föott twrftrn tn feinem niedrigen Stübchen getan, als ein paar gläubige Küche rangen zn ihnr aufsahen urch ein kleines Der- warnt an dem seinen schlug. ~
Vermischtes.
* Nick Carters Ende Nick Carter ist tot. Er und seine -Sippe sind als Opfer des Weltkrieges gc starben. freilich sind sie mcht auf den Schlachtfeldern des Weltkrieges gefallen, sondern in .ihrer Heimat. in den Bereinigten Staaten. Die in York er- scheurende „Tribüne" widmet ihnen einen Niehnrütig-chuinoristischen vvachrnt, aus dem das Trum und Tran des Todes dieser Schurrd- roman Helden zu ersehen ist: der Verfasser eines Nick-Carter-Ro- mans sitzt eines Abends an seinem Schreibtische an der sonridso- vrelten Fortsetzung; versteht sich, daß er gerade bei einem spannen- den Höhepunkte ist: „. . . . Es mar ein Kampf aus Leben und Tod. -Zaa schleuderte das Mädchen zur Seite und erlvartete mit zorn- fun«1noen Augen das Devaiurahen der Bande, in jeder Dand einen aesMnnten Revolver. Zwei Schüsse unterbrack>en die Stille der
■ Z—T*." diesem dlugenlibck läutete der Fernsprecher: der
Verleger unterbricht die spannende Handlung und befiehlt: „Sofort d«^ Roman zu Ende bringen, das Papier ist loieder um 10 v. A. 9t t 9P L Aeußerster Unrsang: 100 Seiten." Ter Verfasser begreift gleich' worum es sich handelt, schafft auf wenigen Seiten die noch uvr^gebllebeuen Schurken aus der Ä9elt, führt das Liebespaar SUttklch zusammsr. schreibt darunter das Wort Ende und sieht sch ^ch einer ander«: Beschäftigung um. So ist es vieLsr von der Dlppe Nick Carters gegm^en: von d«n Augenblicke an, wo der Pa- prerpveis eine geroisse vöhe überstieg, waren die Nick Carter-Ro- mene nicht mehr wirtschaftlch, und es gibt nur noch wenige ameri- varwche .Verleger, die mit dem Devausbringen solcher Schund- ronrone fortfahren können, weil sie aus Grund langfristiger Verträge noch billiges Papier bekommen.
o i* ®i“* can «öfifd)eS Brevier zur Erhaltung der r •** ® « L m m U "L' der optimistischen Versicherungen der
Pariser Presse vermögen dock die Blätter selbst nicht zu leugnen, daß die Stimmung der französischen Bevölkerung nicht mehr sehr gesettiqt ist, weswegen man kein Aufpulverungsmittel scheut. Be- sonderS die jüngsten Einschränkungen und die Preiserhöhungen haben die Laune der Zivilbevölkerung erheblich verschlechtert. Wahrend die Pariser sich früher über die Einschränkungen tn Teulschland lustig machten, sind sie heute bereits ziemlich ver- blltert. da sie selbst von Tag zu Tag ihre Lebenshaltung mehr einengen muffen. So erschien denn, wie einer Mitteilung de« »L Oeuvre zu entnehmen ist, nunmehr unter dem Titel .Die Kunst mtt wenig glücklich zu fein*, ein aus Zitaten berühmter Schrist- uns Philcqophsn zusammengesetztes Buch, mit dem die französische Regierung auf. wie man auS einigen Beispielen er- sehen kann, ziemlich naive Weise die Stimmung zu bessern hofft. So lesen wir den Lehrsatz: »Seien wir glücklich, indem wir daran denken, daß ein Unglück niemals so schlimm ist, wie man es sich vorstellt. An einer anderen Stelle Hecht eS: .Da« beste Mittel gegen den Wind besteht darin, seine Fenster fest zu verschließend Oder: »Der Mensch soll so- viel innere Werte haben, daß die äußere» Umstände ihm gleichgültig sind.* Um das Publikum wegen der Beleuchtungsschwierigketlen zu trösten, wird tn diesem sonderbar«, ^.Stimmungsbuch" schließlich auch der Satz von Taylor zitiert: .Wenn ich in die Hände von Räubern gefallen bin und 'Nemer Habe beraubt wurde, waS schadet die« ? Sie haben mir doch die Sonne und den Mond gelassen!- . . . .L'Oeuvre* meint, daß demnach kein Pariser das Recht habe, sich über den Kohlen- £?2?£ eI ä" beklagen, da die Regierung ja bisher noch nicht die Absicht ausgesprochen habe, Sonne und Mond zu requirieren. xuu c * v e r l i e b l e T o m m y. Ein englischer Soldat, so erzählt der .Gaulois . der soeben von einer schweren Wunde geheilt
uSzSLJ*** . unb t "S? r i 18 . erholungsbedürftiger Rekonvaleszent behandelt wurde, fühlte sich in dem französischen Lazarett, wo man itynmnt ergebrächt hatte, plötzlich vo,i einer unwiderstehlichen nervösen Srhntucht nach ferner Heimat, feiner Familie und seiner Wohnung erfaßt. Darum reichte er eiir Gesuch um einen Urlaub von acht Tagen ein. Hierauf ließ der Oberst, der das betreffende Rekon- vateszentenlager befehligte, den Soldaten kommen. Der durch sein iL"*!!? Aussehen und seine Barschheit bekannte Vorgesetzte brummte ."./Kosendem Tone: .Können Sie, bei Ihrem Zustande, nicht noch e!Ä'nÜS£ warten? Was soll diese überflüssige Eile?" .Aber, ^ err Oberst, erwiderte der Rekonvaleszent, .bedenken Sie, daß ber ^* f etw Zolles Jahr vergangen ist, seit ich meine Frau
n£rft* rc» 3 ? 0 !* ffi fe ^ cu babe - W .Nun, und?' entgegnete der sind schon mehr als zwei Jahre vergangen, seit ich sTin-E^".Kleben habe." .Das mag Ihnen wohl gleichgültig hS'nZ bt lt 5CC X 5 mn ? w E"'em nicht gerade höflichen Tone kLu 'o? ec ber Unterschied ist der, daß ich meine
r Argument konnte der Oberst nicht widerstehen,
und da« Urlaubsgesuch wurde bewilligt.
HEubner bedeutet stets ein Geschenk. Das wird jeder Kenner feine, meisterlichen ErzahlungSkunst auch bei diesem neuen Noveüenband» wieder empfinden. In diesen Novellen erweckt Heubner, der da, ^ ebe £ b J 8 Orient« au« eigener Anschauung kennt, diese ltmttihrer starken Kraft und ihrer heiteren Genußfreudigkett ^.„?°Ustischem Leben Gleich liebevoll ist die Behandlung von DÄ ^"« b Atenschen, der Sprache rauschenden Leben« voll, nftr l' C £ r abgerundete psyäiologisch vertiefte Arbeit wird viel zum Verstehen der Seele des Orients beitragen.
n * m a n s ♦ J * V" ungen und Irrungen in den an - <2 ®S!l Uaü 0- Hartmann. Preis 2 Mk.
geling von R. Oldenbonrg, München und Berlin. — Die vor- Uegeuden Ausführungen sollen nicht nur den Künstlern und Kunst- auch den Gebildeten aller Stände Anlaß geben, die tatsächlichen Verhältnisse und Zlistände im Kunstleben der Gegen- wart m,t prüfendem Auge zu überschauen und aus Grund eigen« .*.!? !^oen, sich ergebenden Folgerungen zu ziehen. Im Hinblick auf die in« Auge gefaßten hohen nationalen Ziele dürfen e m '"appeni Rahmen gehaltenen Darlegungen wohl in wetten Kreisen auf Beachtung und Würdigung rechnen.
^oman von Ferdinand Künzelmann. First- Bncherei. 2 . Band. First-Verlag, Stuttgart. Mk. 1,20 gebd. — Thema: Juden- und Christentum in der Moderne. Der bereit« bekannt« Schriftsteller hat mit der .Ruth- - oder .Judenbraut- wie er sie anfänglich taufen wollte - eine kulturelle Arbeit an* flefliebt, an der sich Juden und Christen in gleicher Weise vo« Herzen freuen dürfen. Man darf den weiteren Bänden der .Ftrst- Blicherei . die in den beiden erste,» Bänden sehr Gute« geboten hat. mit Interesse entgegenfehen.
— Wiespartman beiHausbau dteHälftede, Wm ™ r f r r 0f ™ ® ec Stampfbau, Deutschland« volkstümlich« Bauweise für Wohnhaus- und Zweckbauten. Mit über 100 Abbildungen herausgegeben von M. Paur, Kgl. Baugewerkschul-Obev ^»und Kulturtngenieur. Pr«i, Mk. 1,80. gebunden Mk. r ba.
Wiesbaden H'""kultur.VecIagSg-jelllchasl m. b-Ichr. H>
! _ ^ü'mer(KrtegsauSgab->. Herauiqeber: I. E. Frhr.
M m ft «l-rtkllahrlich 16 v-ste) 4. Mk 50 Smjribrfl 8° Pf. Probehett portofrei <Sluttgart, (Bremer & Pfeiffer». — Au»
«rn^ 8 n&aa '<B” e5 . er J len Januarheftes: Die Einsamen. Sf sT,*“'""' Frecheren von Münchhausen. - Bon Misere, Kn~ f ‘"J ® on Äarl Nötzel. - In der Slockenfiub^ Von Dieorich speckman». - «me „efährliche Phrase tur de» ^ich«n Michel, von Proleffor Dr. Karl Franke. — Milfreude. *«.*'!S tU T n °? n ^ el " nd > Schaff. — Napoleon I. und Polen. — W°ch'°- °u ,u lange Sicht. - Rubl-md und. Serbien. - Dt, yandelsbeitchnngen Polens. Von G. Bueh. - Der tranmsilcb.
K°Lr 7 d Tnmslrey. - An^D°,s.°i?Ld'e7leZeN^-
S“ J n £* U £* Jahrbücher. Bon K. St. - Meier-Graefe geht um.
f* or ä r“ Türmers Tagebuch: Der Krieg. — Auf btt
Gietzener Harrsfrauen-Berein.
b™ STr^lr« a Ä Uen mta] L rwr die dringende Mahnung, mir den Dirloff^n sparsam umzugehen und nicht mehr zu verbrauchen.
x böten Veroronnng vorgeschriebene Menge w«
> % ^s^ogund Kvpf. Die Beschvänkung auf Pfund iS
JEfX Inllkürliche, sondern dringend lwtwendiqe ^kaßnadm».
! Gute dicke Suppen helfen Kartoffeln sparen. ^ ^agnahn«.
Wvchen-Küchenzettel.
SalFaErtn"'
tn ÄÄ ® M1Ipen[mK mvatmxv*
Dienstag: Gemüsesuppe ApfelschnecLm").
W-W«EEling-.), hollEW,
SrfeommVöto, 'Älf' ^ “**» wit “* Freitag: Buttenmhch^MPe, Braikartaffeln, Parreesalat b«eren°'"^^^' MchMShc. ciuMmachte $>nba.
Kachvorschrrften: L ) Deutsche HaAsf«« Nr 5 -» SB™w.
Jwtenjcttcl 30. T-rentber 1915. *) Der SCotg der WetSfe£ tarnt mit ^ntternutrf; gemacht ipetben; in Ermangelima Pon f>efe
'1 Wocheuküchcnzettel 12. Februar 191 (f 6 ) Wachenkuchenzetlel 19. Februar 1916. '
Lharade.
Wofchfrauen brauchen cm3.„oet, die drei iri da- Co» der Gesangenen- ^ber das Ganze spricht aus, wie alles Irdische ist. ° tK '
Auflösung in nächster Nummer.


