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langen --Lagereisen nicht verzichten zu müssen. Tüeten sie einen größeren Mansch an, sv beginnt eine große Zubereitung von Lecker­bissen und von PaÄvari, «tu mitzunehmen. Die Mthaut trügt ihre Last selten ntti bei: Schnttern, in der Ziegel vielmehr in einem Tragkorb, der, mrr wenig auf dem Micken ruhend. haupt­sächlich von d»im Kopf getragen wird, indem sich um die Stirn ein Tragband windet, das urit den Enden an den be:>ei: Hanptstäben des Tragkorbes befestigt witt> In diesem Korbe bringt der reisende Indianer außer dem, was er sonst mit schleppen muß, seine wichtig- fteir G eb rau ck^ gegen st ünde nnter. In diesen gehören sowohl seine Schmu: kbüchse. nne ein paar Leckerbissen, und vor allem seme Ulkoholwürsel. Alle diese Dinge vereinigt er in der sog. Pasara, einem wassechichte,:. geflochtenen Körbche»:, das er in den: großen Tragkorb, der nicht wasserdicht ist, nnterbr.ingt. Müssen doch die JllivholWürfel vor Feuchtigkeit geschützt werden, weil sie sich sonst jfcn allslösen würden Seinen Lieblingstrank länger als einest Tag zu entbehren, ist der Indianer nicht imstande. Daher bereitet ihm seine Frau schon mehrere Tage vor dem Antritt der Reise einige frische Eassada-Brote innd unterwirft eines davon einep Bjehandlnng, aus der die Alkoholwürsel hervvrgehen.: sie kaut nämlich eines der Brote, knetet es mit dem verdickten Safte der' Wäanibot zu einem Teig »md gibt es ihrem Mam: in der wasser­dichten Pacara wohlverwahrt mit ans den Weg. Nach 45 Tagen geht der Gärungsprozeß vor sich. Wiill der Indianer nun fein eil} Durst löschen, der ihn niemals verläßt, so nimmt er eine Hemd Menge von der im Ndunde seiner Frau zubereiteten Masse, tut das Genrisch in seine Trinkschale, gießt Wasser darauf und rührt den Jnlxüt so lange :un, bis er sich gelöst k-a-t. Dann schlürft er seinen Pattvari mit Behagen. Bedauerlich ist nur, daß sich diese indianische»: Mkodolwürfel höchstens 14 Tage halten, da sie nach Verlaus dieser Zeit zum Tummelplatz zahlreicher Maden »verden. Indessen pflegt der Durst des Indianers dafür zu sorgen, daß die Kiodlii nichts mehr zu fressen finde,:. Uebrigens ist er ein ebenso leidenschaftlicher Raucher »wie Trinker, so daß er außer der Hänge­matte und der meist ans Jäguar-Fellen ^gefertigter! Jagdtasck>e iwbst Jagdgerät (Bogen, Pfeilen und einigen Angelhaken) sowie der Schminkbüchsc nebst Spiegel und Bürste seine Trinkschale, eine Dose mit'Tabakblättern und einige Streifer: papierähnlichen Bastes mitnimmt, worin er das Tabakblatt einwickelt. irm es als Zigarre $u rauchen.

"'Konkurrenzkampf unter Pflanzen. Uns wird ge­schrieben : Wer die Pflanzen aufmerksam beobachtet, wird finden, daß sie untereiwucher ähnlich wie Mensch und Tier um Daseir^rechte und Vorteile kämpfen. Zwei gleich groß und schön entwickelte Apon- favtien hatten einige Jahre im Zimmer nebeneürmider gestanden.^ Nachdem man sie getrennt hatte und je eilte vor ein Fenster stellte, beobachtete man bald, daß ihre Entwicklung einen verschiedenen Verlaus nahm, obgleich sie dieselbe Beleuchtung, Sonne unb Pflege batten Das eine Bäumchen schoß auffallnü» rasch empor, sein Geäst blieb dagegen dürftig, das andere wuchs langsam und wurde rundlich, so daß es neben demblutarmen Gewächs" geradezu strotzend aussah. Beide Tannen wurden darauf wieder nebenein­ander in ein Fenster gestellt. Bald fing die kleinere, rundliche ganz wie ihre Nachbarin an emporznschießcn. während die schlanke Tanne im Wachsen innchielt und dick wurde. Jetzt setzte nun zwischen beider: ein Wetteifern um Höhe und Umfang ein, der von dem Besitzer mit Vergnügen wahrgenommen »vnrde. Eines Tages legte man um die Krone des einen Tannenbäumchens eine:: tofeu Papierring, um das rasche Emporschießen zu :>erhinderu. Die Absicht glückte, und die Pflanze wurde wieder dicker, dagegen legte sich die Krone auf die Seite, mcd am St-ämmchei: bildete sich eine neue Gabelung. Bald daraus war am zweiten Bäumchen, das keinen Papierring trug, zu beobachten, daß auch seine Krone sich zur Seite neigte und eine »reue Gabelung genau an derselben Stelle wie am erster: Baun: anstrat. Ein großer Natur- und Pslanz-ei:frennd erklärte, daß die Nachbil­dung in Mu'chss und Umfang gerade bei Nadelhölzern eine anf­allende Erscheinung ist. Sieht man doch häufig Kiefer::, die von Efeu l>ewachsen sind, wie tte, um sich ihrer Schmarotzer zu ent-» ledigen, in die Höhe streben, und daß ihre NachÜarbäume, die ohne Efeuraicken stehen, in demselben Maße wachsen und emporschießen. Von Feindschaften unter einzelnen Pflanzen hört man die Blumenzüchter häufig reden. So wurde beobachtet, daß ei:: Mprten- stöckchcn neben einer Kamille i n Blumeu-och zu kränkeln begann^ oaß es sich jedoch rasch erholüe, als diese entfernt n:ü> dafür eine, Nelke, eure Hyazinthe oder Tulpe cingepslauzr wurde.

* Der Film als Klavierlehrer. Noch vor Berück­sichtigung des beweglichen Films für Lehrzwecke wurde bereits die praktisch Verwendungsfähigkeit der Photographie zur Erleichterung des Klavierunterrichts viel beachtet. Es ist begreiflich, daß die hier­mit erzielten Erfolge den Gedanken nahe legten, auch den Film zu einer Art Klavierlehrer zu machen. Während bisher in den mo­dernen Klavierschulen Photographien zur Erläuterung des An­schlages uiü) der Fingerhaltung dienten, »vnrde nunmehr die Vor­führung der Klaviertechnik durch die Kinomatographie unternom­men. Die ersten Versuche dieser Art mnaflv, wir- feieUmschau" berichtet, eilte amerikanische Filmfabrik, und die Experimente sollest so'gnt gelungen sein, daß man in den Klavierschule»: der Vereinigten

Staaten an die allgemein Einführung dieses kinontatociraphischen Lehrsystems zu gehen«nkt. Besonderen Erfolg verspricht man sich von den Ausnahmen der berühmtesten Klavierkünstler, so wurden z. B. PaderewsA und der bekamtte deutsche Geiger Fritz K'reihler wahrend des Spielens ausgenommen. Aus diesen Films kann ;ede Einzelheit der Arbeit und Fingertätigkeit aufs genaueste verfolgt werden, und je nach dem Auffassungsvermögen des betteffc:ü>en Schülers werden gewisse Steilen langsamer oder schneller vor- geführt. Die Aufnahmen der berühmten Klaviermethoden sollen überdies die Grundlage rincS modernen musikhistor: scher: Museums bilden.

*DerSieg deSHostigsüber den Zucker. Die neue­sten Untersuchungen von Bienenbmrig und Zucker, über die im Prometheus"' berichtet wirb, haben tu verstärktem Maße die be- väts bekannte Tatsache bekräftigt, daß der Nährwert des Menen- honigs den des Zuckers in ganz bedeutendem Maße überragt. Der Prozeß, den der Zucker yu seiner Assimilierung erst durchmachen nruß, ist von dckn Bienen bei der Honigbereituna bereits durch- geführt, so daß bis im Bienenhonig eitthaltenen Stoffe unmittel­bar vom Köper ausgenommen werdar könne>r Abgesel-ei: von dem Zuckergehalt, ist im Honig auch eine leicht assimilierbare Eiwem- menge, je nach Art der vo:: den Menen besuchten Blütengattungen, zu finden. Beso:ü>ere Beachtung schließlich sind den nnorgantiafen Mstarchteilen des Bienenhonigs zuzmvenden, die sich zwar nur:n sehr kleinen Mengen vvrfinden, aber trotzdem, für den menschttchen Körper sehr ivertvoll sind. Als solche mineralische Substanzen nennt derPrometheus" Eisen, Magnesium, Kalk, Phosphor, Schwefel, Silizium, Pottasche, Ehlvrnatrium und Mengen. Sie finb sämt­lich int Horrig enthalten, im Zucker hingege:: findet sich von: dreseN mwrgoirischen Stoffen auch nicht die geringste Menge vor, er be­steht lediglich aus Wasserstoff, Kohle und Sauerstoff. Ans der: an­geführte:: luihrr:ngschen:isck>en Gründe»: ist besonders bn alten Leuten und Kinder»:, bei Blutarmut und Körperschwäche der Brenen- horttg dem Genuß voi: Zucker unbedingt vorzuziehen.

vüchertifch.

Deutscher Wille (Kunst wart). Zrvei des Mai Heft 1917. (Kriegsausgabe zun: ermäßigten Preis von 3,60 Mk. viertel- jährlich Verlag von Georg D. W. CaKwetz, München.' - Wolf- gang SchümarmVon kominknden Diilge»:";PsiirgstlicheS aus Hermann Lotzes Schritte::": G. von Frankenberg, ein Beitrag zur ,,EnNvicklungssrage Europas": Erich SchaiverDie Reform­bedürftig Beit des Kleinhandels": AveuariusKlinger, der Poet in: Grittelinnstber": Rundschau: BonnSGe.danken zur HnnM'el- sahrt": P. Th. Hoffman»:,L. Sternbergs »:e»:este D:chtm:ge:tt: Wolsg. Sckiülnann,Spi.'lleitcr-Sünden": Otto Tcrubmanns ,,Por- zia": Mahrbolz. .-Jung? Münchener Kunst": Avenarins,Ge- nrüseschöntzeit": Sck-airer.Das Sch»rein in der Bade»oa»:nA : Tanflirchner,Pferdefleisch und Muschelslei sch": Huebner,Bel­gische Ber»valtm:gsreforn:en aus »nysttscher Grundlage",Auch e:n Amcrika»:er":Elisabeth Gnmcck-Küh»^ 1":. Züricher,Schrtsl- steiler und Hilfsdienst"; Avcmrrius,Fünfzig Ialae nach> Roß- mäßlers Tod": Schopbach,Kunstivartbrlder in: Feld". An Bilder- beilagen finde»: »vir diesmal ei»: Bild von H. Lotze, Klingers>,Ga»:g Psyches »mch der Unterwelt", Zeichnungen zn de»: Garteimnlagen von L>. Tesselww und einSchwarzes Spiel" von M:d. Sievers. Als Noten silid chavakteristische Abschtttte cn:s Otto Tanbmm:,:s OperPorzia" 1>e:gefügt.

Heinrich Scholz, Das Wesen des deutschen Geistes. (Schriften zur Zeit ui:d OKschichte 5. Balünt-enü 136 Seiten Oktav Kart. 1 Mk. Verlag von G. Grote, Berlin.

B o n g s illustrierte Kriegsgeschichte. Der Krieg 1914/17 m Wort und Bild 127. bis 130. Heft (Preis je 30 Pf.). Deutsches Verlagshairs Bong & Co., Berlin W 57, Potsdamer Skr. 88.

D: e Weltliteratur, Nr. 2. I. P. Jacobson Motze ns. Es butten Rose:: ba sein »missen. Gedichte. Preis der NuTNmdr 10 PßBerlag der T3eltliteratnr, Mültcher: 2, Färber graben 24.

SkatAusgabe.

abcd die vier Farben. VMH die drei Spieler. A, Daus; L König; v Dame, Oder; 8 Bube, lirtter, Wenzel.

V, der Vorha»»dspieler, sagt aus folgende Karte a - Handspiel (Eichel - Solo) a»:, nachdem die beiden andern sogleich gepaßt.

ad 4 8^ alO, K, D; b A ; c 10. D, 8.

Eichel Grün -, Schelle»: - Unter, Eichel ° 10, - König, - Ober ; Grün - ; Not. 10. - Ober. - 8.

Das Spiel ivird verlören. Wenn der Spieler sich die c 10 nicht abiangen läßt, kommt er höchstens auf 40 Punkte. M hatte 17 Punkte weniger in der Karte als H. Im Skat lagen d 7, o7. Wie saßen die Karten? Wie ging das Spiel?

Auslösung in nächster Nummer.

Auslösung des Bttderrätsels in voriger Nummer:

Wer am lautesten vom Siege prahlt, steht vor den: Untergang.

Hchrittlettung: Fr. N. Zenz. Zwilli»:aLrunddruck und Verlag der B^ühl'schen UniversitätS-Buch- und Steiitdrnckerei. R. Lange, Gießen.