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©cfd& i dPt ra(d), mit glühenden Wangen machte sie sich ans rMerk. Alles lag so günstig wie möglich, die Verteilung von i^rcht und Schatten wie bestellt, der leichte Wind gegen sie, so daß die lieblichen Tiere keine Gefahr wittern konnten. Ruth wagte kaum zu atmen. Mit halbgeöffnetem Munde

stEte sie die Re^ an; dergleichen hatte sie noch nie zuvor ln der Freiheit erblickt.

Jetzt war das Bild ausgenommen, und Therese 'schob vre Kasette hoch, um womöglich noch eine zweite Aufnahme »u erzielen Al^r es gelang nicht mehr. Das Muttertier halte den schmalen Kopf sekundenlang erhoben, gab einen kurzen L^aut von sich, und in der nächsten Sekunde waren alle drei verschwunden.

Ach!" machte Ruth,war das wundervoll!"

Das sollt' ich meinen!" rief Therese, die geradezu strah- leiw aussah.Ich werde mir merken, daß Sie ein Glücks­bringer sind. Schon zehnmal habe ich hier auf Wild gelauert, aber nie erhaschte ich einen solchen Moment. Uebrigens wer­den wir nunmehr königlich speisen, denn ich gedenke aus dieser reizenden Aufnahme güldenen Lohn zu ernten."

Dabei schulterte sie schon wieder ihr Stativ und schritt querwaldein weiter.

Aber Sie wissen doch noch nicht, ob alles gelungen ist," mahnte Ruth.

Ach was, natürlich ist es gelungen! Erstens mißlingt mir selten etwas. Und dann muß man niemals am Erfolg zweifeln niemals! Merken Sie sich das, Ruth. Sie sind zwar ebenfalls keine Pessimistin, aber die richtige dreiste - Zuversicht haben Sie doch noch nicht. Sie kennen doch die Redewendungdreist und gottesfürchtig"? Es liegt ein ungeheuer e r n st e r Kern darin!"

Ich verstehe Es wird inir auch liicht schwer werden, mir dies alles, und was Sie mir sonst anraten, zu eigen zu machen. Sie und Franziska Sebius sind ja meine Leit­sterne, so verschieden Sie auch sind."

t V?Etern ich? Wenn das Onkel Gustav Berber ge­hört Hatte! Oder Frau Karoline Ulrich!"

Einerlei, was andere sagen, ich habe meine eigenen Meinungen Uebrrgens sprachen Sie bereits öfters von Frau uirncy; ich bin schon ganz neugierig auf sie genwrden; sie kxnte //7niV ""akmlich anderen Damen, die ich je kennen

bnR öas E Non eigentlich gar nicht.Frau",

das rst der richtige Titel für Frau Ulrich, und es ist ja auch d^ntitel ohne Gleichen. So wie ich inir kein höheres L-ob denken kann, als wenn man von einem Manne sagtein ganzer Mann , so ist es umgekehrt mit unserein Geschlecht doch auch. Dame? Das kann jede kleine Zieräffin auch sein!"

^ -.^rachtluh reckte Therese ihre Wallkürengcstalt und ^^^lt mächtiger aus, als wollte -sie für ihre Person jeden

sierte^snb b f.« ^^ men Ö^fttc3feit abwehren. Ruth amü-

w/p h b sre dachte an Kurow, der ebenfalls einen Ab-

Ser Silier "" M > e "

etwos&tke/mJeslu? iet>t ' unb bl.tzte

"Was^,st das?" rief Ruth.Wasser etwa?"

. l ft es. Dort werden wir speisen und dann werden wir westlich weiter, an einer mir bekannten Öligen Stelle faullenzen? Hierauf wandern wir noch bis nach Potsdam, falls Sie nicht müde sind, und von da fahren wir zurück nach Berlin. Ist es Ihnen so recht?"

,,^ch bin Gast," erwiderte Ruth lustig, , und babe aar nichts zu sagen. Aber welche Ueberraschungen such das heu^ für muH. .Dieser himmlische, riesige Wald! Uiid dliit große Wasser! Und hohe Hügel! Wie ist es möglich daß^die

K LLKS av "

^ brg leiche an, daher ist sie in Mißkredit gekommen 5 ® Meran oder Bozen nach Hausekommtd^nn

naturUch erscheint solch eine Landschaft wie diese bier wg ärmlich. Oder Italien! Oder auch nur Thüringen oder das Nie engebirge oder der Harz - alle diese deutschen Berglandk

»ÄSll SÄffiSS

tnnwnbc SRoufferon, mit wirkttKm Respekt zk me dm der «bet ar.|to!ratira fein gewürzig ist und voVäuMndsichen

Kilchenkünstlern dem Hammel- unb anderen Braten gern bei- ü^lrd, sofern man nämlich des winzigen Pilzleins yaohast werden kann. Und dort in dem schmalen Wasser- rauschen wimmelt es von Brurmenkresse, am Rande leuch- ten die eirtzückenden Vergißmeinnicht, rrnd hoch oben an den Halden breiten sich Ginster urrd Königskerz-en, Kissen von Hewerraut nnd Tymian aus. Darüber dre ritterlichen, gigmi- tischen Kiefern mit ihren roten Stänlmeri nick) dem trotzi­gen Wuchs, nnd dort unteii der blaue Wannsee. O Welt o Heimat o Vaterland!"

. ^(^ere^'e, öie halb enthusiastisch und halb drollig ge- sprochen hatte, schwreg, weil ihr die Stimme versagte. Ruth blrckte sie gerührt <m. Welche ein starkes, warmes Herz klmnte E ' eui/ solche feurige Vaterlaiids liebe hegen

r Plötzlich arnisekig vor in ihrem internatio­

nalen Nichts.^ Der Vater hatte ihr ja nie die Wahrheit über ! eine Herkunft gesagt, und so ahnte sie nichts davon, daß auch in ihr mindestens zur Halste gutniärkisches Wut floß.

... beneide Sie!" murrnelte sie nach einer Weile.Ich mochte auch eine Heimat haben." .

. is, kann noch wer'rtt, antwortete Therese;

urch setzt haben wrr einen prosaischen Hunger prima Sorte und werden den Kellner da drüben im Wirtshaus in Er­staunen setzen. Kommen Sie."

Einige Msiiuten später sahen sie in einen: hübschen Garten an einem der wenigen noch unbesetzten Tische. Hier nl der Weinabteilnng war alles ans einen etwas feineren ^on gestimmt, als tiefer unten in dem größeren Garten,- wurde^ ^untgedeckten Tischen Mer jum Essen getrunken

. "^fbhlen die Damen Menu oder h la carte?" fragte der Kellner. a

t, rr "Hw meinen Speisenfolge oder nach der Karte?" ver- besferte chn Therese gleichinütig.Ja, bringen Sie die ©pejleufolge. D^u eine halbe Förster Riesling, und zum Braten eme halbe Fla,che Sekt - sehr kalt, hören Sie? ^a, Tupferoerg Gold, meinetwegen. Es braucht nicht ge­hetzt zu werden, wir haben Zeit."

Sehr wohl, gnädige Frau," dienerte der Kellner, dem Therese wie allen fernes gleichen sogleich imponiert hatte.

lächell/Ruth^an^ btl)a ^ id} ^ xxM > faltete die .Hände und

, . "Dies <rlso ist ein Ferien so nntag der Berliner arbei- r Klasse. Die ebenfalls arbeiteiiDeil

Ungebildeten Klassen vergnichen sich mehr östlich nnd

fie ^ Tisch mit Mut- ^ h^nte Schlemmer, von unserm bürger- tichen Standpuntt aus bettachtet. Aber ist es nicht nett?"

,rref. Ruth.Und wem: es Ihnen Spaß

im Walde ^ 3 ^ nen Uad) Xi ^ etipa3 "Esingen, dort

"äs Ganze!" schnrnnzelte Therese. ,Jch habe rmmlrch schon durch Frau Tribaldr gehört, daß Sie ein Die wollte ich nicht neugierig erscheinen.

ttenrolle^ fcie Ä c l n Mensch gewordener Kana­

ri enror rer. Hat n:an jemals dergilerchen gehört ?"

ur .."SreLat recht," lachte Ruth,ich fürchte, es wird dabei

Läufen,kd ÄtlÄ W?rte singen soll, mißlingen mir meine ixiuse und Eiller. Ich habe es ia Franziska auüerden,

schon gesagt - Künstlerblut habe ich ganz sicher nicht in

, "^un, es gibt auch Koloratursängerinnen, die nicht ae- labe darstellersiche Gentes sind. So etwas lernt sick ) - bev

Wnf,^ en ^ I )at behauptet, durch Fleiß allein sei er ein Maler gewordei,. - Das stimmt natürlich nicht.

Wollen £ne denn zur Bühne gehen?"

tcem, ich habe nicht die geriiigste Lust dazu Es tvar mehr Franziska, die meinte, ich müsse Kattas schlagt aUj meiner allerdnrgs smid er baren Kehle"

lich/Ll^Siknichu"" wiederholte Therese.Wahr-

,L> doch! Ich bin gerade so eitel wie alle andern iu-iaen Mädchen und mochte nur so ..gern von Ihnen üb^tzt

'-fotzen Sie wohl? Eitle Menschen lassen sich aar gern uberichatzen . Hilf Himmel, was konrmt dort aill"

f^ Qtt r^ om .^"9ang her einen Herrn erblickt der zwar heute keine Samtjacke, dastir aber einen weißen Snm'

^^^SrV n - b - e y let? e^^ ^ C^^,^aue Krawatte trug. Der weiche ?vanische Hut laß ihm verwegen, allzu venvegen aus simm