Ausgabe 
30.5.1917
 
Einzelbild herunterladen

236

köstlichstem Frühlmgsgenti'lises, ja eines 'ffffEr köstlichsten Geinüse üboihcaipt, an die Oberfläche gelockt. So ist der Spargel zu einem! Preise, der in Anbetracht der t-eNren Kriegszeit mtb uainenttich 4m! Verhältnis zu anderen Gemüsettr als geraden niedrig zu bereich' men ist. ans dem Markte zu ha beit. Die erste zuverlässige Nachrickst jüjber den Sparg-elauda»», in -Deutschlarrd finden mir bei einem^ der Ätcsten deutschen Botaniker, Hi-eronynrus Bock, dessen Kräuterbuch in erster ?l,usgabe im Jahre 1839 erschienen ist, und in dem zu lesen ist:Ein gemeiner Salat bei den Malen und Hispaniernl ist uNuniehr auch, »me andere Leckerbißlein ins Deutschland kom- int'en." Und dann weiter nennt HievonyintrS Boch den Spargelein lieblich Spcfis' für die AekernWrler." Der gute alte Kräuter-Bock dal üns »wirklich aus der Seele gesprochen. Mag urtan uns auch jttöeii, daß. die Kohlrübe eine»» größeren Nährivart besitze als der Spargel, so werden »vir diesen» doch trotzden» immer den Vorzug gebe»», und »vir »vissen ihn seht auch als Nahrungsmittel zu schätzen. Er ist also nicht nur für die Leckmäuler ,.» lieblich Speis' . . ." Der Mt deutsch klingende Nanre SpargÄ W aus dem lateinischen Wort afparaMs hervorgegangen, de»»r Wiedenun der griechisck)« Mnsdüick asparagws Mgrunde liegt. Das grieckstsche Wort be­zeichnet im allge»neinen jeben Pfla»»zcnkei»»» oder -proz-, der sich vor der Eirtwickluug der Blätter zeigt. Die GrieckM lfaben das Wort zur l»eso»»deren Bezeickmung der Spargelsprossen »md dann Kur Benenmmg der Pstanze ül^rha»»pt verniandt. Das beweist hinlän-glick)!, hvie selxr schon (die alteir Griechen den Spargel z-it schätzen »Mrssten. Unsere Älltvordeven haben durch die Bild »mg des so gut deutsch klingenden Wortes Spargel gezeigt, »oie vortrefflich sie es oersdairden, die aus einer fremden Sprache l'tüevnonnneir Mrsdriicke e»»»zudoutschen. Niemand sieht es auch anderen Worten svie M-a»»er, Keller, Veilchen susw. ohne »weiteres an, daß diese Mrs der Fvemide tzu uns gekomrniM sind »md daß ihnen lateinische Namen »me nnrrus, eellarium und Viola zngcrurde liegen. Tie Geschichte unseres Wortes Spargel offenbart uns a»rch die Geschichte der Krilturivrandepimg dieses »wertvollen Genrüses. Dieses muß in Italien schon in recht alter Zeit augebaut »wochen sein, denn betL mterc Eato, der 149 v. Chr. starb, gibt in seinen» Buche über den Landbau bereits eine sehr ausführliche Anrveisung zur Spargel- kuttur, die von her Art, »vie heute Spargel bei »ins angebant »wird, sich »wenig »mterscheidet. Weiteres über die römische Spargel­zucht erfährt man aus derNatur gesclstchte" Plinnis des Jüngerech aus der mich zu ersehen ist, daß zu dieser Zeit die Spargelfiitturf bei den Rmnenr ungefähr zu der .Höhe gelangt sein muh, die sie im der neuesten Zeit bei nris erreicht hat. Bei de»r schwelgerischen Gast- Ntählecn des Lukullus sollen Spargelspitzen das beliebteste Gemüse tzu Nachtigallzungen ge»wesen sein. Bei uns sagt uian den Ostpreilsten eine besoirdere Leidenschaft für Spargelköpfe nach, und Man zitiert mit Vorliebe den klassischen Mrsspaich eilres Ostpreußen, t^r ohne Rücksicht auf seine Nachbarn sämtliche Spargelköpfe für sich i» Anspruch nahm! »md entsckplloigetnd hiuKufügl:dlbep Mwmche»», das ist ja das Beste." Gegen die Richtigkeit dieser Be»neckung ist sicherlich nichts einzulvenden. Man tut ober den Ostpreußen bitter Unrecht, »wenn man annetzmen sollte daß sie sich diese Erkenntnis etwa z»cr Richtschitur ihres Händelus ge^ nvnvmeit haben.

WaS beim Einkochen zu beachte» ist.

Vorsicht beiin Auflegen der Gummirnige. Zu fester Druck der Klammer schieb deu Rttrg oft unter dem D^el weg. Vian kontrol­liere vor dem Kochen genau die Lage.

*

Ski den jetzigen, weniger elastischen Gummiringen ist es ratsam, die Klammen» erst nach nahezu völliger Erkaltung abzimehmen.

* >

Bei Amweudung vor» bcnzoesanrem Natron soll dieses erst in Wasser zur besseren Verteilung aufgelöst »werden.

Die SterilisatiousdaUer beginnt erst von dein Augenblick an,

wo die a»»gegebene Teniperatur erreicht ist.

*

Gläser, die aufliegende Deckel haben, dürfe»» nicht »wie die nuit übergreifendem Deckel bis z»im Rand gefüllt »werden.

Gcinüse nrüsse»» z»weinral in Abständen, dagegen darf Obst nur einmal sterilisiert »werde»». Die Packung des Materials soll so dicht wie augängig gemacht »verdei». ©3 »werden dadurch Gläser erspart.

Alle Gläser mit Marmeladen, .Mus und Gelee müssen erst Ms kühleu. ehe sie geschlolstzen /»werden. Bei vorzeitigem Schluffe schlägt die heiße Ausdünstung als Wasser nieder »md führt das Perderben herbei.

*

Pecgamentpapier muß, damit es schließt, durch kochendes Wasser

gezogen und wieder getrocknet werden.

*

Die S<lM»r zum Binde,» muß ebe»»falls »» gemacht »werde»», wc^urch sie sich dehnt n»rd her»»ach dirrch die Trocknung besser! schließt (AjnsDies Blatt gehört der .Hausfrau".

skchertisch.

In Friede ns- urrdKriegszeiteniuKamerun. Von Grete Kühnhwld, Schwester des Deutsck-en Frauen vere»»»s vom Roten Kreuz für die Kolonien. Verlag August Scherl, G. in. b. H., Berlin. Preis 50 Pfg. Schlvester Grete Küh»chold erhielt im Jahre 1913 den Auftrag, an der Bekämpfu»rg der Schlafkrankheit in den ueuerworbenen Gebieten Kameruns mitz-uarbeiten. Kaum hatte sie die weite Reise von der Küste bis ins tiefste Innere der Kolonie, wo die Eingeborenen noch usie eine »weihe Frau gesehen hatten, über-- staudei» und sich in drc »reue Arbeit eingeleht, als der Krieg aus- brach Anfangs koimten die Deutschen nicht glauben, daß entgegen allen Vertrügen unsere Fei»»de den Krieg auf die Kolonien über­tragen würden. Doch ihre Hoffnung erwies sich als trügerisch. Nun hieß cs die friedliche Arbeit au fg eben und Kiriegsdieust leisten. Schwester Grete Kühnhold erzählt in dem vorliegenden Buche von all de»» Schwier» gAltten ihrer Kreuze u»ck> Querfahrten durch gantz Kamermr, von der hartnäckigen Verteidigungsarbeit u»»serer Tnip- Pen, von den EnÄehrungen und Leiden der deutsclfen Fainilien, der Stiininung der Eingeborenen und de»' freundlichen Haltu»lg der Spanier, auf deren Gebiet sich zuletzt die Deutsch»» in S»chrl)eit bringen Ihr a»»scha»»lichr Bericht gibt ein klares und vollständiges Bild über die Vorgänge u»»d Verhälttäfse in Ka»nerun, darüber hi»»a»»S aber zeigt er uns das segensreich Wirken kluger urrd tüch tiger Frauen, d»e auch fern der Hieimat für De»»tschlands Ehre ihre Kräfte einsetzen.

Geschichten von Ludwig Tho nm. Ausgeivählt und eingeleitet vor» Walter vo»» Molo. Mtt einem Bilde Ludwig Thomas. Einbarrdzeichnung von Felger. Preis vornehm gebundm 3 Mark. Verlag von Albert Langen in Münchn. Wer Ludwig Thomas »»uenuüdlichs Sck>affen durch z»wei Jahrzehnte verfolgt hat, der »verknüpft mit seinem Namen un»villkürlich die Bilder jener schu klaffisch güvvrdenen Typen, die. hundertfach verschie­den gesblltet, in all ^i»»e»r Büchern »viedcrkehren. Und schließlich Nnrd er auch das Gemeinsarne dieser Typen erkennen: die nüch­tern gesunde Betrachtungs»weise u»»d die sich daraus ergebende fülle lleberlegertheit, mit der sie, »wm Lausbuben bis zum alten! B»ruern, in» Gr»mde dem Lechn gegenüborstehen. Diesen Typ will, gleichsain als eine Quintessenz der Thovlaschn Epik, der vorliegende Ba»»v aus der Menge seiner erzälstenden Büchr herausheben. Walter von 9)tolo hat die Aus»»mhl getroffen : er, der selbst baye­rischen Stammes ist, »veiß sich den» Bayerndichter über alle Ber- sch»ede»»heit des literarischen Schaffells hina»»s eng verkilüpft und berufen, dein roten Faden in Thoinas rcicher Arbeit naä>zu^ spüren. Dieser Absicht ist der Verlag durch den billigen Preis sehr entgegengekomn»en, billig beso»»ders in Anbetracht der reizvollen »»nd vornehmen Ausstattung, die »nanches dazu beitrage»» »vird, de»n Buch den gleichen rasche»» iu»i> große»» Erfolg zu verschaffen, wie dem kürzlich erschienenen Lagerlöf-Auswahlbm»d.

Deutsches Volkstu m" (derBüh»»e und Weltt^ 19. Jahrgang). Das uns vvrliegeirde Mathe ff enthält U. a. folgende Lluffätze:Fühvergeist",Die Philosophie des deutschen Idealismus und d»e ne»»e völkische Kunst" von Artur Hoffmanu,Der Kampf mn das Dasein z»»nsche»» der deutschere Zeele und der Hiohkultur" (2. Fortsetzung) von C. W. Schleicher, Die K»»nst nach dem Kriege" von Frhr. Hans von Wolzogen, Max Reirthardt und das de»»tsche Natiw»»altheater" von Wilheln» Kiefer,Berliner Theater» o in der" vo»» C. Th. Kaeinpf.De»ttsche -Kunstnöte" von Dr. Josef August Beringcr,Der Verband Deut­scher Bühnenschriftsteller itttb Dr. Artur Dinber",Exlibris von Paul Vkber".

Das literarische Echo Halbuwnatsschrift fttr Literaturfreu»»de. Verlag: Egon Fleische! & To., Berlin W 9. Das 1. Juniheff ist soeben mit folgendem Inhalt erschie»»e»»: .Arrt Münzer: Otto Rung: Otto Rm»g: Wckobiographischie Skizze: Ernst Bartlfel: In Sachen der Goetheschen Fa»^be,»lehw; Zustände in der katholischen Literatt»rkritik: Pa»»l Feldlleller: DaS »»eue Frauen ideal: A. v. Gleick»,en-Rußnn»rin: Das zweite Sdadümr der Kriegsliterattrr: Echo der Bühnen Echo der Zeitturge»» Echo der Zeitschriften Echo des Auslandes Krrr-e An^ zeigen. __

O

e

Pyramide.

Konsonant.

Fürwort.

Geographische Bezeichnung.

Teil vor» Härrser»» und Fabriken. LandrvirtschaftlicheS Gerät. Webstoff u»»d Pflanze.

Von der Spitze beginnend, ist jede rveitere Reihe in»mer durch Hinzuf»"»g»»ng eines Buchstaben« unter beliebigen Stellung der übrigen Buchstaberr zu bilden.

Auflösung in nächster Nummer.

- J\ 4

Auflösung de« PftngsträtselS in voriger Nurnmer:

Sieg auf allen Fronten.

(Sie, Ga»r. Fallen, Fro»»ten.)

Gchristlertung: Fr. R. Ze»»z. ZwillingSr»»nddruck u»»d Verlag der Brühl'schen llniversitätS-Buch- »»nd Stetndruckerei. R. Lange, Gießen.