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- Jan Friedrich. Ter SHomcm eines Staatsmannes von Kurl Martens. Verlag von Gr^thlein L Co., Leipzig. 1916. Geheftet Mk. 4,50, gebunden Mk. 6,-. Das neueste Werk von Kurt Martens behandelt das tragische Geschick des dänischen Staatsmannes Johann Friedrich Struensee, der als geborener Deutscher und seine deutsche Gesinnung nie verletlgnend vorn einfachen, verborgen lebenden Bürger zum allmächtige,! Leiter des Königreichs aufslieg, schließlich aber als Opfer seiner großzügigen Ideen den Kabalen seiner Widersacher zum Opfer siel. Also ein Roman, zugleich ein Charakter-Roman großen Stiles, und als hfltorlfch- politischer Roman der Stinunung unserer Zeit nicht fremd. Der psychologische Scharfblick, die dichterische Gesa,ntstimnnmg, der klare, gepflegte Stil des Verfassers verleugnet sich auch diesmal nicht. Was aber den Roman „Jan Friedrich" besonders aus- zeichuet und ,hn auch weiteren Kreisen zuführen wird, ist die reichgegliederte äußere Handlung, die sich mit den intimen Reizen der Darstellung, nainentlich iu der Wiedergabe der zierlichen und verderbten Rokoko-Kultur zu einen! starken, rein künstlerischen Gesamt- eindruck eint.
— Die Tasse des Königs. Eine Jungmädchen- und Kleinstadtgeschichte von Josevhine Siebe. Mit Bildern von Arthur Schein er. Preis Mk- 3,50. Verlag von Georg Wigand in Leipzig.
— .Der Mensch vor 1 0 0 0 0 0 I a h r e n" ist Gegenstand eines reich illustrierten Werkes, das der bekannte Urzeitsorscher Dr. O. Hauser im Januar bei F. A. Brockhans in Leipzig erscheinen läßt. Der Verfasser wurde bei Kriegsausbruch aus Frankreich mit barbarischer Rücksichtslosigkeit vertrieben, und hat während der erzwungenen Muße die epochemachenden Ergebnisse emer 20jährigen Forschertätigkeit in diesen, nach Schreibart und Preis (3Mk.) durchaus volkstümlichen Buche znfanunengrfaßt.
— Das S ch a u s p i e l b u ch. Ein Führer durch den mo- dernen Theaterspielplan. Von Dr. Rudolf Krauß. 3. verbesserte und vermehrte Auflage. 8.-10. Tausend. Mit 36 Bildnissen. Fein gebunden Mark 3.50. (Muth'sche Verlagshandlung, Stuttgart.) Allen Theaterireunden, die sich über das inoderne Draina unterrichten wollen, wird mit dem „Schauspielbuch" ein empfehlens- werter Wegweiser durch die meistgegebenen Bühnenstücke der Gegenwart dargeboten. Im ganzen sind 93 Stücke von 39 in- und ausländischen Bühnendichtern behandelt. Diese folgen in alphabetischer Ordnung. Um dem Theaterbesucher einen guten Einblick zu bieten, wird der Inhalt des einzelnen Schauspiels Akt für Akt erzählt, daran reiht der Verfasser ein kurzes kritisches Urteil. Der Leser gewinnt auf diese Weise einen sicheren Ueberblick über unsere zeitgenössische Bühnendichtung. Der 400 Seiten starke, schmuck ausgestattete Band ist auch für Geschenkzwecke gut geeignet.
— A. v. G l e ich e n - R u ß w u r m, Die Schönheit. Ein Buck der Sehnsucht. Stuttgart. Verlag van Julius Hoffmann. (Geheftet 6 Mk.s Sehir sucht! In diesem Wort drückt sich die allen gemeinsame gewaltige Stimmung oes Tages aus. Sehnsucht nach abgeklärter Ruhe, in der mir uns wieder mit Kirnst und Mssen-, schaft beschäftigen und die Wunden l^eilen können, die der grausame Krieg so vielen der Unfern geschlagen hat. Nicht ans Güter und Genüsse, die in weldenr Wettstreit andern abgesagt werden müssen, wollen unr unser Sehnen richten; es zielt aus ein Wunderland, das jeder unbegrenzt und unangefochten besitzen kam:, aus das Reick der Schönheit! — Schönheit! Der bezaubernde Klang, die leuchtenden Worstellungsbilder, die tiefen, lockenden Zusammeuj- hänge, die von ihr ansgehen, haben von jeher alles hohe geistiger Streben ans sie hingelenkt. Indem es der Autor unternimmt, uns daiHulegen, was die Weisen und Dichter aller Zeiten und aller? Völker unter Schönheit vecsmrwen, und mie sie die Strahlen dieser Sonne auf Denken, Fühlen und Leben hinleiteten, gibt er das Anziehendste lirnb für unser inneres Leben Wertvollste aus der ganzen Geistesgeschichte der Menschheit. Hier sind die reichsten Schatze, die edelsten Kostbarkeiten gesammelt, nnd zwar mit völliger Beherrschung des einzelnen und der Uebersicht, mit der reizvollsten Anordnung und inneren Verbindung, mit der Kunst, das Schwie- rigste einfach, klar und schön darzu stellen. Was aber der bedeutenden Stossmasse Leben und Farbe verleiht, das ist vor allem, daß sie nicht nur zusamlnengetragen, sondern aus dem iunern Erleben des Verfassers heraus zu künstlerischer Einheit und Eigenart gestaltet ist. Selbst für den Kenner wie viele frische Eindrücke, neue Seiten, willkommene Anregungen! Das geistig-sittliche Leben und die Kulturformen der verschiedenen Zeitalter erscheinen wie in einen! alles einzelne aufhellenden nnd klärenden Lichte. An den Höhepunkten entwickelt die Darstellung solch strahlenden Glanz und durchdringende Wärme, daß sie dem Leser Stunden des edelsten geistigen (Genusses un» rxrhrer Erhebung verschafft.
, — Zwischen Kämpfen und Wunden. Kriegserlebnisse eines Marinesr«teS an der Westfront nnd auf hoher See. (Verlag von Gerhard Stalling in Oldenburg i. Gr. Preis des Taschenbandes Mk. 1,2t, Ports 10 Pfg.) Es ist etwas Neues: Der Arzt spricht zu unS, der Arzt, der eben im Kriege zwischen Kämpfen nnd Wunden steht, der nicht nnr den jubelnden, heißen Sturmangriff erlebt, sondern «n den auch inenschlich stärkste Dramatik
herantritt. Das innere Erleben des Krieges steht voran; lodernde Begeisterung und stille Einkehr, soldatischer Stolz und menschliches Empsinden. Fröhlich plaudert der Arzt von den Kaiserlichen Blaujacken in Flandern, die er 14 Monate von den Belagerungs- kämpfen vor Antwerpen bis zum Trommelfeuer von Nieuport begleitet hat. Claus Bergen, der bekannte Marinemaler, schuf den Buchschmuck.
— Im Sieges sturm von Lüttich an die Marne. Erlebnisse eines Mitkämpfers auS den ersten Wochen des Weltkrieges. Von Oberleutnant Dr. H. Lohrifch. 200 Seiten mit sechs Kartenskizzen. Gebunden Mk. 3,40. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig.
— Im Unterseeboot und andere feldgraue Geschichten. Erzählt von Lehrern und Freunden der Jugend. Mit Bildern von Professor Franz Kienmayer. Geb. 3,50 Mark. Verlag von A. Anton & Co., Leipzig und Berlin.
— Die blinde Hesse! Unter diesem Tttel ist im Verlag von Karl Heß, Buchhandlung, Nachfolger Alfred Hoeser, Darmstadt, eine Sammlung reizvoller Kriegsgedichte in unserer Mundart erschienen, die einen alten Heffen-Darmstädter, den in Hamburger Staatsdiensten stehenden Baurat F. Lang zum Verfasser hat. — Es ist erstaunlich, wie der Verfasser, der fast 25 Jahre von feiner engeren Heimat abwesend ist, nicht nur den heimischen Dialekt als solchen meisterlich beherrscht, sondern in gleicher Weise auch die Gefühls- und Denkweise der hessischen Volksseele in ihrer krästigen, urwüchsigen Form und Ausdrncksweise zu schildern versteht. Nur ausgeprägtes starkes Heimatsgefühl unb tief wurzelnde Vaterlandsliebe vermag so zu reden, wie es der Verfasser tut. Der gewählte Titel: Die „blinde Hesse", ein Ausdruck, der nach volkstümlicher Deutung vom „blind draus los gehen" herrührt, findet m einem einleitenden Gedichtchen eine sehr schöne Aufklärung, so daß ivohl die Absicht des Verfassers, den seitherigen Spitznamen -um Ehrennamen zn steinpeln, sicherlich als wohlgelungen bezeichnet werden muß. Dr. H. — Das Büchlein ist auct) durch jede Buchhandlung ziuu Preise von 1,— Mark leicht kartoniert, und fest kartoniert 1,25 Mk. zu beziehen.
— „U >! d dann >v i r d e s Fr i e d e s e i n !" Unter diesen! Titel erschien soeben in Albert Auer ' s Musikverlag, Stuttgart, eine Reihe von 7 neuen Vaterlands- und Soldatenliedern, vertont von Hugo H a l t (Texte von Hans Troßbach). Preis Mk. 1.50. Unter der Flut von Kriegsliedern, welche die gegenwärtige stark bewegte Zeit hervorgermcn hat, verdienen diese,reuen Lieder durch ihre kernigen Worte nnd volksti'unlichen, eingäng- lichen und erwärmenden Melodien, gestützt von einer leichten, harmonisch »vohlklingenden Klavierbegleitung, besonders hervorgehoben zn werden.
- Bongs illustrierte Kriegsgeschichte „Der Krieg 1914 16 in Wort und Bild". 103.—105. Heft. (Preis je 30 Pfennig.) Deutsches Verlagshaus Boug L Co., Berlin W. 57, Potsdamer Straße 88.
— Grote' scher illustrierter W e i h n a ch t s - Al man ach 1916. 64 S. 8". Kostenlos. (Verlag G. Grote,
Berlin.) — Mit den. Herannahen der Weihnachtszeit pflegt auch der seit 1879 alljährlich erscheineude Grote'sche illustrierte Weih- nachtS-Almauach, ein beliebter und bewährter Ratgeber für Bücherkäufe, pünktlich zur Stelle zu sein. Trotz der jetzigen Schwierig- leiten und Preissteigerungen im Buchgeiverbe ist er auch dieses Jahr in hübscher Ausstattung erschienen und vorn Verlage kostenlos zu beziehen.
- E i ch e n d o r s f: Das Schloß Dürande, Gedichte. Nr. -19 der „W e l t l i t e r a t u r", die im gleichnamigen Verlage in München 2, Fnrbergraben 24, erscheint und zum Preise von 10 Pfg. jeden Samstag ein Werk der heften Romane nnd Novellen aller Zeiten nnd Völker bringt.
— Heinri ch Pralle: Flechtarbeiten. Aus Papier: Flächenmuster, Umflechtungen von Körben nnd zylindrischen Hohl- formen. — Aus Peddigrohr: Allerhand Spielzeuge, Untersätze und Körbe. — Aus Wickelrohr: Reifenspiel, Körbe und Schalen. — AnS Bast: Untersähe, Schalen, Taschen nnd Schuhe. Mit 32 Abbildungen ans 16 Tafeln nnd 134 schematischen Zeichnungen. Gebunden Mark 2,50. Verlag von B. G. Teubner, Leipzig und Berlin. 1916.
Ergänzungsrätsej.
N. r v . r . ä.. s f.. sch . n. f.. i d.. B .. ck, D . r . st . h . n . ch. .. ü . e s.. k. n ;
. i. w . r. b. sch .. d. u . ei. G. sch . ck,
S.d) s. lb .. k. n .. t . u\ l. nk..!
Auflösung in nächster Nummer.
Auflösung des Diamant-Rätsels iu voriger Nummer:
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D I 8 Bache
D i c k © n »
S t © r u ü n g
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Schristlestung: Fr. R. Zenz. — Zwillmgsruuddruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steiudruckerei. R. Lange, Gießen.


