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Auch de? A«t lächelte, als er Von Marieles eigenmächtigem Kandel erstchr. Und er versprach, nun ganz gewiß das Fräulein wieder gesund zu nurchen.

iJjn der oüdrt aber iw es bald herum, welches Husareni stücklein 's Mariele, das bescheidene, schüchlenre Mariele vollbracht habe. \

Ter Vater Steinklopfer aber, dems die Nüutter ins Feld ge- meldet, schrieb zurück, von Rechts wegen hätt's Mariele das Eiserne Kreuz verdient für solch' wackere Tat, das hält' auch sein Feldwebel meint, als ers gehört hätt', aber wenn dem Mariele auch ein genug Zvür als BelohmmA, so wollt er ihm den schton mit- bringen, das nächste Mal, wenn er auf Urlaub räm. Aber sie sollt' sich mit dem Kuß noch eine Weil' gediclden, vorerst müßten noch einige Engländer zur Strecke gebracht werden, damit das Vaterland endlich sein' Ruh' hätt'. _

Winteroorarbeiteir für den hausgarten.

Im Haus--- und Kleingarten ruht die Arbeit: man geht jetzt jm die Vorratsdüngung für das Frühjahr uird an das Umgraben der Gemüsebeete. Nun glaubt aber so manche Hausfrau, der in jetziger Zeit die Gartenversorgnng aufgebürdet ist, zum Düngen des Gartens sei nur Stalldung, also Kuhdung und Pferdedung verwendbar, und der sei nicht zu beschaffen und auch sehr teuer. Man unterläßt deshalb vielfach das Düngen und gräbt die Beete ieiusach um. Das ist aber vollständig falsch. Es braucht wie der gärtnerische Mitarbeiter vonDies Blatt gehört der H-äuZfrau." bl dieser Wochenchrisft ausführt durchaus fein teurer Stall- drmg zu sein, den man in seinen Garten bringt, sondern aller Hühner ^Gänse-, Tauben^ Kaninchen- und Ziegendung ist ebenso wertvoll, vielfach mxh besser als Kuh- und Pferdedung. Er mutz nur nicht in den Müllkasten getvorfen, sondern gesammelt mrd dracißen im Garten in eine Tonne geworfen werden, die man fast bis zum Rand in den Boden eingräbt, mit Wasser an füllt und hierin den Dung cmflösi. Als Jauche im Spätherbst und Winter auf die zu düngenden Beete gegossen, ist dres dis allerbeste und billigste Stickstoffguellc, die man sich denken kann. Denn aufge­löster Dung, also Jauche, ist ein Pflauzeunahrungsmittel, das im zeitigen Frühjahr direkt von den seinen Saugnmrzeln aufgesogen: und der Pflanze zugeführt wird. Wicä>er und immer wieder die Jauchetoune füllen, deir Dung auslaugen und dann verwenden. Das ist das Geheimnis guter Gemüseerträge.

Jetzt ist es auch an der Zeit, an die Bestellung dev Sainen zu gehen, sie man im Hallsgarten gebraucht, ebenso an sie Bestellung der Pflanzen. Wer fühzeitig bestellt, wird frühzeitig bedient, denn, in allen großen Samenhaudl'un? gen loerden die Bestellmrgen llack der Reihe der Eingänge vor­notiert mrd dann der Relhe irach, wie sie rülgegangen studj, dcM ledigt. Mall lasse sich aus einer Großhandlung für Pflanzen- und Samenverkauf ein Preisverzeichnis schicken, wähle seine Samen und Pflanzen, die man bepötigt, aus und bestelle sie dann sogleich. Al teil Samen- ulld Pslauzeugattungen ist mrch stets eine kurze Kulturanweisung beigedruckt, die aus der Praxis entnommen ist. Man verfahre genau danach, und imm nnrb gute Erfolge haben. Es gibt viele Sämereien, die schon vom November bis Februar, sobald der Boden auch imr einige Zoll tief aufgetaul ist, gesät werden können, z. B. Scküoarzwirrzeln, Karotten, Bdohrcüben, Petersilie, Spinat, Rapünzchen, Zwiebeln, selbst Erbsen und Speck­bohnen. Wer im Herbst düngt und gräbt, brcurcht daun nur seine Beete glatt zu harken, die Samen in flache Rillen zu säen und wieder zuzuharken: er ist denen, die erst im Frühjahr düngen und graben, um viele Wachen vorcncs. Obergärtner F. R.

Verinrschte».

* N e w Port im Taumel. In New Port geht es jetzt, ganz besonder? seit etwa 6 bis 7 Monaten, hoch her. Die Stadt bestndet sich in einer Art von Taumel. Infolge des Krieges haben Hunderltausendevoll^(mertfauem, diesonstregelmäßig alljährlich nach Europa zri reiseil pflegteil, statt dessen sich zn einein Besliche New Ports entschlossen, und damit sind natürlich wahre Ströme von Geld der Stadt zugeflossen. Zeitiveilig sind die Neiv Porter Gast- Höfe allßerstallde geivesen, allen Fremden Unterkunst 31 t ge­währen. Gegenwärtig wird die Zahl der Fremdeil in Neiv Port auf täglich 250 005 gesclmtzt, wobei natürlich jene 409 000 Menschen nicht eingerechllet finb, die ju der täglich ab- und zuströmenden BevölkerilNg der Ricsellstadt zähleil. Wirtshäuser, Dachgärten, Theater, Kinos ufw. hadeil goldene Zeiteil. Man rechllet, daß Mallhatt«ll und Brollr zusammen jetzt 81 eigentliche Theater uild 350 bis 400 Kinos haben Die Einnahmen der Theater sind durch- gällgig um 59 v. H. höher, als in den letzten fünf Jahren. In den erstell neun Monoten des laufeuöe» Jahres haben sich liicht weniger als 32 040 neue Kraitloagenbesiher beim New Porter Amte ein- fc^xeiben lassen. Allerdings ist es wahrscheinlich, daß allch dieser Fastlracht ein Ascherlnittwsch folgen ,vird: ein amtlicher Bericht bereitet d«r«uf »or, deß der Äbschlllß deS Krieges der gallzen Herrlichkeit ein jähes Ellde nurchen lind Nerv Pokr dann fchlver zu feibeit fyakttx werde.

* D i e Holzschuhe der Pariserin Der Krieg hat mancherlei seltsame Dinge zuwege gebracht, die man früher in daS Bereich der Unmöglichkeit verwiesen hätte. Zu den merkwürdigen Bildern, die einem in Friedenszeiten sicherlich karikatlirlstisch an­gemutet hätten, gehört z. B. die Gestalt einer eleganten Pariserin, die tu Holzschuhen auf den Boulevards einherspaziert. Tatsächlich aber hat die Sparsamkeitsaeva der KriegSzett in Frankreich Ver­anlassung denn gegeben, eineHolzschnhverordinmg" in die Wege zu leiten. Schon vor längerer Zeit lvars sich der .Figaro' als Apostel deS Tamenholzschuhes aui, da das Leder für das Heer ge- brallcht wird und allßerdem der Kauf teurer Lederschuhe be­sonders bei der jetzigen hohen Mode eine unpatriotische Ver­schwendung darstelle. Wenn die Pariserinnen aus Holzschuhen ein­hertrippelten, würden die Soldaten lrm so schneller zum Siege eilen können. Da aber nirgends Sparsarukeitsthcorie und Sparlamkeits- praxiS so grundverschieden sind ,vie in Frankreich, hat e§ scholl heute den Änscheill, als sollte ailch die eüetttuefte Einführung der Holzschuhe von der Modeivelt auf ihre eigene Weise allsge,lo»nmcn und zu einer kostspieligen Laune gemacht werden. Nach den Ans- iührlnlgell desL'Ocnvre' sei Grund zur Bcsürchtllng, daß die Holzschuhmacher bald ebenso kostspielige Erzeugnisse aus ben Markt bringen würden wie ihre bisherigenledernen' Kallegen. So spricht nran schon heute in Modckreisen von handgeschnitzten Holz- schllhen mit Silbernägeln eine Schöpfung, von deren Allstauchen der französische Sparsamkeitsausschnß sich sicherlich nichts hat trälnnen lasten.

* Ersatz für Leder-Putztücher. Abgenutzte, durch­löcherte Lederputztücher und Wildlederhandschuhe lassen sich noch gut wieder verwenden, werrn man sie wie »Dres Blatt gehört der Hausfrau" an rät in kleine viereckige Stücke zerschneidet, die dann in der nachstehend beschriebenen Weise wieder zusammengefügt werden: Jedes Lederstückchen wird in der Mitte mit einem Loch versehen und dann aus einen dünnen biegsamen Draht gezogen. Sind genügend Lederstückchen bei­einander, so daß das Aufgezogene eine Länge von 3040 Zenti­meter erreicht, so biegt man die Drahtenden 311 einem Ringe zu­sammen. Mrt einem solchen Ringe kann man nun alle möglichen Reinigmrgsarbeiten, \mc Fenster putzen, Geschttrabwaschm usw. ausführen. Zürn Reinigen usw. von Warmen, Geschirren ustv eignen sich solche Ringe vorzüglich.

vüchertlsch.

W i «l k e l g l ü ck Ein iröhlich Buch in erufler Zeit. 237 Seiten mit Buchschmuck von Paul H a r t m a n n. Gebunden Mk. 2,40. Verlag voil Orrelle & Meyer in Leipzig.

D e r D e r k ü n d e r des d e u t s ch e >l I d e a l i s m u L. von Pros. Dr. Oskar B u 11 e. (.Männer und Völker", Verlag voll Ullstein & Co., Berlin.) Deutschlands großen Denkern gilt Nnd. Euckens BuchDie Träger des deutschen Jdealisinils" ; die großen Dichter, dieVerkünder", behandelt daS neue Werk von Professor Oskar Blllle, daS, in sich geschlossen, zugleich eine Ergänzung des anderen ist. In klaren Zügen gibt es ein Bild des nationalen Geisteslebells, das alls der vom Dreißigjährigen Krieg binterlaffeuen Zerstörung langsam wieder emporstieg, bis rlicht nur in der Philo­sophie, sondern auch in den Künsten das Zeitalter eines neuen Hllmanislnlls zll strahlen begann.

Programm und Orgallisation einer Heil- schule s ü r K r t e g s b e s ch ä d i g t e" von Institutsleiter Roman B a ch m a i e r. Karl Marhold Verlagsbuchhandlung, Halle a. d. S. Mit vier Abbildungen und einem wissenschaftlichen Begleitivort. (Preis Mk. 1,-.)

Kürschners Bücherscha tz. Ba,ld Nr. 1090 : D a 8 Moor. E i n B r i e s. Zwei Erzählungen von JohS. H ö f f n e r. 95 Seiten Unlfailg. Preis 20 Psg. Herm. Hillger Verlag, Berlin W 9, Potsdanrer Straße 124/125.

,D e r l kerkri eg". Eine reich illustrierte Chronik der Ereignisse seit deni 1. Juli 1914. Preis des Heftes 30 Pla. Verlag von Jlllüls Hostlllanil, Stuttgart. Ueberlvältigend so ist in Wahrheit der Eindruck des Kriegsgemäldes, das uns derVölter- krieq' (herausgegeben voll Dr. E. H. Baer) in ben neuesten Heften 101 und 102vom italienischen Krieg während des dritten KriegShalbjahreS" entivirft. DerVölkerkric.g' ist an seiner Aus­gabe selbst elnvorgewachsen. und er hebt auch seine Leser hinauf alls die Höhe eines vollen Verständnisses der Dinge dieses Krieges.

Logogriph.

Bir, zivar geschwätzig mitG", doch spend' ich dir kühle Ecquickling. Wortlos uild furchtbar mitD" brachte ich manchem den Tod. (Auflösung in nächster Nummer.)

Auflösung der Schach-Aufgabe in voriger Nummer: Weiß. Schwarz.

1. 8 0 5 - ä 7 -j- K 1 8 n. f 7.

2. D g 4 n. g 6. K f 7 it. g 6.

3. Sd7| K g 6 h 6.

4. K g 2 h 3 Beliebig.

6 . Balrer g 3 macht Malt.

Gchristlettung: Fr. R. Zenz. Zwillingsrtmddruck uild Verlag der Brühl'schen UniverlitätS-Buch- und Steindruckerei. R. Lallge, Gießen.