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—. Die Gründe für das Scheitern der feindlichen großen Früh- sichrsofünsive im Wiesten erörtert der bekannte Militärschrrfifteller General der Infanterie K. D. v. Janls o n in lichtvollen Aussulp- tmtpi in der neuesten Nummer 3859 (Kriegsnuinmer IvO) dev L-erp-iger u ft r i e r te it Zeitun g" (Verlag I. I. W>e- ber). Angesichts des jüngsten englischen Ansturms in Flandern können die in iwvellistisck^r Form gebotenen Soldatenlegendeni „Die Schrecken vor dpern" von Hans Schoenseld auf besonderes Interesse rechnen. Ein Aquarell von Albert Reich zeigt die bayrischen „Leiber" in der Kirche zu Chanmont bei Verdun, eine Zeichnung von Karl Mohr das Abfangen eurer französischen Patrouille in Sailly-Saillis-el an der Somme, eine Zeichnung von R. Schmidt- Hamburg deutsche Fischer im Schutze von Torpedobooten bei der Arbeit, eine andere von Professor Ri. Zeno Diener ein Zeppelm- Luftschiff beim Wwerscn der Post für deutsche Truppe?? in Mazedonien. Ladislaus Tiuss-hnSky hc?t in einem doppelseitig wieder geriebenen Blakt dorr Akt der Huldigung der Mitglieder beider Häuser des österreichischen Reichsrats vor Kaiser Karl I. im Zercmoniens-aal der Hofburg zu Wien festgehalten. Richard Aßmann führt einen Gasalarnr bei unseren österreiclnsch-ungarischm Verbündeten an der rumänischen Front vor Augen. Allgemeine Beachtung verdient der durch eine anschauliche llebersichtskarte unterstützte Aussatz „Die Bestrebungen auf Vermehrung und Verbesserung unserer binnen- ländischen Schissahrtswegc" von Generalsekretär Ragoczy. Ein weiterer Artikel beleuchtet den Whrt der Leipziger Kuiegsmesscn. Dr. Egbert Delphi) widmet der Phantasieknnst Walter Rehns einen niehrseittgen, reich illustrierten Beitrag.
— Kleine Bilder aus großer Zeit. 106 Zeichnungen von Th. Th. HeiAe. Preis geheftet 1 Miack- Borzugsansgabe in 100 Exemplaren IO Marl. (Simplizissimus-Derlag, München.) Eine Sammlung von Zeitsatiren Th. Th. Heines toird von vorn- herein in loeitcn Kreisen starkes Interesse finden.
— Ludwig Achi m Hon A r it i M, Fürst Gauzgvtt und Sänger Halbgott. Philander unter deu streifenden Soldaten und Zigeunern im Dreißigjährigen Kriege. Nr. 23 der Weltliteratur, München 2, Färbergraben 24. Preis 10 Pf. Erl-ältlich in jeder Bu.ch Handlung.
— Ein kochen ohne Zucker. Pra?tisck>es Einmachbüchlein sirr die deutsche Hausfrau. Erprobte Rezepte znm Emmack)en bon Früchten und Gemüse ohne Einkochapparat, nebst 25 Pilzgerichten. Von Frau Helene Kl i n g e m a n n, ehemaliger Leiterin der Ly- ceums-Kochschule, Hildesheiui. Zlveite, stark (»erwehrte Auslage (21. Vis 40. Tausend). Preis 30 Pfg. Verlag Ed. Fockcs Bnchl)airdlung, Chemnitz.
— Die „Fliegenden Blatte r" (Verlag von Bvauu Und Schneider. München) haben auch in dein eben abschließenden Halbjahre ! nieder das Panier des deutschen Humors erfolgreich hoch-gehalten und versprechen das gleiche mit Recht für die Zu- fünst. Gerade in dieser ernstesten und imrner mehr der ElttsÜM- düng entgegen reifenden Periode dc§ Weltstreits sehnt sich Herz j-md Geist der Kämpfenden draußen und drinnen, des ganzen Volkes «lfo, auf das lebhafteste nach Augenblicken der Ablenkung, der Erholung in harmlosem, keinen verletzenden? Frohsinn, in heiterer^ das Zwerchfell tvabttatig erschütternder Laune und jeder anderen AuSdrncksform fröhlichen Vertrauens auf die eigene .Kraft und eine schöne freie Zukunft? Die „Fliegenden Blätter" tragen biefcm allgem-einen Bedürfnis nach Humor piit einer Beigabe kräftßrer Ieitsatire ebenso Rechnung wie dem gehobenen patriottschen Empfinden «unserer Tage, das in W o Pt und Bild, tu Lied und Prosa seiwen treffenden Widerhall findet.
— Guido v. Gillhaußeu, Op. 12 Nr. 4. „Deutscher .Hochgesang" und 1 Op. 10. Nr. 2 Der Kuckuck. Verlag Cars Simon Harmonie» hau S, Berlin W. 35, Steglitzer Str. 35.
- Gietzcuer Hausfraueit-Berem.
^ Kochanweisungen.
Auf vvelscitigcn Wunsch bringen wir heute Kochawveisungen für Milchspeisen: v
D ie B e l» a n d l u n g d c r M a g e r m i l ch. .Magermilch muß entweder sofort nach Ankunft abgekocht oder, wo dies nicht möglich M hn den Kickler oder kaltes Wasser gestellt werden, und zwar mit lustdurchlässiger Bedeckung (Sieb, Mullappw). Beinc Abkochen nehme man immer nur eine kleine Probe, sollte die Milch dabei gerinnnen, so setze man eine lwlbe Messerspitze doppeltkohlensaurer stdrtron zu, sodann muß die Milch auf gutem Feuer gerührt werden bis zum Kochen, eS verhindert dies sowohl das Gerinnen, als auch das Anbvennen. Keinesfalls darf die Milch achtlos nebenbei ans den Herd gestellt und langsam gekocht werde?!. Nach dem Kochen stelle inan den Topf sofort in Kältes Wasser, das ?nan mehrmals erneuert, bis die Milch völlig erkaltet ist, erst dann bringe mau sie tu den Keller zum Gebrauch. _
' EVensv verfahre man mii Zusatz-Bo llmilH. ,
Stcklt mmt M agermil ch K um Di ck we rden au f. so trachte nunt die sich scheidende Flüssigkeit nicht als wertloses Wasser, es ist kein WlasserHusatz, sondern die wässerigen Bestandteile dev Milch, in denen immer noch Nährwerte, wie Salz, Milchzucker;, Milch und Buttersäure enthalten sind. Man quirle die Milch tudfr tig durckxinMider, bei dem Piroz-eß des Sauerwerdens scheiden sich die Käseteile vo?r den lpässerigen Teile?? und zwar, je höher die Temperatur, um so rascher.
Molke von geronnener Milch, oder bei der Käsebereituug ge- Wonnen, schütte nran nicht N"eg, sie gibt, mit Zucker dick eingekocht , einen guten Kunsthonig. Auch ist Molke ein gutes Bleich- und«
F l e ck e n ni i 11 1 1 für weiße Wäsche.
Buttermilch kann mau zu allen Speisen als SahueersaS Nehmen, als zu Salaten, Tunken, Onrelette, Auslauf, Pf<?m?kuchen, Kartoffelbrei u. a. /
Ka l te Butter- oder D i ck m i l ch s u P v e. Butter- odeo Dickmilch mit Zucker und Zinnnt über geriebenem und geröstetem Brot angerichtet. c
D i ck m il ch - oder B u t t e r m i l ch c r s m e. Ein Liter Dick- miirfj oder Buttermilch, von einer Zitrone Saft und Schale, 60 Gramm gestoßenen Zucker oder zwei Eßlöffel ausgelöstes Saccharin, drei Eßlöffel Obstsaft, am besten von Rumfrüchtcu, oder auch Obstlikör, 15 Gramm in V, Liter heißem Wässer aufgelöste rote Gelatine. Dies alles wird kalt gemischt, stark geschlagen und in Kristall- Kfrak kaltgestellt. In der Obstzeit kann um« auch gekochtes Obst darunter unscheu und den Saft iveglasseir.
Als Pudding dieselbe Masse, nur mit 25 Gram m Gelatine und gestürzt nnt Obsttunke geben.
Als erfrischen des Getränk, auch für Kranke und Kinder, dieselbe Mischung doch ohne Alkohol unL nur vier Blatt Gela- ttn-e. ,
Dasselbe als Puddingbeiguß
E r dbe e r c r em p. Ein Liter Buttermilch, 80 Grannn Zucker,
8 Blatt aufgelöste rote Gelatine, gut geschlagen, über gezuckerte Erdbeeren in 5dri stall schale gegeben und kaltgestellt.
Küster 6 me. Dickmilch stellt man aus eine warme, nicht heiße Stelle des Herdes, bis sie geronnen ist, schüttet sie vorsichtig auf!öüt feines Sieb, läßt sie gut ablaufen, gibt sie zweimal durch die Passiermaschne oder knetet sie zart, vermischt sie mit einem Päckchen Vanillin und Zucker nach Geschmack, schlägt die Speise schaumig und stellt sie kalt.
Grüne Krä u ter tu tt Ic. Alle Arten Gewürzkräuter, wie Saueraurpfer, PirnPinelle, Borasch, Petersilie, auch Salatblätter, werden fest? gewiegt, Schnittlauch sein geschnitten, mit Essig. Senf und Salz äugest tzt, hartgekochte Eidotter dareil? verrührt, das weiße feinwürslig geschnitten. Kurz vor Tisch gibt inan einen Liter Butter- rnilch, der ma» Tags zuvor 5 Blatt aufgelöste weiße Gelatine hei- gemischt hat, dazu.
Kockkäis'e. Drei Pfund Käserrratte >oerden gut auSgepreßt.
V« bis 1 * Mund Butter gibt man in eirren eiuaillierteu Tops, läßt sie l-eiß toerden, die Käsenkatte dazu?, drei Teelöffel doppelt- kohl-ensaures Natron, etwas Salz, Küimnel. geriebene Zlviebel, vier Eßiöffel Magermrilch dazu, rührt dies stark bis zum Kochen, läßt ein paarinal aufkochen, stellt den Topf iit einmal zu wechselndes kaltes Wasser und rührt weiter bis zum völligen Erkalten, füllt den Mle sofort in Gläser, die ?nan später zubindet.
vilderrötsel.
Irrgarten-Rebus. ^
(Dir Ansangsbuchstaben sind so zu verbinden, ii'ie die Wege des Irrgartens gehen).
Auflösung der Schach-?lusgabe in voriger Nummerr , \ Zweizüger von Bobrow:
58. Kg 4, De 8, Lff 3, S e 8, Tel,Ba5, e2. s3; Scknv. K g 4, D a 9, Dd8. 8b7. 8-r6. d 5. e 5.
1. Lff3 — f2. — 2. Siebenfach matt
Schrislleltung: Fr. R. Zenz. — ^witlingsrunddruck und Verlag der Brühl'schen UniversiLLts-Buch- und Stetndruckerei. R. Lange, Gießen.


