Ausgabe 
18.12.1916
 
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Vüchertlsch.

Geschichte der Araber von C l. Huart. Ins Deutsche übersetzt von Sebastian Beck und Moritz Färber. 3 Bände. Preis drosch. Mk. 16., geb. Mk. 22.60. Namen- und Sachregister. Preis Mk. 5.. Verlag von K. F. Koehler iit Leipzig. Mit dieser ausführlicheil Darstellung der Geschichte der Araber wird der deutschen Literatur ein Werk zugänglich gemacht, das sorvohl bei dein tieischürselideii Fachgelehrten, wie auch bei jedem Gebildeten, gleichviel rvelchen Standes, das größte Jiiteresse wachrufen muß. In wahrhaft meisterlicher Gliederung und Be- wältiguiig des umfangreichen Stoffes, durchaus erschöpfend und doch nie ermüdend in der Darstellung, bietet das Buch alles Wissenswerte über Herkunft, Geschichte, Literatur uub Geistesleben, Sitten und Gebräuche der Araber. Besonders wertvoll wird diese großzügige Arbeit durch die sonst nur allzu selten und spärlich be­handelte Geschichte der Araber in Spanien und Marokko geinacht. Ein ausführliches Namen- und Sachregister mit mehr als 22 000 Titeln erhöht durch seine Zuverlässigkeit noch den Wert, des Buches. Es wird durch die Teilnahme der Araber am Weltkriege eben jetzt die größte Beachtung finden, da in der treuen Dar­stellung der Geschichte der Araber sich uns die ganze Psyche der Musellnanen klar enthüllt.

Deutsche Sonette von Joachim Freiherr v. d. Goltz. Verlag Bruno Caisirer, Berlin. - Viel hat die seit den Angust- tagen 1914 schwer geplagteKriegslyrik" auf ihre Schultern nehmen müssen und allzu wertvoll erwies sich die Ernte recht oft nicht: denn umfangreich war wohl die Menge der Spreu, die ausgeschieden werden mußte. Um so erfreulicher ist es, daß endlich ein Dichter vor uns getreten ist, ein wahrer Dichter, mit henlicher Gestaltungs­gabe, mit dem wahrhaft erfaßten Sinn des Krieges. Kein Bildungs­patriot predigt hierVaterlandsliebe", die man doch besitzen muß und nicht lernen kann; nicht aus die Sympathien der Masse wird hier spekuliert, sondern hier jauchzt ein großer, edeldenkender Deutscher sein Bekenntnis zum Krieg hinaus. Gewiß, der Krieg zerstört, vernichtet, aber sind die ethischen Momente, die er ans­löst, nicht unendlich ivertvoller, nachhaltend wichtiger als alles andere. Ein Kainpf muß schon um seiner selbst willen gekochten werden, sonst wird er zum unlauteren Wettbewerb. Aus diesen Versen glüht die Liebe zum Kampf, zuin ehrlichen, großen Ringen um edle Ziele, wie die Achtung und Ehrfllrcht vor dein Schmerz und der Trauer; der Wille, der eiserne, der alles besiegen muß, fordert sein Recht. Möchte ein jeder Deutsche empfinden wieder

deutsche Musketier 1916"-

will um's Gewehr die harten Hände falten, die kampfgekrümmten, will es halten, halten, bis Feindes Stirne oder der Schaft zerbricht.

Das deutsche Angesicht" von Herbert Eulenberg. Verlag von B. Cassirer, Berlin.Eine Auswahl fürs Feld" bezeichnet Eulenberg den Inhalt des schmucken Bändchens, das der Folge der mit Recht so bekannten und beliebten TrilogieSchatten­bilder",Neue Bilder" undLetzte Bilder" entnoinmen ist. Deutsche Charakterbilder! Nur unsere großen deutschen Denker und Dichter sind es, die hier packend zu uns reden, die greifbar, lebendig vor unseren Augen auserstehen und gewaltig wachsend Saiten in uns anschlagen, deren Klang wir uns nicht verschließen können.

Vieles Gewaltige lebt,

Doch nichts ist gewaltiger als der Mensch!

Wir können dem Bändchen in der Heimat wie im Felde nur die weiteste Verbreittlng wünschen, denn das ist es wert.

Deutsche Zuversicht. Im Verlage von Heinrich Staadt, Hofbuchhandlung, Wiesbaden, ist, in schwarz-weiß-roter Farbe umrahmt, zlnn Preise von 50 Pfg. ein Gedicht von Aug. Fr. Hausen,Deutsche Zuversicht", erschienen, das die weiteste Ver- reitung in allen Kreisen verdient.

_ r »Deutsche Hausbücher", in schnmcker, vornehmer Ausstattung, bietet der Verlag von Otto Rippel, Hagen i. Wests und Leipzig. Jeder Band gebd. 1,70 Mk. - Max Geißler: Der f ch w arze Stern im großen Bären. Eine besonders reiz- volle Gabe bietet uns Geißler in diesem kleinen morgenländischen Ronmn. - Fritz Müller: D e r g n ü g l i ch e G e s ch i ch t e n. Fr. Mullcr gehört unstreitig zu den besten deutschen Humoristen. Geradem dieser ernsten Zeit hat solch fröhliches Buch eine be­sondere Aufgabe zu erfüllen. Fritz Müller: K l a s s e n g o l d. Schulgeschichten aus dein Kriege. Diese herzerquickenden Erzählungen muten ungemein frisch und lebensfroh an, und doch steckt in allen ein tief versoimener Kern.

m ~ I°n n tz - I i -: S ch ö n i st d i e I u g e n b. «Fischers Romanblblwthek.) Pappb. 1 Mk., m Leinen 1,25 Mk. Ter Zauber der Jugenderinnerung lieg! über den beiden neuen Er­zählungen, die Hesse unter dem Vers des Volksliedes vereinigt Es sind keine Liebesgeschichten, doch ist die Liebe darin, als der nie fehlende Einschlag jeder Erinnerung. Das eine Mal ist's ein zurück- geiviesenes Mäochen, das andere Mal ein vergeblich umworbenes, das durch die Erinnenmg schreitet, immer in Schönheit wid Licht. Eine stille Eirtseriitheit ohne Resignation schwingt dilrch die Er- zahlungen, eine tiefe, kaum merkliche Schwermut verklärt sie:

bei frohen Zeiten, schön ist die Jugend, sie

Schöli ist das Leben

kommt nicht inehr." Sie sind rechte Gedichte in Prosa, melodisch, zärtlich und liebevoll zu Meiisch und Natur.

... ~ Stur m v ö g e l, Kriegsnovellen von Karl Busse.

wirkungsvollem Schutzumschlag. Gebunden Aik. 3.60. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. Eigenartig, }® ie Schöpfungen Busses, wir veriveisen auch auf den Roman des Verfassers in unserem Familienblatte, sind auch diese prächtigen Boten des Weltensinrmes. Durch sie droht oder stürmt, bald naher bald ferner, der Krieg. Aber nicht von ihm wollen sie in ^u^r Linie erzählen. DaS allgemein Menschliche ist es, was ihr Verfasser in leuchtenden Farben und in immer neuen Abwano- lungen herauSslellt. Dieses überstrahlt ihiii nicht nur alles Kriegerische und Technische, sondern auch alles Politische und Rationale. Wie mir wenige versteht er c.§ dabei, gerade das L>oldatenschicksal in seiner bunten Mannigfaltigkeit, in seinen Höhen und -Liefen, seinen ernsten und heiteren Zügen zu schildern. Auch wer der KriegSliteratur müde ist, wird an dem Buche seine Freude haben, denn herzbewegend spricht aus ihm die reine Menschlichkeit des Dichters. .

I ch war auch dabei. Eine Geschichte aus den Kämpfen um Verdun. Der deutschen Jugend erzählt von C. F. Stauffer. Mlt Bildern von Prof. A. Wagner. Preis 3,50 Mk. Verlag von A. Anton & Co., Leipzig und Berlin.

.^Ursels Heldentat. Eine Geschichte aus der Kriegszeit für iunge Mädchen von Else von Steinkeller. Mit Bildern von Gottfried Bachen:. Preis Mk. 3.50. Verlag von Anton & Co., üetpjta und Berlin. Etwas so Harinloses, Frisches und Fröhliches wie dieses Buch ist lauge nicht auf den Büchermarkt gekommen.

D er Ttum er (Krtegsausgabe). Herausgeber: I. E. Frhr. v. Arotthuß. Vierteljährlich (6 Hefte) 4 Mk. 50 Pfg., E,nzelheft 80 Pf. Probeheft portofrei (Stuttgart, Greiner & Pfeiffer). Aus dem Inhalte des zw eiten Dezemberheftes: Der Thron­wechsel in Oesterreich-Ungarn. Von Hermann Kienzl. bonnen- ktnder. Von Fr. Schaal. Die winzig kleinen Füße. Don Thyra Jensen. - Ver sacram. Von Karl Bchönfeld. Deutsche und Polen. AmerikanischeFreiheit". Von Prof. Dr. Leo Brenner.

DaS erste Kulturvolk der Welt". Ein deutscher Engländer.

L^^llEzüglinge. Von E. Schmalz. Ein baltischer Dichter.

Eme merkwürdige Prophezeiung. Bayreuth ? ~ Heliand. £ on Karl Storck. Luther auf der Wartburg. (Zur Weimarer Erstaufführung von Lienhards Draina.) Von Karl Storck. Er- mnerungsbücher und Briefe. Der Jenseitsgedanke in der alt­deutschen Kunst. Von Mela Efcherich. Türmers Tagebuch: Der Krieg. Ailf der Warte. Kunstbeilagen. Notenbeilage.

~~ Freude ent weiblicher Handarbeit. Unseren fleißigen Mädchen und Frauen kann man eine große Freude be­reiten, wenn man ihnen Beyers Handarbeitsbücher der Deutschen Moden-Zeitung in Leipzig" unter den Christbanm legt. Von den Häkelarbeiten an bis zu seltenen, aus dem Auslande staminenden Arbeitsweisen ist alles darin vertreten, jede ArbeitS- aattung in einem mit schönen, klaren Abbildungen und leicht ver- Anleitungen reich gestillten, einzeln käuflichen Helle zu Mk. 1,50. Verzeichnisse vermitteln alle Buchhandlungen und jedes HandarbeitSgeschäft, sonst der Verlag Otto Beyer, Leipzig. So­eben erschien in neuer Auflage:Soutache - und Blende n- A r b eiten". Zusammengestellt von Marie Niedner und Helene Weber.

r77 Kürschners Bücherschatz. Band Nr. 1093: Die Halliggräfin. Roman von Albert Petersen. 94 Seiten Um­fang. Preis 20 Pfg. Herin. Hillger Verlag, Berlin W 9, Potsdamer Straße 124/125. '

Logogrijch.

Miki" wird es ans trübem Saft Ein klar und rein Getränk bereitem Mito" ein Rechtsbrauch, grauenhall, Gottlob, aus längst vergang'uen Zeiten.

Mita" sieht man es zart und bunt Um dull'ge Blumen tändelnd fliegen. - Wer konimt der Sache auf den Grund k Nicht schwierig ist's herauszukrtegen! Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung der Skat-Aufgabe in voriger Nummer i Abkürzungen: tr --- Treff, p --- Pique, c = Coeur, rar--- Carreau trL ---- Treff-Bube, pA --- Pique-, cD = Coeur-Dame usw.

Mittelhand drückt earL lind carZ. Vorhand erhielt carB, trK trD, tr9, tr8, tr7, cA, cZ, carD, car9, Hinterhand die übrigen. Gang des Spieles:

1. V. trv M. trA

2. H. pv V. oA

3. V. trL Dt. trZ

4. H. pK V. cZ

Der Rest bleibt dem Spieler,

obigen Stichen bereits 80 Augen

6. cD = 17.

M. vZ --- - 24.

H. c7 = 14.

M. pA 25. aber die Gegner haben in den erhalten.

Schri,Heilung: Sk.R.Z«nz.-Zwillirun»drn« und Verla, der Brühl'schen Uni.erlitäi^Buch. und ätembvucterei R. Laug-, ließen.