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solide aber ru? itbm Fall rmberblaibeu. A'uch bin den Dulpsn-» Vviebeln handelt es sich um zahlreiche Mbarben. U-nterjüchumgeu durch AbLxden. FUttieven lrub Verwendung des Mikroskops er> geben, daN in den Zickebeln der Tulpen ziemlich große Menge»' eines für Menflchvn And auch für Hunde yiftigen Alkaloids ent?« halten sind. Auch bei Müuschr erwies sich dieses Alkaloid bei Einspritzungen als giftig, und auch die nrit solchen Zroiebelu gefütterten! Mäuse geben Mgr-mide. Me holländische Reichsversuchsstatton erklärt ^rber. bafent Holland die TulPenzwrebeLn in gut zerlleiner? ttm Zustande soaar roh an das Vieh verfüttert lvecben. Ber Milchkühen soll hierdurch sogar der Milchertrag gesteigert werdeitt Alis Grund dieser Erklärung hält die Chrmik-er-Zertting eS für angebracht, auch in Deutschlmid Fütterungsversuche vorzunehms^ Es wird dabei geraten, zuerst mir die gutzerkleinerten Zwiebeln in gelochtem Zustand zu verabreichen und vor der Fütterung das Uujgiltzlvasser z-u beseitigen. Werrn die Tiere daraufhin völlig gesund ble»en, kam, mau auch das Kochovsser auf den Zwiebeln belassen Und es schließlich auch mit unaekochben Zwiel^ebr der Tulpen versuchen^ oa das Tulipin auf Mla^emfvesser nicht so zu wirVm scheint nne beivieseuerm asten auf Hunde mrd Mäuse.
* D e r Tori a l s P i l a n z e n d ü n g e r. In der jüngsten Sitzung der Londoner Gesellschaft für Pflanzenkunde hat Professor Bottoliney ülier einen von ihm erfundenen Pflanzendünger gesprochen, den er „Hu,nogen" getauft hat Wie Bottomley mitteilte, beruht seine Erfindung auf der Bakterisierung von Torf; gewöhnlicher Torf wird einer Bakterienart überlassen, die ihn in vier bis sechs Tagen in einen weißen Stoff verwandelt, die, wie die Analyse erwies, 50 mal soviel Nährstoff für Pflanzen enthält wie die gleiche Menge Dung. Professor Bottomley zeigte zur Erläuterung eine ganze Menge Blumen und Pflanzen, di« er mit Hilfe seiner Erfindung teils in kkeiv, teils in besonders unfruchtbaren Tellen Englands gezüchtet hat. W,e er erklärte, bat er mit seiner schwachen Äsung seines Humogen Radieschen und Tomaten auf Sandboden unb Kartoffeln aus Torfboden erzielt. Etwa 4)4 Ar Land haben bet Behandltmg mit einer Tonne de8 neuen Pflanzen- dnngerS 41 Prozent mehr Kartoffeln geliefert als ähnliches Land bei Behandlung mit 20 Tonnen Dung. Bottomley schloß mit der Mitteilung, daß die Herstellung des Präparates außerordentlich billig sei; obwohl eine Tonne Ton auf etwa 50 Mark zu stehen komme, könne die Tonne Pflanzendünger für ISO Mark abgegeben werben.
* Die französische Drückeberger - 6 ; elbsucht. Tie Drückebergerei hat in Frankreich, einer in den Naturwissenschaften angegebenen Methode nach 51t schließen, besonderes Raffinement entwickelt. Nicht gewöhnliches Snnulantentum, beabüchttgte Schubverletzung oder Schwächung des Organismus durch allerart Exzesse find dabei gemeint, sondern eine regelrechte Erzeugung scheinbar gelbsüchtiger Krankheitserscheinungen wird erstrebt. Als Mittel dient die Pikrinsäure, die bekannterweise auch sonst <m aus- gebreitstes und vielseitiges Verwendungsgebiet als Sprengstoff, als Seidenfarbstoff, Schouungsmittel bei Pflanzen und ihres G-e- schmackes wegen als Verfälsch,mgSmittel besitzt. Diese neueste und unkriegerischste Anwendung hat in französischen medrztnischen Fach- »eitschrfiten in den vergangenen Monaten lebhafte Debatten über die Frage deS sicheren Nachweises einer solchen Pikrinsäure-Gelbsucht hervorgerufen. Nach Murat und Durand sott der gewohnte Zweck schon mit 0,2 g Pikrinsäure erzielt werden können. Der Nachweis ließe sich nur dadurch bewerkstelligen, daß in verdächtigen Fällen im Harn auf Pikrammfäure, zu welcher die Pikrtn- fäure im Organismus reduziert wird, geprüft wird. Für solche Untersuchungen werden von den französischen Autoren eine ganze Reihe einpfindlicher Reaktion«« angegeben. UebrigeuS ist dieselbe Pikrinsäure ein vorzügliches Mittel, um den Schmerz bei Brandverletzungen zu lindern, weshalb sie auch zur Imprägnation von Brandbinden dient.
Büchertisch.
- Deutscher Wille (K u n st w a r t). 2. Februar-
h e f t 19 17. lKriegsansqabe zu ermäßigten, Preis. Vierteljährlich 3,00 Mk. Verlag von Georg D. W. Eallwey, München.) — Das Heit wird eingeleitet durch einen Aufsatz über „Klinger, die Gegenwart und ZukunftTer nunmehr 60jährige Meister erfährt hier von dem berufenen Kenner Klingerscher Kunst, AvenariuS, eine Würdigung, die in leichtem Plauderton an die schweren Probleme heranführt und das Wesentliche der schöpferischen Persönlichkeit KlingerS, feine Phantasie lind ihre zur lnannigfachsten Gestaltung drängende Kraft, hervorhebt. Zum 75. Geburtstage E. v. Hart- mannS bringt P. Th. Hoffmann einen Aufsatz, der ,Bom Un- beivußtenE handelt und in dem diese von Hartmann einst so hervorgehobene, jetzt ost zu sehr vergessene Macht wieder in ihrer BedevttMg für die Gegemvart gekennzeichnet wird. Wolfgana Schumann berichtet über „P rosadicht ungauSderSchweiz^ und geht den Richtlinien nach, welche die Eiltwtckkllng deS schweizerischen RomanS der letzten Jahre einschlägt. Else Meißner behandelt daS Problem „T y p e n b t l d u n g — eine nationale Notwendigkeit" und iorde- t die Ausbildung des Tyvns zur Entwicklung und AuSreifung deutscher Kultur. Emen wertvollen Beitrag zur
Völkerpsychologie ün Kriege bietet Johannes Wittes Aussatz ,W e l^ k r i e g u n d E ll r 0 p a i m U r t e i l d e r O st a s i a t e ir. worin besonders auf die Wirkungen eingegangen wird, lvelche die weltgeschichtlichen Ercigniffe auf Chma und deffen führende Geister wie Kn Hung Mina ausgeübt haben. DeS weiteren wird daS Gedächt«
eines-der Rot der Zeit entsprechenden deutschen Dichters der Mittelalters Johannes von Saa» wachgerufen und Proben aur besten wuchtiger Dicht,mg »Der Ackermann und der Tob* mitgeteilt. Sein dichterischer Neubeleber findet eine Besprechung m dem Beitrage .Watzlikd-Romane und Novellen". Au- der reichhaltigen Rundschau seien noch heroorgehoben: K. O. Erdmann. Besinnliches zunttFremdwörterstreit. Fritz M. Behr, Sleinöl, Erdöl ~ oder doch Petroleum. Schumann, Jakob Knudsen -f. Liebscher, Bev-nkltcheS vom Lauten!,ede. Werner Mahrholz, Neue und alt« PolenSke, Zürn preußischen Fideikommißaeseh. Hoffmann, Ein Weltbund der Deutschtu,nS. Taufkirchner, FriedenSfalle und ^chwtndelfalle. Derselbe, Zum Füll Rasputin. Kraßmöller. Schulangst. Reiche Bilderbeigaben zu KlingerS Kunst beschlieyen dar Ganze.
— Tie Hungerblockade, mit deren Hilfe England di« Mittck- mÄchbc auf die Knre in zwingen gedachte, wird dank der Aufnahme de- uneingeschränkten U-Boot-Krieaes zu einem Pfeil, der auf den Schützen selbst zurückfprtngt. 'Tie ÄmShlungerungsmethode gehört zu den liebsten Prakttkeu der Englä7Ü>er. In den Jahren 1846/49 ließen sie in Irland über sine Million jZeutt Hungers sterben, wie aus einem flammenden Anklageartikel „Das Grüne Eiland" von Tr. Georges Chatterwn-Hill, dem Freunde Sir Roger Case- AventS, zu entnehnlen ist der rn der neuesten Nummer 3844 (KriegSnummer 135) der Leipziger „Illustrierten Zeitung" (Verlag I. I. Weber) zur Veröffentlichung gäangt. Nicht minder fesselnd lesen sich die TagebüchergÄsse eines bei Kut el Amava gefangenen GrtgländerL der die Leiden der mesopotamischen Expedition gründlich ausgewstet hat. Interessante Aufnahmen von der Tütigkett des Roden Halbnunrdes führen uns in die Palmenhain« unb Wüstenzelte an der türkischen Suez kanalfront, ^ei chirungeü Richard Äßnmnns zeigen die Leisttcngen der österreichisch-ungarischen schweren Artillerie im Kriege gegen Rumänien. Anschauliche BiGer von den Taten der österreichisch-ungarischen Marine hat k. 11. k. Korvettenkapitän Freiherr von Rcmchera beigesberrert, mrd Karl Gras Soapinelli schildert die Fahrt an Bord eines k. u. k. Kriegsschiffes in der Adria. Packende Stinnnungsbilder vom westlichen Kriegsschauplatz liefern Martin Frost und Hans Lucht. Tie Leistungen der deutschen Luftstreitkräfte im Weltkrieg verherrlicht Major a. T. von Schrerbershvfen. Kaiser Karls neuen Hofstaat lernen,mr im Bilde kennen. Tas Winterleben im Spreeioald geben eine Reibe gelmrgene Ausnahmen wieder. Dem großen deutschen Dteister Peter Cornelius ist anläßlich der 50. Wiederkehr seines Todestages ein reich illustrierter Belttag gewidmet, dessen fceifc- licher Teil den Mographcn von Cornelius. Gehei,nrat Prosenor Tr. Eckert (Köln), zum Verfasser hat.
— Alexander Puschkin: Pique-Dame, TaS Edelfräuleln als Bauernknecht. Nr. 9 der „Weltliteratur*, München 8, Färbergrabeu 24, die jede Woche einen der besten Romane oder Novellen zum Preise von 10 Pfennig veröffentlicht.
— Das levan tische Programm. Des Den t s ch e n R e i cb e s und Volkes Weg in die Welt von Otto von Schwarzen egg. Geschrieben an der Front im Osten 1»16. Verlag von Krüger & Co. in Leipzig. Mk. 1,—.
— Wittenberg-Antwerpen, die beiden echt flämischen Städte als Hochburgen evangelischen Glaubens von Pastor Otto Bölke. Leipzig 1917. Verlag von Krüger & Co. (0,75.)
— Hochland. Monatsschrift für alle Gebiete des WiffenS, der Literatur und Kunst. HeranSgegeben von Professor Karl Muth. Jos. Kösel'fche Buchhandlung, Kempten und München. Vierteljährlich Mk. 4,50.
- BongS illustrierte Kriegsgeschichte .DerKrieg 1914/17 in Wort und Bild". 115.—117. Heft. (Preis je 30 Pfennig!) Deutsches VerlagshauS Bong 4 Co., Berlin W. 67, Potsdamer Straße 88.
— Bezzel, D. Dr. von. Erinnerungen auSBeruf »- reifen an die Front März und August ISIS. Leipzig. Krüger L Co. Mk. 1,-.
— Kürschners Bücherschatz. Band Nr. 1106 : „Mieze- Heirat.^ HuinorcSke von Olga CoroeS. SS Setten Unffang. — Preis 40 Pfg. — Hernr. Hillger Verlag, Berlin W 9, Potsdamer Straße 124/125.
Erganzungsrätlel.
—-er, S-n, — lle, Pa-e, Be—.
Statt der Striche ist jedesmal die gleiche Anzahl paffender Buch' staben zu setzen, so daß bekannte Hauptwörter entstehen Die ein' gefügten Buchstabengruppen bezeichnen, worin unsere Truppen statz. (Auflösung in nächster Nummer.)
Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummer: $ ■(] 1 » 1 — viel Ehr'.
Gchristlettung: Fr- R. Zenz. — ZwillingSrunddruck und Verlag der Brühl'jchen UniversitätS-Buch- und Steindruckeret.
R. Lange, Gieß«<


