i'iit scharfe» Krackr frönt uirnt 24ieW an daS ÖHfen. Wie eine OHtxff fl tagt es
Im seiden Augenblick ein Knall. ,.
ein Hurra klingt mit mxb in den Ohren — dann weiß tch mekTS mehr .
Ich liege im Lazarett. S-oei>en hat mich der Tivisionskom- mandeur verlassen, der mir da-? Eiserne Kreuz überbrachS hat. Die Armee könne jtiw sein ans einen Offizier, der in Erfüllung seine» Auftrags süh in k> heldenmütiger Weise für seine Leute ga>p»\ rt habe ^-n allerhöchster Stelle sei besonderer B ericht eingeiordert norden Paar !e mente oder io etwas scheine in Aufsicht zu stehen ^
Ick» werde ihn nicht mehr brauchen. Ich sterbe. Ich bin em Jkrüvp?!. beide Beine sind mir abgerissen — ein Mtmder, daß ub t»ch lebe Tagelang hal»e ich im Hrndämmern gelegen. Gestern bin nt erst zu mir gekommen: mein braver Leßler erzählte mrr olles Kaum nxrr die Mine hoch, da lvaren die Wackeren sävm am Geh-fr, und n-enige Minuten später batten sie die Eingesthlos- senen befreit.
„Ich l^ib ;a p etwas geahnt. Herr Leutncurt." sagte Leßler, ..wie ich ^ie h da stehen sah Ta stimmte etwas nicht — das wußte ich!" —
s km erw a rte id nur nvch einen einzigen Besucher. Ich weiß bestimmt, er kommt . . .
Schon steht er neben mir.
..Haler mir!" sagt er ruhig. „Tie Stunde ist da-"
.^Ich -veiß es! Ich bin bereit?"
Er neigt das Haupt, und an mein verdämmerndes Belvußt- sein klopft seine Frage: ^
.Zürnst du mir. weil ich. auf meinem Schein bestehe, »veil ich dein Leben für die andern fordere?"
..Ja. ick zürne dir, denn icd lebte gerne! lind du reißest müb vom Leben!"
Ta scheint die düstere Gestalt aufzuwachsen ins Riesenhafte. Ma 7 'stänsch neht er da. der Herr der Welt, und in seinen Äugen liegt rin stilles Leuchten, wie eine^ frohe Verheißung. Seme Han7 'aßr nach mir. zieht mich vom Schmerzenslager empir. lind »ir wird frei und leicht, als wüclLen mir Flügel .
Wie Glockenk!anq über freies Feld klingt seine Stimme: k| hemm 3om fahren, du kleiites Menschenkind — er t!i ein Unrecht! Tenn siehe, ich habe dich fit dem gemacht, was du nickt ivarst, zum Helden, und ick führe dich in die Unsterblichkeit' Komm!"
*
Hier endete das Tagebuch.
Das Bataillon gab den Tod seines Onttvers bekannt: „Er starb als Held ^-ein 9tame aber und seine Tat tverden in der Geschichte des B^illvns unsterblich sein."
vermischte».
* 8 o n Sckmelgereien jefct M sprechen., kommt eurer gemer.tgefäbrlüien AnfretKung gleich. Wenn wir es aber dennoch fcrt, w aeichcht es. iceil uns eine Skizze von Alexand« MvszVowski dazu vermttaßt, eine Skizze, die den Titel führt: Schwelgereien xjow Anno Olim, und dre in emer der neuesten Nummern (41) der Uiaftriertoi Zeitschrift Ucbcr Land und Meer (Tentiche Berlar-Anstalt. Stuttgart > fii finden ist. Ter Verfasser, der sich dabei auf den Zeugen Ritter Hans von Schweinichen beruft, rührt uns nack Bödmen, nach Krummenau, wo ein vornehmer Hk er. Wilhelm von Rosenberg, gerade seine Hochzeit rüstet. Nichts fcntbm uns an der Tafel Matz zu nehmen, und uns einer Speisenfolge zu erfreuen, die märchenhaft crnmutet und doch einstmals wabr und «oahrhaitig irr lieblichem Reigen über die gedeckten Tilde morichierte. Schmackhaft zuberettet wurden: 113 ganze Hir- scke. 98 Witdscheveeine. 40 837 Eier ohne Eierkarte), 470 Fasanen, 3910 Rebhühner, 2292 Hasen, 162 R^»e, 246 Auer Hübner, 22 687 Kran.metsvögel, 370 Ochsen, 2681 SdHpse, 1579 Kälber, 421 Brattämmer. 600 indünnsche Hühner, 3000 gemästete Kapvurten, 12581 Dtasthühner und 2500 Küken, 3250 Stopfgänse, 15 800 Karvstn. 1844 große Hechte. 5 Tonnen Austern — und mir bemerken ausdrücklich, daß die Liste der Wohlgeschmäcke von dieser einen Hochzeitstafel noch sehr viel weiter reicht, schier eine ganze Seite weit, rn den .lnZeichnungen unseres Führers: alles hat seme kulinarische Umrahmung und Ergänzung: das massiv Schivei« nerne erroetteri suh in Schinken und Spanferkeln zu einem fett- trieien^en Nahrung--'ostem von unübersehbaren Abmessungen. Lachse, Aale mtt» Weist eilen den HedZten und Karpfen -u Hilst. Kvrn- und Weizenbrot, aus 150 Maliern gebacken, liefern die Grundlage. Berge von Marzipan und Konfekt krönen den Schluß, '2000 (hmer Nngarwein plätschern dazwinhen und vernBengen thre Dogen mtt unnennbaren Fluten anderer Gettärcke, und mir erfahren zudem, daß die Mahlzeit, zu der wir uns im Geiste ein» laden. ettttchiieUich der Tafckbelwttgungen. des Feuerwerks, der Mummerei, den Bcutkl des freigebigen Gastwirts nicht allzusehr strapaziert hat: Herr Wilhelm von Rvstnberg hat für die gwtze Herrlickkett nicht mehr als 100 000 Taler mrsgegchen! Ja. es weint. daß in dieser Summe die 12 713 Taler für süßen Nach
tisch schon miraezählt lvaran: er mich kür die Beschaffung der Houptstückr entschieden bestm d e r- Mte Quellen und Beziehungen gehabt haben. Wer seine genießender^ ,Suvve noch vergM'genen Zahrhtlnderten auf die Weide ichickt. nckrd gut tun, ihren den rechnenden Verstand als Begleiter mttznyebon. lind der wird sich erst allerhand ^ivitttzen über die datnalrgen Marktpreise einzu- Mägen haben, bevor er sich rat unmittelbare Vergleiche heranmachr. Unter den vorhandenen Merkvastln sei eine heransgegriffen, die noch ein wertig weiter zurstckdattert als jene reichlich versorgte Hochzeitstafel, nämlich bis etwa in die Zeit des Konzils von Konstanz. von desstn leiblichen Bedürftriff« Md Befriedigungen die Chronikensdnerber st viel ErbrackichpS m erzählen wissen. Damals galt evt Pfund Rtttdfleisch drei Pfennige, ein Pstmd Lammfleilch 7 Heller, ein Ei 1 Heller, ein Hering 1 Pfennig, ein Diaß Rheinwedr 20 Pstnnige, ein Pfund Kalbsleilch 3, Schveine- ft<nsch 5, die Maß Bier 2, ein Pfund Schmalz 6 Pfennige. Beim Einkauf lebender Schweine gittg eS nach Quartetten^ vier Schweine um 6 Pfurrd 20 Pfennige, da? Pftmd nach heutigein RcchchSgcld zu 110 Pfennigcn gerechnet. Einett Ochsen votrttte man um 12 Pfund l-aben, pine Milchkuh um 4 (Etüden, cine Gans um 8 Pfennige: die Maß Bratmtwern galt 5 Pfemnge. ein Malter, gleich 12 Scheffel Kont. ungefähr 4,6 Mar?, ein Pfttud BaimtÄ 10 Pfennige, daS Pfund Btttter — nicht ganz billig — 17 Pfennige. Immerhin sind stlche Normen, als „HöchstM'eist" betrachtet, durchaus geeignet^ die ä>ber vergangener Zetten zu tönenden Hymnen zu entflammen: und vvllettds, wenn man stch vergeyen- wärtigt, daß man bettn Maffenrink-ruf noch weit besser fuhr. Wer über einige Bestünde verftlgtre, der kmntte sich auf Dauer wohlfeil versorgen: es liegen Kcnchverttäge vor: zwei Hofstätten samt drei Güteräckern für 90 Mar?, ja Amw 1400 lottrde ein ganzes Dorf, Bvlknatshofen, mtt Land und L-Qtten um lveniger als 200 Gulden dem Bieter zngeschloyen.
vüchettisch.
— Ans der Arbeit des Theaterkulknrvert bau des. Tie von Dr. Ernst Leopold Stahl in Verbindung mtt Dramaturgen. Regisseuren und Kritikern herausgegebenen ,,Tramaturgischen Berichte" haben eilte freundlich Aufnahme und in Thoaterkretsen volle Beachtung gcftlttden. Ter nqchstr Spiel- Winter wird bereits praktisch Ergebnisse dieser propagaltdisüschn Arbett zur Förderung dranuttischr Tächter begannt werden lassen. Die von der Geschäftsstelle des Verbandes (Hrldeshettn, Maickt- straße 14) soeben versandte Nr. 2 der ^.Tramattrraischn Berichte" besprich 15 Werke fttt Freilch-Theater. Nr 3 wird Werke für die WeihnachlSzett enthalten.
— T r. Ad o lf Köster, Wandernde Erde. Kriegsberichte auL' dem Westen. UmscAagzeichnuttg von Karl Ärrtolo. Preis geheftet 1 Mark 50 Pf., in Pappband 2 Mark.' Verlag von Albert LMtgar in Münchrt. — Wsber läßt jetzt sein zwettes Buch über den Krieg im Westen erschttten. Seine Ges^rltungs- kraft vermag eS. jeden Kriegssdrmplatz utrd jede Art des Krieaos dem Zuhaufsgeblstbenan unheimlich nahe zu rücken, fei es der atemlose Vormarsch durch Rumänien oder daS zähe, stille Ringen im Westen. TaS vorltegende Buch holt sich die Wvcherr heraus, da im Westen die Entscheidung zu fallen schien: die Kämpfe um Verdun und die Sontmeschlach, auch, edvaS zurückgreifend, die heißen Tage von Apern und Bttny aus dem Spätsommer 1915. Die im Westen kämpften und die wandernde Erde keniten, werden dies Buch lieben als kunsÄerisch gesteigerte Erinnerung ihres eigenen Erlebens, uttb den Zuhausegebliebenen ist es eine Brücke zu den Kätnpfenden.
* Die Bürgerrechte des Ex-Zaren. T« bürgerlich, und militärffche Stellung des Ex-Zaren soll, wie L'Ouevve sich aus Rußland melden läßt, jetzt endgullig geregelt iverden. Danach sollen dem „Bürger Nikolaus Romanow' d« üblichen Bürgerrechte, ffudi daS Rech der Wahl. zUg^fprochen werden. Hinsichtlich der milttärffchen Stellung des Ex-Zaren besteht nach Mitteilung des Darffer Blattes der Wunsch, „zur Beruhigung der Oeffent-' lichkett den Obersten Romanow aus dem Dienste zu entlassen, ohne ihm aber ein Pensionierungsgehalt oder das Recht zum Tragen der Uniform zuzuerkennen." Damtt NTürde, wie die Pariser nicht gerade liebenswürdig erklären, aus dsn früHeven Zaren, ein Oberst a. D. geworden sein.
Unser Stolz.
Ale er in'S feindliche Erste kam Gleich die Zweit' in Empfang ihn nahm. Doch als ganzer Dritter so recht Zeigt stch der Ganze im tollsten Geiecht.
- 2t.
Auflösung in nächster Nummer.
Austosung deS Akrostichon- in vortoer Nummer: a. Grau, Hand, Astern, Hagel, Bier, Ade. d. Iran, Sand, Gstern, Nagel, 8ter, Gde.
Jt onzo.
GchrrftlettuNg: Ir. R. Zenz. — Zwtllmg<runddruck und Verlag der Brühl'lchen UniversttätS-Buch- und Ttetndruckerei. R. Lange, Dieben.


