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praktische Verwendung von eingemachten Gemüsen.
%it zeirweis« ji m BerLmf freigebenen eingemachten Gemüse «Erden im allgeiNNMn mix in Etctnoi Rationen verabfolgt iw reich«» ohne gerräKeude Beizabeu von Flei,ch und Kartoffeln nicht *111 richtigen Sathgima. Außerdem spielen gerade die feineren Konserven, Spargel und Schoterl, für tue Sättigung kerne be)onders grobe Stolle. Ta empfiehlt es sich, die e Konserven .für Lmppen- gerechte zu venvenden. Z. B. kock)^ man eine nicht zn dicke Kartopel- juppe, die selbstverständlich durch ein Sieb gestr^-en wird, und gebe kurz vor dem Anrichten eine kleine Dose Mt eingemachten. Schoten (Erbsen) oder CÄaiitrspargel hinein. Auch etwas von dem Konservenwasser kann mitverkocht werden. Ter Geschmack des Gemüses verfeinert die Suppe sehr. Sicppe von 5>afermehl oder Maismehl oder Gerstengrü^, die sehr sorgfältig g. rocht und durch ein Sieb gestrichen wurde. kann in gleicher Art mit di gen Gemüsen gemischt werden. Ein arngeloster Brühwürfel oder etioas Lmmxm- wür.e kräftigt d.e Suppen im Geschmack. — In gleicher Weise empfiehlt sich die Verwendung geringer Vorräte von Törrgenrüsm. Das gsvaschene Dörrgemüse wird abends in Wasser gelegt, mit demselben Wasser omb etwas Knochcnbrül^e oder einem Brüh- Würfel halb weich gekocht und dann mit soviel Wasser vermischt, als man Suppe lxrben will. Nach Belieben dickt man die Suppe mit Kartoffeln oder Grill;mehl. Das Gemüse kocht man vorher vollends gar, gibt, je nacki-dem man kann, etwas Butter ^und Salz und, wenn beliebt, etioas gehackte Petersilie dazu. In Stücke geschnittene, für sich allein gargekochte Kartoffeln können auch n einher gereicht werden. Tie Suppe ist in erwärmter Terrine anzu- richten. (Aus „Dies Blatt gehört der Hausfrau".)
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— Hallet Euch Ziegen! Von behördlicher Seite ist jüngst die Zisg-enMckü angelegentlich empfohlen worden, mn dadurch der Knappheit der Kuhmilch einigermaßen zu begegnen. Die Wochenschrift „Dies Blatt gehört der Hausfrau" betont, das; auch vom hygienischen Standpunkt der Genuß der Ziegenmilch mir befürwort^ werden kann. Ihre Vorzüge in dieser Hinsicht beruhen auf ihrer leicküen Verdaulichkeit, daß sie in feinen Nocken gerinnt und dann am meisten der Frauenmilch älmelt: des weitere» kommt Ln Bickracht, daß die Ziege im allgemeinen von Krankheiten, namentlich von Duberkulose, Maul- und Klauenseuche, versckont bleibt. Tie Ziegemnilch kann demgemäß Jaft immer roh genossen werden, wodurch sie ebenfalls an Verdaulich^ gewinnt. Daß die Ziege trotz ihrer Vorzüge noch immer wenig Freunde gefunden hat, kommt MM Teil daher, daß unsere Mttchstegeir, im Winter trocken stehen und man immer wieder genötigt ist, zirr Kuhmilch, die es das ganze J-ahc hindurch gibt, zurüSMgDeifen. Soll also die Zieaenhaltung sich heben, so ist vor allem das ZuchtziÄ dalän abznäiwern, daß man zwei Ziegen zur Verfügung hat, von denen die eine im Sommer, die andere im Winter Milch liefert. Eine gute Milchzisge muß nicht allein hornlos, sondern auch kurzhaarig sein, und regelmäßig Körperpflege (mit Bürste nrid Striegel) darf nicht vernachlässigt werden. Unter den dirrchge- tzüchleten Rassen erfreut sich heute die 'weiße Sannenziege mit Recht großer Beliebtheit, doch auch die rehfarbigen leisten an Milchergiebigkeit und Fruchtbarkeit durchweg Gutes. Eine halbwegs gut gefütterte und sorgfältig gepflegte stiege liefert täglich bei dreimaliger Melkung mindestens zwei Liter Milch, es gibt jedoch Unter den vier-, und mehrjährigen viele, die täglich bis zu vier und fünf Liter geben) Futter, Haltung und Pflege der Tiere, sowie Geschick beim Melken jedesmal gründliches Ausmelken bis aus 'den letzten Tropfen) beeinflussen die Milchnenge «wesentlich. Tie Wahl der Art 'ttärtzt sich am besten nach^ der Nass«, der der in der Nähe des Ziegenlttlters bereitg 'haltene Sprungbock angehört. Tie Ziege ist bekanntlich sehc wählerisch im Futter: würzige, saftige Kräuter frißt sie am liebsten. Frühjahr, und Sommer bieten an Gras, Kräutern, Laub von Bäumen und Sträuchern (Ulme, Pappel, Buche. Haselnuß, Weißdorn, Hopsen. Akazie) eine große Auswahl: ihr liebstes Tnrrfutter für den Winter ist Luzernklee Und Grummet, Hafer- und Gersbenstroh. An Kraftfuttm: erhält sie in der Tränke Schrot und Weizenkleie.
vüchertisch.
>— Wurth, D r. B.,Tas Großh. Hessische Wappen Ln seiner geschichtlichen Entwicklung: mit 2 Farben - blättern und 22 Abbildungen im Text: 105 bezw. 123 Seiten. Das Buch ist die Festgabe des Historischen Vereins für das Großherzogtum Hessen zum jüngsten Regierungsjubiläum des Großherzogs. Würdig reiht es sich an die bereits große Zahl van Sonderschriften an, die wir über die Wappen der einzelnen deutschen Bundesstaaten und Länder besitzen, und füllt zugleich die bisher bezüglich Hessens bestehende Lücke aus. Vln der Hand gesckhcht- lich belegter Bilddarstellungen führt der Versasser den Leier durch die ganze Entwicklung sgeschichie des hessiscl-eu Wappens, von der Zeit au, da es noch mit dem thüringischen Landgrasenwappon einer Gestalt war, durch die der alten Landgrafschaft, die der Landgraf- schast Hessen-Da rmstadt bis zu denen des Großherzogtums. So gipfelt die Darstellung in einer geschichtlichen Erläuterung
des Staatswappens, das Großherzog Ernst Ludwig dq Jahre 1002 seinem Hessenland verlieh. Zahlreiche Streiflicht« aus die Entwicklung sgeschichte des hessrschen Staate- und sein« Teile, sowie ans allgemein wappentundliche Fragen durchsetze« die Darstellung. Wie jedem Geschichts- und Wappenfrecmd überhaupt, so bietet das Werk jedem Hessen insbesondere Gelegenheit^ die ihnl täglich entgcgenttetenden Mappenbilder des hessische« Fürstenhauses zu versttl)en und zu erklären. Von praktischem! Wert aber ist cs nicht nur für die zahlreichen Stellen, ins- besondere Baubehörden, die Mullich mit dem Gegenstand seiner Darstellung in Berührung kommen, sondern ebeusoivohl für den bilbcitbm imo darstellenden Künsller, den Krmßgerverbler, das Gttoerbe und das Handwerk. (Precs der einfacher Ausgabe: 3 Mk.; der größeren auf Büttenpapier, in blan Leinen gebunden: 15Mk.; der Japanausgabe, numeriert, in Japan gebunden: 30 Mk.; Selbstverlag des Historischen Vereins für das Großherz-ogtum! Hessen; TarnOädt, Residenz schloß.)
— Jan Gramatzki, Ter Krisliall. Ein Roman. In künstlerischem Umschlag Mk. 4.—, gbd. Mk. 5.—. (Verlag Felix Lehmann, G. m. b. H., Cl-arlottenburg.) In diesem Roman, in dem üppigste Phantasie und naturalistische Tarsteilungskraft sich aufs innigste verbinden, offenbart sich wirklich einmal ein neuer schöpferischer Geist der Noiuan-Literatur. Als Zuschauer zunächst gerät der Erzülster in Atünchen in eine „Geheimloge", bis er selbst in dm Wirbel vieldeutiger Geschehnisse, Verbrechen und Visionen mit .hineingerissen wird. Aus der süodeutschn Hauptstadt, deren Typen mit prachtvollen: Humor geschildert snrd, geht es in der Steigerung der Erlebnisse nach London und Amsterdam, schließlich nach Kopenhagen. Immer rascher und rascher wird das Tempo des Erlebens, immer atemloser die Spannirng des Lesers, bis zrun Schluß eist voller Akkord eine wahrhaft künstlerische Lösung bringt.
— Das literarische Echo. Halbmonatsschift für Literaturfreunde. Verlag: Egon Fleischet & Co., Berlin W. 0. Tas 1. Mailieft ist soeben mit folgendem Inhalt erschienen: Paul Nikolaus: Ter Bürger: Paul Friedrich: tarnt Br au setvetter ; Artur Brausetvetter: Wenn man über sich selbst schreibt' Fritz Hunziker: Neue Kellerbriefe; A. v. Gleichen-9ttlßwurnr: Hauptfragen der Lebensgestalttmg; Fedor v. Zobcltitz: Aus dem großen rdriege: G. Markull: Grillparzer und Boethovens Egnwnt-Musik: — Echo der Bühnen — Echo der Zeittncgen — Gä-o der Zeitschriften — Echo des Auslandes.
Gietzcrrer Haussrauen-Berein.
Kochanweisungen.
Spinat -Kartoffelklöße: Verwendung von Spinat
!und Kartosfelreßen: Tnc kältgewordcnen, gekochten Kartoffelcesde werden durch die Presse gedrückt und mit einer kleinen, geriebenen Zwiebel, ettvas MM, etwas geweichter und geriebener, altbackener Semnrel, ein Ei, etwas Salz, geriebener Muskatnuß und 1 bis 1V* Obertasse Spirwtgemüse (auf 500 bis 750 Gramm Kartoffeln) zu einem derben, haltlwren Teich gemischt, den rnan ein Weilchen ruhen läßt. Dann formt mair mittelgroße, runde Klöße ruck» kock-t sie in siedendem Salztvasser gar.
F i s ch r a g o u t: V» Pfund geräucherter Fisch wird gewässert, 4 Pfund in der Sck>ale gekoelße Kartoffeln abgezogen und in Scheiben geschnitten. Lagenrveise mit dem zerpflückten Fisch in die Form getan. Eine gut gewürzte braune Einbrenne darüber gegossen unb eine Stunde gebacken.
Brotaufstrich: 60 Gramm Butter, darin 2 bis 3 Zwiebeln gar gedünstet und 1 Lössel Mehl dazu gerührt. Tann vier Bouillonwürfel in eine Tasse kochendes Wasser aufgelöst, 4 Blatt weiße Gelatine hinzu mrd darmtter geucjsckit, kalt tvepderr lassen.
Gra upen ku chen: 3 Tassen gemahlene Graupen, 3 Tasse» Mehl, 3 Tassen Milch, 2 Tassen Zucker und 2 Päckchen Backpulver, alles gut vermischt und eine Sttuide gebacken.
Vilderratsel.
(Auflösung in nächster Nummer.)
Auslösung des Buchstabenrätsels in voriger Nummert dlnSsitifibuno. ^ill-'äcbeitiina.
Schriillettung: Fr. N. Zenz.—Zwillingsrunddruck und Verlag der Arühl'schen UniversttätS-Buch- und Steiicdruckerei. R. Lange, Gieße«.


