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der Sanienversovgiung in hohen: Mgß^ von Sollend, Frankreich !und Italien abhängig und müssen daher jetzt init dem Samen- Vorrat äußerst sparsam und hcmshäliertsch umgel-en. Die völlige Verbannung der Blumen und die Unuvand-ttulg selbst dos Fensterbretts in eine ßKinia tur-Gemüstzucht kömun als unsiimig.bezeichnet werden, dagegen erschofttt es für jeden Besitzer vwi 100 oder auch nur 50 Quadrattnrter geeignetem Boden verdienstlich, denselben zur Hervorbringuug wenigstens der wichtigsten Gemüsesorten zu ver- wrepden. Das Wetter läßt sich natürlich vom Menschen nicht beeinflussen, -u kühles Erdreich lann nicht einfach in sonnige Sagq Drückt tv-erden, daneben gibt es aber doch zahlreiche Möglichkeiten, durch Flein und Wisse:: die Natur selbst zu unterstützen. Auch auf flicht idealem Boden kann mau so der Natur vieles abrinqen wenn fcnan sich dabei der richtigen Mitte! bedient. Bei der Kühl ber< Gemüse ist zu beachten, daß Kohlgewächso und ähnliche Blattge- mine Stick,tvffzehrec sind, weswegen ihnen möglichst viel stickstofs- halttger Dünger zu verabreiche:: ist. Bei Hü lsenfrü asten, wie Erbsen pnd Bohnen hingegen kommt es hauptsächlich auf die riinftllcke PhosphorsäurenZufuhr an, während sie sich den erforderter Stickftoss selbst beschaffen. Hiervon abgesehen, rann man beim Fehlen von Stallmist zu künstlichen Düngemitteln greifen, in dr^er Hmsicht birgt selbst der Straßenmüll manchen ungehobenen Schatz, kalten, dunklen Bärten nach dem Norden zu muß man sehr bescheiden sein, immerhin lassen sich <n:ch da Salat, Spinat Lnd .Kvhlrab: ziehen. Jede fibrnrick-rng 'um Kartoffeln, Kvlst, Bohnen, -Gurren, Kürbis und Tomaten wäre jedoch im Dunklen vergeblich. Am wertvollsten sind natürlich die nach Süden offenen Gärtm. die für die mannigfaltigsten Bedürfnisse des Haushaltes au frommen können. Wichtig ist die verschiedene Art der Anpflanzung. Die großen KohlgeMstse >z. B. soll man nicht beetweisg Pflanzen, sonderr: in stteihen mit einem Abstand von 50-60 Z-gntinnter. Um Samen zu sparen, enrpfichlt es sich, im altge- inernen sehr dünn zu säsn. Da die Setzpflanzen teuer geworden s:nd, erscheint die Anlage eures eigenen kleinen Mistbeetes bereits für einen Garten von 200 Quadratmetern durchaus lohnend^ Manche Krregsgemüse wurden auch bisher zu wenig beachtet, das beste Beispiel hierfür bietet dor echte Riesen-Kolstrab: oder Goliath.
wiederholte Anpslanzen desselben ermöglicht dauerndes Ernten vom Frühjahr bis in den 5)erüft hinein. Tie Annahme, daß er ünt der Zert holzig würde, ist falsch, er entwickelt sich iin Herbst höchstens etwas derber. Blumenkohl und Rosenkohl sind in: Kriegs- gemü,egarten gewisserinaßen Luxusartikel, da sie nur auf besten: Boden u: ausgetrockiieter, tvarmor, geschützter Lage erfolgreich gc- deiheii. Der Kürbis wächst am üppigsten auf Kompost Haufens Tomaten lollen an ausgespannten Drähten gezogen werde:!, vorzüglich auch an Rosen- oder Dalienpsählen. Tomatcnpflanzungen/ rann man übrigens auch auf Dachgärten anlegen, sie erscheinen bereits lohne,rd, wenn man sie in 30 Zentimeter breitem- nud ebenso tiefen Holzkästen in sonniger Lage zieht. Wer durchaus auch aus dem Balkon Gemüsezucht betreiben will, mag sich'auf Schnittlauch und. Petersilie beschränken, Kartofselkästen und ähn luyes auf dem Balkon erscheine:: fast immer nutzlos.
* E : n P fing st brau ch dcr E iflerinnen. Man schreibt «ns: D:e Eifel bewahrt noch Manchen alten Volksbranch, dev 4%7?ö nnr in bestimmten Dorfgrenzen begannt und nicht einmal au: die Nachbargemeinden übergegangen ist. Dahin gehört das Pnngstvorrecht der Eisler Fr Mm. Während am ersten Psingsttage alle Dorfbewohner an den gemeinsamen Zerstreuungen nnd Feier- luhkeiten teil nehmen, bringt der 2. Psingsttag eine Trenntmst der Frauen von den Männern für die frühen Nachmittagsstnndm.
Zu,e:ner Kafseestunde finden sich die jungm und alten Frauen, sonne die Bräute im Saale eines Gasthauses zusammen und besprechen be: Kuchen und Kaffee häusliche und frauliche Zhigelegew-, lMten. Da wird über Kochrezepte imb wirtschaftliche Pläne $&=< El, über Kindererziehung wird beraten und wohl auch über die Männer du sich nickst recht „fügm" oder ,.passen" wolle:!, geklagt tind gescholten. D:e Männer wissen das auch, und sie spotten! gern über d:e,e Psmgstvorreckste, respektieren sie aber aus Klughstt. zollte es dennoch e:n Vorwitziger wagen, die Frauensitzung gu stpren, ]o wird ihm bte Lust dazu bald vergehen, und unter Schadengelachter fliegt er an die Luft. Der Hinausgewörsene wird von lemen Mersgeiwssen noch gehörig gehänselt. Im Kriege fällt das Pfingstvorrecht dev Frauen fort, lvie manck-er alter Volksbrauch, da sich :n gegenwärtiger Zeit der Svm auf ernstere Dinge zü richten bat. . ^ v
Süchertisch.
/-«^'"^/"tscher Wille (Kunftivart). Erstes Maiheft 1917 (Kr reg saus gäbe zum ermäßigten Preis vo:M,60 Mk. vierteljährlich' Verlag von Georg D. W. Callwey, München.) Das Hest wird ein- geleitct durch emen Aussatz von Avtur Bonus über „Sachliche Staatsaestaltuug als Tcuticyla-rds Parole für die Völkerzukuuft" Paul Mar.op schreM über „Hans von Bülow und Richard Wag- V*? Corbach bringt einen Beitrag über „China im Welt-
rrttge . Woligang Schuniann setzt seine Betrachtungen über „Frie denserhaltung utid Friedensgestaltung" fort. Unna-Hamburg sprictst
ucy Wr daZ Thcma „Mftrnlichev Nachwuchs" au§. Marl SNtk«« stldet den Wschluß des ersten Teiles dieses Heftes mit einemtljHG fefe über „Schuldeutsch und Kindersprache". — Unter der „Bon Heute fürs Morgen" bringt Taufkirchner t-olitische Betrag Ulu?en „Zur ametikamschen Kriegszustands-Erklärung". Friedrich Dü;el bespricht dre Neiwrscheinungen an literarischen Erzen Misse« bi'3 Berlnrer Theaterlebens. Avenarius behandelt allerlei durch deq Krwg r:uzt:g geworocne Probleme wie „Kunst, der Luxus": „Not* geld., „Auslarckwsche Kunsthändler": „Russischer Kriegswarch-i ^ Ferner seren noch hervorgehoben die folgeirden Beiträge: .auftirchner, „Feldarmee und Lustmarmee" und „Glaubt mans?" Fruhlmgshaste Bilder von Cecüie Leo, Heinrich Otto und.Georg Broe.l schmucken das Ganze. Als Notenbeilage diesmal ein uiw Speltes und gesungenes Chorwerk Mendelssohns'- das Mmtted aus der „ersten Walpurgisnacht".
7- Ter B ö l k e r k r i e g. Berl ag von Julius HoffmUnw, Stttttgart. (HerMsg-eüer Dr. C. H. Baer.) Das soeben erschiene::«
Heft (Prers 40 Pfg.) schilderst die Er ober: mg von Serbien und l i S — Tas genannte und das ebenfalls schon vorliegend«
7 ?-ertvülp- Zeitschrift enthalten :uxh eine ganze Reihe gr-erch pacrender Dap'ellmrgen von der Flucht des serbischen Heeres, jOw:e Erobenrng Ma::tenoM-^, wwlcke zusammen mit ixn! trefN:ch?n, auch landschaftlich höchst anzicl>enden Bilden: diesem! veroverLeten Werke inmrer wieder neu er: Reiz und Wert verleihen^ Ludwig Fink. Des Lebens Uebersluß. Nr. 20 der' Weltliteratur, München 2, Färbergraben 24.
Gießerrer Haucisrarren-Bereirt. / , Kochamveisungen. h,
ittaiferto ff ein. Ter Spinat wird ferttggekochik/ Wartoffeln, rn kleine Würfel geschnitten, in dem äbgegösse:vett' Spnmrwasser halb gavgMxht, mtt dem Spinat vermischt :uch Ms nebenbei oder in der Kochkiste ferttggedämpft. Auf rimder Schussel mtt Kranz von Rührei angerichtet.
Spar 'ff elf uppe. E^anz Neingerchntttene Spargelstückichjea werden mtt 125 Gramm genmhlenen Graupen und -SrMpenkrartt gekocht.
S p a r g e l a u f l a u f. In Scheiben geschnittene, gekochte Kar- "pem Werden nrit fertiggpkvcksten Spargelstücken in Ausl auf form geschachtet mit Mehlschwitze von Spargstroasser, Milch, Ei, Salz, Muscat Äbergossen und 3 /a Sttmde gebacken.
Rhabarber mit Kartoffeln, mit etwas Zucker, Milch zuletzt gebräunten Ztviebeln übergossen.
Rhabarber nrit Haferflocken, beides einzeln gekocht, mrt Zimt bestreuen.
^ t nt 11 Nudeln, einzeln gekocht, geschichtet, mit
E:. Much, Zucker, Vanille üb-ergosse::, x / 2 (Btunbe gebacken.
B Jß ö«barber mit Graupen, die vorher geweicht, ge-« rocht und m:t dem Rhabarber vermischt werden.
Pfingsträtsel.
ttrrscr Hoffen.
Pfingsten! Statt der Glockenklänge,
Tie die festliche frohe Alenge An das heilige Wunder niahnt,
Lärm der Schlacht, Kanonendonner,
Not unb Leiden, ungeahnt!
Doch die Herzen sind erhoben Zn dem Schlachtenlenker droben.
Und des heil'gen Geistes Kraft,
Der die Zwölfe.einst begeistert,
Auch bei uns noch Großes schafft!
Was das Rätsel hier verkündet Und was leicht der Loser findet:
Erst ein Fürwort, allvertraut,
Ein Bezirk, drein Fanggeräte Und was man an Häusern schaiit.
Lies es recht, ivillst klar du sehen Und de§ Rätsels Sinn verstehen.
Diese Hoffnung füllt un? ganz!
Deiitschlands Fahnen werden wehen Hoch und stolz im Siegesglanz.
— Zi.
(Auslösung in nächster Nummer.)
Auflösung der Schach-Aufgabe in voriger Nummer:
Dreizüger von Taverner:
W. K & 7, D a 3, L h 4. S c 2, g 2, T e 1, B b 3, 6, f 5, h 6. Schn».
Ke5, Le4, Bd7, e 6, fö, h 7. }
iS, Kf 5 : ; 2. 8 e 3-f u. , K d 5 ; 2. S e 3 +.
, d 6; 2. D e 8. - . d 5 ; 2. T f 7. —
-. cf; 2 S b 4.
w.


