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ßnb &u Pfvopssi gerollt. Diese Pfropfen sollen ebensodicht l^clltat ttne die aus Kork und lassen sich, auch nlit dem Korkzieher hebein, Der Preis soll sich aus IS schwedische Kronen für das Lausend stellen.
— Gegen die „Bandwurm-Urteile" roendet sich Landgerichtsrat Tr. Sck llhaS iin neuesten öeft der Deutschen «oHniten oritung. Urteile von unmäßiger Länge bei unbedeutenden Gegenständen sind leider in der deutschen Recht >pre chm g eine danftge Er'chstnnng, die l>rt dem Wunsch nach Ersparung von Zeit und Arbeitskraft ini Gerichtsbetriebe in erster Linie verschwinden müßte. So erwacht Dr. Schellhas zwei Urteile eines Oberlandesgerichts ans den letzten Jahren als Beispiele. Der Gegenstand war weder rechtlich noch tatsächlich von irgend Ivelchcr besonderen Bedeutung, uird doch war das eine Urteil 100 Seiten »US und das andere sogar über 25 0 Seiten. „Jedesmal ist sap die Hälfte Darstellung des Tatbestandes in ungeheurer Weit- stchveingreit. Ganze Schreiben und andere Urkunden sind im Wortlaut wiedergegeben, alles Dinge, die in den Akten vorhanden smd, und deren Inl)alt, ebenso wie der ganze Sachverhalt, den Parteien natürlich genau bekannt ist." Also weg mit den Band- wurmurteüen, die für Richter und Volk nur eine Plage sind!
-* vlusstellung von Schlachtfeld-Gast^
y o s e n. .ll'.' dre^onderbarste aller bisherigen Kriegsanssiellungen unbedingt die letzt in den Pariser Tuilerien eröffnete Ausstel- lung von Lxblachfeld-Gafthöfen zu bezeichnen, die vorn französischen Touring-Klnb in Szene gesetzt wurde. Dieser Klub, der die Miellen der französischen Fremdenindustrie zusammenfaßt, lw- ichasngt irch schon lange mit den: Gedanken, ivie er auS der' Be^- ^ Cl ‘ rxl*'achtselder nach dem Kriege durch reicf>c Fremde crm besten Geld heraus schlagen könnte Man rechnet vornehmlich mtt den Amerikaneni, die möglichst l>ald die Slchachtselver werden besichtigen Bist len, und verfertigt daher Pläne und Modelle für transportable Schlachfeld-Hotels. Wie der „Gaulois" voll Etolz mrtzuteuen weist, bergen bereits die jetzt ausgestellten Modelle allen erdenklichen Luxus und die raffiniertesten Bequemlich- tkilen, womit rnan das Andenkeii der' gefallenen Franzosen scheinbar am besten zu ehren glcmbt.
» französische rr Abgeordneten und der Al -
'kohol. Der Kampf gegen den Alkohol in Frankreich scheint baupt- K? darum io wenig von Erfolg gekrönt zu sein, well selbst die Mehrzahl der Abgeordneten eine nickt zu leugnende Vorliebe für den Genuß von Alkohol empfindet. Als die Kammer nämlich den
t derorscken Eritschluß geiaht liattc, sich nrit der Möglichkeit einer Ein- «Nikung des Alkoholgenusses im eigenen Hause zu befassen, beugte sie nach langer Beratung, dah der Alkochlausschank im rlamEaebäude m Zukunft — fiir Gäste verboten sein solle.
' Mitglieder der Kammer dürfen natürlich nach wie vor trinken was und soviel sie wollen
« 0 r ' ^bst unter den besten Freunden eines GlaseS
«ockd^er durfte es wenige geben, welche die Herkunft dieses AuS- vruäs ^rmen. Er stammt von dem Orte Einbeck im Regierungöt- t»trf Hildesheim. dessen Büre im Mittelalter berüchit waren.
rn Ernbock imd ein Bock ist leicht begreiflich. Gchties'l'.ch blreb nur die Bezeichnung „Bock" übrig und diese wurde dann auch von mrdenrn. besonders bayerischen Brauereien, ihren stärker (ivach chnbechck)er Art) cingebrmrten Meren beigelegt. Das M urdiudnch zuerst vor -DO Jahren imck>zuw'isen. Im Gegenstück «um B o ck wurde damals ein schwächer gebrautes und darum
Wi ' H bchrndcrs die Jesuiten her»u. stellen pflegten. Garst genannt.
v und Balfour im Golf-Wettkampf. Bal-
sour. der letzt rn Anrerika die Rcklametronwiel für England rührt ^vori dem neuesten Verbündeteil möglichst viel heraus schlagen Mockte^ versucht navirlrch, lrch im glänzendsten Licht z,i zeigen, und da er ferne grövten Triumphe aus einem der Politik sern- liegenden, dem Engländer aber sehr teuren Gebiete, dein Golf- I* ^t er nach Meldungeil französischer Blätter Präsident Wilwn, der als echter Engtandtreund das Lieblings- -laatsn.änner eberifalls sehr liebt, zu einem Gois-Wcttkampl herausgesordert. Wilior. hat angenommen, und so tverden ioir wohl bald ersahren, wer von den beiden bet denk andern „mehr herausschlägt" — rvenigstons im Golfspiel
Die Wildsa«.
Viel Feind, viel Ehr, hat die Wildsau gedacht Ilnd ist in die Aecker gefnhrloerkt,
Gesenkten Rüssels und ungeschlacht,
Wie man jeweils aii der Spur merkt.
Hurra die Wildsau!
Daun klang das Hifthorn ini Munienwald, Die Treiber schwangen die Knüttel,
Schuß! — und am Boden lag das Getier Mit schwärzlichem Borftengeschüttel.
Hurra die Wildsau'
Geietzt der Fall, statt der Wlldsau toär 1 # ginn Beispiel ein Wildsohn gewesen,
Dann lautete anders dieser Vers,
Dann würde man ungefähr lesen:
Ireund, viel Ehr, hat der Wildsohn gedacht; Mtt Süßholz tat er rricht knmlsern.
Doch muten in eitler Frühlingsnacht Begann er sich plötzlich zu mausern.
Bi^l Freund, viel Ehr, viel Geschäft, viel Profit,
Brel Tmrz um goldene Kälber.
Beiin Essen bckomnrt man den Appetit Auf Treibjagd geht er nun selber,
Hurra der Wildsohn!
Doch gleicht der Wildsohn der Wlldsau, sofern
t rt ihrem Treiben und Wandeln ie beide nnt ihrem Mundwerk gern Kultur und Kulturen behandeln.
Vöchertisch.
n-, "S ^ d u a r d S p ranger, Begabung und Studium. Ler^tg 1917. B. G. Teubner. (99 S.). Diese Schrift des bekannten Leipziger Professors der Philosophie und Pädagogik ist ein tlZertwuer Beitrag für die mich auf uiiscrcn Universitäten ivün-- -^nswerte Reuorienfterung. Tie ivichigsten Fragen, die darin arwett werden, sind etwa folgende: ivelckes ist die Stellung nick Aufgabe der Universität in unserem Volks- und Kultur- jeden: l vorin bestellen Wesen und Hauptarten der wisseuschaft- Ucken Begabung und der Begabungen für die akaderuischn Be- w«' rst es zu erreichen, daß möglichst nur Begabte aus die Hochschule kommen- wie find die Begabungen zu erkennen und Wwerrl / (In diesem Zusammenhang wird auch eine Reform des ^tipendienwe!ens erörtert.) — Die Darlegiuigen SprangerO bekunden ern ftmes Verständnis ft'ir das Wesen der Universität und unserer Kultur und für die Eigenart der geistigen Begabungen. Die Ne.ornivorschläge sind ivohl begriindet und leiten sich in den Greilzen des Crreickü'aren. Besonderen Beifall verdiertt di« Grurchtendenz, Universität wid pvaktifckies Kulturleben in innigste Wechlelbeztekung zu bringen.
. - des Maiheftes: Italiens im-
perialisttsche Politik. Von Umv.-Prvf. Dr. Alois Meister Der Roy bub. Erzählung von Peter Dörfler. — Das Pvlentum nn deutschen T-enken iurd Dichteil./Bon Prof. Dr. Paul Holz- vcnlsen. — Marie von Ebner -Escheiibaü». Ern Anniversarium von Johannes Mrnubaner. — Briefe eines Okkupationssoldaten Meine Bau,derne: Menschlichkeit. Von Oskar Ä. H Schnütz (Salzburg). — Kritik.- Auch ein .Kriegsbuch. Äon Dr. Anton L. Mauer. Reue Romane. Von Franz Herwig. — Rundsckian- Knegsbetvachtung ftir März. Bodenftage urrd Arbeiternrteresse Carl Hailptnrann. Eine neue Don-Juan-Over. — Unsere Kunsb bcllagen.
— Das literarische Echo. Halbmonatsschrift für LitH- raturfreuiide. Veilag: Egon Fleisck>el & Eo., Berlin W 9 Das 16. Maiheft ist soeben mit fölgendem Inhalt erschienen: Heinrich Zerkaulen: Moderne katholisck)e Liter«turanffassung: C. Tb
Kaempf: Die baltische Landschaft in der DichUmg; Oskar Walzel- Wilhelm v. Humboldts Tagebücher: Ferdürand Gregori: Von beiden Burgtheatern: Earl Milller-Rastatt: Neue erzählende Literatur: Hans Heinrich Bockivip: Belgisch? Bibliographen: — Echo der Bühnen — Echo der Zeitungen — Echo der Zeitschriften — Eckw des Auslandes.
Bilderrätsel.
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(Auflöftmg in nächster Nummer.)
Auflösung der Steigenmgsscherze in voriger NuMnren 1. Wunde - Wunder: 2 srei-Freier; 3. wagen-Wagner.
«chri„l-»un-: Fr. R. dfu. - ZwiNingrrm.ddruck und <Bev[o fl bec Brübl'!ck-N Uni°-rs,I.>IS.Buch. u»d S!-indrucker-i. R. Lm,a-. Giebkl


