Ausgabe 
16.5.1917
 
Einzelbild herunterladen

ebretn SchLaswum und andern Zimmern als Werkstatt bestand. nov ewrer nttbwen unscheinbaren TÄr Meben sie stehen. -

,Mvhin fuhrt diese Air?" wurde der Mechaniker gefragt.

Küprm senkte der, Kops.Auf den Boden, da steht nur Ge­rümpel."

Schlüssel her!"

"Den habe ich im Augenblick nicht!"

Ta krachte die Tür schon zersplittert auf, von den Füßen der L^^^^.^rtreten, und die Offiziere traten gettMt in den engen vrauin. Gleich darauf schickte der Hauptntann einen Polizisten fort, und zehn Mrnnten später hielt das graue Auto des Festung s- wmmandanten vor dem Hause.

Der Oberst eilte die steige herauf, wo im Dachgeschoß die t ^ n warteten. Aufgeregt fragte er:

^Nnn^haben Sie etwas gefunden?"

Der Oberleutnant wies ans die zersplitterte' Tür, und sie traten ein.

Bitte, Herr Oberst, hier steht ein Scheinwerfer," erklärte der Hauptmann,das Ochektio ist neueste französische Arbeit und ziem- uch stark H^ver ist das K!ab>el für den elektrischen Strom, den der Kerl angeblich für seine Werkstatt gebraucht hat und hier aus

/y en ^e r kunn man direkt in den Hof der Munitionsfabrik

Und lrckhrend sich die Offiziere aus dem engen Dachfenster mnaiisbeugten, stanipften draußen im Gang und auf der Treppe die ^a/rute der Polizeibeamten, die den ertappten Verräter dem Ge­tan gms und ferner L-trafe entgegenführten.-

3n der waldnachl.

^on M. Merk-Buchberg, München.

Wie an der großen Waldtviese mit dein buntgestickten Bluutenteppich Staberl, der Fioxl, den. weiten Sprurtg über den Graben macht, leicht, flüchtig und elegant tvie {runter, hat Vas Herrle etne rechte Freude an denr schnittigen Kerl. Ultd wie der Hund mit den Vorderläufeu ans der Wäldwiese uigeudwo scharrt und kratzt und buddelt und wühlt, ist Hb^les Freud' über den sindigeu Kerl noel) größer, urtd auftrntttternd halb und halb lobend kliugt's aus freuud- sr^!^ H-uudi brav, brav's Hundr! Such's Mausi,

e J^'r % lr ^ e au f der Bank au bent malerischen

Waldwtnkel Platz nimmt, mit liebender Umständlichkeit die Zrgarre a>izündet und sich daun in das Studium der Zeitung vertteft, sucht Staberl, der Foxl, das Mausi.

Zuerst tollt der Hund in weiter und weiter tverdeudeu Bogen auf der Wiese umher, schuopert hier, buddelt und macht einen bedeutungslosen Sprung nach einem abstrerchendert Pieper und überflieht endlich, elegant wL von der Sehne geschnellt, den Graben am Hotzraude. Dort

^nd z.u rasch über die kam, etue kurze Hatz, ein Sprung, ein Würgegriff,

braucht sich NM die Dinge dieser Welt nrcht werter zu kümmern urtd zu sorgen. Zu Fetzen gertssen endet er rn dem Fang des Hutrdes', in deuiüber der Gierung von Balg, Wildbret ttnd Schweiß die Mordlust des Raubtieres erwacht.

Dem Herrle war, als habe ein kurzes Faulen des °.^ r öenmtgert. Der eben gelesene Lokal- S"Interessant, und so dringt zwischen den Duftwolken der Zigarre urrd dett iuhaltschweren Blättern der Zeitung nur ein genrurmetter Hitndi und Matisi hervor

Derweilen ist Staberl, der Fort, urit dem aerissenerr Qnartha,erl so ziemlich fertig geworden irnd ergeht sich tu vonrautikumwobener Waldnacht. 9 ; 1 >

. be u n f Esichten rast er hinter einer Fasanenheune

und dem Gesperr her, und mit zornig ein Murtseu führt vor dem rmßcn STrnfei ein alter Eichkater den Stamm ->"aM Unter der Sonnenerche, der alten, übergehaltenen Waldes- der Reh>v«l,sel gegen die Waldwiese hinaus Rehnntteruivg! W,e berauscht trinkt der dein Hayterifel ver- »aÜene Hund tu« Witterung, den Duft in sich hinm, n>id

^ Wawesdüster, als ob ein« große, weiße Mocke vor den: Winde dahinwirbelte. B

i« ünMichem Fiepen wird die Rehgeiß aus dem Be^te hoch u,ch geht mit jähen Muchtan ^Ehe noch das Kitz mit den lrcÄen Tropfen <ru.f der Deche sich reckii ause kennt und der Ktgeiß auf dm Schalen flüchtend »u'foiaeir vornan, hrmgtihm der mordwütige Satan bereits an Drossel und würgt das noch einmal kurz und bänalick» Kagende Geschöpf, das Elfchem des Waldes, ab. Schweiß öierlich betröpfle Kleid, die anmuten^ ge- dm schlau km Läufmr mit den "l-dlicken Schale,r di- dm, Waldboden niner betreten

und auf sandiger Schncije die Gilviiieiifchühlein der Tritte nimmer mrsprägeu lverdeu.

Herrle hak derlveUeu dem grauen Geiste seiu Rartchopfer gebracht ttnd tst mrt eineut elegischen Gedanken au Waldes- bu]t und Waldes frieden aus seiner Bank sanft eiuaeschlunt- i a beg Friedens' Haus und die Halle der Dust Auch dem kreueit Begleiter galt noch ein kurzer Ge­danke: Huudi srrch's Mausi- 0

.. Von dem gewürgteit Kitz weg hatzt der Hund die ge- augstete Altgeiß, dre in ihrer Mtttterliebe mrd irr ihrem Mutterletd dte Mordstätte trotz des vor Gier hechelnden Fetitdev mcht verlassen loill und in nähercnt uttd weiteren Kretseu unt den grausett Ort \yex flüchtet. Wie sich auch rhr der wetße Tetrfel an die Schalen heftet, flüchtet sie waldetmvarts und dahin rast die wilde Fagd, daß zornig der yaher kratscht und ein rtchender Waldkautz auf leisett Schwtngen von der Daune streicht und sich hoch in e ne kuorrrge, alte Eiche einschwingt. ' ^

Dte Böschung über dent Dachbau etitpor tttachk die Geiß üyvc lebtett Fluchten. An den buschigen Kieferukttsselu hat sie der Würger ereilt, uttd unter der Zange seines scharf- aegahutert ganges verröchelt mit immer schwächer werdett- deut Klagen des Waldes beste und treueste Mutter & rt-iv b s n ^b/eltt streichen Krähen herbei, die Leicheu- bestatker dev Waldes, vic senken sich tiefer und tiefer mrd hassen krächzend ans den Störer des Wald- und Wild- frteoens.

. ist über einer fallenden Vorwärtsbewegung er­

wacht tmd retbt srch die Äugen. Die der Hand entglitterte; Zettung wtrd aufgerafft und gefaltet. Der zu Boderr ge- MUene Hut wird gesäubert, und ansgebenlt. Dann fc&t Herrle feinen herzerhebenden Waldgang fort.

Halt! Ja so! yundi ist nicht da!

Lautes, anhaltendes Pfeifen. --

Gedehntes Rufen.-

Sta-aa berl! Sta-

Irgendwo weit hinten auf dem Ziehweg taucht der Hund auf Wie er das rufende, pseifende und winkende ^unter^^^ mil/ beT ^llante Springer, die Schneise

Schuwiß^^e b^rerkt an dem Fang des Hundes Haare und

Mäuse haare-.

Und Staberl erntet reiches Lob.

Hundi hat Mausi gesucht! Braver Huudi!

Davonschreiten brnmmelt Herrle die Weise vor

sich hrn: Wie herrlich ist's im Wald-, \

Wo am Holzraude der Waldbach durch die Wiesen- gründe rinnt, erfleum sich das Herrle an dm »lüter, im Gvase uiid Sprel der Wellm und der Hund an einer kleinm Reise bachauf, bachab.

Kommt Knasterwarh der Jggdhüter, des Weges, ninimt Uerfl aus dem Wurf, murmelt's Gott" unda schon s Wetter heub' und zieht dann die Augenbrauen hoch.

, ,-Ste, Herr Rachbar, erlauben S', is dös Hund! aa Wildern ^^o^t wlt'n Wild und mit 'Hatzen und Jagen und

gekränkt greint das Herrle:Mein Hundert und Wildern? ^a, ja, waß waß? Waßßß glauben Sie? So ein Hundi und wildern? Mein Hnud, Sie verstehen das wohl Hr, ber suhlt schier gleich wie ich, der kennt nichts! d^ W^^achN" nWC ölift 1U,b ^bdltches Sichergehen in

Und stolz schreitet, gefolgt vom Hunde, das Herrle Von dannen.

Vermischtes.

Tmt «;£? r b i- f LV^ u ft) b -5 r Welt. Bon der Bibel sagt man Zi SjSf' bas am meisten verbreitetste Buch der Welt, für

lt tnan das sogeit. Toteubuch ixt' ?legypter, fiti gcmz W r ine bsgene Sammelleidenschaft entwickelt, das -tmfaitgretchste Schriftwerk auf der Welt? Wie P. Wg. M. Jbler m der österrctchijckMt Monatsschrift fiir ixit i? 10 chinesische Enzyklopädie diesen Ruhm

Anspruch nehmen. Das gewaltige Werk, das mit seinen .0020 Quartbanden woH den Rekord hält unter allen Riesenbnlw Unternckhnmngen N>er Welt, lvurde begriindet von dem Kaiser Küilgiu, der üon 1662 bis 1722 regierte. Man ioeiß von ih!!,

/Ä 1 chrTflwie eiii K,"

la Schüler der um die MssensckMft in

^chpbrdtenten Jefmtenmtssionäre. Bon deren Tätigkeit beftden wir letzt in Sonssoucr augenscheinliche Beweise in Gestalt