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viuA dem Grwrde, nreil ixtä LindÄMaLt die Form eines MnscheUi^ her-ens Aal." Diesen GedaMr: hat wrai Mch Heine jn etnW seiner LNbeslieder besonders behändst; es heim Krß Sieh das LinderErtt, Du wirft es Me ein Herz ge stattet shrden, ,

Datum sitzear die Verlieben ^bujch cfni} liebsten unter Linden."

Es ist freilich eher ünzZuUMnten, daß nicht die Fvrnr des Linden-^ blattes, sonoerrr der fatze Duft der herrlicher Lindenblüte diesem! BaNNt so viele Freunde erworben hat. Die Lindenblüte hat es vielen angetan, so auch dein Dichter eines der heute mn meisten gesungenes Volkslieder, Rrü>olf Bawnibach, der seinem schönen Liede vor: der Lindenwirtm fürwahr keinen besseren Schmutz geben konnte als den Bers:Unter der blühenden Linde."

rNnderleben in Palästina.

Das Kinderleben des Orients ist amNneurDpäischsten" irr Palästina, wo westliche Einwirkungen noch verhältnismäßig ,venia Zutritt fanden und Airrn großen Teile airch noch kein behördlich geregeltes Schulwesen lesteht. Tie arabische Bevölkerrmg macht -wischen Knaben und Mädchen einen großen Unterschied, die elfteren tverden nüt lauter Freud? begrüßt, >vährend die Geburt mehrerer M'ädchjen in einer Fanrilie nicht gerade als großer Glnckssatl gilt. Wenn eine Fanrilie Zuwachs er-vartet, so erzählt I. Cassirsr irr der Islamischen Welt, versammeln sich Musikanten erwartungsvoll vor der Haüstnre. Wemr endlich eine Stimlmie verkündet:Eitt Sohn ist uns geboren!", so ecttntem die Musikanten im ! Chor: Es sei der Wille vorr Nlah, daß er Euch erhalten bleibe!", worauf sie znm Lärm ihrer Instrumente einen Will kommlengruß für deir neugeborenen Jungen und die großen Taten prophezeien,- rr vollbringen werde. Dije Geburt einer Tochter aber wird mft Kopfschiittelu und den traurig gesprochenen Worten angezeigt; Allahs Wille geschehe!", und die Musiker entfernen sich geräusch­los, da kein Ainlaß zu einer Feier gegeben ist. Trotzdcnr wird dem. kleinen Mädchen nicht dm die Liebe seiner Eltern vorenthalten, was schon die für sie gewählten lieb, vollen Namen bei reisen. So nennt inan sie Latifeh die Annuntige), Zarifeh (die Hübsch?) nsw.; auch Namen wie Stern, MPrgendchmmerung. Lilie, Perle und Diamant sind beliebt. Für das zweit- oder drittgeborene Mädchen gibt es allerdings meist keine Kosenamen mehr, sondern inan eilst sie Kasah oder Dainnram, >oasgenug" bedeutet. Die nengcborerrerr! Kinder werden zunächst mit Lalz emge rieben, hierauf hängt man ihnen zur Becscheuchamg böser Geister eine blaue Perle um den Hals. Dann werden sie fest in Windeln und Kissen gebunden, Und dieses Paket »oird voll der Mutter während der Arbeit oft ganz einfach an einen Banmzweig gehängt. WErrn die Kinder bereits! kräftig gering find nnd sich, ans richten köimen, werdeir die Knabel« von deil Müttern rittlirrgs auf den Sck)<ultern getragen. Unter den Arabern ist der Glaube verbreitet, daß dieser Reitsitz die spätere Kunstfertigkeit der jnngen Leiule im. Reiten bewirke. Die Kleidung der Kinder ist in Palästina sehr verschiedenartig. Oft gehen schon die ganz kleinen Mädchen genau so gekleidet wie die Mutter, stolz angetan mit einenl blaueil baumwdteilen Rock mit bunteil Sticke­reien, einem langeil weißen Schleier, der zurückgavorfeil wird, nnd etucin Kopfputz aus klirr err den Minzen. Bei Herr mohamedanisch strenggläubigen Familien ist der manchmal auch schwarze Schleier sehr dickst Und den kleinen Mädchen sorgsaip vor das Gesicht gezogen. Manche! Eirrgeborerre suchen auch Bornehncheit ail den Tay zu legen, indeNr sie die Kinder nach europäischem Musljer klerden, midere wieder schinückcn sie mit den Trachten besonderer Sekteil, bei Kimbeu sind allch Miniatnruniformen türkischer Offiziere beliebt. Als besondere MerDvürdigikeit sei erwähnt, daß kl eins .Jungen, die von ihren Eltern bei der Geburt der Kirche geweiht Warden, mit der brarmen. Kutte der Franzis kar rer irnd einem groben Strick um den Leib hernmlanseü. Bei deil Spielen ahmeni die Kinder mit .Borliebe die Erwachsenen nach, roobci sie mit IbniH scher Genamgkeit z. B. das Zeremoniell eines Paschas emh-rlten. So kann niail etioa dem folgeirden Gespräch zweier schmutziger kleiner Straßenjungen lauschen:So ruhet doch, ich bitte Euch!" Nein, wer Euch Zieht, ist ausgeruht!" Belustigend ist auch, daß bei den:Gericht-Spielen" die Bestechungen nicht vergessen werden, ir-obei Melonenkörner das Geld zu versrnnbildlicheir habeil. Natür-, lich gibt es Puch toilde KNaberrspieile wie z. B. Ujeberfälle vod Wüstenbeduinen, während bei den rrwhamcdanischen Mädchen das Braut-Spielen" anr häufigsten ist. IN Ermangelung des Schul- zioauges sind die Kinder auf Lern, Lande meist unbeanfsichitigt, gelegentlich lernen sic in kleinen Schulen Koranverse, arme Kinder arbeiten von früher Jugend an in den Bazaren. Irr den Städten aber, ganz besonders in Jerusalem, werdeir Geographie, Sprache Und Naturbeschreibung gelehrt. Die Einführung neuer Lehrfächer zeitigt oft sonderbare Ergebnisse. Ws emmäl ür Damasftrs dig Leiterin einer Missionsschule den Turnunterricht eingeführt hätte, blieb plötzlich die eifrigste Schülerin ans, und auf Befragen erklärte die Mutter unter Dränen, daß die kleine Zarifeh niemals mied«? die Schule besirchen dürfe, da sie dort ehr böser Geist gepackt lwbe, dar sie fortwährend Arme und Beine bewegen und seltsame Worte stammeln lasse. Die kleineBesessene" machte nämlich zu Hause «tftstg FreiubMigwi« L.""bei sie«ins, tzwt'L. drer, vi.er" zckbltd

Der Krieg ist aüch cütf die IrrgdKpflege in PälMftv äcng Mttiebsn, die Lust Wmj Äsrmen und die Aus chltvesens Machen sich immer deutliche» fühlbar.

vermischte».

* Das Bec^tzn opser. Tie Beererrlese hat begonnen. In Schären ziehen die Kinder und älteren Frauen in den waldreichen! ^Gegenden in die Wälder, uni dort die reifen Waldbeeren $uf pflücken. In der Kriegszeit stehen natürlich allch die Waldbeeräst hoch im Preise, Und das Sammeln dieser Früchte aestaltet sich immerhiir jetzt zu einem ettvas einträglicheren Geschäft als im Frieden, wenn auch keine großem ReichtÜmer dabei zu verdb?nen> sind. Für die durchweg arme Bevölkerung der deutschen Walh-i gegenden stellt die Zeit der Beerenlese hie Erntezeit dar. In vteten Erntebräuchen hat sich noch aus heidnischer Zett das Ernteopfer bis in Unsere Zeit erhalten, wie dies besonders der noch weit ver-< breitete Brauch der letzten Garbe zeigt, die auf denr Felde als! für die Vögel des .HimMels znrückgelassen wird. Auch der der Beerenenite oder vorher tvar früher das Beerenopfer allgeineins schlich, und Spuren davoir finden ftck) noch heute vor. In Bendahl bei Äberseld zerdrücken die KnM Beerenpflücheil gehenden Kinder die drei ersten und schöirsten Beeren an einer alten Eiche, deml schwarzen Peter", veriUutlich eurem einstigen Baum des Donar, an dessen Stelle oft Sankt Peter getreten ist. In Dodenhausen! (Kreis Frankenberg) steckten die Kruder früher auf denr Nach' hairsewege vom Beeren sammeln einige der besten Beeren an einen Dornenstrauch und warfen unter einein Tankesspruch einen Stein in den Busch. Im Bergischen besingen sie ebenfalls cnrf dem Heim­wege das einst dem Donar heilige Eichhörnchen. IM badischen! Triberg singen die Kinder, rvenn sie ausde Heibeer" kommen? Holle, holle Röhre,

M'r kumime ,ls de Beere.

's Beeremäidili isch zw is knmme,

Het is alle Heibeer g'nümme,

's Kiewili (die Kvmbacken) voll, 's Kärbli leer. Wemnrcr nu dc' Hai me wer!"

Es komiut oft genug vor, daß die Kinder beim Beerensammeünj Mehr naschen, als der Fülluirg ihrer Körbcherr zuträglich ist: dann ist natürlich die Ernte nicht mehr entträylich gewesen, die Kinder aber tragen in dem vorliegenden Fälle Teute Schiuld, sondern viel^ mehr dasBeeren,aidili", das ihnen die Beeren insKicwili," gestopft hat. So bleibt ihneir tvenigstens der Trost, daß die Beeren njichi. 'ganz verloren gegangen sind. Auch beim Pilzsammeln hak sich ein ähirliches Opser »oie das Bccrenopffer erhalten. So legen in Deutsch-Böhnien die Frauen, wemr sie inr Walde Pilze sammeln, die ersten drei gefmrdcnen Pilze in einen holten Bannt und beten drei Vaterunser, dann sel>en sie alle Pilze ini* Walde. Besonderst benierkeustverl ist auch hier beinr Pilziopfer die Drei za hl; auch beim Beerenopfer leerten gewöhulich drei Beeren als Opser dar­gebracht. Tic Drei war bekanntlich auch schoir ftu germanischen^ Altertum eine heilige Zahl.

" Das H n h n in der So m> nrersrisch e. Trotzdem die Eriahrungen dreier Kriagsjahre hnnderterler neue Wege der Spar-» samkeit in der Landtrarisch ist gewiesen haben, gibtt es noch immev Möglichkeiten, die bisher nicht genügend heackstet wirrden und! darum alle Llufmerksamkeit der bieteiligten Kreise r-erdienen. Einen ebenso einfachen wie cinleu äst enden Borsck>lag zur Erleichterung der Gefltigelhaltung und Verbilligung der Eierpruduktion macht jetzt Margarete Preuß in der Deutschen Landunrtschafllick>en Presse, indem sie rät, die Geflügelhaltung währcncd der warmen Jahreszeit sovil tvie möglich mrch dem Ajalde z,u verlegen. Da das Körner^ suttcr vor allem für Menschen nnd in seinen Restbeständen für das Großvieh verwertet werden muß, das Weichfntter mrdererseitS auch nicht gerade im Ucberfluß vorhanden ist, ist die HülMerh^ltung selbst dort erschwert, Ivo man das Geflügel sich in Höseir und auf Wiesen einen großen Teil seiner Nahrung selbst suchen läßt. Denn diese sog.Wisläuse" sind auch nicht unerschöpflich an Käfern, Würmern usw., und durch das täglich'' Abstreifen, werden sie schließe lichhühnerütüde", d. h. unergiebig. Im Frieden half man sich damit, daß man nach der Ernte das Geflügel in Hühner wagen auf die Stoppelfelder fuhr, heute ist dies aber nur in Ausnahmefällcn möglich, weil der Boden infolge größerer Inanspruchnahme meist yleich nach der Ernte umgeivendet wird. Und doch gibt es eins rni gewissen Sinne ideale Sommerfrische für die Hühner, nämlich deir Wäld. T4e Idee der W a l d g e s l ü' g e l zucht wurde bereits Manchmal erörtert, bisher aber mer!u?rdig>erweise noch nie in größerem Maßstabe verwirklicht. Dabei handelt es sich keineswegs daruin, im Walde regelrechte Geflügelhöfe anznlegen, sondern es! gälte nur, das Geflügel in den bereits erwähnten Hühuerwageu in den Wald hinanszufahren. Um die Tiere an diese Verorderung! ihrer äußerlichen Lebensbediugungen *»> doöhnen, empfiehlt sich, sie vorher bereits im Geflügel Hof c.^e ,>rttlang in den .Hühner­wagen rlächtiiwn zu lassen. Dann läßt man jre in Wagen die Reise nach der Maldsommerfrische antreten nnd das erste Mal am besten bei ein brechender Dunkelheit he raus schlüpfen, weil sie sich tunrni nicht weit fortivagerr ^rnd dadrrrch gleich an ihren Standort ge- rvöhnen. Durch derartige WisNützung des Waldgel and es, daS irr

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