Ausgabe 
20.1.1917
 
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hrie sein lebensvoller Bauemparlamenkarier Josef Filser seine un* orthographischen Briefe schreibt, wie er die Mrodie zu satirischen Wirkungen ausnutzt. So ist denn auch im Drama ein höchst ein­drucksvoller Dialog seine Hauptstärke. Die dramatische Handlung begnügt sich mit packenden (Gegensätzen, ohne eine seelische Ent­wicklung der Handelnden darzuftellen. Wie Ln der Novelle, so ge­lingt ihm im Einakter sein Bestes. Gleich sein erstes Stück, die 1901 erschienene KomödieDie Medaille", zeigt den ganzen Thoma ,n seiner Kunst, jeden Menschen seine besondere Sprache sprechen »u lassen, die Gegensätze z«u einem Höchst komischen Konflikt zu­sammenzuballen, zngt aber auch seine Grenze:^ die in einer auf- drnngllch betonten Tendenz und starken Einseitigkeit der Charakle- rrstik liegen Sein Stil nähert sich stets der Karikatur, ist aber so ganz mrt Natur gesättigt, daß er die Linie des Künstlerischen nicht verlaßt. Auch weiterhin hat Thoma in seinen erfolgreichen Dramen ^Ersinngen in kleinem Format gegeben, in dem um gf^ftalt seines Filser herumgeschriebenen SchtvankErster Mfe , m dem dre sexuelle Aufklärung köstlich verspotterrden Lust­spielLothchens Geburtstag", in dem Einakter, der die Gestalten ,^eit" aus die Bühne bringt. Die größeren Werke, wie Die Lokalbahn ,Moral",Die Sippe" befriedigen weniger. Die neueste Enlwickllmg Thomas geht immer mehr zum Volksdichter, ? ?em einfachen, schlichten Ton des Volksliedes und des Volks- ^seine höchste künstlerische Kraft. Einzelne seiner Soldatenlieder, vor allem auch die schöner: schmucklosen Gedichte, m Smege geschrieben hat, werden fortleben. Drama- tische Wucht und starre Größe liegt in seinem BolksstückMagda- Schicksal eines a:ls der Großstadt ins Dorf zurück- Bauernmädchens nnt ergreifender Tragik malt. Immer Ä^chrn solchen Werken von jeder Tendenz und jeder u.nd so konnte er auch dm kühnen ge-- ^ fernem letzten Werke wagen, die urcwigen Vor- des Werhnachtsevangel-umS in den Vierzeilern des bayeri- >udwia^Tbnn.^ uachzuerzahlen. Die bayerische Volksseele, die ^ .^fer erlebt hat als irgendeiner vor ihm, verleiht f ret ? cn und edlen Klang: als der tendenziös

Praktisches Flicken und Stopfen.

Pöltschen Frauenzeitschrift »Die« Blatt ^ört der Hausfrau die folgenden beherzigenswerten Winke, die zeigen, was alles zum richtigen Stopfen und Flicken nötig Kt.

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^ ruS' b f!L ° b " ähnlichen Gewebe, verwendet!

burch^väscht nicht zur V-rtügung. neuen Stoß zuvor

mlir^ren Flick.''auS Wt * ^ 3 "^" ****> b °> Won °»f-^r7iu?°hd" 8liCfCn ln 'nd-ng-rad-r Richtung mit dem Stoff

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! ber s Ci L e ma(,t obec einen Saum flickt, sondern Naht °d7r d-m Sm.u7v->7ind'.7 ''E'' *""" Wieber m " bec

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r-i r! n « 11 b ? im bessern mit der Maschine einen größeren Strch einftellt und daß die Spannung nicht so fest ist.

,® a6 . man bei S?chen, Einsätzen, Stickereien, die an einzelnen Stellen beginnen mürbe ju werden oder zu reißen dünnen St^fs oder alten, ähnlichen Besatz daruntersetzt. * ^

Daß man diesen entweder mit der'Hand von links aussäumt »der lhn mit Durchziehstichen von rechts befestigt.

* vöcherttsch.

BlümltSalp. Volksmärchen aus den Walliser Bergen gesammelt und erzählt von Iohs. Jegerlehner, mit Illustrationen von Enka von Kager. Verlag Jrodeinns, A.-G., Basel. Iegor- lehner hat die Geschichten an« den Walliser Beraen der Vergessen-

Sein neues Weihnacht-buch ist mit dem aanzsn - bet bcn Sagen und Märchen au« bem ijn-

m un lvcc ^krge immer eigen bleibt. Er h«t ^«

2 / flf ? r Ä verstanden, uns ln der Sprache der Berg« natmlich und frtlch von den sagenhaften Begebenheiter aus ver- ga igener Ze't zu erzählen und sie uns auf heimelige Art näher- (ü?f! U tßf n < ^ Illustrationen von Erika von Kager, einer in Graubüirden lebenden Künstlerin, bilden eine feine und zugleich

humorvolles^ Verstärkuug der Erjähluugen. E« sind östlich?

Lbara,Ä l. hX*?! ^ u° V W Antreten und dem ganzen den Charakter lebensechtester Unmittelbarkert geben.

ktietzcner Hausfrauen-Bereitt.

Kochamvcifungen.

oder Er.dkohlrabi, in NorddeutfchlanS S t c ck r ü b e ^enanul, wird m vrelen Städten zur Karwffclstreckuna *». « auch bei u3Wb Ä'SS

^, I L^ Cr m £tn f ?C ' Sf ^ä* n ' ,ui ^ dw Kohl^

7,s ©eiwilfe« gemrM, verwerten&t. Mau

^.Kohlrüben nrch, t ab kochen,' sondern des strengen

in^w^nla K! K^ Über& ^ stehen lass^^d

Brühe dämpfe::, am besten im Bratofen oder in der

bera?Ellt^M^ ** empfehlen:st die nach untenstehender Anweisung v ^Oestellte M a r m e l a d e aus Kohlrüben und Aepfelu.

W Kohlrüben können genau wie rote Rüben süß-sauer ein- gemacht werden und halten sich dann längere Zeit '

S°rr li e ? ? ^^?^^^urichten mit Kartoffeln, rötest Rüben, Sellerie, Aepfeln und Resten von Gemüsen.

Kohlrüben m:t oder ohne Fleisch und Karkas- Flellch 9 ^ 2 Mund Kartoffeln, 160 Gramm

Erna ^Ä^dln 1 Eßlöffel Zrmebeln, Fett, Salz,

S StLnde vorgckocht, die Kohl-

LuL^Lmpst. ^etzt obeirauf gelegt

Mit Sauerkraut und Kartoffeln'

ZÄeln f°ett ri inh f auex ' fl ' flut ' 1 Pfund Kartoffeln'

oE/, Salz, Mmmel oder wenn möglich 12 Eßlöffel

wN mit ^ ^tzen werden vorder eM

^it den LLfkl7°"'> Slttatat « mrd ,V

Ro tVc SWfe Zus°mmenstcllung eignet sich Kohlrü b°n mik Kch b s/g S f . r /or U t und ^sonders mitGrünkohl.

Psm^Ae P t7/1,i?^^^EWlrüben oder Erdkohlraben. IV-

8 ?'»"" -S« L"LL?LL' läÄÄ

»ZML'L'W. SS, SgtSPk JM%

E Ko^en Zum Eindicken eignet sich auch Mehl -bpn v^!?^rs gekochte durchgedrückte Kartoffeln. Nach Be­lieben m:t Zucker oder Süß stoff gesüßt. N ahrhaft und sätllÄ

§chach-Aufgade.

Selbstinatt in drei Ziigeu.

Auslösung in nächste r Nummer.

Auflösung des Sillrenrätsels in voriger Nummert * Ebro Doab, Weintraube. Indianer, Gartenfest. T>ie Anfanasbuchstaben: Hedwig. Die Endbllchstaben: Robert.

Schnstlettung: Fr. R. Zeaz. ZwillmgSrunddruck u,:d Verlag der Brühl'fchen UniversitätS-Buch- und Stetndruckerei. R. Lange, Gte»^.

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