Ausgabe 
23.7.1917
 
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sträuben sich. Was für häßliche Menschen fhdTbiß Mrfe «cW#*J Alber Zigaretten hat er in der Tasche. Ter Beppo steckt sie ha>trg ein und nn.lt dm leblosen Körper mit dem Fuß. rn den Mgrcmd stoßen. Aber da kömmt der Demrrte Trentmr. Der nergt srch über den Toten rmd sieht ihm ins Gesicht und wird ganz blaß hastig reißt er ihm die Bluse auf, nimmt dre Kapsel mrt der Legitimation Und dann stöhnt er auf und schlägt sich put bei Faust vor die Stirn und murmelt hastige, abgerissene ^Worte.

Veppo .schüttelt Meder seinen dicken Kopf. Diese Signori, sind dock' recht verweichlichte Leute. Fallen in Ohumacht,w«in sie einen Toteil sehen. Uub er kriegt Angst : am (Ärde vergißt der Teneüte, ihn zur Wiszeichmvig vorzuschlagen. Dav wäre nocy schöner! Und so gut hat er ihn getroffen, so gut Mitten, vts Herz!

vermischtes.

Krastsntter aus Spargellieeren.

Eine ganze Reihe von Quellen zur Ausschließung der ftüher itm großen Teil ans dein Auslande bezogenen Oele und Kraft- Futtermittel sind während des Kieges empfohlen unrd erichlossen worden. Naturgemäß wird das- Ergebnis sehr verschieden, so erfreulich und erfolgreich sich der Sammeleifer z. B. bei allen Arten von Obstkerncn in den letzten Jahren betätigt hat, W entschieden muß ans der anderen <^eite vor ftder rurwrrtichaft- lichen Sammeltätigkeit gewarnt werden, ^.as gut z. B. ylnftchitrcy der Leinensamen. Zu deren Sammlung wurde 1915 ausgerus«: <Uif Grund von Untersuchungen, die den Oelgehalt dieser Baum- früchlte auf 5080 Prozent bezifferten. Tie Nmhpruftmg und die Ausbeute im großen 'ärgab indes kaum den 5. Teil des in Aussicht gestellten Ertrages, zudem war das Oel von zreinlrch geringwertiger B-eschaffcnh?it. Es kann daher in der Heranziehung des Lindensamens keine Bereicherung unserer heimischen ^el- quellen erblickt werden, und es empfiehlt ftch, den löblichen Bam­mel eifcr im Interesse des Vaterlandes in wirtschaftlicherer Uiid fpiich't'orulgenderer Weise geeigneteren Früchten zuzuweilden.

Als solche seien die Früchte des Spargelkrautes genannt. Besitzer vor Spargelpslanznngen sind schon vor ernrgell Jahren auf den Gedanken gekommen, die reifen Spargel beeren zur Qel- Und Futtergewinnung zu venverten. Im Jahre 191o ange,teilte Versuche ergaben, daß die Oelgewimrnng unwirtschaftlich ist, weil nur die in dein Samen, enthaltenerr Keime ölhalttg, diese aber sehr hart und von Schalen nub Fruchtfleisch schwer trennbar sind. Dagegen .stellten die gan-en Samen, genrahl-en und geschroteu, nach voraegaug-ener Tvocttmng, ein wertvolles Krafttlittermittel dar. Versuch,m in dieser Richdmg ist ein voller Erfolg be° schieden gelveseii.

Blumen als Nahrungsmittel. Es ist wenig bekannt, dast in vielen Ländern, auch in manchen Gegenden unseres Vaterlandes, gewisse Blumen als Nahrungsmittel veroandt werden; in heutiger Zeit ist aber eine weite Verbreitung dieses Gebrcuichs der Blumen sehr zu empfehlen. In erster Linie kvnurrt sür uns als Mhrung die Holunderblüte in Betracht, die nicht nur zur Tee- beveitung, sondern auch zur Anfertigurrg von Holderbrei und Holderen,chen dient. In einem älteren botanischen Werl wird darüber schon cttoähnt:Tie frischen Holunderblüten lverden in manchen Gegenden, besonders im südlichen Deutschland, Elsaß, der Schweiz u. a. mit ihren kurzen Stielen zu kleinen Buketts gebunden, in Mehlteig getaucht, in schwimmender Butter rasch gebacken, mit Zucker bestreut zur Tafel gebracht und besonders KU Kasie? und Tee genossen." Diese Verwendung der Holunder-^ dliiten ist sehr zu empfehlen, denn die auf diese Weise her gestellten Hvlunde suchen schmecken ganz vorzüglich und dürsten als ange­nehme Abwechslung mancher Hausfrau hochwillkommen sein. Da­mit ist aber der Gebrauch des .Holunders noch nicht erschöpft, denn in Sachsen-Attenburg werden die Blüten dazu benutzt, eilten guten, sehr aromatischen Käse, den sogenannten Holunderkäse, daraus herzuftellen. In der Leidiger Gegend.macht.man aus den reifen Früchten, mit Pflaumen zusammen geschmort, ein angenehnr schmeckendes Kompott, das den sonderbareil Namen Chivicca führt. In gleicher Weise wie den Holunder kcrmr nran auch die Blüten der Akazie (Kobinia psendaoacia) zur Bereitung von Kuchen ver­wenden . In südlick-en Ländern wird das schon vielfach getan Und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, daß gebackene Akazien­blüten ein sehr feines, wohlschmeckendes Gericht sind. Ta nun ge­rade die Akazie bei uns überall wächst, selbst auf schlechtestem Boden, die Blüten und Früchte aber sollst gar nicht zu verwenden sind, so kann ich die Kuchen aus Akazi«rblüten auf das dringendste empfehlen, sie sind ein neues Glied in der Reihe unserer Nahrungs­mittel und bedeutend besser, als die sogenarmten Kriegsknchen der Konditoreien. Es ist eigentlich inerkwürdig, daß unsere Kriegs-, küche auf der Suche nach allen möglichen neuen Nahrungsmitteln sich noch so tvenig um diese nutzbringenden Blüten bekümmert hat. Aus ein fast gar nicht allgemein bekanntes Gericht will ich noch

Hinweisen, das M tn begrenzten.Beztt^en, |. B in Oldenburg', schon lange großer Beliebtheit erfreut; es ist ein Geriä>r aus den Blüten M so häufigen Grün- oder Braunkohls. Die Blüteir werden in Wasser gar gekocht Und dann mit Butter oder Fett, Fleisch­brühe und gestoßenem Zwieback grswvt. Es ähnelt im Geschmack dem Blumenkohl, der ja auch ) Vetter nichts ist, als ein Blüteustand mit verkrüppelten Blüten. Mßer Mefen genannten BUrinen fbibcai sich sicher noch andere, die als Nahrungsmittel hionen könnerr, cs sei nur an die überzuckerten Veilchen erinnert. Diese aber haben, ebenso wie dix vbermngeführten Gerichte, bot Nctchteil, daß die nottvendiger, Zutaten, wie Zucker, Mehl, Butter und Zwieback uns nicht in gleicher Menge Mvachsen.

Vüchertisch.

Unsere U-Boote" lnüitett sich die soeben er­schienene Nummer 3863 der LeipzigerI l l u st r i e r t e n Zeitung". Diese bildlich und textlich hervvrvagerld ausge^ stattete Sonde rnremmter gibt eine vortreffliche Uebersrcht über alle mit dem U-Boot-Krieg zusammenhängeuden Fragen. An der Spitze der Nummer steht eine umfangreiche Umfrage über das U-Boot und seine Rolle im Weltkrieg, an der sich u. a. der Deutsche Kronprinz-, Genievalfeldmarschall von Hindcnburg, Generalfeldmarschall von Mackensen, Großadmiral von Trrprtz, Staatssekretär von Capelle, Admiralstabschef von Holtzendorsf, Admiral Schieer, der Führer unserer Hochseeflotte, und Groß­admiral von Kvester beteiligt haben. Die äußerst bemerkeliswerten Ausführungen dieser führe,wen Persönlichkeiterl sind in Hand­schriften-FÄsinrile wieder gegeben. Im textliclM Teil fesseln vor allem die ArtikelU-Boot und Gwßkampfschiiff" von FvAattm- kapitän von .Waldeyer-Hartz,Herz und Auge des U-Bootes' von Kapitänleutnant Blum,U-Boot und Völkerrecht von Ad­miral z. T. Dick,Die Geburt des U-Bootes" von Hans Weber, Zur Beurteilung der Wirksamkeit der Unterseeboote" von Occonomictus,Abwehrmaßnahmen gegen U-Boote" von Kor- vetterrkapitän A. Sprudler MrdUnsere U-Boot-^aMle von Kapitänteutnant Georg Freiherr von Forstner. Tie morsten dieser Beiträge sind reich illustriert. Besonderes Interesse erreg>en dar­unter die statistischen Bilder, die die WrÄnng des U-Boot-Krroges mif die englische Volkswirtschaft veranschaulichen. Bester als alle Worte zeigen diese Zahlen, welchjes Verhängnis der U-Boot-.Krwg für England bedeutet. Wr größereir, pnt Teil farbig reproduz retten Kunstblättern finden ixAx in dem veste Zeichnungen von Pv.'fesfvr Willy Stöwer, Professor Arnold Busch, Pwfeswr Haus Bohrdt, Earl Büßenroth, R. Schmidt, Hamburg, Felix Schwor,nstädt und Claus Bergen. Eine nmttxt Bildtafel enthält Porträte unserer bekanntesten U-Bvots-Kommandanten, von den«: emige in dar RirbrikU-Bovts-Menteuer" aürch über ihre sMmenden Erleb­nisse mteressant zu plaudern wissen.

Tie Schönheit. Moderne illustrierte Monatsschrift. (Verlag der Schönheit Rich. A. Gwsecke Dresden) Jedes Heft l M. Von dieser Zeitschrift, liegt uns eine Nummer zur Beipro.Mlrg iviedec einmal vor. Schon 13 Jahrgänge kämfH ste für rhve Zwle und Hai mit ihr«, SchönhettspredigtLn «ne eifrige Gemlnudc um sich versamnielt, die auf ihre Ziele schwört Die Lchönhert zer- iäl'lt in zwei Teile, den schöngeistigen, «ne Quelle an edler KiMst in Bildhauerei, Malerei, Außen- und JnnenaA,rtekt.rr T»- ttmst und Graphik; einen Weiten Teil, dem dw Psle,^e der Lebens- künde dient, bettteJft: Licht, Luft, Leben. Trastr geht von der Erkenntnis auS, daß wer auf kacnrgcr gesmrder Grundlage sich crn qeisttg utud körperlich schöner Mensch zu «cttmckeln vermag Aus dem Inhalt deS letzten Heftes führen wir nur an: Goethe als §M,ch«1ssucher von H. Bogt-Bilseck. Gneckwches wid gennanv. sches Empftnden von Rebätus.Der Gckceuzrgte" Ballade von Tr. W. Stägeniann. Einige Bildungen der kmftvollen Mastcken des Dresdner Künstlers Prof. Del mar Wenver. W. Bruno Jltz hat zu den reizvollen Arbeiten des Graphikers M. E. Phclrpp, dre rn seiner Aussührnng Mn Schinruck des HestlS beitragen, den er­läuternden Text übemommen. Für den unterhaltenden Terl tragen Novellen, Skizzen urrd lnectvolle dichiterische Schöpfnngen Sorge. Schöne Naturanftmhnren wetbeiferrr mit auSgeznch.reten Abbrl- düngen der bild«rden Knust und ergänzen so dre textllchon Tar- bietunaen des neuesten Heftes der Schönheit in glücklicher Werse.

Gleichklang.

Zum Feste kaust ich's mir.

Die Lampe zeigt es hier.

Und bei meinem Auto auch Sind sie in Gebrauch. - Zi.

(Auflösung in nächster Nummer.)

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Auslösung des Abstrichrätsels in voriger NumNre^

. Lord KitchenerS Untergang.

Gchttsttertu«a: Fr. R. Zenz. Zwillmgsrunddruck und Verlag der Brühl'schen UniversttätS-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.

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