Ausgabe 
2.6.1917
 
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Die Monde Drossel.

Roman von E. F a h r o w.

(Forderung.)

b. Kapitel.

inih ^bu dkvend Ruth den Heimwea angetreten hatte die Ecke der langen Allee bog, die sie stets als ab- [ t,ä ^ te ' trat ihr Kürow entgegen, den hatte ^ Swriftnndlgen Mittagspause heute nicht gesehen

&w rt r 0 M '^ a c - e ^ x 5 rn ? lln ^ f c ^ r verlegen au§, und ein paar Rosen m seiner Hand ließen Ruth unruhig toerdeu.

*ra "Ä K abe Jh'len aufgelauert, Fräulein Shitf}/' rief er

yoststettnua.S>eute mittag Gelder nicht begriißen, weil ich gar nicht zur ging , aber ,ch dachte auch, daß Sie bielleicht nbeKs eher Zeit haben wurden."

Da er stockte und unbeholfen nur die Rosen hinhielt geloainr sie scknell ihre FNssnng wieder ilird lächelte dankbar- , rfl . r ie '^d für mrch? £), ich danke schön! Und waA rst s denn, wofür ich Zeit haben soll? Ich kann leider nickt 0k h?iffeU ' wein dater zählt die Minuten,

^ rurr ! 1,lte kr, -,weil er sich langweilt! Aber er e,n paar ^Mnnten ioarten - ichruß Ne

durchaus etwas staßen, Fräulein Ruth. Das heißü nein vielleicht^ ^ ^ Aynen zuerst ettoas sa^en

tolpatschig

. Oder

- ich bin furchtbar

. .. herzlich auf, aber sie sah dabei so freundlich

p&d* wr^ Ta ?"V l £ le ^öhe, daß er nicht umhin konnte, nun: ebenfallv 31t lächeln. Und so sagten sie sich auf diese stumme ergentüch schon s,o Viel, daß der schüchterne Freier plotzüch mutrger ward und ohne weiteres h-ercmsplatzte - ^ck habe Sie nämlich schrecklich lieb!"

Dies kam nun aber doch gar zu rasch heraus und Rntb erwiderte gar nichts als einAch". V 0

kiitf i id) ' tH?n P nt a0 ' setzte ihn tvieder

ratlose Bücke auf den gesenkten Madchenkopf und erwartete äuge,ischernltch, daß sie uuu etwas sagen sollte «JW aber dem, ein sinnloses, buntes Lurcheiuau- N.^"öelte ihr durch den Kopf, wenn sie jetzt gesprochen wahrscheinlich eine Bemerkung über das dergleichen zun, Vorschein gekommen sein. Oder ! ? s^Zkn, daß fte sich nicht verloben könne, solanae

itr m'l e ta T f bedürfe? Aber von Verlobung hatte er doch Uchen?Fa?le ^ .Gott, was tut man denn nur in

^^a, Fräulein Ruth!" brummte Kürow sehr dickt an Mein Ohre.Nun sind Sie wohl böse?"

V li e vuf. ,,Aber im Gegenteil . .

Dies war eure Unvorsichtigkeit, mindestens eine Unü.ber-

folgen sie auf der Stelle zu spüren bekam. Denn plötzlich wurde sie von einem Arm umfaßt, ihre Futz- spitzen verloren den festen Halt auf der Erde, und auf eine "uslaublnh geschickte und unnachahmliche Weife ward sie so wert emporgehoben daß ein bärtiger Mund ihr kleines Ohr erreichen und cs küssen konnte.

^Um Gottes Willens" stotterte Ruth.

Da ließ er sie schnell wieder herunter, schob aber seinen b L n lbren und sprach mit gänzlich verändertem, sehr bestimmtem und l:ur ein wenig dabei zitterndem Ton-

c k fki Dank! Wenn Sie das Gegenteil von böse 2 i n ' ,tn ru e also froh. Dann haben Sie mich raten^ m bt ^ flt ^ te&/ und dann werden wir uns &eir

... Giraten! Das klmrg so einfach uich selbstverständ- üch, und doch brachte es Ruth sofort alle die unübersteig- luhen Lnndernisse ins Gedächtnis, die ihrer warteten Sie

HeMidr ^ m lbcen ? rm öu ~ bem s^nen und sagte sehr . es ist wahr, ich bin Ihnen gut. Aber an

es n§ erlauben "" ,mf mt6t bCnfen ~ Mein Vater würde 'vX?, darin werdell wir ihn einfach nicht fragen" überhaupt nicht^""^ wieso - so schnell gehl das doch

abweknd^an ^ ' ie 9a,tä tan9e lmb °sscnbar geistes-

.Geschwindigkeit, die ihm selbst später komisch

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4« S?ÄS? 1 '"»«'w»"«'». b--.

, cvÄVl ffl9 t e V 0a ? ä fcfi9 ' "so schnell geht es nicht.

es kann sogar ein paar Jcchre dcmerir.) Ä^^vn Sie auf mich warten wollen - ick denke, länger als zwcr ^ahre wird es nicht nötig sein."

Ruth wurde sehr verlegen.

"H. sss unmöglich," murmelte sie,ich, kann Ihnen keine bestimmten Versprechungen mach,en ich meine, ich ^nn^keimn Zeitpunkt nennen. Mein Vater würde mich

Verstoßen, enterben, verfluchen!" rief Kürolv mit einem Tor«e, als verkülrde er kommende Seligkeiten

"Ruch er hat sein Leben gelebt, und wir wollen das unsere leben! Lasten Sie mich, nur dafür sorgen den Widerstand eines sonderbaren Vaters zu besiegen, das wird keine Serkulesarbech sein. Auch, kenne ich Ihren Vater er will natürlich euren reichen Schwiegersohn haben. Finde ^ rfm rUM Wh ^?UN' reich bin ich ja nicht. Ich bin < S r Wttbtge morgen meine Siellung bei niachen derlm und werde dort nkeincn Weg

^Aach Berlin?" fragte Ruth, halb erschrocken, halb froh.