WSi dr Hannes llurlaab bekoam.
Bon Ernst Auth.
^ Dr Dann es. veerdem Knächt uff dem Schusters Hanrich seim N»P, woar auch inner däi Soldoave konttne, enn weil he en Fehler «m oxme Mag hoat, sodsaß he net so rächt alles geseen könnt, lwar .he -oum Landsturm sinigezäje wiorn enn is, wai sei Ans- bilding zou Enn woar, zour Bewaching noach Bälgie komme.
läiiue Zeit goab dioas Stickelcher, wäi dr Hannes dar rrschte Doage in dym fremde Laich inner dem fremde Volk mit seiner oatliche Sproack/ woar. So väil he auch sei Um uffriß, ye könnt ttat uatrt verslee, enn des wollt em pardnhnet inn de KoPP emnn, ooaß dar bdlgifd^ !Rjaß n-et emol Hocken sich geschrpätze könnt. He pronnert es immer Widder däntsch mit de Laut mi geschwätze, doch als he tzo'uletzt inngesee hoat, doß es naut notzt, hoat ye sich aan von seine Kanieroare gelmrgt, der des Französische yont verstmrn, der nach mit de Lärrt gewälsche könnt eiin drimnr der der Kompannie Tvlnin sicher laoar. Ter sollt dein Hannecl lern ^uartterläut dann eweves verexpliguiern. War dar Zwaa in des Hans enrnrrkomlne, fängt de Hannes zeerscht aan:
. . ^Boiur , dann rn sam schinste Hochdeutsch enn indem er usi de Kameroad daut: „Hier der Dollmetscher null mit Ihnen ^^cheir. Er wird etwas von mir sage!"
^ Dollurätscher doa frr bawarische Läch gedoa hat, doas tverd rr nch schon voersielle kenne.
dcHanm-S er» I»at. $out ewwer ' bls he sawert uf Uurlaab kmmtt. he wciaH nch Dvag em, “»y? verzähle luaift bwmjje zougitt. Eh Hirt eiviver gmrt S-on, war he siran Urbaab krart hoat.
c . Hannes tvE, des is joa lvnhr, schon e schie Weil
drElße, enn von saane Kameroare woar dc Anne oder dr Annere ^'baam gewäst. Doa woar es dem Hannes goarnet U r konn. He hoat etviver aach gehirtj,
besuch mache Mißt, enn toeil he net so rächt wißt, wüi das anfange hoat he rn Brmp an saan Schatz geschrsiowe. an däi traier Gesinnmg. Däi Moarrie wwar dem ^itorbene Schusters Hanrrch sei anzig Maadje errn dein der war gemat |u r rf dem Hoop Knächt gewäst- woar schimn verchroche. Der Bräip woar so abgefaßt:
„Mein liber Schaz!
Ich erkreife die veder unv Dir mitzndailen daß ich das Lätzte K 1n \--% r( Ä tVl ' e ' i>t solche war Soer gnd Lil,e Marr ich ränge für Solche aus §an,em Härtzen und du bist mein basier m" bu l ? n,ci ; nu 'uig dangst. Heute ,oold ich Drr jchraiive iNrlanp varn däd. Deine Muter kamr ja ein ^rtschaf!dlrge-> geh.rg tmache das gäd am besten, schradoe
bd mi?unf 5yrSue mis aaetodI Es fiifot un kißt dig Tansentinal
Dein Cchaz Idhcmnes."
l)oat ben Zräip geläse, es hätt net väil gefohlt <r^goarn v-eer Fmrd, daß ihrn läiwe Hannes ho am komme wellt. Hierrjeh, wär lang dät se schon itf f ihrir an uni Daffe war larrg hoat ihr ihrn Hannes schon gefohlt' S-äi woar goarnet ünre dar lostig Moarrie, seitdeln dr Hannes in Balgre woar so hoat se srch verärmert. Nirdr^rlich is se wäi de Wind zou rhrer Modder gehappt enn hoat ihr de Bräip geimsie
gesatzt hot^ —^ ° mi ^0 des Gesuch uff-i
Dmrg denoach getvaft sei, doa dät dr Kompairuie / war gewenlrch Uioi'teds däi Bräip, däi ankomme woarn *?? ai r n J l aourer Laune, weil en däi Kerle ferdloährend wrt Mrlaabsgesnche besttrnrte. Harnt hoat he schon Widder 3 Slick h ^ rt J )C r lu ff de Desch, doa st däi Schreiwec ujfs dem
fEL^uchbaa- »°nr S.ouhl oefaUe wern. en« A cU
r d > c / I S* Brüder wollen nur aus Urlaub ^ I e r U r 1 '^wrtet, ich geh' euch schon dafür'"
Damit moacht he sich an de nächste Bräip:
<v . "Sehr Gehrter,Herr Haubman!
lU r 1 ' e ' Lt l Ouob landwirdschaffd und viel Aerker !*%?* ^ ei '^Önit6nmii ilnderdänischst bitte de,n Laird- I^^^grut Hannes Schlapp ein lauge -urlaup zu gebe indem ^ Un & fl r tlW)t und indem er alle llrweid geschaffd hat Lremer Hern Hcrubnmn der Hamres is mrg der prälwi'Uia n von dochder di schau lang ans In mit siel sensugt lvartet.
- ^ubmninr >>nrd gelvist so Gnd sein den Hannes bald
bl ° erllte ^itig veinkommt und damit Werne dochwr sich wieder freue kann.
^^ubnian meine dichter und ihr gans ergebenst Schuster Wittroe."
kiff enn fing laut tm zuo lache enn aus dem Lache eraus. Wäi dr Haubmuuu baal druff am ^ mier 001 '^ aaC bekoam, doa dat he aach helle Lach
^5^»^/uto Hmrnes! Na da liegt allerdings ein dri^
So, des !tS bA wahr Geschicht wäi dr Hünnes »ou fmn, Uurlaab komme is, «mr iverm he jetzt baal selwert dehaam is. daim karm he uch noch mck von sebre ErlLbnisse in Bälgie ver-äMl
Vas „bescheidene" Veilchen.
In diesem Jahr habeir wir das Märzveilcherr bitter vermißtv vre Kunst des Gärtlrers, die ja zn jeder Jahreszeit Veilchen herv>or> Mlockerr verrnag, hat uns zwar auch im März Veilchen beschert, aber da bei un» die^Natur fast bis zum Ende dieses Monats noch garrz in Eis rmd Sckxuee starrte und uns in dieser Zett ncch starke Winter froste brachte, konnten und durften sich die Veilchen in der freien Natiir diesmal im März nicht hervorwagen, und sie holen erst jetzt, trotz aller Launen des ^lpril, alles nach, ^vas sie uir Boriirolmt versänmt hatten. Die phantasiereichan Griechen des .Altertums, denen wir so viele Blunrensageki verdanken, knüpften aii. das liebliche VeilchjeiL folgende schöne Mythe: Tie glühenden Strahlen des Sonnengottes Phöbns Llpollo verfolgten einmal eure der wegen ihrer hervorragenden Schönheit bekannten Töchter des
lstmnreltragelüxir Attas. Die Spröde sioh vor dem Gotte; da sie aber sah, hast ihre Kräfte nicht ansreichen wittden, sich ihin aus die Tauer zu entziehen, so bat sie der: Zeus um Rettung, llnb dieser, von Mitleid ergriffen, verivlmdelte das zagende mld verschüchterte Mädchen in das lieblich-schlirchterne Veilchen und schützte seine kleine blauäugige, iroch immer ängstliche Blunie dadurch vor deir versolgerrden Strahlen des erglüherrdeir Gottes, daß er sie tief hinein in den Wald barg, wo sie auch jetzt noch im Vev-' borgenen, ^den S-oilirengott scheuend, toetterblüht. Seit dieser poettscheir Scrge gilt das Veilchen den. Meirschen als besonderes Synrbol der Bescheidenheit. Dieser simsigen Derttung ensipricht nun freilich die nüchterne Na tu r beob a chtiu rg nicht ganz. Das Veilchen ist keineswegs eilt Schatterlgewächs: die Pflanze liebt allerdings den Halbschatten, aber nur den Halbschatten, und sis weist daher gar trefflich die Blätter im hohen Grafe oder im schatten der Heckeil vor den altzualüheirden Strahlear der Somir zu schützen, die Blume selbst aber liebt wie alle Blüten die Svv»e und das Licht, deren sie zu ihreni Gedeihen und zu ihrer Entfaltung dringend bedarf. Inr hvl>en Gras ist der Stengel Ut Blüte lang, so lang, bis diese ans Lickst gelangt ist. im kurz- grasigen Rasen aber ist der Blütrnstengel kurz. Das Veilck>en weist sich also sehr wohl seinen Platz an der Svime zu erkämpfen, Uno die Geschichte von seiner Beschei den l-eit und von dem Blühen im Verborgenen, das so viele Dickster besungen Haberl, ist also nllv eine Mythe, die mit der Wirklichkeit in eüligem 'Wid-ersprirch steht. Ter Sprichwörterschatz des deutsck-en Volkes- ist selbstverständlich auch am Veilchen nicht achtlos vorübergegangeil. „Ein Veilchen riecht besser als zehn Tulpen" ist ein sehr zntt'effender Ausspruch, nm zum Trost, dast alles Begehrte nickst auf der Stelle oder eines erst nach dem anbei-eu zu xclangen sei, heißt es: „Veilchen imd Lrlien blühen nicht intimer" oder „Wenn die Veilchen blühen, können die Aepsel noch llickst reif sein." Falls man jedoch einen: lauteren Charakter int Gegeitsatz zu dessen schlechter Umgebung in das richtige Lickst rückrn will, urteilt man: „Veilchen loachserr auch im Urckraut" oder „Veilchen wachseir nicht als Nesseln". . . . Tie erst« Gemahlin des Kaisers Napoleon I., Josephine, hatte das Veilchen zu ihrer Lieblingsbluute erkoren, dadurch, wurde es auch die Lieblingsblume des Kaisers und so schließlich die Parteiblntne der französischen Bonap^rrtisten. Als der Usrtrpatvr von Elba zurückkehrte, begrüßten ihn die akten Gardeu mit dem Rufe „Bollä j Voilä! le pöre lä voilette!" (Selst, der Vater Veilchen!) Ist geradezu anffaUender Weise trug die Kaiserin Eugenie, die Gemahlin des dritten Napoleon, bei Spazierfahrten, in Gesell- sckaiten und aus Bällen an ihrer Kleidnrtg das Veilchen, die Bünne der Bonaparttsten zrtr Schau, und als Napoleoit III. am 9 Imrua^ 1873 in Chyelehnrst mifgebahrt lag, breiteten sich die von seinen Anhängern ans Frankreich gesmidten Beilchenkränze gleich eüiem dichten vtolettblanen Teppich um sein TvdeSlager. ?luch deil Hoheii- zollern war dreses liebliche Kind des Frühlings eni stets will- konimener Cwst. So sah Friedrich Wilhelm III. von Preußen das Bild ferner Gemahlin, der Königin Luise, gern mit Beilchm geziert Ern nnt Lorbeer und Veilchen bekränztes Bildisis der Königin stand auck^vor Uyn ans dernsell^n Tische, an dem er am 10. März 1813 tfr. LQstnel den Entwurf für das Eiserne Kreuz zur Aus-
mngerragen würbe, zepste etne Beilchmnmrahumng. Jedem ist es M auch bekannt, daß das lieblüche Blanängelein der Blunim.velt die Lrebluigsblnme des Kaisers Friedrich ae-oesen ist. Eine besondere Borlreoe für das Peitck;en legte Goetl>e an den Tag. Un>er größter dichter ivollte sich nicht nur selbst an ihm er- treiiat, sondern auch anderen die gleick-e Freude bereiten. Darum streute er auf L-^paMrgängen bänsig den Samen der Bsiune aus. Noch hrnte weodrn dre sir der Nähe Wstmars blübmdeil Blmiblüttielem „Gvethe-Veilchen genannt. Goetles wunderschönes Lied' Ein Veilckien auf der Wresa stand / Gebückt in sich und unbekamit: / Es war km herzig's Beilck-cn" — ist bckmmtlich von Mozart, Z. F. Renhhardt mid anderen Koniponisteti vertont rvorbeu. Mit
Wrtrag^rebrackst^' ? ^ ° 5<lvt3 mL - rb ed Ul0d} l)cute vielfach zum


