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bürg" eine so vorzügliche Grcttta, ergab, so dürien wir mit Bestimmtheit erwarten, daß sie in einem besseren Kartoffeljahr, wie eS das Jahr 1917 hoffentlich fern wird, erst recht die in sie gesetzten Hoffnungen erfüllen wird . . . Die Kartoffel ist natürlich nicht das erste unserer Nahrungsmittel, das den Namen des Generalfeld- marfchalls von Hindenburg zu tragen die Ehre hat. Viele landwirtschaftliche. auch gärtnerische Neuzüchtungen, wie Erdbeeren, aber auch Rosen, Astern, Chrysanthe,neu usiv. sind der Kartoffel vorangegangen. Auch Hindenburg-Heringe gibt es oder richtiger gesagt ha, es gegebea bis zu der Zeit, in der nach Festsetzung u£m Höchstpreisen die Heringe vom Markt säst gänzlich verschwunden sind. Auch in. der feldgrauen Namenwelt darf selbstverständlich das Wort Hindenburg nicht fehlen. Speckerbsen heißen im Felde ganz allgemein Hindenburggranaten, und die Marmelade, die hm- sichlllch der Reichhaltigkeit und Vielseitigkeit der feldgrauen Na,neu einen von keinem anderen Gegenstände auch nur annähernd erreichten Rekord geschaffen hat, hört auf so schöne Bezeichnungen wie Hindenburg-Butter, Hindenburg°Cren,e, Hindenburg-Fliegen- länger (= Fliegenfängerlei,n) usw. Ter letzte Name hat sicher Bezug auf den noch heute im Felde viel gebrauchten Ehrenbemamen Hindenburg»: »Ter Rusienfänger. . .* Noch aus einem besunderen Grunde, so schreibt uns ein Mitarbeiter, darf man den Sieg der KartoffeUorte .Hindenburg" freudig begrüben. Er wird hoffentlich ein für allemal dem leider noch viel gebrauchten, aber gänzlich unrichtigen Sprichlvort ein Ende machen: .Die dümmsten Bauern haben die größten Kartoffel,i\ das noch verschiedene .gebildete^ Umschreibungen erfahren hat, wie etwa: .Tie in der geistigen Entwicklung und Intelligenz am meiste,» zurückgebliebenen Oekonomen pflegen bei der Kartoffelzucht die glänzendsten Resultate zu erzielen. Ta» Sprichwort ist in der ersten Zeit des Kartoffelanbaues iu Deutschland entstanden, als man die rationelle Pflege und dre Kulturbedtngungen dieses neuen Zweiges der Landwirtschaft noch nicht kannte und sich bei dem Anbau der netten Frucht ganz dem Zufall überlassen mutzte. Da kam es häufig genug vor, datz ein tüchtiger und intelligenter Landwirt eine Mißernte in dieser Knollenfrucht zu verzeichnen hatte, während sein beschränkter und minder strebsamer Nachbar um so n,ehr von. Glück begünstigt ivurde. Heute liegt aber die Sache ganz anders. Heute hat nur ein intelligenter Landwirt auf die Tauer Erfolg in der Kartoffel- zucht, und da» in Rede stehende Sprich,vort trifft nur dann zu. wenn man eS in fein vollständiges Gegenteil umkehrt: .Tie klügsten Bauern haben die größten Kartoffeln." Hoffentlich trägt der Sieg der .Hindenburg"-Kartofiel das Setnige dazu bet. um der fachlich durchaus berechtigten und begründeten Umkehrung des vielzitierten Kartoffel-Sprichwortes in den weitesten Kreisen Anerkennung und Geltung zu verschaffen.
* Albion in Nöten. Uns wird geschrieben: Der Mangel an Laderaum, verursacht durch die außerordentlich starke Heranziehung von Handelsschiffen zur Kriegsdienstzwecken und durch die immer energischer werdende Tätigkeit unserer U-Boote, macht sich Orangeat, das bis ins Unerschttnngliche steigt, tvird bekanntlich nicht bei unseren Feinden, und vor allem M den Engländern, immer unangenehmer bemerkbar. Ec spiegelt sich besonders in den vielen Vorschläge,! zu seiner Behebung in der Presse deutlich ab. Dazu tritt der Mangel an See- und Schanerleuten, sowie an sonstigen Arbitern durch die bis znr äußersten Grenze der Möglichkeit getriebenen Einziehungen zum Heeresdienste und pur Munitionsherstellung. Die Folgen »eigen sich sehr deutlich in dem schnellen Steigen der Preise fast aller Lebensmittel und Bedarfsartikel. Hand in Hand damit verliert das Geld täglich an Zablkraft. Mögen die Bankkurse noch so schön zu stehen scheinen, die machte
schon im vergangenen April darauf aufmerksam, daß der Sovereign (daS englische Pfund Sterling) nur mehr eine Zahlkrast von 11 s. 2 d. habe, und das ist inzwilchen noch ganz bedeutend schlimmer geworden. Als neuestes Hilfsmittel zur Steigerung der Ladefähigkeit der rwch für Handelszwecke verfügbaren Schiffe empfiehlt die „Times" jetzt die Ausnützung der durch Schutzbauten gesicherten Teile des Oberdecks auf den Dampfern, mrd der Verfasser rechnet — auf dem Papier — hierdurch einen Zuwachs von 250000 Netto- Tonnen an Frachtraum Herauls. Diese Zahl ist natürlich, um den Lesern eure kleine Freude zu machen, chel zu hoch gegriffen. Der durch die Ausnützung der Schutz-Decke vermehrte Laderaum ist natürlich nur für einzelne Waren zu verwenden, die dem Verderben durch die Feuchtigkeit nicht ausgesetzt sind. Nebenbei käme einerseits die Frage doch sehr in Betracht, ob hierdurch nicht die Gefahr des Kenterns infolge der Belastung der Deckaufbauten zu sehr erhöht würde, tvährend andererseits jede einzelne Versenkung eines so bis zum äußersten vollgeladenen Dampfers einen doch umso empfindlicheren Schaden verursachen würde. „Uns kanns ja gleich sein .... desto besser gibts aus," sagt man auf gut münchnerisch. Auf jeden Falt geht aus alledem die Notlage der Gegner recht deutlich hervor. Das Gejammer, Geschimpfe und die Hin und Herraterei in der Presse, die Benichung von Linienschiffen zu Truppen- transporten (wie im Falle „Susfren" und „Gaulois"), das alles läßt uns einen tiefen Blick in die wirkliche Lage unserer Feinde tun. Jedes von uns neu in den Dienst gestellte U-Boot wirkt auf sie wie ein furchtbares Menetekel; dabei wächst die Zahl dieser Boote naturgemäß ständig mit der weiteren Dauer des Krieges, und mit ihr reichst die Zahl der versenkten feindlichen Schisse, und damit steigt
bür die Gegner langsam und sicher das grauenhafte Gespenst der Not und des Hungers herauf, das sie so gern über uns verhängE hätten.
vüchertisch.
- Neue Irauenklei dung und Frauenkultur. Organ des Verbandes für Deutsche Frauenkleioung und Frauenkultur. Schristleittlug Klara Sander, Else WtrminghauL, beide in Köln. Verlag der G. Braunschen Holbuchdruckerei n, Karlsruhe. Jährlich 10 Hefte in Hoch-Qilart mit zahlreichen Abbildungen und Zeichnungen auf Kunstdruckpapier, sowie S ch n i t t musterbogen. Preis fürs Jahr 6 Mk., fürs Halbjahr 3 Mk. Probe- beste »tnberechnet und portofrei. - AuL dein Inhalt des Februar- Heftes : Sprachreinigung im Webstoffach. — Körperliche Kultur, vr meä. Fritz Weißwange, Dresden, -f. - Ein Beitrag zur Krieg»- 'trobe. — Ländliche Arbeitskleidung. — Verschiedenes: Neue Ge- sichtSpilnkte zun, Bevölkerungsproblem. — Von ehrena,nlltcher Arbeit der Frauen. — Der Film im Dienste der Aufklärung. — Bücherbesprechuilgen: Deutsche Feste und Volksbräuche. — Die Giltsfrail. - Die gebildete Frau ein Berater für den gesellschaftlichen und geistigen WirkunaS- und Pflichteiikreis. — Ter Krieg in den Tiefen der Me»,schheit. — Geschichte der deutschen Lyrik seit Claudius. - Vereinsmitteiluugen. - Beschreibung der Kleider. — Schnittmusterbogen.
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— Kürschners B ü ch e r s ch a tz. Band Nr. 1100: Stil l- vergnügte Geschichten. Novellen von Otto Ernst. — 95 Seiten Umfang. — Preis 20 P'g. — Herrn. Hillger Verlag, Berlin W 9, Potsdamer Straße 124/125.
Gietzener Hausfrauerr-Berein. Kochanweisungen.
Pichet ft einer: y* Pfund Schttveine- oder Rindfleisch.
2Vr Pfund geschälte Kartoffeln, 3 mittlepe Mohrrüben, 1 Stück Sellerie, 1 mittelgroße Zwiebel, etwas Petersilie, 5 Eßläffel Fett oder 100 Gramm Mark, V« Liter Fleischbrühe oder Wasser, Sal-, Pfeffer, Paprika. Das Fleisch wird in Würfel geschnitten., tm Kartoffeln in Scheiben, das Suppengrün in .feine Würfelchen, In einen gut verschließbaren Topf tut man das Fett, gibt eine Lage Kartoffeln darauf, dann Fleisch und Suppengrün, Sal» und Pfeffer. Ndrn fährt mit denl Einschichteu fort und legt als oberste Lage Kartoffeln, gießt Fleischbrühe oder Wasser über und kocht das Pichelsteiner stark an,. dann wird es bei mäßiger Hitze fertig gedämpft. Oeffnen des Topfes ist zu vermeiden. Kochzeit ly* bis 2 Stunden.
Quarkklöße. 500 Gr. gekochte Kartoffeln reibt man, mischt sie mit 375 Gr. fomgeriebenem Quark, fügt 50 Gr. Grieß, ymt{ Eßlöffel Mehl, Salz, Pfeffer, 1 kl. geriebene Zwiebel und etwas gewiegte Petersilie (jin^u, formt längliche Klöße von der Masse. Sie werden flachgedrückt, in Fett lichtbcauu gebraten und zu grünem Salat oder Spinat gegebeil.
Schmarn von Quark. 500 Gr. Quark rührt man recht fern, gibt 1 Eigelb, 1 Eiersatz, 40 Gr. Grieß oder Maisgrieß, 50 Gr. Mehl, 100 Gr. Zucker, 30 Gr. »erlassenes Speisefett und soviel Ddagev- oder Trockenmilch hinzu, daß ein dickflüssiger Teig ^entsteht, unter den man den steifen Schnee des Eies zieht. Mcür backt dünne Pfannkuchen von der Masse, reißt sie mit der Gabel in Stücke, röstet sie mrter ständigem Rühren weiter, bis sie überall goldbraun sind. Man gibt k«des beliebige Obst dazu.
vilderrötsel.
(Auflösung in nächster Nummer.)
Auflösung des Rätsels in voriger Nummttl Ecbneestnrm.
Schrntlettung: Fr. R. Zenz. — Zwlttmgsrnnddruck und Verlag der Brühl'scken Universitäts-Buch- und Steiudruckerei. R. Lange, Gieße»«.


