gctüm# zu verschwinden. Ist daim der Befehl zur AvsahirL eingetroffen. so durchschlneidet das mit Blumen und freundlicherr Reisern geschnrückte Boot freudig und in ft-ohester Stimmung die dunklen Fluten des Hafens. Ist das U-Boot dann auf (xiher S« untergetaucht, so späht der Kommandant eifrigst am Lehvohn in die Ferne nach dem gesichteten Feinde. Nur kurze Zeit darf er das verräterische Glasauge des Lehrohrs über den NreeresspieyÄ hinausvagen lassen. Eilend muß es nach kurzem Rundblicks wieder in die STuete des Ximnirnwm verschneiden. Unsichtbare elektrische Kräfte besorgen diese Arbeit, durch kur-zei: Tr,uk auf die KnöAe bairnlos betätigt, als wollte man den Kellner oder das Stubenmädchen eines Hotels herbeirufen. Nur ein einziger kurzer Druck genügt so, und geborgen sind »vir vor den neugierigen Blicken des Feindes. Oft können nur bei klaren: Wasser und hellem Grunde, besonders wenn heller Sonnenschein aus der Meeresoberfläche spielt noch nach Aussä-attcn allen künstlichen Lichtes klar und deutlich sehen, so daß es keine Schwierigkeiten bereitet, zu lesen. Oft tun wir das, häufig sind wir sogar dazu gezwmrgen, um elektrischen Strom siparen. Term sehr sorgsam müssen wir ja danach trachten, nicht durch unnützen Verbrauch des kostbaren Schatzes der elektrischen Kraft die mögliche Zeitdauer unserer Berwendungs fähig- kcit unter Wasser zu verkürze». Bor allem aber schluckt d:e elektrisch betriebene Heizung sehr viel von diesem Stromvornat, und wehe dem Boote, das nicht rechtzeitig hierin sich die größte Sparsamkeit auferlegt hat. So heißt es denn, lieber etwas frieren, als nachher mit der Äektrischen Kraft zu früh „blor" zu sein (See- mani^sausdruck für „alle sein"). — Aeußerst schwierig stellt sich das Schießen von dem niedrigen hin- unb herrollenden Teck des U-Bootes dar. Klatschend hauen die Seen auf das Oberdeck des Bootes, wie auf Geschütz und Leute. Oft stoßen sie alle Mann vom Geschütz weg und schlagen auf die Platten des Decks nieder, ja oft reißen sie alle Leute mit Gewalt mit sich über Bord in die kühlen Fluten. Doch jeder Mann der Geschützbedienung hat sich wohlweislich mit sicheren Stricken an irgend eine Stelle des Tecks oder seiner geliebten Kanone festgebunden: so können sie alle sich gegenseitig wieder Heraufziehen an den Geschützstand, um bald, von Wasser triefend und wütend um sich spuckend, mit desto größerer Begeiste- rung ihrem Gegner die nächsten tödlichen Wundei: beizubringcn. Wären die Augenblicke nicht so verzweifelt ernst, man müßte lachen über die immer Meder hinpurzelnde 'Geschützbedienung, die mit immer höher gesteigerter Wut von neuem an ihre Kanone krabbelt, um den nächsten Schuß zu lösen.
* D er t or p e di er t e H a h n. In der neuesten Nummer von Del Hagen L Klassings Monatsheften erzählt Korvettenkapitän Frh. von Forstner in der interessantesten Weise vom Leben an Bord unserer Unterseeboote. Wir entnehmen diesem Auffatz ein lustige- seines Geschichtchen. — Es war im Frühjahr vorigen Jahres. Weit draußen im Atlantischen Ozean hatte unser Boot einen feindlichen Dampfer mit kostbarer Ladung ahgefangen. Er wurde ange- Arlten und die Mannschaft nach Durchsuchung zum Verlassen des schrffcs aufgefordert. Eilends verließen die Leute, sichtlich froh, chr Leben retten zu können, auf Signalbefehl das Schiff in den zahlreichen Rettungsbooten bei ruhigem, schönsten Frühlingswetter. Das letzte Boot war glücklich von dem Dampfer abgestvßen. Ich vütte mich an das Ziel-Sehrohr begeben und wollte gerade dem verfallenen Opfer de:: Gnadenstoß durch einen wohlgezielten Torpedoschuß versetzen, als eine schreiende Stimme mich fast um meinen Trester gebracht hätte. Von der Stelle eines anderen Sehrohrs erscholl es nämlich, fast ängstlich besorgt, durch ein weit geöffnetes Sprachrohr zu m:r herauf: ,Her Kapitänleutnant l Herr Kapitän- ttutnant! , so daß :ch Veranlassung nehmen mußte, mich nach dem Grunde des Zetermordios zu erkmüiigen. @3 konnte ja irgend jemand eute auf uns lauernde Gefahr bemerkt haben, auf die er mich aufinerttam machen wollte. Doch mehre Frage: „Was ist denn eigentlrch Meder los?" wurde nur prompt und ruhig von der jetzt erkannten L-ttmme meines Koches damit beanüvortet: „Herr Kapi- tonleutnant, können Hühner eigentlich schwimmen?" Etwas er- stmmt mußte rch zunächst lachen, doch seine weiteren Beteuerungen: „Auf dem Achterdeck, da laufen ja lauter Hühner herum, und morgen nt doch Sonntag!" ließen auch mich bald eine stattliche Hühner- »ctwr erkennen, aus der hochgestapelten Ladung des Dampfers fried- emhenvazrerend Doch nicht lange durfte das ländlich glück- lläÜrv* dauern. Schnell sich nähernde gefährliche Rauchwolken seniottcher Torpedoboote zwangen zu raschem Handeln. Mit dump- fem Knalle barst das stolze Schiff wenige Sekunden später in zwei Teue. Nur einen Hahn gelang es nEr noch nachher aus dem Trummerstlde lebend zu retten. Er sollte nicht lange aus die üibier sein weiteres Schicksal enftchewende Fleischkarte zu warte:: haben. Die KAEN Kameraden aber besuchten mich noch lange Zeit aus Grund« dieses harmlosen kleinen Erlebmsses mit ähnlichen Fragen zu necken Me: „Sag mal, wann grbt es eigentlich wieder bei dir an Bord torpedierten Hahn zu essen?" '
. ^ 0 ^."meri ka nischeS VSlkergemisch. Anläßlich
i tnc ^-,^ 0 'natischen Beziehungen zu Amerika dürfte ein B.tck aui die Zusammensetzung der Bevölkerung Nordamerikas von Interesse sein. Bei einer Gesamtsumme von 109 Millionen Bewohnern im Gebiet der Vereinigten Staaten von Nordamerika sind rund 81 Millionen Weiße: mehr als ein Fünftel ist demnach
^ eingeborenen Amerikanern weißer Hautfarbe stamme«
nur49Millionen ab. der Rest - und da» ist nahezu die Hälfte! — ist entweder selbst erst etngewandert (13 Millionen) oder doch von etn- k^^Ert.n Eltern geboren (IS Millionen). In den Städten tritt ^'Moren. Amertkanertum noch mehr in den Hintergrund. ^ nsttSbureau hat in den 226 größeren Städten Erhebungen darüber angestellt, und e« ergab sich das überraschende Resultat.
lO^srnr?!* bcn runb - 28 .Millionen Bewohnern dieser Städte nur ^Millionen von eingeborenen Amerikanern herstammten. Bon ebensovtelen waren erst die Eltern, die übrig bleibenden 8 Mtl- Iren"m!d^^"s^^ selbst -ingewandert. Hauptsächlich sind e« X " j}?i b bte l* lense.tS des großen Teiche« eine neu.
9. bcn ""^en. Bon den oben erwähnten 32 Millionen L'^Muen oder von eben Etngewanderten stam.nendeu
n t lt *L ?i a ! 0 1 en irischer bezw. englischer Abkunft; nicht viel weniger betragt der deutsche Zustrom (8,8 Millionen).
io[en <U S^ b fejI be iolgt Italien mit 2,7 Millionen, während
Millwn^rL-nl-md ' " nb 9?0rro ‘ fl ' r m " J* "n«
Vars man in einer Mietwohnung Meintierzucht Neiden?
h-r o°n^^n?wn Tieren ist - wie der juristische Mitarbeiter der Zeitschrift ,Dles Blatt gehört der Hausfrau- schreibt — für ?„!! x b,c 0l v b,c ^Enntzr-.ng von Mieträuinen angewiesen
W durchaus von der Genehmigimg de« Hauswirts abhängig.
lfl 1«. auch in viele,» formularmäßigen Mietverträgen, wie sie z»unal in großen Städten üblich sind, ausgesprochen
* b " rd) b ?r ^ riefl lich manches verändert haben, was ,u e" wohl gerecht,ertigt war, so wird doch keinesfalls eine ' veränderter Umstände außer Kraft ge-
bleibt diese Genehmigungsklausel, und n:an n,üßte Wwkung t£t m ' ° b riC nld,t tI,rCUl nach eine beschränkte
"i 0 !*! '"lt glltem Grunde annehmen können, daß das Halte»! von solche», Tieren, die nie a»,s dem Hanse heraus- keme Geräusche verursachen, nicht unter die Ge- »Ä^""^klaulel fallt, rnsbefondere also z. B. daS Halten von Kaninchen. Tie Tatsache, daß unter Umstanden durch Kaninchen Ungeziefer sich ,m Hause festsetzen könnte, ist wohl eine zu ent- könnte ^ ba ^ borau ^ daS Uutersagungsrecht gestützt werden
J? 5n J cn l,nb H"hnern dagegen wird man mit n rt « d <sS! ; bö8 ^ e l$-2J. lec ' das Gackern »nb Krähen, daS Halten von Schweinen mit Rücksicht auf daS Gegrunze ,»nd den Geruch wohl für unzulässig ansehen müssen. ™
.. «!!!® runb hbS MretvertrageS hat der Mieter nur das Rech
in« .f«. 2 äU beU \ w ® r 5 trO0e vorgesehenen Gebrauch. Wer
also e^ne Wohnung mietet, erlangt nur daS Recht, sie zum Fwecke de. Wohne.»? und die Böden und Kellerräume zu de.n mit dem Wohnen verbtmdenen Zweck (Ausbewahren von Sachen nsw.) zu benutzen. D,e Benutzung von Wohnränmen mit Zubehör als Stäöe wurde daher nur dann zulässig sein, wenn sich die Tierhaltung^ ^u C u* Cn ^dlt, daß darin eine Aeuderung des ur- 8U ^blicken ist. Jede Verursachung und Gerüchen, die über das allgemein übliche Maß htnauSgehen, m..rde als ein Mißbrauch der Mieträume anzusehen und dar:lm rmzulässig sein.
t. ä ‘ S;- bn8 Halten eines HundeS. obwohl er ae-
legentltch bellt, unznlästig dagegen das Hatten eines KläfferS. '^u.
zweifellos daS Hallen von Kaninchen, vielleicht auch Hatten von Federvieh m geringem Umfange; sowie aber die Nachbarschaft m erheblicherem Dtaße gestört wird, würden außer ttcht habe,7 ^ vielleicht auch die Mieter selbst ein UntersagungS-
Hätfef.
A», der Front.
Wir lagen tm Schützengraben voll Ruh'.
Das Erste deckte alles zu.
Da sprach bedächtig der lange Gefreite:
„Ich glaub', he,U wagen die Feinde das ^wefte.« Er hatte nicht Recht. Doch da« Ganze wild Brauste bald über das Schlachtgefild. ZL
Auflösung in nächster Nummer.
Auflösung der Schach-Aufgabe in voriger Nummert Dreizüger von G. C-hocholouS:
W. K h2, Db5, Sa6, i5, Bb6, d7.
Schw. Kd8, Lfß, Sd3, h7, Bb4, e 5, 14, ^6, 1,4.
1. Db5 —dö, Sei; 2, Da8fufro. I., 8sb-
2- Dg8t. - 1.8 f 8 ; 2. 8 b 8. - i....’., ’
Df 7 8*b8 17 1 . 2. 87; 2. S c 7: . — S)ro()mtfl: ’8. D»6,
e^rpUtmmgr Fr. N. - Zwillingrrunddruck unb V-rl», der Bn'iMch.» Univ°rMä>z.Buch. und s,-iudruck-r.b
R. Lanae. Gießen^


