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Affen tlichMtynt Vvnt KnegsePwäHttkngSami ttuSgehttr. Das Kriegs- ernährungsctmt steht damit in keinerlei Zusammenhang und sieht die Frage der Verarbeitung von Baumkiwspen durch die Versuche des Kriegsausschusfes für Oele und Fette als erledigt an." Die vorstehende Notiz aus der „Gartenwelt" ist im Hinblick ans das von dem Gießener Privatdozeitten, Herrir Dr. T h o m a e längst angegebene Verfahren zur Gewinnung gewisser Substanzen Lus Müttern, Knospen und sonstigen pflanzlichen Wällen von Interesse. Eine vollständige wissenschaftliche Klarstellung der Natur dieser Stoffe erscheint vom Standpunkt der Volksernährung im Kriege dringend.
* SB i c in ü n sich in hei bien G egende n vor der Hitze ü h t. In den heißen Gegenden 'unserer Erde sind freilich Äe vohncr Mt die Unbilden der Hitze mehr gewöhnt als in unserer
«gemäßigten. Nichtsdeswwvniger 'haben sie aber auch geimg davon zu ertragen. Die vornehmlen, reichen Perser haben znm Beispiel versenkbare Zimmer; ja sie haben ganze gläserne Paläste, die in der üppigsten Weise aus ge stattet sind, mit denen sie auf dem Wasser ctuf eigenartigen Bohleneinrichtungen herUmschüvimmen und die sie unter die Wasserfläche tauchen können. Natürlich sind Vor-, richttmgcn für die Zuftchr frischer Luft getroffen. So war zuml Beispiel der Seepalast des Fürsten von dlgra berüyint. In China hat Man über der Wasserfläche schwebende Galerien" errichtet, die ähnlich ivie Unscr'e Seestege in den Seeknrorten eingerichtet sind, nur daß sie höher gelegen und weiter in die Wjasserslächc hinMlsgebaut sind. Auf den Sundainstln hat man für die heiße Zeit ganze Seedörfer gebaut, kleine Hütten auf starken Pfählen Witten im See.
* Zur Psychol ogie des Melken s. Da das Melken der Kühe in unseren ledigen Ernährnngsverhältnisseu keine unbo- deuteirde Niesle spielt, sei darauf hingennesen, was Jürgens Petersen in seiner Schrift : „Nüilchkühe" über dre Kunst zu melken sagt. Et' führt darin zunächst ans, daß durch das schlechte Melken dem' Landwirt ein ungeheurer Schaden, erwachsen ftnm. Es gilt, die ^Üuh ganz anszuNwlöen, da die letzten Strahlen die fetteste Mich Neben. Der Unterschied ist so großi, daß von. den ersten Strahlen 17 1 I* Pfund Milch ein Pfund Butter geben, von den letzten Strahlen hierzu nur 12 Pfund nötig sind. Aber es kommt auch auf die Bchaichlüng der Kuh an. Vor dem Melken, so behauptet jene Schrift, muß die Kuh zunächst freundlich gestimmt werden, durch liebevolles Zureden, Streicheln usw. Während des Melkprozesses will die Kuh Ruhe haben. Lautes Sprechen, Lärmen, Schelten« ist zn vermeiden, „dagegen ist ein gutes, ermnnteritdes Wort wohl angebracht", uird nach Bleiendigung der Arbeit „ntnß, Die Kuh wieder ein paar freundliche Worte und Liebwftuigen als Dank für die Milch erhalten," denn „sie quittiert für alle Unbehaglichkeiten, indem sie weniger Milch gibt".
vüchertisch.
— 2 o n n w e n d des G l ü ck s. Tie Symphonie eines Lebens. Roman in vier Schien von. Zdenko vo n Kra ft. Deutsches Berlagshaus Bong & Co.' Berlin W 57. Im kleinen Dürnstein spielt diese „Symphonie eines Lebens", das Sckffcksal des Wolf- Kang Llimvdvus Burger und der Seinen umschließt es, und' ans diesem Schicksal erwächst im Gleichnis ein allgemein-anenschlichcs, durch zwei Generationen. Ticsein stillen Schicksal verketten sich die Schicksale der Frünnde, nitt denen Wvlfgang Amadeus im Quartett nuisiziert. Wie sich deren Leben zum Qimrrett verquickt, so Würgt und wirrt sich das ihrer Kinder durcheinander und löst sich, wie im Spiele, jäh abbrechend m Dissonanzen und wieder harmomscl verklingend. Wie die SommersvnnenN^rde des Jahres Leben in Anfsttcg und Niedergang schüdet, so führt des Glückes Sonnenwende ür diesem Bnck-e der Menschen Leben zur Bollendirng oder znm Absturz. Es ist ein Buch der Süße und der Herbe, ein Buch der Freude und des bitteren Leides, ein Buch der Stille !und froher Geschäftigkeit, ein Buch der Jugend und des nach-, denktichen Alters, ein Buch, das mrr eilt echter Dichter uns zn schenken vennochte.
— Deutsche Handel sw arte (Beiträge zur Deutschen Wirtschaftspolitik^ Niirnberg, Schvppershofsttaße 86/88. Herausgeber: Generaldirektor Theodor Wieseler. Zahresbezugspreis: Mk. 6,—. Einzelheit 30 Pf. Probennmmern kostenlos durch alle Buchhandlungen und den Verlag. — Die letzte Nummer dieser !Zeitschrift enthält folgende Aufsätze: Dr. ÜB*. Stein: Freiheit des Handels und Staatssvzialismus. Der herrsck^irde Staatssozia- lismns ist durch die Kriegsverhäktnisse bedingt. Ihn für den Frieden beizubel-alten, wäre verkehrt, weil unser Reich die Verluste an seiner wirtschaftlichen Machtstellung wir wieder gntmächen kann, tvenn es zu dem bisherigen bewährten System des freien Handels und freien Wettbewerbes so schnell wie möglich brdingnngslos zn- rückkehrt — Victor von Reisner: Die Kunst des Ver- kaustns Das Verkaufen ist direkt eine Kunst, und nur jener Kauf- jnmtu kann auf ernstliche Erfolge als Verkäufer rechnen, in dem. die Veranlagung znni Meitschenkenner steckt. Neben einer Mitten M- gemeinbildnng muß er außerdem' eine gediegene Fackbtkdnng be-
fttzew Dein vielfachen Maicgel an gründlicher äbenntnis der Wavew- kiurde wäre vielbeicht abzuhelfen durch Einfügung eines obligaten Besuchs-Kursus in unseren Fabriknr (nach Llbschmß der Studien). — Engen Clauß: Die angestellten Kanftente und die Sommerzeit. 9deben ihauswirtschaftlick-en Vorteilen bringt die neue Zeit einen wertvollen Fortschritt, der die Fortbildung der Berufsgenossen, der Gesundheit imd dem deutscheit Familienleben nnr förderlich sein brnn. —Prof. Dr. Rob. Lie fmann: Ueber die gegenseitige ^)lb- ttängigkeit der Goldwährungen. Schluß: Ist der Geldwert bei der Goldwährung stabiler? — Engen Isolani: Wie denken die im Felde stehenden kanfmännischen Angestellten über ihre Wiederau stellnng ? Vielfach ganz anders, als man in der Heimat annimmt. Biele gibt es, die keine Lust mehr Ijaben, zum alten Beruf znrückznkehren, weil sie dem engen kaufmännischen Leben vollständig entfremdet sind. Der Verfasser schlägt vor, Llusknnfts- und Beratungsstellen zu errichten- — Kaufinanns Tagebuch. — Mert- wort.
— Wil Helm Schaer, Fremde Heimat. Roman (Oldenburgs neue 3.50 iM.-Romane.) Oldenburg & Co. Verlag. Leipzig. Geheftet 3.50 Mk., gebunden 5 Mk. — Hoch oben an Bntjadmgens sturmNnrtosten Seedeichen setzt die spannende Handlung ein und spielt sich hinein in das Oldenburger grüne Marschenland. Engel Maria Siads, das g'lutängigc Kmd einer fremden Sonne, sieht sich vom -Schicksal zwischen die Menschen der rauhen, nebligen Nordseeküste gestellt. Wird es ihr neben der blonden Landestochter gelingen, sich ihr Heimatrecht zu erkämpfen, in ehrlichem Wollen deutsch zu denken, zu fühlen und -- zu neben? Ter Verfasser gibt uns damit eür Heimatbuch voll farbenfroher Meer- und Landsckwftsbilder, voll Herbigkeü und zumal voll sprühender Leidenschaft in Schilderimgen der Ehejahre der „fremden" Frau.
— A. O. Weber, Wenn Mars regiert! Nerre gereimtcu Satiren. Heinrich F. S. Bachmair Verlag, Berlin W. 62. Preis geheftet in künstlerischen Unrschlag 2 Mk., feür gebündelt 3 Mk.
— Bongs illustrierte Kriegs geschrchtc, Der Krieg 1914—17 in Wort und Bild, das 131. bis 134. Heft (Preis je 30 Pf.). Deutsches Verlogschius Bong & Co., Berlin W 57, Potsdamer Straße 88.
Gietzener Haus-rauen-Berein.
Kochanweisungen.
K r iegs su vpe. Man nehme für jede Perfon eine diüme schnitte Brot (Bvotveste lassen sich natürlich auch verwenden), und sechs mitdelgiDße Kartoffeln. Tie Brotscheiben werden mit soviel Wasser, als man Suppe haben will, in den Kochtopf getan und langstnn verkockft. Die geschälten, tu Stücke geschnittenen Kartoffeln werden gar gekocht, abgegossen und zur Bwtsuppe getan, mtt dieser zusammen recht säinig gemocht. In et,Vas Fett, cs braucht nur wenig Ui sein, bratet inan eine Zwiebel gelb und tut dies zur Sirppe. Etwas Geivürz und Salz nach Geschnmck.
Kartoffeln mit Fi sch rosten. Mwl schivitze in ctivas Oel eine geloiegte Zwiebel an, schsteide gekochte Kartoffeln iw 'Scheiben, gebe kleine Stückchen von übriggebliebenem Fisch aus denen die Gräten entfernt wurden, darunter, lasst alles gut heiß werden und schwenke es mit etwas Milch tu die man einigen Zitronensaft oder auch nur ein paar Tropfen Essig träufelt, gut durch.
Stacheckbee r speise. 2 Pfimd .gereinigte Stachelbeeren werden erst mit kochendem Wasser, in dem eine Messeispitze Natron gelöst ivUrde, abgewellt und dann in frischem Wasser weichgekocht. Man rührt sie mm durch ein Sieb, süßt nach Geschmack und läßt sie mit etwas in Milch «oder Wasser zerrührtem Gri.ß nochmals leicht aluflachen, wenn.man Gelatine nicht zur Verfügung hat. Erforderlich sind 6—8 Blatt Gelattne. Tie gelöste Gelatine lio’trb unter die erkalteten Stachelbeeren gemischt imd die Speise dann in eine Glas-, schüsstl gegeben und kaltgestM.
Zifferblatträtsel.
III HI IV V VI VH VIIIIX X XI XU An Stelle der Ziffern des Zifferblattes einer llhr sind die Buchstaben A A B E E G G'I L N R T betört zu setzen, daß die zu den angegebenen Zeiten zwischen den Zeigern stehenden Buchstaben Wörter von der beigefngten Bedeutung ergeben:
13 Uhr 32 Min. — deulschrnssische Stadt.
2 r 36 , — Tischgerät.
3 , 37 , — altbiblischer Name.
4 „ 42 „ = Wasserstraße
7 „ 51 „ = Wasserpflanze. ' "
8^9.--- Flur.
10 „ 8 „ = alte Waffe.
(Auflösung in nächster Nummer.)
Auflösung des Wortspiel - Rätsels in voriger Nummer: kalme, Erici), Tauget-, Erbsen. Reis, 8tam, Bart, Ulanen, Rose, Gange* Petersburg.
tzchristlettunq: Fr. R. Zenz. — ZwillmgSrunddruck und Verla, der Brühl'schen Univerfftäts-Buch- und Steindruckeret. R. Lange, Gießen,


