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Wilhelm Rütger stieg In den Sattel, Pferdehufe stampften den -arten Fels.
9hrr drei Mann blieben auf einen Wink des Colonel Rawlms bei dem Ge'angenen zurück, als die Reiter in einer langen Kette nordwärts trabten.
Ter Mann, der sich Elias Kinl genannt, hörte die Fragen des Ossiziers nur mit halbem Ohr. Plötzlich uckte er zusammen. Ein kuczcr^harter Knall kam durch die stille Nacht.
„Sie können sich darauf verlassen, Colonel, daß ich Sie an das rechte Ziel bringen iverde," sagte der Bur.
Seine.jungen Züge waren stahlhart geworden und sein Pferd «rumte sich unter dem Druck der Sporen. Einen Blick warf Wilhelm Rütger zu den Sternen, dann ritt er an die Spitze der Kvlonne.
Vücherttsch.
— Bechtolsheim er. Der vaterländische Hilfsdienst der Schuljugend. 50 Pfg. Wällmanns Verlag und Buchdruckerei, Ber- lin-Lanrüntz. — W-r können der Broschüre eine weite Verbreitung tnünschen, da sie zum ixiterländischen Hilfsdienst der Jugend viele nützlichen Anregungen gibt.
— Ein Handels-U-Bvot im Rhein bei Basel das die Schweizer-Kolonie der Vereinigten Staaten bauen ließ, um der eingeengten Schveiz die Nahrungsmittelzusubr zu sichern, bringt bei seiner Einfahrt in Basel die soeben erschienene Nr. 13 der „Schweizer Illustrierten Zeitung" (Verlag Rmgier & Eie. in Zofinaen). Ferner bietet sie zahlreiche Bilder, von den Stätten und Periönlichkeiten der russischm Revolution, von Bagdad, Ba-
vaume. Peronne usw. usw. Die auch textlich außerordentlich reich- yalrige und interessante Nr. 13 der „Schweizer Illustrierten Zei-
kostet nur 20 Rp. und ist in allen Buchhandlungen uich Kiosken erhältlich (Abonnementspreis Fr. 4,50 pro Halbjahr.)
— Hochland: Inhalt des April-Heftes: Tie überstaatlichen Kräfte der Gegenwart. Von Max Fischer (Heidelberg). — Wer frevelt so? Gedicht von Max Pulver. — England im Urteil deutü scher Publizisten. Von Tr. Karl d'Ester. — Glocken am Rhein. G-dicht von Willy Hellpach. — Ein Prophet im Vaterlande. Von Timm Kröger. — Max Scheler. Von Hermann Bahr. — Briefe eines Okkupationssoldaten. -7— Unsere Gefangenen in der Schweiz. Eindrücke bei einem Besuch. Von Prinz Johann Georg, Herzog zu Sachsen. — Tie kommenden Aufgaben der weiblichen Erziehung. Von Universitäts-Professor Tr. Fr. W. Foerfter. — Ueber osteuropäische Literaturen. Von Friedrich Märker. — Kleine Bausteine: Sein und Haben. Von Else Hasse. — Kritik: Reue Romane. Von Franz Herwig. Bayerns Eigenart vom Weltkrieg aus. Von Tr. Leo Weismantel. — Timm Kröger. Von Professor Karl Muth. — Rundschau: Kriegsbetrachtung. Tie bayerische Feldseel- orr' — r= *— 1 -°' , - t 1 " 1
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MiLelalrers". — Neues vom Büchermarkt. — Unsere — Sammlung a den teuerlicher Ges
stbeilage.
Bd. 2. A.M. Frey: Dunkle Gänge. 1914. Bd. 4. Pau? Lepchn'
Severins Gang in die Finsternis. Ein Prager Gesvenfterro'man 1913. Beide im Delphin-Verlag, München. — In diesen beides Büchern ist von jenen finsteren inneren Mächten die Rede, die unser Leben in geheimnisvoller Meise beeinflussen. Frey sowohl wie Leppin gehen in ihren gruseligen Geschichten darin über Edgar Poe hinaus, daß sie nicht Gespenster als solche austreten lassen, sondern das Gespensterhafte, Gruselige oder wie mans nennen will, liegt vielmehr darin, daß jene uns unbenmßteu Dämmerzustände unserer Seele, die uns oft der vollen Urteils- und Denkkraft unseres Ver
standes entrücken, Gespensterhaftes erblicken und ahnen lassen, wo
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seelische Kräfte am Werk ind, die aus cmnormalen körperlichen und seelischen Zuständen geschaffen werden. In der Tat eine wesentliche Vertiefung des Gespensterproblems! Während Frey mehr die Erkennt!,is der Telepatbe des Magnetismus, der Suggestion, der Auto Suggestion heran zi.n und auf ihre eafim Grundlagen exzew- i^i'chks belletrimi'ches Geschehen aufbaut, neigt Leppin mehr zum romantischen Mystizismus statischer Vinronen. Aber beide ist eine meisterhafte Behandlung ihres SrofseS eigen urrd beide bringen in dem Leser jenes Schauern vor wahren und doch kaum erklärlichen Geschehnissen hervor.
— die Reihe der Werber für die neue Kriegsanleihe stellt srch auch die neueste Nummer 3846 (Kriegsnummer 139) derLeip- »rger „Illustrierten Zeitung' Verlag I. I. Weber). Schon das Umschla 'vilo bringt in der > ikiialt eines aur eine eiserne Truhe sich stützend - geharnischten Ritters einen symbolischen vmwcis aus die v-iterländstck-e Operdcreitschaft. Eine lebensvolle dvpv s itige Z-Ü' uung Lwormstädts zeigt die Schmiede der ^ur den Euokampf, eirre Muzntians'abrik, in der während der Arbeit die Arbeiter an einen Ti'ck terantreten, um Zeichnungen aur die Kriegsanleihe vorzune huren. Tie tiefere Bedeu- tung des Bildes schildert Paul Georg Münch in einer Plauderei „Bolksopser 1917". „Tos deutsche Geldwesen in der Kriegs.reit" beha' r-ett W. Aichele in einem auftcNustrichen Artikel. Für'die Ausnützung der i etlichen Hil'oi". aire in Gegro.^arl und aufviiit macht ^r. Roi.be! (Zwiaas in dnn 'Aufsatz „Frausn Heraus.' ams rlarc ruft euch!' beachtenswerte Vorschläge.
der Vereinigten Staaten in der Frage des Kreuz«- ^ Kriege, die sie früher führten, erörtert Stört* ™ einem auf eingel-ewden Studien aufge. ^uten Artikel „Die Vereinigten Staaten und der Handelskrieg'' ^.^^rung an die siegreiche Seeschlacht vor dem Skagervaj vtwet das vielfarbig wredergegebene Bild „Tas Linienschiff „Thib- b °- n ^nus Bergen. Weitere Bilder von T^ao ^eiko Maiftin Frost, Albert Reich, Kurt Hassenkancp, Th» Schars, suhreii uns aus die verschiedensten Kriegsschauplätze. Tie Frauenwelt wird em reichillustrierter Beitrag „Ziele der modernen deu^s^n Hmid^ltzenmdustrie" von Tr. Marie Schnette interessieren. VN der „Kulturrundschau' nehmen namhafte Autoren Stellung zu wichtigen Fragen der Gegenwart.
° 1 r Q t ? l e w H ki, Die fremde Frau und der Mann unterm ™ ^ ec Weltliteratur, München, Färbergraben 24, die
Ä te Sercto ei " t '" bCC fefta 9tom “ n * 0btr
^ L^ältlich IN d«c Adisiralien-Han!ilmig
von Ernst Challier, Gietzen. Neuen:veg 9. "
Vi -7 ^ ^ 2 e g Verlag von Julius Hofsmann,
Deft (Preis sedes Heftes 30 Pfg.). Auf dem östlichen Schauplatz vom September 1915 bis Frühjahr 1916*
Die Verantwortung.
schreibt mer aus dem Feld: Geh, Vatter uf die Kass Und hol bei üivwerfliffsig Geld,
Es kimmt uns jetzt zu paß.
M Geld im Beitel nutzt naut mi, Weim mir net aach gewinne' Drum, Vatter, gebs Gc-sparle hi. Tuh dich net lang besinne.
Die beste Zinse gibt mer dir.
Dös mußt du rwr belappe!
Wärst du wie ich im Feier hier. Dann tatst du gern berappe!
^ür jeden Groschen, den mer leiht.
_ ich c neu Patron,
Du gibst ja net für frenrde Leit,
Es ist doch für dem Sohn.
Uiid net nur dös! Nein, auch für dich.
Für onser Koih und Osse,
Für Wies und Aecker, Haus und Tisch Mußt du ;oas springe losse!
Was notzt dir damc das Geld im Strümp, Wann nnr den Krieg verliere?
Wer nix gibt, Vatter, ist en Lump!
Drum tuh dich net blamiere!
Tätst du, so sagt der Hindenburg, Nor jetzt der Schuldigkeit,
Dann käme mir mft diesmal dnrch^ Drum, Vatter, sei gescheit."
So schreibt mein Wilhelm. — Standepee Lad ich jetzt ab mein Moos,
Deirn die Veranttvvrtung o je,
Ist mir denn doch zu groß.
Karl Neurath, Bremen«
Bilderrätsel.
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(Auflösung in nächster Nummer.)
Auflösung deS magischen Quadrats in voriger Nummer. ZORN OBOE ROHE N ERZ
Scheueltun,: Kr. R. Ze^rz. — Zwilting-runddruck und Verlag der Brühl'schen UniversttätS-Buch- und Sletndruckerei. R. Lange, Gießen.


