VÄKMgswasler überMen Ä-er amch, trocken verME. Hat In« «utc nndmMScherte Stoffen, so ift etn Ucberlacken der den lauern Früchten nwt ersoiÄerlich. Die in den Beer« Wnb dem Rhabarber enthaltenen Säuren erl-alten dieselben.

Hultbarmachen gekochten ObsteS ohne Zucker.

^ Frischte, wie JvhaimiSbeeven, HtmbeeMr Brombeeren. Nv. f*an besonders saure Kirschen, .SchatterurwreN«, Man^ dLrcn, Berberitze, Fliederbeeren (SoNunderbccrM), auch urMnfe. Gtachstbecr« und M-abarber könn« nckt etw^ Wass« M man weichen dünneren oder dickeren Brei gekocht tn he che, fcartv= freie Maschen kocherrd heiß eingefüllt, verkorkt imd verlockt loert^n Dasselbe gilt für dünneren, aus .unreifen Aepfeln hergestellten Aepselbrei. Die Zeichen Milchte könnan Mich roh erngefullt urw, dann in der bei dein .Keimfreinrachen der FlasoJnbeschrrebeneiH Weise V* Stunde im, Lochenden Wasserbade fterilchert rverden, doch ist dieses letztere Verfahren letzt nrcht m empfehlen, iverldre rohen Früchte sich, Mckn Sterilisieren setzen und züsammenfalleN,. also eine Raumverschwendung eintritd

In gleicher Weise können auch Safte ohne Zucker )\\t den Winter verwahrt werden; nran kocht die Früchte mrt etwas Wasser gar, Ulit sie durck) ein Mb oder Tuch ablausen und druckt sre aus die Aurückbleibenden Reste werden zu MNvmAade verarbe^ tet kocht den Saft nochmals auf, füllt rhn kochend em um sterilisrert wie vorher beschrieben.

Einlegen von Früchten in Essig ohne Zucker.

In Essig einlegen können lvir beispielsweise Blaubeeren, drck eingekochte saure Kirschen, Pflaumen, Biimen, Kurorsse usw. 5 Pfd. Obst werden durchgekocht, V» Liter Essig hrn zu gegeben rrochmals gekocht und in größeren Töpfen aufbewahrt Sw erhalckm m, nach dem Erkalten mit feftenr Paprer uberbmrden, tadellos. M kann jederzeit eine kleine Menge errtnehmen, ohne daß der Rest verdirbt. Man süßt sie beim! Berbrapch. Sre smd m kühler Temperatur aufzubelvahreir.

Haltbarnrachen durch Zusatz von benzoesaurems Natron ohne Zucker.

Hierzu werden die Früchte mit wenig Wasser gargekocht und in kochendem! Zustand 5 Minuten lang gerührt. Aus 1 Kilogramm Frlül'te rechnet man 1 Gramm benzoesairres Natron. Man gibt dies rn die kochend heißen Früchte uird rührt es darunter. Kochen dcrrf der Brei nach dein Zusatz von benzoesaurem Natron nrcht ^hr. Mail füllt die Früchte in Töpfe und verbuchet sie.

Dämpfen, Brühen und Dörren.

Das vorherige Dampfen nmb Brühen ist nicht unbedingt erforderlich; es kann dal-er mit Rücksicht auf Me Umstände unterv.

blerben -

Mall gels geeigneter Dörrvorrichtlrngen lass eil sich die meisten Sacherr bei genügender Sorgfalt auch an der Luft, an der e^onnü oder iw Ofen (aus dem Herd bzw. im Backofen) auf ernfachett, selbst hergestelllen Rahmen trockneu.

Abfälle.

Nicht fvrtlverfen, sondern nröglichst getrocknet für Viehfutter

sarirmeln. .

Marweladeberertuilg.

^iar-nrelade kömren wir von jeder Frucht kochell. Man gibt diese Früchte, seien es Birnen. Aepfel oder Pflaumen u,w., entwcheö rx>h oder durci) eine Fierschhackmaschine oder kocht sre u>ch streicht sie durch ein Sieb .Ersberes geht schneller, ist also zu bevorzugen. Nöan kocht das Mus in möglichst brelten Topfen recht duk em Die gwße Oberfläche der Töpfe .errstöglicht.em rasches Abdampfen, spart also Heizumterial. Zur Haltbarurachnug kann nian beilzoo­saures Na troll vertvendeil. ^ ^ ^ >

UM Zucker zu sparen, mrscht man Me Marlnebaden mU stark Zuckerhaltigen Stiften, wie Ptohrrrlben, ipcitet RüMn fPferd^ rütmn) Roten Rüben. dann auch nckt Kürbrs usw. Letztem, smd nicht, so haltbar wie die eingekochten Frischte, desl>rlb darf dre Rckschnng mir in kleinen ,Onanti täten kurz vor dent Verbrauch vorgenominen weiden. Zu ftlaVfu vldischungen eignen sich vorzüglich auch die angegebenen Fla schien frischte. . ^ < ...

Indem man die eingemachten Fcmchte mrt den: znckerhattrgcn Rübonbrei durchrührt, süßt man ^dieselben und spcirt Zucker.

An fbewa h r n n g.

Sämtliche Trocke.uProdukte wer-dear am besten in lleinerr. Säckchen Mts loeißern Nessel oder Lernen an lustigen Ort ausbewahrt, etwa hängerrd ckl der Speisekarrckirer oder in einer Bodenkammer. Sre lassen sich auch sehr gut in Papiertüten aufbewahren. Drc Trocien- produkte l>alten sich jahrelang, fiitö aber von Zeit zu Zell na-chzn^ prüfen, und wenn sich Maden darin finden sollten, tut Ofen noch einmal nachzntvockilell.

Zubereitung zu r M ahl z e i t.

Waschen. IN kaltem (nickst l-artenr und nicht zu kalt«il) Wasser ennmichen, so daß das Qualttum eben bedeckt ist. Dre Nacht hm- drrrch vor dein EKbrauckl cmloeick-on. Enuoeickmmsser nicht ab- gießen, sondenl in diesem langsain, aber nicht zu lang gack- Lock-e>l rvie frische Ware.

Vermsschtes.

Wus Dentschlcnlds Glocken erzählen.

Eine der jüngster: Bilndesratsverordiumgen gilt der sreiwi^ Ligen Mlieferrmg, solvie der Beschlagnahme der..Vrvn^ealock^ wobei aus die kirchliä>en Bedürfnisse, lowre auf kmrstlerische nach geschichtliche Werke billige Rücksicht genoinmell wmdell,ioft sollen denn die Glocken, die nun an dre anderthalt Jahrramende das Leber: unseres Volkes in Freud und Lud b^lwtet Mben auch an den Ovfern dieses Kineges teilnehmen, b. > 5 ahrhu.nocit lvar es, daß sie bei den Kirchen in Gebrauch kamen, zlmachst uill doll Anfang des Gottesdienstes anzuzeigen. Wahrscheinllcy lurd es Me irisck?en Mönche gewesen, die den Gebrau6) der Glocke'nach,^..M, Oy* Land gebracht haben, und eindrucksvoll ist :u Gustav <^^l.ag, .^Fugraban" geschildert, wie mächtig die gernramschen Herder,: der GLockenruf ergriff, der Wer Wafter und Felder b.niÄ

sie zum Dienste des Chänstengottes pef Seck dem 8. Jahrlwnd^tt gehörte der Gebrauch der Glocke rn Deutschtzrnd zur krrchlrch^ Sitte. Frellrch warerr die Glocken in jener Zert von denen des späteren Mittelallers oder der Gegenwart noch sehr verschieden. Zur wist waren sie nur von lleinerem llmscurge und nrcht gegoss em, aus Eisen-, Krrpfer- oder BronzMechHUsarmnengenretet ^reser Tech­nik entstammen die ehrlvürdigen Patriarchen der dentsa-en Glocken, jener eisernen Glocke der Frühzetit, unter denen Mr San fang aus der Cäcilrenkirche in Köllr die bekannteste rst. ANckm unab­lässig war nran bemüht, größere und wohlklirrgeirdere GLockeir zu gießen. Schon zu Errde des 13. Jahrhunderts galt es als RcgA, daß eine Glocke drei l-armonische Töne vorr srch gebe: den Grrmd- ton anr Schlag uird die Beitöne der Oktave am HaA der großen oder Keinen Terz oder auch -Quart an der- Flmrke. Dre Klarrgwrr- knng ergab sich allein aris der zweckentsprechend geführten Rrppe, und so ist die Geschichte der Glocke, wie einer unserer vortreffliche Glockenkenrrer, Dr. Heinrich Bergner, bemerkt brs rr^ 13. JE» himdert hinein nicksts anderes, als das Suchen nach der^ vestzM Rippe. Um diese Zeit war die günsckge Fornr endgultrg gefunMA.. und wesentliche Abänderrmgen hat sie seitdem Mckst mehr eriahren. Hatte die schon für den Mschof^Melm wn^Htldesherm um Me Mitte des 11. Jahrhunderts gegossene Glocke Cantabona 100 Zent­ner gevwgen, so ging nrau nnir zu immter größeren Glockengüssen über. Sachsen, die hochberühinte Heinrat des Erzgusses, schernt auch der eigerrtliche Mittelpunkt des Glockengrrsses gewesen zu sein, wo besorrders wichtige Fortschritte, speziell rn bezug mrf dre Hör­barkeit der Glocken, gemacht wurden. Dre bergen größten GAcken des Domes zu Merseburg starntwen noch aus bmt 12 und 13. h"ndert. Als die größte Glocke dt^s Mittelalters galt fahthunderw« lang die Röarra Gloriosa des Domes zu Erfurt, dre 1497 ern glied der berühmten Glockengießerfamrlre,Wvu gegossen hat und die 275 Zentner wog. «wer 1711 mußte sre rhren RulM an den ,/Schlrstermrchel" auf St. Steph-.nr in Wrerr abgeben, ern Werk L>es Johann Aichhanrrrrer, das 324 Zenllrer wwgt. Dre größte at^r wirklich aufgehängten Glocken ist dreNeue Karserglvcke rm slw- lickien der beiden Msttür-me des Kölner Donr-es; sre rst von HamM irr Frankentl-al gegosseir, lviegt nicht wchckger als 545 ZenLnep, hat eine senkrechte Höhe von 4,40 und ernchr rurteren Drirck-lnesf« von 5^/z Meter.

Unter allen kirchlichen Gefäßen ist wohl kerires dem deutsck>en Volke in dem Vdaße zu etwas Lebendigern Versorflrck^n ^ worden, wie die Glocke, und mrt rrckstrgem Jnsckrrkte hat ^ch^ an dies Gefühl des Volkes angekmrpft.. Schon der Unrstand dcch die Weihe der Glocke drirch den Bischof, srch zu erner Art ^ache entwickelte, beweist, daß das Volk sich diese tönende L>tunme our^ aus vermenschlicht txrchte. Die Glocke bekam darrn deir ^t.aur«r d-^. Gottesmutter oder eiires Heiligen oder sre lmrrde rraar Gebrauch und Größe gcnamrt, aber vielfaäi l-at srar mich der -<>olrsh.l!nor der Glockennamerr arrgenommen, als srcke z. B. rm Dome zu Halber- stadt, rvo eure Anzahl von Glockeir dre Namen tragt: LanahaV, Bratrvurst, Sauerwhl, Lännnchen, Stwchun und Adam. Langst Wen ,ich inzmscheir d:c Psüchten te ftät M«; fu beschränllen sich nicht mehr ran auf AukuuMgnna rrnd Beglcnung von Kultusakten, sonde cm erstreckten sich aucp a ns vreke bürc,erlrche Vorkommnisse, ja bei glockenreicher: Kirchen pflegte rede eriizelne ihre R sonde re Verriästung zu lxfteir. Sie rieserr nrcht nur »n^deir Krrcherizeiten. zrr Taufe. Traurarg rard Begräbnis sre lön.edm auch' l-ohen Äästen zu Ehrerr. stürirrten bei Gefahr, Fsnersbruirst, Aufruhr und Gelvitter; die Bauerngloche rief rumgerne.nerr Biersaufeu" und die Blutglocke ziurr fen.: . err h-erraste. ^o .ftieu die Glocken für alle rrnd mit allen, und ein reiches Gesvurst^srnn- voller Glockcnsagen nmrrarkte dieserr Rufer in lrrstlgm Ho!.)e. ^onu kelwt eine getvifse Anzahl vorr Mptiven wieder, rn oenen )ui> deutlich spiegelt, daß die Glocke oem Volle ein leveltMa-rnnlsch^ lickses Weseir nxn\ Hatte ihr od>aU doai i-nn Lvlksglaubcn nach s.>M die Kraft, soweit er reichte, rmhotde und böse Getsbr zu bmnnen! Wenn aber in Äayen und Ue^rlusterrmgen oft mi Sill".rglocken" die Rede ist, so inuß dre nüchterne ForschlN'.g em- Nierften. daß ein Beweis für die BermisWung von ^üoer- zu der Kupfer- und Zirmlegiernng, rars der das Glockengut l-ergest^Ir Nmrde noch irrrgends erbracht nwrben rst. Reiz und Poe sw der Glockerl wird schließlich durch Me Jnschristeu vcrmehll mrd ver­vollständigt, durch die sie neziert zu lverdar pflegten. Drese Irr- schriften rühmvn die Duaerrden der Glocke, die sre gern mrt tl>mn