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Jetzt kann der Tommy seine Neugierde nicht länger bezähmen, vr ergreift das auf den Boden geflatterte Dokument und liest laut:
"... rrnd so vermachte ich denn mein gesamtes Bar- vermögen in Höhe von zehn Millionen Schilling meinem braveil, tzU^crell. dem britischen Reiche treu dienenden Neffen Tommy
Sir Hopkins, schäumend: „Der Teufel in Person soll alle pa- triotiichen Onkels, Testamente und Tommy- holen! . . ."
.Der Tommy setzt seine Mütze auf und wendet sich zum Gehen: ,-Ach empfehle mich, meine Herrschaften."
Lady Hopkins sucht sich aufzurichten, mit gewaltsam liebevoller Stimme: „Willst Du unö verlassen — mein Sohn?' "
Der Tommy: „Allerdings will ich das, Lady. Ich'gehe zur vank^Ihres H^rn Bruders, n*nm Sic nichts dagegen haben" tw,.* ballt die Fauste und stöhnt. Douglas Nlurmelt
Fluche, dre in keinem Konversationslexikon stehen.
„ Dar Tommy, ^ich im Türrahmen noch einmal umwendend:
wohl, >srr Hopkins. Ich halte, wie Sie sehen, unseren Pertrag, indem ich verschwinde, und will sie auch wunschgeniätz nicht mehr Papa nennen. Mer ich werde Ihre ehremverte Person m He^ und^Srnn behalten als die des größten aller Patrioten Lk lrnd der einzige britische Bürger, der es sich verschafien?'" ^ *°^ en l^ß, um dem Heere einen Soldaten mehr zu
. -?? uoAken Augenblick hinter ihnl »»gefallen ist,
erreicht der Fluch, den Sir George Henry Emerald Hopknrs ent>-
sendet, nicht mehr'sein Ziel.
vüchertisch.
,, ^ RenSe ErdöS: Tie Perlenschnur. AuS dem
Ungarischen von I oh. M um bau er. Verlags. Gesellschaft Hausen, Laarlouis. — Es ist eigentlich jammerschade, daß nicht schon längere Zelt vor Ausbruch des Weltkrieges, wo noch alle an eurem ltterarischen Ereignis hätten teilnehmeu können, die Lynk vieler Dichterin zu uns gedrungen in. Dichterin! S,e ist es wahrhaft, keine Versemacherin oder Erzählerin, die auf dem lyrischen Pegalus mit unechten Blumen und Kränzen den Frühling oder die Natur verhimmelt und Phrasen drischt. Nein, hier jauchzt und e !A Menschenherz in einer so wundervollen Sprache, mit Wicher Sicherheit der Toum .lerer, wie es nur ein Meister, der fern
Te! nen i V 1 ?* 5 * er bat, veruiag. Erinnern die Lieder
. .Sappho ,n ihrer pompös hellenißffen Art iind Freiheit mit- unter an Rabindranath Tagore, spricht aus dem (Gedicht ^Ger- UEn die ganze liefe dieser Frauenseele, und lernt man sonst die JL "Nd Glut ihrer Sprache kennen, so wird man die enthusiastl,ch.7 Aufnahme ihrer Werke in ihrem Heimatlande Ungarn verstehen, um so mehr, wenn man die Vielseitigkeit der Dichterin veachkct und chren ganzen Werdegang und die Abstufungen er- ^'e sie z. B. aus dem Bai,de lyrischer Gedichte ^Die goldene Schale sich zu erkennen geben. Hierkl.nqen plötzlich rein religiöse ?o"e !^'""EElbarer Sprache derLeele zu ihrem Gott. Diesen ^ Resonanz deS TlMogischen; da ist nur LhrisluS und die Menschenseele. Wie die Liebec lieber in ihrer Pracht nur ifTl f r 0 ’Rabrndranath Tagores zu veraleichen sind, jo wacht iistc Mystik nur an Tauler und einen 'Angelus Silesius heraii. ^aS vorliegende Bändchen .Tie Perlenschnur' bietet eine AuSwch-l aus sämtlichen Werken. Ter Uebersetzung aus de.n Ungarischen diwch Mumbaner lag die stetige Kontrolle der Dichterin zugrunde, imäeS ist ans sinngetreue Uebersetzung. Rhythmus und
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s? «,: w£im* ^syusssvs; „vä
ö(4 gesammelte» totes Material, erst daun Lebcusfrische,
wenn ein langjähriger VertrauteW^^ in das Seelenleben seines Helden blicken lapt. A. Proust, Poiiliker und Literat, ist der ge» borene Biograph Manets. Als Schucka.nerad mit ibm ausgewachsen ist er ihm sem ganzes Leben nahe geblieben und schildert m dem vorliegende,, Buche da? Leben und die Kämpfe de« Mannes der uns 'iUe mit einer gewissen Selbstverständlichkeit als einer der grogen Neuerer der Kunst erscheint, und besten ganzes Leben doch lieber Kamps war big die Welt ihn eikannte ,y.d anerkannt ^ eit der damaligen geistige,i Hochflut taucht vor uns aui. wenn Proust von Bandelawe. Murqer, Telacroir, Zola, Gam- ™ rc l 1 ,pn ^!- Doch erhebt er sich nie zum Pathos.
aelebÄe^ erja() / t er ^ ancl: "eben, stört und nicht dt.rch gelehrte Beschreibungen seiner Werke oder seiner Technik: aber wir
- •(. £ ei ' , '- t,) e ^3"fnnft. Grüsz« der Deutschen Hochschulen Z?JL TI ■ "" 3 m bt da,Jahr 1917. HandschrEch wieder-
* ln,m ««wort de, Shell de, stellvc, „senden wenc- ral, .e, der Ar,nee «enerallenlnant ,'reiherr von Frenlaa-Larina- g, oc/ " l>erau»,ieaebe» vom ecuti l.en 6lubcntcnbieiif7 1 Ul. 91en|ere Biiciinltiin, butl Vralrhor ». b. «iimcte an bet fl.mftaeroe vbe.
^tfU m W r*' n - (#s ®' ) ® r - 8 ”- Berlin 1917, Fnrche-Verla,.
19 ,L, 17 ^>.°M!?! Srie fl*nMcf)irf)tc .Der Krieg
1914 11 m Wort und BiN>". 112.—114. üieff. ttireiis ie 80 -1 !ennm 1
il"n6 d e' e 88 ll,rloß6hn " 6 Bong * So., Berlin W. 57, Polsd.niwr
r “ 1 ■' 8 > Karten und Feld. Franckh^che Verlag,.
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onk^' Ter 7 ^ ' Vie“ ^ M
Färbergraben 24 ^"^ranSsohn. Preis 10 Pfennig. Akünchen 2,
Marmeladen-Rezepte.
unie^ sr- s ^« ^ Ze-t z»r Seltenheit geworden. Aber
di» kLf.s-Ä.^Äerilrden HanSfra»,en unsteu immer Rat; sie kochen f oL5 f -. Marmeladen an« Zitronen. Apfelsinen, sogar . uch
nirfn.,?* ^ Ul s er !' 'b"en auch der Zuckerkorb so hoch
gehängt wurde! Wir haben viel derartiger Rezepte in der be-
unü!n n Blatt gehört der Hausfrau« ge-
Sn^L?g^n.°"''°'
o . e Orangen-Marmelade.
1 fastreiche Zitronen, 1 Pfund Mohrrüben,
. Die Zitronen werden mit einer scharfen Bürste obgeburstet, abgeschält, von der weißen Haut und den n/hpn i e rtl Ju"? b ber Schale durch die Reibe.naschiue ge- Mohrrüben,verden geschält und ebenfalls durch die E Lkl^ebei, Beides zusammen ivird mit reichlich Master Jm? <ra.-r * b f Mohrrüben weich sind, dann mit dem Zucker noch fmS V u ! b "Aa^^- r,e Mannelade stellt sich nicht teuer und hat ptkanten Geschmack und schönes Aussehen.
, mr ^ o, ,^r P l e l s i n e »i - Di a r m e l a d e. v r,nl> lE nach Größe 3 oder 4 Stück,
Master gleich IV, Pfund, 2 Pfund Zucker. Das ergibt in 24 Stunden^?^ 4 ^.dsi'nd. Apfelsinenschalen und üleisch werden iLt m " ln b t m ® afT * r eingeweicht. D.e Kerne werden ent- cmTff mun u ,oe . rl> i n -""achst die Schalen in den» nbaegostenen » ba ," n m J,‘ b«n Frachtfleilch durch Me
l b Ri an kann die Schalen auch in haarfeine ^e«en schneiden und auch das Fleisch in kle.uere Stücke zer- b E» ^ormelade sieht letzteres besser aus.
und Mh! olles mit Zucker und dein Einweichwaster zu Feuer
Sbr mai br®i U " ben °^ en * « erin ^ ren Zwische.,räun,en rt t)rt mau die Maste um, es lortge etzt zu tun, ist nicht nötia
^od-r merte Test kocht ein. so daß'man 'ein Ergel m' von A^els-m-n^..e!^ b ^ D.e Kosten stellen sich nach Qualität der Siuf* Feueraufwand kaum höher als 50Psen.ua das ^"Ud, bei sehr guter Qualität. Tie Mar.uelade hält sicl? bei kühler Aufbewahrring ohne Hilfsinittel geraume Reit ^
K Di«rmelade. aus Kohlrüben.' ab undd chn-i^ n Steckrüben (Kohlrübe»,) schält mau. wäscht sie 0° schneidet sie in ganz kle.ne Stückchen. Dann setzt man sie ^^1-EwaS Master und emem halben Kochlöffel Salz anks Feuer, lätzt sie aufkochen, g.eßt das Master ad und setzt sie mit frische,n kochenden Wasser auf. Wenn sie gar sind, schüttet mm» sie auf einer »um Abtropfen. Inzwischen reibt n,an die Schale
nfht ^ U l one ' , 5,c schale einer ganzen Apfelsine ab und
gibt das Abger»ebene sowie den Cast von einer Apielsine und von 2>re» Zitronen zur Masse, ^ann s»igt man 1 Pfund Rucfer bei Es bester) und läßt d.e Maste unterIlmrühren ist Nun wird sie auf einen Durchschlag ge- ? "et „und^ durchgeruhrt. Wlinscht man, daß die Marinclade eine schone Farbe haben soll, so kann man etwa« Johanuisbcer- lange^ darilnter mischen. Tie Marmelade hält sich nicht
Silbenrätsel.
AuS den Sstheii: a. a, al, an, chü, dan, dt, e. e. ei en er,
Ham me, m°, ,!a'. „c, 'ne.' ne.',,«!' P
r i i2' ie, te, tt, tor, u, ve, ver wall ... ™
Hnb 18 ©ortet ju bilben, bereo erste unb legte Buchstaben ^ber
4. ®4tau>4rWpt.Vut| ,C, 6.' m ®ut* fi, 4|, D eag', 3 fc.rnim" ,b *• Drama von Sbakelpeare. 7, Römische «öl,in, 8 ^übstcher Frauenname. 9. Llabt in Böhmen, 10. Dar,
11. Wellast. 12. Cubanierikanischer Staat. 18 «enufimloJr'
scher Ächier. ^ S8c ' efltf,,mB - ,6 ‘ Snnb K'einasien. ,8. gSStaS (Auflösung Ln nächster Nummer.)
Auslösung des Bilderrätsels in voriger Nummer: 'Ansammlung feindlicher Truppen in Saloniki.
ItmüWl Lwillmgsrunbbruck «„(. m?jL b J5 Brsthlstchen ^iversstä.-.-?,.^ unb Stelgbrucheee,. R. Lange, Sieße^


