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Schmer-, keine Sorgen. MLes ist ftmifc«, Freude. Freude! Die Söhne Gottes jubilieren: Freude! Es gibt fein schlechtes Nrsen- licht!" H>ier inöchte ich emschialten, bö& Rvwscm in semem „Buch der Wunder" berichtet, Me er vor Jahren nach seiner geistigen Methode fein schlechtes Mgenlicht so gründlich geheilt habe, daß er ont nÄhsten Tage die Brille für inmver svrltlviersen konnte. Nachdem Rows-on die Anwesenden Nrit dieser Besctzwö-nmg erfreut hatte, griff er nach einer Bibel, rllrd er svaunlicher weise zog er eine Brille ^rvor mrd setzte sie auf seine Nase, ehe er die Arbeit fortsetzte. Merkwürdigerweise nahm niemknd aus dem Publikum von diesem Widerspruch zwischen Theorie und Praxis Notiz. Die nächste Behandlung Rawsons aalt seinem an der Front befindlichen So HU. Dabei flocht er die Erzählung zahlreicher von ihm vollführtev Wunder ein. So berichtete er, daß ein Offizier durch seine Behandlungsmethode so nnverwundbar geworden ^i, daß er stundenlang lächelnd und schiltzlos nriiten im schwersten Trommelfeuer, geradezu dicht vor den heulenden Schlünden der feindlichen Geschütze stand, ohne daß dies ihm irgendlvie 'zamr Schaden seicht hätte. Weiter erzählte er, daß vor einem der letzten ZcpvÄÄumgriffe der erhabene Geist ihm verkündet habe, daß die Zeppeline das große Lazarett in Birrnmgtzanr vernichten (wollten. Durch seine Methode der Gedanken konzen tration aber habe er dieses Unheil abgewandl. Der beste Beroeis hierfür sei, daß das Lazarett noch heute stehe. MS ec dann die Zuhörer mit immer größeren Auffchneidereisn berauschte und sä^lieUich erzählte, wie einmal ein Irrsinniger sich mit geballten Fäusten auf ihn gestürzt habe, wie aber infolge seiner Beschwörung kein einziger Schlag ihin habe treffen können, war mir dies demr doch zu viel. Ich erhob mich und fragte: „Wollen Sic damit sagen, daß, wenn ich vor Sie Untreren und Sie schlagen wollte. Sie mir dies auf rein geistigem Wege unmöglich machen könnten?" „Mein lieber junger Freund." erwiderte Herr Rawson salbungsvoll und Kugleich ein klein wenig besorgt, „ich versichert Ihnen, daß kein einziger Schlag mich berühren könnte." „Gestatten Sre also, (bttfe ich es versuche?" fragte ich tveitcr. ,/Wenn sie es> wünschen," enlgegnete Rawion mit einem etwas kläglichen Lächeln, „aber Sie können mir auch so glauben, daß ich die Wahrheit sage." „Kann ich es gleich jetzt machen,?" fragte ich kurz. Herr RarHon. ivand sich auf jede mögliche Weise und suchte iniiner wieder das Thenm zu ivechseln. Lbber ich ließ nicht locker Mid trat dicht vor ihn hin. „Bitte." flüsterte «er. „machen Sie nur ja steine Szene." „Durchaus nicht," erwiderte ich kühl, „beginnen Sie nur ruhig mit Ib.er Beschwörung." Rarvson machte ungehsuerliche Glo.augen und keuchte in überirdisch befeistendern Tone: „Sie — werden —> mich nicht — berühren!" Es würbe unheimlich still im Raum. Ich bog mich zurück, hob den Arm und fragte: „Jetzt, Herr Raw- son?" Rawsons Llugen flackerten, er ettoiderte nichts. Ich beugte michwjeder vor und schlug ihn ordentlich unters Kinn. Er sank auf seinen Stuhl, wackelte mit dem Kopf und rief: „Aul"... Ich verließ den Ort der Geschehnisse und habe nie Meder etwas von, Herrn Rawson gehört. 180 Schilling Eintrittsgeld — soviel hatte man mir abgeknöpft — war keine geringe Summe, aber ich finde doch, daß die Sache sich bezahlt gemacht hat."
Vermischtes.
* Sie europäisierten japanischen Augen. Wie »Tit-Bils* zu berichten weiß, sind die Japaner nicht nur unentwegt bemüht, sich in allen Dingen der geistigen Bildung und der ganzen Lebensart den Europäern anzupassen, sondern sind bestrebt, auch die charakteristischen Merkmale ihres Aeußeren nach Möglichkeit zu verwischen. Seit ein paar Jahren nämlich ist in Japan eine Operation geradezu Mode geworden, durch die die mandelförmig geschnittenen Augen der Japaner eine europäische Form erhalten. Der Chirurg macht einen etwa l)i cm langen Einschnitt am äußersten End- jedes Auges, von dem Pnnkt allsgehend, au dem sich die beiden Lider vereinigen Dann dehnt er die Haut der Augenlider lind die Augenbrauen und klebt ans die Wunde ein schon vorbereites Pflaster. Nach einigen Tagen ist die Wunde völlig vernarbt, dos Auge hat seine ursprüngliche Form verloren u,ld kairn niiii mit seinem schönen Oval rmt den schönsten europäi- schen Allgen korlkurrieren. Die Operation verursacht demjenigen, der sich ihr lmterzieht, keine Sch,nerzen und keine Unannehmlichkeit außer de»', dein Chirurgen 2000 Mt. zahlen 511 muffen. Viele amerikanische »rnd europäische Aerzte, die zu Spezialisten dieser Operation wurden, haben in kurzer Zeit recht ansehnliche Vermögen erworben. Unter ihren Patienten befanden sich bekannte Politiker Japans. Alan behauptet sogar, daß der Mikado seine Augen europäisieren ließ.
* W a r,l m gähnen wir? Keilleswegs ist das Gähnen inuner ein Zeichen der Nlihebedürstigkeit. Wenn unferc Organe untätig waren, das Blut langsam durch die engen Adern schlich, und jetzt nelie Ausgaben, nerle Ansprüche an »ms herantreten, dann recken wir unsere faulen Glieder, strecken die krampfhaft gesteiften Arme in die Lust, strammen die breit gestellten Beine »ind legen den Kopf steif in den Nacken. Wozu? Um unsere Muskeln auszu- preffen, damit das schlechte, schlackige, verbrauchte Blut zurückfließt ius Herz, und Platz macht dem hellroten, frischen, das neile Nahrung, frischeli Salkerstoff hineinträgt in die lebensdllrstigen Glieder. Denselben Ziveck hat wahrscheinlich auch das Gähnen: dab Gehirn
aufzufrischen, er zu befreien von dem trägen, langsamen Blut, daß erquickendes, sauerftoffbeladene« einströmen kann: Wir öffnen ganz automatisch, krampfhaft den Mund, holen tief Atem und halten tbn an — der luftgeleerte Brustrallm saugt das Blut ins Herz zurück — die HautmuSkeln des HalseS straffen sich, daß das Blut au» den großen Droffelvenen hinabfällt ins Herz. Es ist eil, köstlich Ding, das Gähnen, wenn auch wenig höflich und nicht schmeichel- haft für den Anwesenden; beweist es ihm doch, wie ivenig Anregung er unserem Gehirn geboten.
vücherttsch.
— Dem Abbruch der diplo,natischen Beziehungen zwischen Deutschland und Anierika ist die. neueste Nummer 3842 (KriegS- nummer 133) der .Leipziger Illustrierten Zeitung" (Verlag I. I. Weber) gewidmet. Im Leitartikel .Der neue Abschnitt deS Weltkrieges* beleuchtet der bekannte Parlamentarier Graf Westarp die gegenwärtige Lage. Den deutschen Einfluß in Amerika und die kultlirellen und politischen Beziehllngen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten behandelt Louis Viereck in dem Artikel »Deutschland und. Amerika*, dessen Ausführungen durch trefflich gewählte Illustrationen eine wertvolle Stütze erhalten. Ueber die »Zusammensetzung der Nationatitätel, und Raffen in den Bereinigten Staaten" plaudert O. Sperber. Das deutsche Element in den Vereinigten Staaten und seine berufliche Gltederuleg veranschaulicht eine charakteristische Karte. Einer der besten Kenner des »Lande« der unbegrenzten Möglichkeiten", C. A. Bratter, bringt uns in seinem Artikel über »Tie a,nerikanische Seele" der Erkenntnis der Wesenszüge Uncle Sams wesentlich näher. Die »Wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Dentsckland und den Vereinigten Staaten* schildert die sachkundige Feder E. FitgerS (Bremen). Eine Reihe statistischer Zeichnungen führt die Zusammensetzung der Bevölkerrmg der Vereinigten Staaten, den Verdienst der amerikanischen Kriegslieferanten, die Ein- und Ausfuhr von und noch Deutschland im Jahre 1913, den Wert der in den amerikanischen Häfen stilliegenden 63 deutschen Handelsdampfer im Verhältnis zu den deritschen Kriegskosten u. a. m. vor Augen. Ueber den verschärften U-Boot-Krieg rmd den Minenkrieg belehren Zeichnungen von Willy Stower, Schmidt-Hamburg, Kurt Hassenkamp, eine Karte der Sperrgebiete, ein Durchschnitt dllrch einen deutschen Tauchboot-Minenleger und ein Artikel über den »Mineu- krieg*. Auch der Krieg ist durch inehrere Zeichnllngen und Aus- nahmen berücksichtigt. Zllm 60. Geburtstage Max KlingerS bringt die Nummer einen reich illustrierten Beitrag über die neueste Schöpfrlnq des Meisters, die Radierungen-Folge „DaS Zelt*. Tie feine Kunst deS verstorbenen Landschaftsmalers Gustav Schönleber zeigt die Wiedergabe seines Genläldes „Brügge*.
— DaS literarische Echo. Halbmonatsschrift für Literaturfreunde. Verlag: Egon Fleische! & Co., Berlin W. 9. DaS 1. Märzheft ist soeben mit folgendem Inhalt erschienen: Georg I. Plotke: Max Ludwig; Max Ludwig: Autobiographische Skizze; Hugo Kersten: Aktivismus; Alfred Biese: Theodor Storni in Briefen; Martin Somiuerseld: Erlebnis und Schicksal; Max Zobel von Zobeltttz: Ein vergessenes Stück von Malß. — Echo der Bühnen. — Echo der Zeitungen. — Echo der Zeitschriften. — Echo des Auslandes. — Kurze Anzeigen. — Notizen. — Nachrichten. — Der Büchermarkt.
— Kürschners B ü ch e r s ch a tz. Band Nr. 1102/1103 : »Au« einer ostpreußischen Kleinstadt." Roman von Georg Wasner. 190 Seiten Umfang. — Preis 40 Pfg. — Herm. Hillger Verlag, Berlin W 9, Potsdamer Straße 124/126.
— Seime Lagerlöf: Tale Thott, Das Schatzkästlein der Kaiserin, Die Grabschrist, Die alte Agneta, Die Geisterhand. — Verlag der „W e l t l i t e r a t u r", München 8, Färbergraben 24. Preis 10 Pfg.
— Die Arche, Roman von Werner Schess. Mit einer Vorrede von Georg Engel. (Verlag Ullstein & Co.), Berlin.)
— »Völkerkrieg" (herausgegeben von Dr. C. H. Baer, Verlag Julius Hoffmann in Stuttgart). „Das Deutsche Reich während des dritten KriegShalbjahrcs" heißt die Allfgabe, die in den Heften Nr. 111 und 112 behandelt wird.
Taujchrätsel.
Angel, MarS, Zahl, Weib, Bund, Horn, Reis. Rost, Kater, Mund, Haus, Zecher, Mond. Wonne, Netter, Mahd, Bllch.
Von jedem Wort ist durch Umtausch eines BllchstabenS an beliebiger Stelle ein anderes Hauptwort zu bilden, jedoch so, daß die neu eingefligten Buchstabeu eine glänzende Waffentat der Mittelmächte ans dem Balkankriegsschauplatz benennen Auflösung in nächster Nummer.
Auflösung der Pyramide in voriger Nummer: E
E i Ire Bier Brief Fieber
Vchristlettuna: Fr. R. Zsnz. — Zwillingsrllnddruck und Verlag der Brühl'schen UniversitätS-Bllch- und Stetndruckerei. R. Lange. Gießen.


