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©ie riefen beide gleichzeitig ganz erstaunt:Schont Äts ihr Zug die kleine Station nahe der mecklenburgischen iöreuze erreichte, an der sie mnsteigen mußten.

Trotzdem sie im behaglich zuckelnden Personenzuge wieder ein Abteil für sich hatten, kam kein rechtes Gespräch mehr zustande. Marie vor allem war zu aufgeregt dazu. Sie rief von einem Fenster zum andern und machte Hans bald auf dies, bald aus jenes aufmerksam sie kamen mit jeder Minute in bekanntere Gegenderl. Hans folgte mit stiller Freude. Ihn zog's selbst immer mächtiger der alten Hei­mat zu.

(Fortsetzung folgt.)

Lin Tag vor Ypern.

iJkn ersten Märzheft des von Freiherrn v. Grotthuß heraus-

E gebenenTürmers" (Stuttgart, Greiner L Pfeiffer) finden wir lg enden Taigebucha.usz.ug eines Bizefeldwebels, der jene Tage redt^ umschreibt, von denen es im Tagesbericht heißt:Nichts

Der Tag ist angebrochen. Langsam .steigt die Sonne am Nrnzont m die Höhe. Tie dkachtposten sind eingezogen und suchen irosielnd ihre Uirterstände auf, nur ihre angespannten Nerven etwas ausznrnyen. Auch mein Dienst ist beendet, und ich versuche zu schlafen, dlber die Nerven sind noch zu sehr aufgeregt, und bald ver- las,e ich meinen Unterstand und genieße im Grabeil die frische Morgenluft eures herrlichen Jnnitages. Hoch über mir ziehen unsere Flreger, durch die Beleuchtung der Sonne mir noch als glänzende dunlte Mennbar, ihre Kreise, begleitet von unzähligen kleinen, tmta .Schrapnellwölkchen. Mes hebt sich klar und deiltlich vom blauen Himmel ab und bietet einen malerischen Anblick. Dumpf rlrngt der Mmll der Llbwehrgeschütze zu uns herüber, und ich ver- suche durch den Beoüachtnngsspiegel den Stand der Batterie fest^- zustellen. Kaum oOO Meter vor mir liegt Ypern, herrlich beleuchtet ?° n oer angehenden Sonne. Stumm und ernst stehen die fstninen der Kathedrale, der Tnchhalle und des Jakobturmes da, stille E?lgen der furchtbaren Kämpfe, die hier stattgefunden haben. Vor ihnen, ungefähr 150 Meter von unsernr Graben entfernt, kann man durch das hohe Gras gerade noch die Urnrisse der englischen SreNimg sehen. Die Mwehrgeschntze verstnrnmeil, und ich schleiche mrch nach imserer Trlchterstellung. Hier heißt es sich mit größter Borsrcht Mld möglichst lautlos bewegen: denn der feindliche Graben liegt -knapp 2o--Z0 Meter vor ims. Beim kleinsten Geräusch schmen du Engländer zum Gruß einige Handgranaten herüber. Die Posten stehen m Nrfaion, die aus aufgesetzten Bctonklötzen gebaut JSvV-r! rd? Schießscharte beobachte id) die feindliche Stellung. Mes ist ruhig und nichts regt sich drüben. Durch den schmalen spalt einer Schießscharte kann ich gerade eine englische Schrapnell- t fl ^= e - n '- .halt! dicht daneben ist ein feindlicher Be- vbachtungsspiegel ausgestellt. Ich lasse mir vom Posten das Ge­wehr geben, lege an, ziele, und der Schuß kracht. Ter Spiegel ist verschwunden, bie Kugel traf dicht überm Grabenrand. Ms And- wort kommt eine Handgranate geflogen. Ein Knall zu kurz Vor unserer Stelllmg ist sie hmgefallen. Eine zwecke fliegt über weg m den Trichtersee. Eine Wasserscckcke steigt in die Höhe *2?? l J fc SPlS J 11 ^. Äakken, Bretter und sonstige Material- reße eines früheren Grabens schwimmen auf dem lehmigen Wasser umher. Ti« hier erfolgte Sprengung hat eine fürchterliche Wirkung Aber auch der übrige Abschnitt zZvischen unserer ersten imd u^llches schreckliche zu berichten. Im weilen Umkreis kein Grashalm, kein Baum, nur Ueberreste von Draht­verhauen, Holzstucke, feindliche Ausrüstungsstücke und eine Un- menge von Blindgängern und Ausbläsern sind ans dem durch- wuhlten Felde zu sehen Tie Erde sicht aus, als würde hier jeden Tag em unsichtbarer Mesenpflng seine imheimlichen Kräfte wallen Und doch ist ntzt alles so ruhig imb friedlich, weck aM afit em 5 ?f lU ^ Ä den hier gefallenen und verschütteten HOden nun endlich ihre wohlverdiente Ruhe zukommen wllte Nur fco» surren unser« Mre-xer ruft gleich einer mahnenden Stimme

Heiden Ä gerächt * 3rit 511 ^ «och sind unsere

^ Ich kehre zu meinem Unterstand zuriick. Tie Essenträger haben dav Esten und Post gebracht. Die Verpflegung ist gut und reichlich 15 * wohlschmäcken. Nach dem Essen lege ick) mich

Mmen, denn die kom'mendc Na« verlangt, wie jede andere möglichst ausgeruhte Nerven, und gegen Abendgeht's doch wieder f ** Mich« Ausdruck bei uns. Und so war es auch Plohlrch nmche ich ans. Lun leichtes Beben geht durch die Cu-de dam, E geiEger Knall und das NiodrrfL von E dstickeu wid svlcttern rs prhor-n. Eene Mine! Tann Schlag ans S«ag Tie Erde tzrttrrt und bebt, die Lnst trünt non dem Schall dor Explosronm, wld em grauer Pulverdampf senkt sich ü^r unsmi Giaben. Mtiue auf Mrne. Granaten aller Kaliber. LrchUrischt mit §5^5t.^E-».durch die M. Ter Sftrtrt wird immn ! To[(n- 5!ei ltntrrs.and gleicht eurem Schäfflern auf sburmbeiveater

2ch stecke den Kopf zuiu tfod ) n«Ks sehen als Pulpcrdanipf.

urrsanft auf, mich zimick- «UKteheu. Kaum bin rch drinneu, da fängt der kintersiand au zu

beben, d-e Balkerr kinrschen ,irnd ächtzen, es tvar. als spare ein Felsblock daraufgefallen. Mit verstörten Gesichtern starken wir uns gegeuseckig an, die Nerven sind aufs äußerste gespannt, jeder weiß: eine Mine! Jeden Augenblick Muß die Explosion erfolgen, und daun .... ! Ein kaltes Rieseln überlänft meinen Rücken Wir warten und warten; lange, schreckliche Sekunden, die uns zur Ermgkeit werden, doch die 1 Meter dicke Schicht von Erde, und sandsäcken, durchmischt mit Eisenschienen, bricht nicht auf uns herunter. Wir können's kaum fassen, mrd doch Hst es so. Es ,var ^n.Blindgänger! Nach 2}/o Stunden läßt das Feuer nach und Hort baip ganz aus. -Wir springen aus dem Unterstände hnan§ und richtig, oben darauf liegt eine eiserne Kugel, die Mine, me uns diesuml noch mit dein Schrecken davonkommen ließ. Doch wie fleht.der Schützengraben aus! Dem Boden gleichgemacht. Alles eipgeriflen, BruUlvehren und Schulte Nr ebnen füllen den Graben Und machen ihn unpassierbar. Tie Dämmerung brickck herein Die Nachtposten werden ausgestellt, Leuchtkugeln steigen auf, und nichts verrat dem, Gegner die Wirkung seines Feuers. Es wird sieben hast.gearbccket, um den Graben wieder herznstellen. Unsere Rio- mm« Hellen uns, und bis Mitternacht ist alles ziemtick wieder in Ordnung. Warte, Engländer, unsere Artillerie wird -dir dreifach vergelten, was du uns honte geschickt.

So geht es bemahe Tag stür Tag. Und in der Heimat liest man dann im Tagesbericht:Mchts Neues."

veschasfttng von liartoffelpflanzgut.

, . Vielfach nmrde in den ZeitKngM in letzter Zeit die Strecklm» de^ Kertoffestaatguts' durch das sogenannte Stecklingsverfabten er- ^-ert- Es kann lucht verkannt werden, daß dieses Verfahren unter gewi,,en Umstanden zur Streckung unserer SaatkarLoffelvorräte ive- sentzich belzctragen vermag. Für den Großbetrieb ist die Berwertmra diesem Versahvens von vornherein natürlich gänzlich ausgeschlossen Für gärtnerische Betriebe sedoch, wie für Laubenkoloniften und Schreoergartcnbesltzer, tmrd das 'Verfahren besonders dann noch angewendet werden können, wenn diejenigen, ivelche init der Eigen­art dev Stecklingsverfahrens noch nicht vertraut sind, vorher rechte zeitig ^ an einem kleine iVer-fuch die Kniffe und Schwierigkeitei« heranvznfinden versuchen, tvelche hiermit verbunden sind. Wir geben daher in Nachstehendem die wichtigsten Anleitungen u) Frühkartoffeln.

(Sorten: Sechs Wochen. Schneeflocken, frühe Rosen.)

. Man breitet die für die Stecklingsanzucht bestimmten Saat- kartoffeln un temperierten Mum (ohne sie zu bedecken) aus läßt sie genügend ab trocknen ulid sortiert nach einigen Tagen die gesun­den und gutes Keiinverniögen freigeiibeit heraus, pilzkranke Kar- toffeln werdeii entfernt, ber angefaulten Knollen schneidet inan dis Fanlstellen sort, um die noch gesnndeii Mgen der Kartoffel kn olle Mit zrrr Stecklingszucht zu verwenden. Die nicht brauchbaren Knol- len ionnen zum ^ell zur Menschlichen Nahrung, zum Teil al« Vieh­futter dienen. , ' ^

Die brauchbaren Knollen werden mm ganz oder geteilt (zer­schnitten) m mit Erde gefüllte Holz-küsten oder direkt im Gewächs­haus in Erde gelegt imd mit Erde bedeckt und bei einer Temve- ratu.r von 12 bis 15° CÄsius der vollen Sonne ausgesetzt. (Der Beginn dieser Arbeiten richtet sich -nach den später-eii Anpflanz.ilnas- möglichkeiten der Kartofselpffänzen. Können oder sollen dieselben unter Glas herangezogen tverdcn, so kann bereits Mitte bis Endri ^anuar begonneii werdeii: fürs Freie bestimmt, beginiie man später.) Innerhalb 8 Tagen haben die Kartoffeln je nach Augenzahl 5 biv 8 Triebe oder mehr entwickelt. Sind diese Triebe 10 bis 15 cm Mg ^worden. hälfen also nrehr als 6 Blätter entwickelt, beginnt dav Schneiden der Stecklinge und zwar derart, daß dieselben über deii beiden imtcrcu Blättern des Triebes glatt abgeschnitten nnd> in nut sandiger Erde gefüllte Behälter (Verme'hrtmgsbeet usw.) gestem iverden Mit der Schnittfläche nach unten. Die Belvurzelmig der Stecklinge erfolgt innerhalb 8 Tageii. Die beivurzelten Steck­linge werden nun wieder crrtspitzt (ebenso die inzwischen anSge-. triebenen Seitenangen des.Mnttertriebes an der Knolle, alle Steck- linge iverden wieder gesteckt usw.) und in Pleiite 7 cm Töpfe übeil sonstige billige Behälter gepffmizt niid immer dem Sonnenlicht ansgesetzt in Frühbeetkästen oder sonst geeignete Räume bei 4 bis 5» Celsius Temperattir gestellt, damit sie kurz und gedrungen bleiben Kurch mehrmaliges Eutspitzen der Triebe erhält man nicht nur viel Stecklinge, sondern gute, buschige Pflanzen.

Wichtig ist dafür bedacht zu sein, daß. die über den Wurzeln »Agende Knottchenbildnng 'der mngen Kartoffeln, mit den ^ourzvln tiichc versitzt, n^shalb nmn zeitig genug di? Pflanzen in wcm grope und gcuiz frühe Pflanzen nochmals in 13 orn Töpfe verpflanzt, ohne die.Wurzeln zu stören.

Auch die Knolle Vlvm izium Schluß noch zur Vilanrnna §°rd°n. Am di.se Art und W°i - W Cn Knrtoffclp.lmizen, von welchen jede einen Bollertvag liefert ölme gro>:.eir Auvfall wie bei Saatkartoffeln. Es findet also nicht nur «nc Stelgcrung der Saatmenge, sondern eine solche der Ernte statt Kartosieln pflanze mail tmler Glas ai,a b> Mattelfrühe Kartoffeln:

.Daulsms Jwi. Perle von Erfurt.)

Das B-rfa-re» tst anf-rnas dasselbe nne bei der Frühkartoffel, pflanzeuzt,cht, nur nüt dem Unterschied, da» man lffe, spüttr.