Ausgabe 
2.7.1917
 
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Atzem humuSveutzeül BioLür etitc Unmenge bm Wferu, Mmetu AMEN, ScTDen ufnx brrgt, toiäre zweifellos eine bedeutende Futterersparnis zu erzielen. Auch in dieser Sommerfrische in Men die Hühner, da Fleisch-' und Pflanzennahrung allem ihnen nid>t genügt, einNtal täglich gefüttert werden, aber der völlige Fortfall der zweiten Fütterung würde in dieser Zeit der Knappheit eine außerordentliche Erleichterung darstellen. Schließlich sei bemerkt, daß, es sich bei der ganzen Angelegenheit nicht um eine dauernde, SoUnner frische, sondern sozusagen um eine rurkweise Somincrreise handelt, die zur Ausnützung des W'aldgeländes die Wagen immer nach! einigen Wochen ein Stück weiter gebracht werden sollen. Auch rm! Frieden würde diese Art von Waldgeflügel Haltung sich insofern bewähren, als sie ohne Hinderung der Landtvirtschast eine Ver- MichrUng unserer Geflügelziccht gestatten würde.

^ Der starke Mann. Am Hose des Kurfürsten Johann $oorg von Brandenburg in der Mitte des 16. Jahrhunderts lebte ein Marm, Joachim von Schapelow, der alle andern am Hofe um Mehr als Kopsesgröße überragte und allen au Stärke überlegen war. Einst hätte er beinahe einen besiegten Gegner ans dem Fenster geworfen, wenn der Kurfürst es sticht verhindert hätte. Dieser erlaubte ihm einst, so viel Wein aus seinem Keller zu nehmen, als er mit einem VLal heraustragen. könnte. Sch-apelow nahm ein volles Faß, unter den rechten, eins unter den linken Arm und faßte mit den vier Fingern einer jeden Harrd eins beim Spund- loche, so daß er im ganzen vier Fässer davontrng. Der Kurfürst, rief ihm nacki :Sck-apelorv, Schapelorv! Diesmal mag's geschehcnl, wir werden Dich aber wohl nicht sobald wieder in unseren Wein- Mer schicken!"

* Uebier Eng lisch« Tanks im deutschen Vernich­tungsfeuer lesen »vrr im neuesten Heft der beliebten Familien- zeitungDas Buch für Alle" (Union, Deutsche Verlagsgesellschaft, Stttttgart): Die Engländer hatten im vergangenen Jahre mit den Panzerkraftwagen keine guten Erfahrungen gemacht, dennoch et-, schienen die Ungetüme sin der Offensive dieses Frühjahrs zahlreicher ms in der Sommeschlacht 1916. In Steuerung und Bestückung wresen sie einige Veränderungen auf, ihre Gefechtstüchtigkeit abev war nicht besser gestwrden, und die neuen DanLs fansoen das gleiche Schicksal hne ihre Vorgänger. Die Tanks wurden bei Airgriffen den Sturmtruppen vorausgesandt. Am Morgen des 16. April rückterr sie in dichten Schwärmen gegen die Aisnefront vor, Gruppen von acht Wagen wälzten sich heran, entwickelten sich und eröffneten ein heftiges Feuer aus ihren Maschinengewehren und Revolverkanonen. ,Dbe deutsche Feldartcklerie empfing sie mit einem' Hagel von Ge­schossen. Die Artilleristen spannten die Pferde vor die Geschütze und fuhren aus ihren Stellungen heraus über das kahle Feld den Panzerungetüinen, die mit der Geschwindigkeit eines langsam ge­henden Mannes, drei bis fünf Kilometer in der Stunde, heran- krockien, entgegen. Ans geringen Entfernungen, stellenweise nur iöO Meter und noch weniger, erfolgte die Beschießung: die Ar­tillerie, die meist nur nach der Feuerliechung eines Beobachters auff emen unsichtbaren Feind schießt, hatte toieder einmal ein sichtbares Z«l. Sre bewies eine erstaunliche Treffsicherheit. Die Wirkung ans die Tanks war furchtbar. Unter ungeheurem Krachen und Kmcklen ^plädierte das Benzin und die Munition der getroffenen Tanks, fle borsten auseinander und verivandelterr sich in eine einzige Masse von Feuer und Glut. Bis ein Haufe durchttn anderge>oühlter, ver­bogener und zersprerlgter Eisenteile übvigdlieb. Grauenvoll tviast dos Schicksal der in den Tanks eingeschlossenen Besatzung von einem Offizier und fünf bis sechs Mann; sie wurden zur Unkenntlichkett zernssen, zermalmt, verbrannt. Und für die nachfolgenden Sturm- tnlppen bildeten die zusammen geschossenen Tanks nur ein Hinder­nis und eine Gefahr. Am 16. April lagen auf dem schmalen Ab­schnitt Mischen Mette und Aisne, auf einer Strecke von knapp tzwer Kilometer Breite, allein zweiunddreißig in Brand geschossene, rneift völlig zer'schmettette Tanks. Die Infanterie aber beachtete. Ms sie die Wirkling der Beschießung sah, die Ungetüsne gar nicht mehr, sie stürmte beim Gegenstoß auch an den noch nicht erlegteis ernfach vorüber. lieber die Gewalt der toten Maschine, die' er­barmungslos alles zermalmen sollte, toas ihr in den Mg kaui, siegte der lebendige Geist, die Entschlossenheit und Tapferkeit des deittschen Soldaten. . :

* Wie gut sie es haben . . . . Um den Parisern zu zeigen, rmeglänzend" ihre jetzigen Lebensbüdingungen im Ver-, yleich zu denen ihrer Elteril inc Jahre 1870 sind, veröffentlichen dreAnnales" folgenden Brief aus der Belagernngszett:Nacks- dem man die Pferde von den öffentlichen Wagen verspeist hat, hat man damit begonnen, auch den Jardin des Plantes zu plün­dern. Man verkanste die beiden Elefanten für 27 000 Francs. Die ^Hinrichtung", zu der der Wärter schn>eren Herzens schreiten mußte, bereitete einige Schwierigkeiten, indem die friedfertigen: Lrere, dre gerLwe in ahnungslosem Schlmnmer lagen, voll denr .Geräusch der auf sie abgefeuerten Gesckwsse Faiuii aufivachten. Wie Jmrt) man es nur jetzt versuchen? Dje Bären sind bereits verzehrt. Löwen sind mcht zu habe,!. Büffel lcnd Kamele wurden für die Kranken reserviert, mtb die Gänse und das übrige Geflügel des Gartens für die Mitglieder der Regierungder Nationalen Ver- teidlgimg"."

^ Nüchertisch. . . ^

^ ® in 5>inuiibud| ganz besonderer Art geht uns soeviür ^ Der durch ferne Arbeiten auf dem Gebiet der Volkskunde be­reits bestens bekannte Herausgeber Otto (Äückrattz hat mit seiner SonnwendgabeHessen Heimat" ein Buch geschaffen, lvie es sich rrach Anlage und Inhalt laiml schöner für Misere feldgratven Landsi- Ee an der Front und in dm Lazaretten denken läßt. Etwa 3b dessi,che Künstler und ebnisoviele Dickster haben sich zu einer! Ehrengabe vereinigt, die iit vielen Tausenden von Exemplaren lstnansgehen soll Es-trifft sich gut, daß die Ausgabe dieser liefst- scheu Knnstlergabe gerade nach der hessischen Bnchw o che erfolgt, fo daß Es noch jedermaml möglich ist, das Heimätbuch unsereij Trilppeil als Lesestoff zu seiiden, denn nichts dürste geeigneter sein. Der Elwert sche LZerlag in Marburg, dem wir so manche schön« Hermatgabe für unsere Feldgrauen rrerdanken (wir erinnern nur an die Hesse-Späß, die Hessische Lesestube, an den Hessen tun st-, Kalender cm Vilmars Histonenbüchlein u. dgl.), «^at es verstanden, aud) dlesem Buch em äußerlich vornehmes Geioaiid zu geben rmd vor allen Dingen diese Gabe jedermann zu einem .erstaunlich niednaen Pons zugänglich zu machen. Im Buchhandel kostet das 96 Selten starke Heft 1,20 Mk. Eine Sonder-Geschenkausaabe mrf bestem Kunstdrnckpapier und in eigenartigem Einband ist in einer ttemen Auflage zmn Preis von 3 Mk. für Bücherliebhabev hergestellt Beide Ausgaben sind, nrie uns der Verlag mitteilt. in erster Auflage nahezu vergriffen. Die zweite Auflage befindet sich r^ln Vorbereitung. Wenn wir unser Gesamturteil dahin ziisamnienfassen, daß wir Mts kaum eine sinnigere, reichhaltigere und billigere Heimatgabe denken können, so bedeutet dies zugleich wärniste Empfehlung und den Wunsch, daß dies Heft von Privaten, Schulen, Vereinen und Behörden in Hessen angekauft und unseren, tapferen Landsleuten als Gruß gesandt tverden >nöge.

ft ®öbe mer, O du mein heiß' Verlangen. Roman. (Oldenburgs treue 3,50 Mk. Itomaire.) (Oldenburg 6- Ev., B-erlaa, Lerpzrg.) Geheftet 3,50 Mk., gebmidcn 5 Mk. Von aufrechten ostprcnßischen Menschen erzählt uns Horst Bode mer in dleseul BucheDer lange Jung" mit [einem welchen Herzen, der dicke Ludolf Werlau in seiner echt vftprelcßlschenDreibastiakett", die schone Asüa Rickfenberg und die kluge Ruth Hensingk sind vier Gestalten,-dre mrt sicherer Hand aus dem Leben'gegriffen sind. Und Schwerterklirren geht durch dieses Buch! Ostpreußische Man*« veUeit an uns vorüber, die Kugeln hören wir pfeifen beini großeit Aufstand in Südwest! Und Biannesmnt und Fran-cmtrene ranketi Nch durch den Roman, der uns Ostprenßeii und seine Bewohner kurz vor dem Krwge zeigt, dies Ostpreußen, das uns allen ans Herz geninchsen ist.

Robert Fuchs-Liska, Simeo n Hackbarths, Ent sa gUil gen. Roman. sOldenbiirgö neue 3,50 Mk. Rourane j (Oldenburg L Eo. Verlag, Leipzig.) Gel-eftet 3,50 Mk., gebun-, den 5 Mk. InLoimaon Hackbarths Entsagun.gen" steht eüt guterreccher Mensch inmitten des an ihn: anfboseirderi Stromes iodrlaer Geschicke, wehrt sich gegen die Wucht des Anpralls iuii> muß dennoch seine reimen Lebmsfreuden fortgeschwemmt seheir Tw Kraft zum Elttsageatköniien lernt er als den Gipfel merrsch^ luher Einsicht werten, lind .so gewbintt er das zivar einsame, aber feste Ufer seiiies Daseiiis. Diese Geschichte vcrrausckster Liebe mw stummen Leides ist; erzählt in verhattem'r icnd vvniehmeii Kunst: doch gerade deshalb ergreift sie um so tiefer.

~ Um Deuts chlands Z n kun ft. Herausgegeben vom Bmch deichcher Gelehrter und Künstler. Heft 2:Weg zur po­litischen Reife". Von Fürst Bülow. (Berlin 1917, Verlag von Rernmr Hobbing. Preis bwschiert 40 Pf.) Der Inhalt ist dem, bekalmteii Buche BülowsDeutsche Polittk" enttwlNMM.

vilderrötsel.

Auflösung in nächster Nummer

Auflösung des Zifferblatträisels tu voriger Nummer: I II III IV V VI VII VIII IX X XI XII RIG.A.BEI, T ANGE Riga, Gabel, Abel, Belt, Tang, Anger, Ger.

Tchrütleltung: Fr. R. Zenä. - ZwiNingsrnnddruck und Verlag der Brübl'lchen UniversttätS-Buch- und Stetndruckerei. R. Lange. Gießnü