Ausgabe 
11.6.1917
 
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Sfararen nt Derbinbmrg bringen., ober es sind Schutz inschrrstar, diurrl, >ie nrm: die zauberische Koaft der Glocke gegeir Wetter und do?e Geister w. verstärken ntetuie, ober es sind geschichtliche Guß­nachrichten. Den alten Bestand an deutschen Glocken liat das 19. Jahrhundert furchtbar gelichtet.- und wenn wir uns trotz­dem rwch immer eines erheblichen Reichtums an alten und ältesten Glocken und Gelänten rühmen köwwu, so dürfen wir l>osfcn^ daß dieser Schatz nufere* Vorlebens auch fetzt unangetastet erhalten werden wird.

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* Zur Psychologie des Rauchens. Die psychologische Betrachtungsweise des Rauchens ist ein recht schwieriges Gebiet, da man im nn'sentlichcn doch auf schlvankende subjektive Fcststellun- gen der einzelnen Raucher angewiesen bleibt und die verschiedensten Empfindungen und Zustündlichkeiten hier in Frage kommen. Umso- mehr verdient eine von denNaturwissenschaften" versuchte Deu­tung dieser Vorgänge Beachtung, die recht viel Einleuchtendes cnb- hält. Wichtig ist die bedeutsame Rolle, die dieIllusion" gerade beim Tabakgenuß spielt: im Dunkeln verflüchtigt sich uns ein nicht unbeträchtlicher Teil des Genusses. Ader auch dann wird die objek­tiv anregende Wirkung des Tabakes von den einzelnen Rauchern noch immer in dem Sinne gedeutet werden, in dem sie einen Einfluß krhosfen. Der Tabak kann stimulieren und beruhigen, den Appetit schassen und ihn verdecken, der Konzentrierung bei der Arbeit förder­lich und hinderlich sein, usw., jc nach der Stimmung, in die er als Alldelfcr" mit hincingezogeu wird. Nicht reizlos ist es, den Äeuße- rungen über den seelischen Zustand und das Verhalten des Rauchers nachzugeben, die aus den für das Rauchen erforderlichen körper- lich?n Bewegungen zu erhören sind. Eine zusammengcsunkene Körperhaltung mit der zugleich sich einstellenden flachen und unge Trügenden Atemführnng erzeugt, ohne daß der Anlaß zunr Bewußt­sein kommen müßte, gern ein undefinierbares Beklcmmungsgesühl, das wiederum seelisch inniederdrückender" Stimmung oder einer gewissen ..Apathie" seinen Niederschlag findet, wie auch umgekehrt solche Gemütsbewegungen in der schlechten Körperhaltung ihren Ausdruck finden. Die Manipnlationen. die das Jrrbrandsetzeu, Rauchen, Ascheabstreisen und sonstiges Inbet rieb lullten der Ziga­rette usw. mit sich bringen, verhindern aber eine unausgesetz! läs­sige und in sich versunkene Körperstellung, zwingen zumPassen", d. b einer ausreichenderen Bewegung der Brustmuskulatur und zum öfteren tieferen Atemboleir. Durch das häufige körperlicheSich- aufrichten" und dasAufatmen" wird auch die Rückkehr einer unter Depression" stehenden Gefühls läge in die normale mit ihrem na tür-

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kichrn Selbstgefühl erleichtert Das Paffen lvird sogar zum Ausdruck eines stark, n Behaglickkeirsgefühles, io. einer gewissen Selbst kN'fälligkeit. Auch di' beim Rauchen üblich' automatisch au irret ende linier fi 'scrlxlltung laßt eine ähnliche Wechselwirkung zwischen mi- wischrr Bcweguitg und seelischer Verfassung annebmeu. Beim Rauchor; muß, der Unterkiefer etwas vorgestreckt werden, um die Rauchrolle schön gerade nach vorn im Munde balancieren zu können. Mimi'ch crhäi: diese Stellu ng i ' der Vorstellung von Kampfbereit­schaft Bedeutunq. Beim Wortwechsel, Stroit Zeichen des stummen, trotzigen Widerstandes tritt sie aus. wenn erhöhte Energieentfaltuug von de: Persönlichkeit gefordert wirb. Vielleicht ist diesem Gestus mit Sckv'd au der bänsig beobachteten Tatlech' ;u gebe"., daß der Tabakgenuß bas Individuum selbstsicherer, uulenksamer und schwe­rer bi< mflußbar zu machen vermag. Viel gr-ifeu, um für eine Situation n.ehrRückgrat" zu gewinnen, zur Zigarre; mau denke an den Kandidaten vor der Prüfung, den Startsmann vor der Be­ratung den Anwalt vor der Sitzung, den Flieger vor dem Anistieg.

* Da s R adi es chen. Der kleine Bruder des Gartenrettichs, das Radieschen, das jetzt in großen Mengen in den Handel kommt^ soll von einer im westliche:; Asien wildlv ach senden Pflanze ab- stammen. Den Völkern am Rande des Mittelländischen Meeres loar es schon iu alten Zeiten bekannt, und von dort aus kam es dann in die nördlichen Gegenden Europas. Schon in seiner zart'ch'M'nern- «m violetten, rotrn und tverßen Schale ist es geeignet, die Eßlust lmzuvcgen Es ist vi^ dünnschaliger als der Rettich, weniger scharf urrd lat lveickxres Fleisch als dieser. Das Radieschen oder loic es wegen seiner kurze;; Wachstums ^eit auch noch heißt, der Monats- vettich. verlangt während dieser Zeit viel Wasser: fehlt es an Regen so müs» nt bi? Pflanz n während dieser Zeit täglich tüchtig begossen werden. Nur ,0 können zarte, fleischige Früchte he rangezogen wer- deu. Uedrrgeus brauchen diese nicht gleich verzehrt zu wxcbnx Ir: Saud verpackt und im Koller untergebracht, können sie auck für die Msrnter;nm;ate aufbetvahrl norden.

Pa«d, Serl<:> SW., L>-demLnnstraßc 10/11. »u beiiepen In frfcfem Buch ift zunächst die für die ganze Frage maßgebende Her- ordilung des Reichskanzlers über Gemüse. Obst u:w SstoftLchte vom ?. ,owre die Begründung hierzu abgedruckt. Daran

sastrcßt ;rch erne ernglck^ende, ccher übersichtliche Darstellung des Auf­baues und der Ziele der Reichs stelle. Drs Buch, in haltbarem und megwmem, dre led^zcntrge praktische Benutzung ermöglichendem gmbante'jQiUi durch rede Buchhandlung oder durch die Reichs- ^..kur GcnÄße und Obst Berlin W. 57, Potsdamer Straße 75 (Pveiseabterlimg), zum Preise von 1,50 Mk. bezogen werden.

§ 011 ,.,D e u Ls chlands Gtneuentn g", der neuen großen Monatojch-nst, bie seit dem 1. Aprrl d. Js bei I. F. Leh- ^ München herausgegeben wird, erscheint soeben das dritre Vest. Ans fernem JülZalr sei bervorgehoben, daß Äanptmam; o. Bcerfelde erneu lvarmch-rzigen Gruß des Felder es an dre V^mwtNeudeutschland, tvie wir es wollen" bergesteuert hat, in vem betont wird, daß, genau so wie draußen, so auch büfcim die ÖtitiWbe an das große Ganze, an das Vaterland, die einzige Nicht lchnur der der gemernjamen Arbeit des inneren politischen Aus- vES bilden dürfe, und daß für das Vaterland auch im Jünent leoer Opfer tragen müsse. Winand Engel sagt in einem hin- versend ,ge)chrrcbencn AussatzFrisch aus, mein Volk!" den zur reit lchuimniten Feinden des wahren Terckschtums, nämlich Materia.'ic- mus. .Kosmovolrtrsimls und dem übertriebene;!, entarteten Jndi- vwuansmus Fehde an. Geheimer Hofrat Professor Dr. v. B e l o w rnteresfante Beziehungen zwischen Süddeutschland und dem rneußrrck^a .WaNreckst aus. Feldmcrrsckxllleutnant R i c g e r -WierÄ lieuert großzügige und loeitbllckndc Ausfichrmngen über die Wehr­macht der Zukunft bei Dr. Schmidt-Gibichen fels, der nr? 111 !? ^ Ausgeber der Boliti sth-An thropol o g i s djen Monatshefte, Uellt Bet r ach tiu lgen über Rasse und Rechtsempftudungen arr m it oechergrgenswerten Nutzanwendungen für die politisch verworrene und außrevegle Geaenwart. Prof. Dr. W. Ko sch schildert die rnnere Bedrohung Oesterreichs rmd tveist den Weg zu ihrer wirk jamen Abwehr. Pro sei so r Dr. Stolle setzt sich irr einem Aussatz Zucht Züchtung Erziehung" in umfassender Weise mit dem viel angewandten WortF-reie Bahn dem Tüchtigen!" ans ernander, wahrend Dr. F. Lenz in kurzer, eindringlicher Forn;

"cernvone zur Rasfenhygieire" gibt. <

Tie Ereignisse des Krieges in Wort und Bild iestzuhalten UM) ernen llebermrck über die gewaltigen Gesckehinsse zu bieten, har ) das51 rregsalbum der Doche", dessen fünfter Band so- eo-'n ersrni neu ist /Verlag. August Schrl G. m. b H., Berlin,

? 4 Mark), zum Ziele gesetzt. Schon jetzt eure ..Gesanchte"

vLchettisch.

"Die Reichs stelle für Gemüse und Obst." Sei: lmrc^rer <jeit hat sich mel'ach das Bedürfnis nach einem Leitfaden durch das für die Dewirllchaftung von Gemme und Obst im Wirt- schaftsiahre 1917 aufgestellte System bemerkbar gemacht Diesem Bwecke drenl ein das unter dem TitelDie Rerck)sstelle

für Genvt-e und Ob,l' im Verlage der Rcick-sstelle erschienen und un Buchhandel durch die bekannte Vcrlagsbtlchhandlung r>ou Paul

oe» unege« ^chrerben zu wollen, ist natürlich unmöglich. D-oycr gibt dasK-riegsalbum der Wioche" als Chronik nur die Tagrsberrchw nnftcer Heeresleitung und legt das Schwergewicht auf gute Aus^ wähl der Bilder, die urS erst eine Vorstellung geben vom Leben au ber Front, im Schützengraben und Unterstand, in bcc Luft und a»l dem Wasser. Der neue Barch umfaßt die Zeit von Anfang /.car ms Ende Oktober 1916, schließt also unmittelbar au die vor- her ge Heu den Bände an. Er rührt uns auf alle Kriegsschauplälw, ne rall das Wichtige und Charakteristische h?rvorhcbend; er zeigt uns Brit^e von der granstgen Somn;esch!ack>i uich den neb^ndür- guck gunwnisch?'.! Grenzrässcri, vom Leben unserer Truppen in den N'sn'.ckxn Wäldern uich de» Wüsten des Onents. Den Neigen der -oilbcr erölnren die Bildnisse der leitenden Persöntichkeitm unk» benniigen Männer, die sich in diesem Zeitabschnirt beioirders aus- gezcrchnet haben.

Zur Kulturgeschichte Roms. Gesammelte Skizzen von Geheim rat Prvkeftor Tr Lh. Birt. 3. verbesserte Auslage 159 -Seiten, l Wissenschaft rmd Bildimg, Bd. 53.) Gelumden Mark 1.23. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig 1917 Eirr - T n hrungrn die Psychologie. Bon PrrckeZor Dr. A Dvross L. Wissenschaft imd Bildung,

Bd. 37. Gebunden Mk. 1.25. Benag von Quelle L Meyer ru F5.wrrg- 1917 Zimmer- und Balkonpflanzen. Bon Komgl. Garwnbaudrreklo z P. Dannenberg. 3. Auslage 171 Seiten mr: crnem Tiwlbilde und 38 Abbitdmigen. Wissenschaft und Bi> düng,. Bd. 58... Gebunden Mk. 1.25. ^riag vo n Quelle L Meyer m Leipzig.' 1917.

Glkichklallg-Slhcrze.

(Zu ergänzen sind Wörter, die sich nur in den an egebenen Buch­staben unterscheiden)

L Das giftige s füllte den ganzen a und d vielen den Tod.

?. Der n blieb im a, bis sein 1 heil war.

3. Wir können e der wilden o die Ueberfahrt nicht a.

4 . Der junge t ver^rle das gebratene n mit großem Appetit.

5. Er brachte von seinen; g eine b heim.

(Auflösung in nächster Nummer.)

Auflösung der Kriegsmusik in voriger Num.mer: Trommelfeuer.

«Sri ÜetluR.r Fr. N. Ze^j. - ZisMingsrunddruit und Beclag btt Brühl',chen Nniversttäir-Buch- und Zteiiidruckerei. R. L

ange, Gießen.