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— Barmherziger Kaiser. Roman von F. Müller Guttenbrunn, Verlag von L. Staackn,a»,n, Leipzig. Geschichtliche
sie ver i»rß end Hier ist eil, fcin- knappen Wirren
von
Erzählungen, zumal wenn bedeutende Persönlichkeiten in wickelt sind, verleiten leicht zun, Ausspin,,en des Stoffes los Ron,anhaste oder zur Phrasierung auf Sensationen, keines von beiden der Fall, sondern hier bat ein Dichter, fühlender Beobachter charakteristischer Merkmale in prägnanten Strichen ein Bild des Wiener Hofes und der
in, Banat, unter Maria Theresia und ihren, edlen Sohne Josef I entworfen, wie es xutreffender in solcher Form kaum gegeben werden kann. Das Werk kann eine«,, jeden Freunde historischer Literatur nur einpfoblen werden.
— Av en a ri „S-Buch. Ein Bild des Mannes auS fchvcn Gedichten und Aufsätzen. Von Dr. Wilheln, Stapel. Mit einem Bildnis in Tiefdruck. 265 Seiten; gebunden Mk. 3,56. München, Georg D. W. Callwey. — Das Avenarius-Buch, das eben recht zeitig zu Ferdinand Avenarins' sechzigsten, Geburtstage an, 26. Dezember erscheint, will ein abgerundetes Bild von der Per- sonllchkeck und dem Wirken dieses vieluinstrutcnen Mannes geben. In der Einleitung zeichnet Dr. Wilheln, Stapel ans Grund der „Avenariainschen Chronik", sowie ans eigener Kenntnis Leben und Art des Dichters, Schri'tstellers, Herausgebers und Organisators. Daun folgt eine sorgfältige Auswahl aus den Dichtungen und den Aufsätzen Avenarins'. Stapel hat alles, was Avenarins seit der Gründung des „Kunstworts" geschrieben hat, durchgesichtet, die besonders charaktercktlschen Stellen herausgehoben und daraus in 18 Abschnitten ein übersichtliches Moiaikbckd gestaltet. Blanche verschollener, Aufsätze, die noch heule von Wert, ja von gröberen, Wert als je sind, findet man hier in ihren, Wesentlichen wieder abgedruckt. ES ist das erste Mal, dab ein Versuch gemacht würbe, durch Avenartus' Schrifttum selbst eine Darstellung des Gerste- zu geben, der durch „Kunslwart" und Dürer-Bund so befruchtend auf daS deutsche Geistesleben einwirkt. Allen Freunden AvenariuS', aber auch seinen Gegnern — denn auch sie werden anerkennen, daß dieser Mann einer der bedeutendsten deutschen Publizisten ist und für unsere Zeit eine Macht bedeutet — wird das Buch will komrne», fein. Der billige Preis ermöglicht den, inhalrschweren Band weiteste Verbreitung.
- „Der Ve >, uSberg". Rheinische Geschichten von Leo Steinberg, Verlag von Behr (.xriedr. Feddersen), Berlin und Leipzig, geh. 3 Mk., geb'. 4,2»Mk. In leichtem, gefälligen, Plauder tone erzählt der Verfasser Geschichten aus rheinischer Vergangen heit und Gegenwart. Mit einem sonnensatlen Farbenmantel um gibt er den historischen Kern sei»,er Erzählungen und zeigt in der Schilderung uwderner Motive sein Können als feinfühliger Beobachter. Ein jeder Liebhaber rheinischer Erzählungskunst wird an dem in geschmackvoller Ausstattuiig erfctjtcnenen Bändchen seine Freude haben.
— Alexander v. Bülows „Fahneneid*. Fahneneid. Kriegsnovelle von Alexander v. Büloiv. Leipzig, F. A. Brock- hauS. 1916. Geheftet Mk. 1. — . BülowS „Fahneneid" ist eine aus dem heldischen Geist unserer Tage erwachsene Dichtung und darf allen reifen Lesern nachdrücklich einpfohlen werden. Sie paßt in hervorragender Weise zur Versendung in« Feld, da ste wohl- tätig ablcnkt von den kriegerischen AlltagSereignisfen und durch voruehmste kül,stlerische Mittel Stiinden innerer Saiuinlung und Erhebung bereitet.
Rudolf PreSber. Die Brücken zum Sieg. Der Dichter des Dreiklangs, Wein, Weib, Gesang, dessen heitere Fröhlichkeit die eiserne Zeit des Weltkrieges zu hoch austoderuder vaterländischer Begeisterung umgesttuuut hat. dessen flammende Worte des Spottes, der Verachtung über feindliche Tücke, Verrat und Niedertracht 51 t dem Lerzen eines jeden Deutschen sprechen, dessen feine seelenvolle Detailzeichnung auS seinen irüheren Werken genugsam bekannt und geschätzt ist, hat unS durch den Verlag v 0 n D r. E i) 5 l e r & C 0 ., G. m. b. H. in Berlin NW., einen neuen Band Kr,egsgcdtchte gescheiikt, die einen ivertvollen Beitrag für den Büchertisch der Kriegsltleratur liefern „Die Brücken zun, Sieg" nennt er den Band Gedichte, der in bunter Folge. Bleuscheu, fchicksale, verknüpft mit dein urgeivaltigen Pendelschlag der Zeit- uhr, psychologisch tief durchdacht und erfaßt, zeichnet, und der neben der Ausmalung von Natirrschilderungen tiefgreifende StimiuunqS- bilder darbietet. WaS PreSber in de», G"öichlen: Tie Brücken, Spuren in, Schnee, Teresina, Datz. Testainent, Am Feuer geschaffen hat, bedeutet zweifellos eine Höhe in der Reihe seiner bisher erschienenen Kriegsgedichie. Noch wertvoller erscheint der B ind durch die von Lutz E h r e n b e r g e r mit kräftigen,, sicheren, Griffel ausgesührten. zwischen den Text gestreuteii Radierungen, die das grobe Können des Künstlers und die Beherrschung der Technik, neben vollen, Aufgehen in, Stoff zeigen. Aeußerst wirksam eriveist sich z. B. das Blatt ^ln Louis Botha*. das sich an Daumie anlehnt und äußerst reich in den Konturen ist. 'Auch die Zeichnung „Der Landsturm in Tirol", paßt sich mit ihren grob klotzigen Hodlerschen Figuren vortrefflich den Versen an, und die Vignette zum „Soldatenlied" könnte in der Durchführung der Spitzweq-Manier kaum bester gewählt sein. — Alles in allein ein Werk, das einen, jeden Freunde PrcSberscher Muse und guter
^!>g nur empfahlen werden kann.
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. — »Der deutsche Traunr.* Ein Wiener Roman avß
der Revolutionszeit von Karl Rosner. Verlag I. G. Eotta, Stutö» gart und Leipzig. — „Pulver ist schwarz — Blut ist rot — Dolde« flackert die Flamme r — Der schwarz-rot-goldene Traum eia* Groß-Deutschlcmd lebt hier in lebendigsten, glühendsten Farben vor
uns auf, mit Gestalten, Menschen, wie ste nur eine große em hoher Jdealisinus in gärender Zeit schaffen kann. Charakters werden gegeneinander ausgespielt, tausende von Fällen zu einem Knoten geschürzt, der kaum lösbar scheint, und Probien,e angeschnitten, die nur ein tiefer Kenner der Mastenpsychologie zu lösen vermag. Rosner hat sie gelöst. Mit wuchtigen, bestimmten Schlägen und eineu, nicht fehlgehenden Meißel treibt er au- dem Stein seines Stoffes ein Monument heraus, das in seiner vollendeten Gestalt überwältiger,d wirkt. Wen dieses Buch einmal in seine» Bann gezogen, den läßt es nicht eher loö, bis die letzte Seite sich knitternd umlegt. w. Y.
— Barbra Ring: Ia, ja die Liebe. Novellen. Ein« z,ge berechtigte Uebersetzung auS dem Norwegischen von Emilfa Stein. Umschlag- und Einbandzeichnung von O. Lendecke. Preit gehestet 3 Mk., gebunden 4 Mk. 50 Pfz. Verlag von Albert Lange» in München. — Wie in einem bunte», Bilderbuche erblickt man in diesen Erzählungen mannigfaltige Bilder des Lebens. Die Verfasserin stellt das Menschenlebei, im Einklang mW der Natur bat, Tiere und Pflanzen sind für sie lebende Wesen, die eine für Leid und Freud empsä,»gliche Seele haben. Der Kater Mons hat seine» Charakter so wie Blakka, das Pferd, und alle leben in ihrem Bereiche als denkende und handelnde Persönlichkeiten In diesen Tiergeschichten ist jedoch nichts Spielerisches oder Gesuchtes. Man könnte sie vielleicht als eine Art vo>, modernen Fabeln bezeichnen, deren Reiz jedoch dadurch erhöht wird, daß alle die Ereignisse sich jeden Tag in der Wirklichkeit abspielen können.
- L. N. Tolstoi: Herr und Knecht. Verlag der „Weltliteratur", München 2 , Färbergraben 34. Preis 10 Pfennig.
— Die „Sch weizer Illustrierte Zeitung" (Verlag Ringier Ä. Cie., Zofingen) hat den glücklichen Gedanken gehabt, ihren Lesern nach Möglichkeit^ zu einer recht weihnachtlichen Stimmung zu verhelfen, indem sie in typographisch ausgezeichneter Anordnung eine WeiKnachlS-Doppelnummer herausgegeben hat. die recht dazu an getan ist, Freude und Erbauung Im Leser auSzulösen. Neben vorzüglichen Bildern flnden wir Beiträge, die alle Bezug aus Weihnachten haben, von Pfarrer Volt („Weihnachtspredtgt . erner Kuustphotographien, humoristische Seiten, eine Sette für inber rc. Die künstlerische Ausstattung der Nummer hat der bekannte Basier Kunstgewerbler Paul Hofch durchgeführt. — Nicht unerwähnt sei, daß in der WeihnachtS-Nummer der neue un- veroffeittlichte Roman „Die Rächer* von Hermann Wagner begonnen wird, ein Werk, dessen ungewöhnlich spannender Inhalt und fein durchgeführter psychologischer Ausbau zweifellos rechtigte Beachtung finde», wird. Der Pre,S diese- 32 starken Hefte- (Doppelheft) beträgt nur 50 Pfg.
die be- Setts«
Gietzener Hausfrauen-Berein.
Wochen-Küchen zette l.
Sonntag: Selleriesuppe, Hasenbraten, Kartoffeln, gekocht« Arpfel.
Montag: Brotsuppe, Hasenpfeffer, Kartoffeln in der Schale, Dienstag: Gemüsesuppe, Sagoauflauf mit Fruchtsaft. Mittwoch: Grießsuppe, Schwarzwurzeln mit Klößchen, Kartoffeln.
Donnerstag: Fleischbrühsuppe mit gerösteten Brötchen^ gekochtes »Ochsenfleisch, Mrsrnggemüse, Kartoffeln.
Freitag: Bohnensuppe, Heringökartoffeln. .
S a in s t a g: -Aepfelsuppe, Erdkohlraben mit Kartoffeln friv« famtnen gekocht, _
§ka 1 -Ausgade.
Da Vorhand und Hinterhand passen, tonrniert Mittelhand auf folgende Karte:
N
♦
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CT& Q Q
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OoO
0^
80
Sie wendet Coeur-Acht und findet noch Treff-Buben. Da« Spiel verläuft für Mittelhand so ungünstig, daß d»e Gegner Augen erhalten. - Wie ging das zu und »vie saßen dieKartenk (Auflösung in nächster Nummer.)
Auflösung des Ergänzungsrätsels in voriger Nummer;
N»»r vorwärts frisch und frei den Blick,
Darfst ihn nicht trübe senken,
Dir ward beschieden dein Geschick,
Doch selber kannst du'S lenken. Hasenclever.
eitung: Fr. R. Zenz. Zwlllmasrnnddruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindrucke,ei. R. Lange, Gießen.


