stets Bedenken geändert, die sich als sehr vernünftig und

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UÄÄf m Si-" Tief «IMM. J* glaube es ist das Richtige. Nein, wie ufr mtd) freue.

5Rut| drückte ihr die Hand, lachte cm wenig beklommen

Knb Sie das sagen, so bin ich schon geborgen. Ich

war bereits ein wenig verzagt." , , ., ... sirw

9!ein das waren Sie nrcht, das glaube nrcht. Aber nun hören -Le: Im photographischen Atelier von Otter, wo ich gestern abend vorsprach, sucht man eme neue Empfangs­dame. Sie soll jung und hübsch, sw soll aber auch eine voll­kommene Dame sein. Sie soll sehr gut krEvsftch lisch sprechen, und sie hat nur bis um sechs "^Dienst, braucht auch erst am Bormittagnm zehn Uhr airMtreten. Das Gehalt ist sehr anständig, steigt auA noch vierteftahrftch. Herr Otter versicherte mir, er werde Sie ungesehen nehmen, da ich Sie empfehle. Haben Sie Lust?"

Ruth fiel ihr ohne weiteres um den Hals Sie sind ein Engel!" teuszte sie glückselrg und nnt feuchten Augen.Das ist ja traumhaft! Nw hatte rch ohne

Sie solch ein Glück gemacht." , . , ..

Wohl möglich," antwortete Therese, ,,aber ich bm nur das Werkzeug höherer Fügung, wie Sie wis,en. Also danken Sie mir nicht, denn dazu liegt keinerlei Grund vor. Ich habe doch diese Stellung nicht für Sie gemacht. Ich habe sie nicht einnial gesucht, sie wurde mir aus dem Präsentierbrett ent- gegengetragen. Hätte ich da vielleicht nicht an Sie denken sollen? Ziehen Sie sich fertig an, meine Liebe ich sehe, Sie haben sich schon sonntäglich ftingemacht und wir wandern geradewegs zu Otter. Dann, nachdem L>re den "ver­trag unterschrieben haben, kommen Sie mit mir, denn Sie sind heute, wie Sie wissen, mein Gast. Wir essen zusammen im Freien irgendwo Mittag, nach Tisch ruhen wir uns im Walde aus, dann wandern wir iveiter, und gegen Aveiw liesere ich Sie wieder sicher hier im Hafen Schubert ab. Avanti!"

Ein Werkzeug höherer Fügung?" dachte Ruth, wäh­rend sie Hut und Handschuhe hervorholte.Ich weiß, Therese glaubt ganz fest an eine höhere Schicksalslenkung, obwohl sie doch ein so ungeheuer selbständiges Wesen ist. Aber sie behauptet ich weiß nicht, welcher große Philosoph es ge­sagt hat, daß wiv nurwollen", weil wir wollen Müssen"; dann wäre aber doch alle menschliche Freiheit eine Einbildung? Wir wären eigentlich unfrei: Bloß ge­schobene Figuren auf einem Riesenschachbrett? Nein, nein, Vrran kann ch nicht glauben. Damit finde ich mich nicht ab."

Hurtig setzte sie den zierlichen Hut auf, warf noch einen Mchkigen Blick in den Spiegel und zog die Handschuhe an. Therese hatte währenddessen am Fenster gestanden und hm- abgeschaut in das, was sichGarten" nannte, was aber doch nur ein Hof mit einem Stücken Rasen in der Mitte und drei schwindsüchtigen Fliedersträuchern in den Ecken war.

Sie werden heute einen Vortrag über sich ergehen lassen müssen," sagte sie, sich plötzlich umwendend,ich glaube, sonst mißverstehen Sie mich mit meinem Glauben an waltende Schicksalsmächte."

Woher wußten Sie." begann Ruth.

,-N.un, es fiel mir aus, daß Sie verdutzt aussahen, als ich eben sprach. Aber jetzt ist keine Zeit zu langen Reden, und eine weise,Einteilung muß man einhalten. Wieviel Mißerfolge haben die Menschen fickt zuzuschreiben bloß des­halb, weil sie nicht verstehen, die rickstige Zeit für Worte oder Taten abzuwarten."

,)Wie klug Sie sind!" seufzte Ruth, während sie neben der neuen Freundin die Treppen hinunterging.Ich werde es nie zu so viel Ueberlegung bringen."

Das macht mein Beruf," erwiderte Therese heiter; Sie können sich doch denken, wie geschickt man dabei immer genau den Moment obpassen mu&, der günstig oder sprechend oder charakteristisch ist. Auch eine Kuh kann ihre Momente haben, glauben Sic mir das! Und es kommt sehr viel daraus an, daß ich geduldig warte, bis sie mir ihre allerschönste Rückenlinie zeigt: diese zunächst mechanisch erlernte Geduld zeitigt mit den Jahren die Blüten hoher Weisheit, die Sie bescheidene Seele an nur bewundern."

Auf dem Potsdamer Platz begegnete den beiden Mädchen eine in feierliches Schwarz gekleidete dürre Gestalt, die nicht aufblickte, die aber Therese anhielt.

Guten Tag, Onkel Gustav," rief sie.Erlaub«, das; ich dick) bekannt mache mit Fräulein Ruth Stockton, von der ich dir schon erzählte. Dies, Ruth, ist mein einziger naher Verwandter auf der Welt, von dem ich Ihnen ebenfalls er­zählt habe. Er hat mich erzogen das Resultat spracht kür chn, nicht wahr?" .

Lächelnd reichte Ruth dem vertrockneten Männchen die Hand und blickte ihn zutraulich- an. Es entging ihr nicht, dah er sie betroffen betrachtete. Er wußte nicht, ivvran es lag, aber deutlich empfand er, daß dieses schöne, junge Gesrcht ihn erinnerte an ein Jugendbildnis seiner vergötterten Prm- zipalin Frau Ulrich. . .

Therese aber hatte keine Zelt. Sie stellte noch einige flüchtige Fragen an ihren Onkel, wartete deren Beantwor­tung nur eben ab und entführte dann Ruth weiter.

(Fortsetzung folgt.)

Obstverwertung

mit besonderer Berücksichtigung des zuckerlosen Sinlochenr.

Herausgegeben aus Veranlassung des Frauenbeirats dein, Kriegsernährstms aint.

Aufbewah ru ngs r äume für Obst- und Gemüse-Konser­ven Müssen peinlich sauber und kühl sein, Keller möglichst, leveS Jahr geimißt werden. Dadurch werden dre versckstedeuen, ]\ay an bm Wänden leicht bildenden Verderbniserreger lvie Gärungskenne, Schimmel usw. getötet. Die Herzräume von Kachelöfen lind vor­zügliche Ailfbewahrungsräume für Flaschen. ^ ... t .

Au f b e wah run gs ge f,ähe: Für Obst und Geimüse mnn alles vorhandene alte Material, wie alte Flaschen, mit engein oder weitern- Hals, Gläser, Einmachegläser usw. verwandt werden. Hauptbedingung ist tadellose Sauberkeit. Da Soda letzt völlig fehlt, nimmt man Kalkmasser (eine gantz dünne Lösung, das Wässer kaum milchig gefärbt). Anstatt des Schrotes kann man, um die Flaschen innen reckst sauber zu bekommen, kleine Kieselsteins nehmen und die Flaschen mit denselben und dem Kalkwasser tüchttgl schütteln. Die Flaschen Müssen mit lauem Wasser gut nachgespult werden

Astch bei den Verschlüssen ist auf äußerste Sauberkeit Kn achten. Sie müssen den Inhalt der Flasche luftdicht abschließen, weil sich überall in der .Lust Verderbnis erroger befinden. Da die Korken jetzt sehr knapp sind, nimMt inan alte Korken, kocht stä aus und durchschneidet sie ein- oder zweimal. Hat der Korr ems Loch, so muß dies mit Wachs, .Harz oder Stearin verstopft werden. Man drückt sie so in die Flaschen ein, daß über ihnen im' Flaschen­hals ein kleiner Raum bleibt, den man mit Lack, Pech oas man in Brauereien bekommen kann oder Gips ausfüllt. Dadurch wird der Verschluß ganz luftdicht gemacht. Gips erhält man ui Drvgengeschästen. Man rührt 2 bis 3 Teelöffel davon mit etwas Wasser breiig an und verwendet ihn wie angegeben wird; er ver­härtet in kürzester Zeit. Ist der Korken feucht, so muh er, cfa mau ihn überzieht, gut mit einem trockenen Tuch aubgetupft weiben. Man muß die Verschlisse am Tag nach der Arbeit stets nachprüfen. Ist Obst oder Gemüse unter genauer Befolgung der angegebenen Regeln über Sauberkeit, Aufbewahrung, Verschlug usw. nach den unteii angegebenen iKochivorschristen! erugefüllt, sterilisiert usw., so hält es sich jahrelang. ^ ^ .

Sterilisieren heißt veimfvei macheii, d. h. frei von allen Verderbniserregern. Die Cwukochgefaße müssen keimfrei sein. Dies erreicht man, indem inan tadellos saubere Flaschei'. in ernen Topf stellt, dessen Bod^i mau zuvor mit einer etwa handbveit hohem Schicht Heu oder einem mehrfach zusammengelegten Tuch, etwa einem vierfach, gelegten Scheuertuch (Pirtzlzmrpen, Hader) bedeckt hat, den Topf bis zur halbem Höhe der Paschen mit kaltem Wasser füllt und zum Kocheii bringt. Wenn die Flaschen 5 bis 10 Minuten im kochenden Wasser gestanden haben, sind infolge der Hitze alle Keime getötet und die Flaschen keimfrei. Die ernzu- imachenden Frnckste müsseii sofort rwch dem Sterilisieren der Fla- , scheu eingefüllt werden. Wenn die Flascheii ctils deni kocheiidenj Wasser heraus genommen tverden, stelle inan sie möglichst auf einen hölzernen, mit einem Tuch belegten Tisch, daniit sie nickst springen^ Zum Haltbannachen der Früchte brauchen !vir Erhalter, solche sind:

1. Hitze (Kochprozeh), . . .

2. Luftabschluß (nach deni Töteii der Keime dirrch Hitze),

3. Säure,

4. Chemikalien,

5. Wasserentziehung (Trocknung),

6. Salz (bei Gemüsen).

Uochvorschriften.

HaltbarMachen ungekochten Obstes ohne Zucker, Män legt im reife Stachel beeren, Preiselbeeren, Rhabarber ein, indem nran die Beeren von Blütchen aknd Stengeln reinigt und wäscht, die gewaschenen Rhabarberstengel in lleine Stückchen schueb- ! det, abtrvcknet iuud rii tadellos saubere Flaschen enifüllt, mir