Ausgabe 
16.5.1917
 
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?rtWiöen Htmnrelsgloben. Der Kaiser hat selbst nrrhrers wdc.stlge Werke verfasst ober iKraii-sg^Tcbcn, eiltet davon, daS nach Am l^nannte chm-esisck^ Wörterbuch, ist noch deute das beste seiner vm. ferner veranlaß tt er die Herausgabe großer Sammelwerke, M 5 - ^rL^Mn der Schule des Philosophen Tsckwhi. einer chenesb scheu Phvaseowgi« in 90 Bänden, einer Art Konversationslexiken. ln .1 Bünden u. a. Alle diese Werke wurden aber lmi über- tw.Nen von der Enzyklopädie des chinesischen Wissens. Mit ,velchen Mitteln und welch wrausschauender .Angl-eit der Plan in Szene «Mt, wurde, ersieht man daraus, daß der Kaiser zunächst ein: Witt ui icmem ganzen weiten Reiche verbreiten ließ, die Besitzer venl iwertvollen mid nützlichen Büchern möchten diese leihweise nach gering senden, damit sie dort ganz oder in Auszügen abgeschrieben lverden könnten 600 000 Bände wurden daraust-in bearbeitet von einer Komnchsion die ans den ersten Gelehrten bestand. Auch die Wuchtigsten Buchdrucker ließ der Kaiser nach Peking kommen. Vlach vierzig Jahren angestrengtester Arbeit konnte das Werk erscheinen unter dem Titel ..Vollständige, übersichtliche Dar- steüung von Altem und Neuem". 1000 Artikel enthält es, die sich Jiiaa 6111 « ikitmum öoii mehr als 27 Jahrhunderten erstrecken. fllöO ü. Chr. bis 1700 n. Chr.). Die Gliederung des Werkes wird folgendermaßen begründet:Von allen Ersck-einungen sind Himmel Erde die größten, darum steht die Himmels künde obenan, und die Erde folgt sofort. Zwischen Himmel und Erde hat der Äen'ch ^eine Stellmig, darum folgt darauf, was die mansch-lichen Be­ziehungen betrifft. Nachdem diese drei Mächte festg-esteM sind, können ine emzelnen Arten entstehen, darum folgt Erforschung der Dinge. Dem schließt sich au das hellige Werk.der Vernunftichre und der komglick-e Weg" der Staatslehre." Im ganzen würden nur 30 Erenchlare des Riesenwerkes gedruckt, dann schmolz Man die wil Wn Jesuiten mit vieler Mühe beschafften 330 000 kupferne FElich ist das Werk in vollständiaem Zustand« buchst fetten. Vor 50 Jahren wurde es einmal in Peking angeboren für,14000 Tauls (das sind etwa 43000 Mk.). Das Britische Museum envarb später ein Exemplar für 1500 Pfund Sterling, es Üt das einzige in Europa.

, * Wundbehandlung mit Heißluft. Ein neues, an

fcheu.end ,ehr erfolgreiches Verfahren der Behandlung von Kriegs mrletznngen hat der Bataillonschefarzt Dr. Karl Kramer in ^^bniunde Angeführt. Er vevtvsndet heiße Luft im Verein mit Höllenstein, erzielt Schmerzfreiheit, rasche Reinigung der Wmü)e Vernarbung. Wie dieKlmisch-therapeutischr Wochenschrift (Verlag von Dr. Walter Rothschild, Berlin-Wil- mersdorf) nntteitt, würde beispielsweise ein Kriegs verletzter ein* Snulfn? Handdurchsckmß mit Zertrümmerung von

Mittelhandkiivchen erhaben hatte. Er hatte eine längere Fahrt hinter sich, schon die Körpertemperatur verriet die eingetretene Vererterimg und bei der Untersuch,mg der Wund« erwiesen sich Ern- und Ausschuß als migfarbig, jrruchrg rmd übelriechend, Die Wilnoen imirchen zunächst tum abgestorbenen «Ä-wrbeieilen, die stch lercht entfernen lreßen, aereungt, dann mit HMmIkinlösung bchandelt und mtt Gasetupfen bedeckt, die rn belmfreier phtzsio- Kvch>ol,läsung getränkt waren. Darm wurde darüber von Hlllrokh-BatM gedeckt das gan»e mit Watte vcrt^« und grob gcschrent, woraus dir so verbundene Hand eine halbe Stunde lang rn euren Helßlnftüasbm gesteckt nturde, dessen betrug Es erfolgte bet dem Verletzten ein «trMichcs dlnskrgen der Körpertemveralur. Mlem schon an, ^ dr« Heißluft- und HöÜonsteinbchandlung wieder- holt wurde, ^er^e ,rch beim Verba,rdÄuechsel, daß die Wunde wt ^ ÄS , S?¥ e ' ,D?s Verfahren wurde täglich wieder- polt, dis die Höllensteinbetraufielung teure Demepraturst«igerumr mehr hervorrief: twn diesem Tage an würbe txx Höllenstein lveg gelassen, die Hmylustbehandlung aber weiterae führt. Die Wund- J>eiluua verlief ausgezeichnet: nicht nur in diesem Falle, sondern &J?w32i« mit behandelten Kriegs verletzten, selbst bei

l^elenkschüssen und liefen oder flächenhaften Eiterungen, trat kein

Xl'täLJk 111 D ? n §Epsis. ans, auch Tetanus (Starrkrampf) und GasMegmone wurden nie beobachtet, dagegen bildete sich eine f & r . fe ' hytnackige Blutungen vorhanden waren - besonders nach Mmensplitberverletzungen kamen sie dnrch Höllenstein rasch zum Stehm. und die hohe Te.nperatur des Helßluftkastens machte dre Wunden nähezu schmerzfrei ähnlich wie dies bei richtig abaemessener Bierscher Stauung geschieht? * r, K. Der erste Kriegsberichterstatter. Der Beruf Mätk^Krlch^iba ters ist nach den Mitteilungen italienischer d vermutet werden sollte.

^ öl nach den Erklärungen dieser Blätter der erste Kriegs­berichterstatter em Italiener. Er 'hieß Giantonio Poreello di ^?vdoni und übte ferne Tättgkeit während der mailändisch-vene- Kcimpfe von 14511452 ans. Er ivar denr General-- Truppen, Iacopo Piccinino, belieben alle Armeebewegungen und bemerkens- er bewohne sorgfälttyst aufzuzeichnen." Merkwürdig ist, daß dieser Pandom im selben Kriege auch a u f de r l e J ntX )L d) t n Seite Berichterstatterdienste leistete Er er- fan 5 %' e ^ubins auch die Mailänder unter

» ni 2 a I^ncesco Sforza zu besuchen um ein

vollständiges Bild des .ü^rieges liefern Z können

^ ^ stlertlge de Wet. Der tapfere, in seine»

r 'ltt versöhnliche Burengerreral de Wet steht

bekanntlich als Rebell unter strenger poliz-eilicher Kontrolle. Neu- nch saß -er m einem Kaffeehause zu Praetoria inmitten einer groß«t Schar von Fveiinden, mit denen er sich munter unterhielt. Plötzlich ^ englischer Geheimpolizist ans die Schulter unv sagte taut.General, denken > 2 ie daran, daß Sie keiner Versammlimg bei)vomn dürfen!" Der alte Freiheitskämpfer lächelte spöttisch und erividerte:Sageic Sie mal, was kann ich denn dafür, daß die An­sammlung mr r bei w o h n t ?"

vöchertisch.

westlichsten Teil der Westfront. 346 Wir^ lichkettsbilder heransgegeben von ,der 52. Jus.-Div. mit einem Gelerüvort von Exzellenz Generalleutnant von Borries: fein kar­toniert Mk 3,, sein gebunden Mk, 4,50. Ovan.ien..Verlag, Her- Dies eigenartige Buch gibt rvie kein zweites ein an» MUIrcheS Bild der gewaltigen Arbeit und unsäglichen Mühen de- Ltellnugsmmpfes. Aus der Truppe selbst hervorgegangen, stellt § uns das Leben des Frontsoldaten in der Stellung dar, von der Au^ stellung der Divisson und ihrem Einmarsch in die Stellung an ÄS r^M^Ende der Sommeschlacht. Ernste uird heitere Bilder auö den ^MtMigruoen und dem Leben der Truppen in den Rubeorten wechseln ab nttt Darstellungen der leichten und schiveren Arttlleäe in tyven Feileusttlümgen uird Beobachtungen. Das gerade an der Somme so wichtige Flugwesen und die Fesselballons werden uni vorgefuhrl Es gibt t'ettien Augenblick im Leben der Miiipfende« Truppen der nicht seine Darstellung fände. Das Kampfs^td der ^MEs^vcht liegt vor Ulis. Wir sehen die ungeheueren Trichwr imd Spreugstücke sHversten KalibnS, die grauenhaften Zerstörmv- gen in Bapaume, Grevlllers, Miraumont, Puissienx, Bnquov, Sen^, Gommeeourl und airderen Orten zu beiden Seiten der Anrrr. Alles Orte au dem vor kurzem von uns gcräunisten Gebiet. Der gesamte Reinertrag fließt dem Hinterbliebeuenfonds der Division,^ y~~ .Zn dem soeben ersckfsienenen Aprilbeft der Vionatöschrift für das Kunst, «und GvisteslebeuDeutsches Voltsttim" (derBühne und Wett 18. Jahrgang, fällt der Leitaufsatz über- den Geist unserer Wittf als eure umfassende und gehaltreiche Untersuchung über die Kchflte auf, die unser nattonales Geschick leiten. Dieser Abhandlung folgt ein Aufsatz über Gustav Meyrink von Lllberl Zunmermann. Den Plmr eiues von Ädax Reinhardt geleiteten Deutschen Nattonattheaters" in Betttn bekämpft Dr. Karl Theodor Kaemw in seinein AufsatzDerttsches Ratio:caltheater in Berlin?" m Ewe LMHandlung von Adolf Bartels über die Idee - t r D^ischurbiihile. Der weiterhin reiche Inhalt des Heftes diwch einen Aufsatz von Dr. Georg GöhlerDas deutsche MusirlerEN der Gegenwart" beschlossen. Der Bilderteil enthält Reprodickttonen des Karlsruher Vdalers Carl Blmn. Das Heft ist zuni Preise von 60 Pfennig zu beziehen durch jede Buch'handluna und den Verlag in Hamburg.

« . ~ Vvu Bel ha gen L Klasiugs Mo u a t Shr f t e n Ma'l)efl crsanenen. Bie BiDer von Franz Stmk, KcrA vllb.

Und Adolf Hengeler, ganz besonders aber die zahlreichen T des GeschMsmal^rs Robert von Hang, dessei: LebenSwerk raa in ttelEler Weise dein Ver-stämidnis tveiberer Slteise nahegebraLt ist, werden das Ent^'tcken aller Kunstfreunde erregen. Hat man sich sv nr di« Schönheiten der Kunst wieder eiümäl vertieft, danp l'K man mit besonderem Jrcdeoesse den Aufsatz .Hanns Fechnäch ^Der KünUer Und sein Werk". Das gleiche Heft bietet auchär^ v« Lebensbilder von tzlvei Fvüueii: der bedeutenden KaisrrÄ dtbaria Theresia, deren Gelwrtstag sich zuw zweihundertsten Mal« sährt, und der liebenswerten Heimätdichterin Hennine Billinaer die wich reich gesegneteiii Schaffen vvr kurzem gestoZm T' Deutliche Kriegsaufsätze bringt das Maiheft von BelhagSt L Klasmgs Monatsheften diesmal nicht. Aber mehrere BeitraSo klingen an den Kriegan und sind deshalb überaus zeitgemäß. De- erzählende Teil des Marheftes von Bellmgen L Klasiugs VJfotutifr vtttlm bringt die neuesten Wevke von Jda Boy-Ed, Rudolf Haa» und Georg von der Gabelentz.

Seekrieg" (HerausgeLdr Dr. C. H. Bv«h Verlag Julrus Hoffmanu. Stuttgart). Hefte 126 und 124.

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Magischer Quadrat.

Die Buchstaben im Quadrat si d derart zu ordnen, daß die vier wagerechten Reihen gleichlautend mt! den vier senkrechte,! sind und Wörter folgender Be­deutung ergeben: 1. Schutzvorrichtung: 2, Arzened pflanze; 3. fremder Adelstitel: 4. Gestalt d griechischen Sage.

(Auflösung in nächster dttinnner.)

Auflösung des Zahlenvätsels in vonger Nummttr Seesverre (See, Speer, Perser, Espe, Spree. Este).

BifcriUleitunfl: 31. Zenz. - Zwilling,runddruck unb Berla, der Brühl',ch°. Universitätr-Buch. und E.ei,rdrr.ck«r.i. R. Lang., G»