und auch m emenr sveniden Lande das, waS wertvoll Und wissenÄvürdig i\U Unbesangen mrs sch etnlutrDen m lassen. Aber das stärkste Er- lrten brachte acht 'lachfühlerwe Erinnerung, sondern die Größe iV_> Geg-mwarEieges. Dw>Pfarver K. Becht, Wiesbaden, greift dalnm an vieler Knegstameraden und HeimatWmossen Seele, indem er ipit tn dem schlugailffatz bewußt werden läßt,Wie wir mit dein Lande eins wurten" Das schlnht-lEche Büchlern wird vielen willwmmM sein als Anregung und Erinnerung. Wir empfehlen Vervorgehoben zu werten, daß daS Land, chlreßt geschildert wird, .Kampfgebiete heimischer Truppen etr^

^SusthefteS: ..Stellvertreter", fei« verback. Ein BÜd der leidenden

7 ^e. Bon T^ Max schwarz. -Der Rvstbub." Erzählung ^N^Törsler. -Marie von Ebner.Eschenbach? Bon ^ europäischen Tagen.^Erimi-erungerr Bausteine:Hans PfttznersPalestrina" att Krnsllverk." Bon Tr. Eugen Schmitz. Kritik» Romane Bon Frmrz Herwig. Rundschau: Kriegs-

betrachtuugDas Bild als Verleumder."Friedrich '-Schlegel der Teu Ische.Frauen ^ Dramen dichten." ,/SchemamrS

qkwmcnti¥: ^

Warf 'Ln 3,60

Mark mertelichrlch Verlag von Georg D.U Calltvey Müirchm )

Emgeleitet wird dieses-veft durch einen Aufsatz von K a'r 1 B r o ck - hausen über Die Kugelgestalt der Erde und der Weltfrieden" wob» von den» Gedanken ausgegangen »oird, daß zwar die falsche Borstelluiig von der Ertscherbe längst geschwunden, daß aber 5te

ffröU ber ^rbe erst jetzt sich geltend mm hoffentlich auch bei der Friedensgestalttmg segensreiche hervor treten »verde. Daran schließt sich ein Beitrag von Otto EorbachProduktion^

^Nfühlend die musikalische Legende von Hans PfitznerPalesttina" von -vtasls" hundertst»n Dodestaae bringt Hanns ^ die Ftau aefckiichtttch nochheute ^ dolrttk Erteiltet. Eine Heimat- ' c den KonNittmalbauMeist»^^

S$J°c^ ü eines bisher nur zu sehr verhtndetten

^Eusseo die Baukultur Den Beschmutz des ersten £etfe3 Mlbet ein Aufsatz von van- Härter, derDtt Lage der Ethik in unserer Zeit beleuchtet IM z»veiten Teile der reichhalttgew Rundschau, finden wir Aufsätze u. a. von Bonus, Vom guten Beispiel der Unparterpchen- Schummm,Der Fall Deruaa"; Günter Achmrt Ern El>äfter Soldateiiliej»: C. Schireider, Reue Wege der Licktsmelreform; Wenarius, Zu Max AebermannS Sieb­zigstem, A. W. Ferdinand, Der Weg der Kriegerheimstätten: H v.

ErieAsgarten: Bonus, Ein englischer Vorschlag zur A,lwholfrage; Schumann, Jdvologeiipolitik: Aveuarius, Schiveize- nsches; Taufkirchi^r. Der Platoniker»: ders., Unter der Zeustn - Wantoch, Leihbibliothek»: auf Bahnhöfen: Aüna Röttger, Zur Bildung der Landmädcken- H. Herter, Vom Spiel und £>ort f?!äIX . : §?wulert, Soll der Kotzde-RumMel »weder aufleben? Züricher Die Bilanz. An Bildern und Noten sind bei- gefügt: Max Liebermann Jirdengasse in Amsterdam: Karl Thie- mairm Blick ins Tal: eine Zeichnung von Franz Hoch und ein, L>chattenfchnitt von Georg Plischke. I. L. Wenzl, Trauriger Lenz: Die »mrge Wrttve.

Zwischeii Ar gönnen und Chanipagne Heraus- aegeben von Otto Müller und Heribert Reiners. Verlag- Gebr Knauer, Frankfurt am Main 1917. 8°. 147 Seiten nnd zahlreiche Mbildnngen. Preis 1,60 Mark das broschierte Exemjäar M Felde stehende Verfasser beleuchteii das Bild z,viMn Argomren und Ehmnpagne nach, seiner geschichtlich geword»ien Eigenart. Tr. phil Haupt lGeioboge a»n Groß Herzogs. LandeslMiseum in Darmstcrtt. schreibtWie der Boden >vnrte." Div.-Pfarnev O. Müller gibt enien fesselnden' gesMchtlick-en UeberblickDas Lind und fern Los". Die.Hauptsladt" Gomrdpre schildert zumal nach chren tuustlerischeu Werten Privatdozent Tr. Reiners, Bonn. Die beiden Herausgeber brirrgen allerhand Erinnerungen aus den "f.enu'.i und klemsien EtlicheWehrhafte Kirchen" des

Neihenriitsel.

Lreiteu^raä, ^llsodirw. r'stLlstt. «eblrnmusr. 8clmat)en, UlirmacUer.

Vorstehende Wörter sind in eine Reihenfolge zu bringen, daß ^f..^?^^uchstabe der ersten Wortes, der zweite des -weiten, der dritte des dritten und so fort nn Zusaurnienhang eine schöne, lang- ersehnte Zeit benennen. *

(Auflösung in nächster Nummer.)

Auflösiing des Zifferblatträtsels in voriger Nuntmer:

I II HI IV V VI VII VIII IX X XI XU BARTEN L E RNAA Bar, Bart, Barte, Bartel. Ar, Test, Teller. Este, Eller, Erna Naab, Abart.

»c&dille.tuna: Fr. R, Z«nz. - ZwiNinqsrunddrock imt> Berla, der Bruhl'ichen Umv-rsttätS-Buch- und St°i»dru^r-i. R. Lang«. Gt-ß-I