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Voli^iveroMmna-en in Frunkfurt. Ein jeder tadelte wohl die sck)laffe^Handhabung der Gesetze aber sich seMt denselben zuMaen. daran dachte keiner. Und doch konnte die große strerhett, ioelche die beteiligten Gemeinden oder die Märker tu der hohen Mark genossen, nur erhalten bleiben hei strenger AufrechterhalLnng der Gesetze, Achtung vor denselben war uw! so nötiger, als bei der herrschenden Gemeinschaft *u befürchten smnd. daß der einzelne nicht geneigt sein werde, für diese Genieinschaft Opfer -u bringen, wohl aber dieselbe in seinem eigEN Interesse möglichst auszubeuten In den -ttayv- hunderten der Erschlaffung, wo man den Mut mcht mehr hatte zu strafen, um das Gemeinwesedr M retten, wo ferner dem Gemern. besten sich unterordnen, jeder aber unbehelligt ferne gpret&ett ge»g niesten fvollte, da wurde das Gesetz Gegenstand des Spottes und her Verachtung, und die Freiheit tvuwe zum UU!hch.l.

Ter Wald war verödet, die Markgenossenschaft bedeutungslos geworden, doch wnüden die alten Formen Und Zeremonien autS ge­wissenhafteste beobachtet. Noch immer wurde bis rn die letzten Zetten das Märkerding damit eingeleitet, daß der Marksäs-rerer, ent Ober­förster ober Förster, mit einer Pürschbüchsc den Anwalt von vom- bürg abholte^ Sie ritten nach 8 Uhr auf OVernrsel und wurden von dem Türmer mit Fahne und Trompetenschall angezetgl, am Tore von einer Ehrenlvache begrüßt. Nach entgeltommenem Früh­stück zogen der Amvalt mit den MMermeistern Und schultheiyen durch das Untertor nach der Aue: der Markichreier mtt der Pürfch- büchse voran Ans der Aue befand sich Hamburger Mannschaft, gelvöhnlich 20 Bürger, welck>e in Froitt salutierten, unter den Luiden einen Kreis schlossen, In diesen trat der Anwalt mtt den Mark­meistern, den Schultheißen, Markschreibern und dem Markfreier. Ter Anwalt stieg ,yu Pf-echi. hieß den Marschreier die Anwesenden mlsrnfen tmd hegte das Märkergedingmit alletr semen L-olennr- taten und wohlbergebracksten alten Gebräuchen". An die stelle der abtretenden Markmeister witrden neue, gewöhiilich aber die­selben. wied er gewählt, von dem Anwalt verpflichtet oder an die bereits früher übernommenen Pflichten erinnert. TaS Protokoll nmrde im Zelte oder im Markhäuschen niedergeschrieben Der An- nwlt stieg wieder zu Pferd und ließ verlesen, uxa£ der Man zum Besten verordnet lvorden. Hierauf wurde in der Regel das Morrer­ding geschlossen, Ter Zug ging zurück nach Ursel, es wurde am Tor tvieder salutiert u,rd eine Salve gegeben, alsdann aber, wie bereits im ^otokoll angedeutet wordeu, verfügte mcnt sich ,,rn aller Freundschaftlichkeit zu dem beym Herrn Märkermenter zube-- richtetem Mittagsmahl".

Tie Frevel man anbringt und strafst.

Wovon hernach wird cntgeschasit Ein wohlbeftelltes Tractament.

Man ißt und trinkt bis an das Endt.

Ein Willkommsbecher ist vor die.

Welche beim Tractament noch nie Gewesen, der drei Schoppen halt:

Ten muß man trinken alsobaldt In einem Zug und zeigen an Das Wahrzeichen so unten dran."

Vüchertisch.

Alfred Bratt: Die Welt ohne Hunger, Roman, geh. Mk. 4,, geb. 5,-. Erich Reiß Verlag. Hier hat ein Neuer, dessen Namen man sich inerten wird, ein Problem behandelt, das von internationaler Bedeutung ist. Die größte und im weitesten Sinne aktuelle Menschheitsfrage die Welternährung hat hier überraschend grandiose Gestaltung gesunden. EL ist die Geschichte eines Chemikers, der als Erfinder und Mensch die Erde vom Hunger befreien will. Er versucht dies mit einem Ernährungs- präparat, das alsBellsckfer Würfel" die Welt auf den Kopf zu stellen droht. Tie Entivicklung dieser Idee, ihre Verwirklichung und ihre ins tiefste gehenden Folgeerscheinungen vereinigen sich zu etnein Gemälde, ans dem alle Farben des modernsten Zeitalters mtt größter Schärte leuchten, zu einer Musik, die vom Baß bis zum Diskant aus den, Niesenorchesler der arbeitenden, ringenden, leidenden und genießenden Menschheit tönt. Arbeitslose und Trust- könig, Politik und Zeitungswesen, Macht, Verbrechen und Glanz begegnen sich, mit seltener Plastik und Kühnheit dargestellt, aus den verschiedensten Schauplätzen der Erde: im Diebel und Kohlendnnst der Handelsstädte, in europäischen und überseeischen Großädten und aui dem Meere. Es ist selten genug, daß trotz solchen Riesen­aufgebotes au wechselnden Schauplätzen und hineinspielenden, die ganze Menschheit aufrüttelnden Massendemonstrationen doch das Gesicht der einzelnen Hauptfiguren durchaus innerliches Leben hat. Und ist es wirklich ein Vorzug, daß ein großzügiger Roman bei dem Leser auch äußerliche Spanuung bis zur letzten Seite ans­löst, so zeigt dies Buch, wie man spannend sein und doch d «bei nus literarischer und künstlerischer Höhe bleiben kann.

Der flammende Saum. Neue deutsche Märchen von Frida Schanz. Mit Bildern vou Steiner-Prag. (Verlag von Ullstein L Co., Berlin.) Neue Märchen von Frida Schanz, er­füllt von der zarten, ganz zur kindlichen Phantasie sprechenden Symbolik des Baude»Ans den alten Zauberbronnen". Mitten im Kriege erscheint das versonnene Buch, dein die Verfasserin die Worte nritgibt:Ordnungen und Notwendigkeiten der Welt spiegelten

sich mir in dieser Märchen Gleichnissen und Ausgleichen. Wie wenn ein wilderKtnderschwarm sich zu Paaren stellt und in schönen' Reigentänzen schreitet." Von den unschuldigen Kleinen erzählt Frida Schanz, die mit dem Rattenfänger im Berg verschwanden, uno von ihrer Rückkehr zur lichten Außenwelt, von der Meerjungser, die falsch sang, von Elken und Heinzelmännchen, von Rose und Schmetterling, von Jungfer Blutenstaub und der Glückserbse; und immer weiß sie, wo sie einen überkommenen Stoff nimmt, ihn mit feinen Händen wiederum zu beseelen.

Eine deutsche Zarin. Denkwürdigkeiten der Kaiserin Katharina II. von Rußland. Herausgegeben von Wilhelm Rath. Mtt 5 Bildnissen. Verlag Wilhelm Langewiesche - Brandt. Eben­hausen bei München. Biegsam kart. Alk. 1,80. Geschenkmäßtg ge­bunden Mk. 3,. . ^

Loebell, Marg.: Vom Seelchen Roselind.

Roman eines liebevollen Herzens. Geheftet Mk. 3,50, in Roh­leinen gebunden Mk. 4,50. Verlag Ed. Focke'S Buchhandlung. Chemnitz

Walther Weibel: Herren. Bauern und Be­amte. Russische Satiren von Russen. Preis 1 Mk. (Verlag von Julius Hoffmann. Sttcktgart) Der ungemein witzige und treff­sichere ironische Inhalt dieses Büchleins gibt klarere Einblicke in die russische Volksseele als maucher ui ifangreiche Band, der diesem Thema gewidmet ist. Es vereinigt eine Anzahl von Skizzen, die während des Krieges in der russischen Prelle evfct)icnen sind; sie erörtern die großen Fragen, die der Krieg neu ausgerollt oder schärfer beleuchtet hat, in der dramatisch zugespitzten Form der schonungslosen, alles Menschliche aber mit einein Lächeln ent­schuldigenden Satire. .

Blut u n d E i s e n*. Kriegsnovellen von Franz Laver Kappus. Preis 1 Mk. 50 Psg. Julius Hoffmann Verlag. Stuttgart 1916.

Wie unsere Gegner den Krieg sehen." Bilder vom Kriege, ausgenommen von nnfereu Gegnern. Gesammelt und mit einer Einleitimg heransgegeben von Erich Schoittek. Ein O-uartband mit 200 Bildern. Verlag Grethlein L Co., G. nt. b. H., Leipzig und Berlin. Gebunden Mk. 2,60. - Wie Misere Gegner den Krieg sehen, will das wis vorliegende gediegen aiisgestattete Bildwerk zeigen. ES läßt tit rund 200 hervorragenden Re­produktionen das Kriegs- und Heimatlebei, in den Ländern der Enteiite a>n Beschauer vorüberziehen lind gibt damit einen tieferen und wahrheitsgetreueren Einblick in die Feindesländer als das geschriebene Wort es vermag. Demi nicht diirch die Brille eines neutralen Zeitungsmannes, solider« diirch das klare Objektiv des photographische,i Apparates lernen wir die Stinunlingen uiid Ge­fühle der Feinde kennen.

W e i h n a ch t s h e f t e für nufere Soldaten hat auch in diesem Jahre der Verlag von Martin Warneck in Berlin wieder herausgegeben lUid zivar: v. Lahusen: Licht, Liebe, Leben. Ein Wort an die Brüder im Felde. Weihnachten 1916.

v. Di. Conrad: Zur dritten Kriegs,veihnacht. Ein Weihnachts-

qrnß für Heer und Flotte. - Psr. H. Priebe: Das Leben ist er­schienen. Eine Weihnochtspredigt für liniere Brüder im Felde. Psr. Ed. Le Senr: Teiinoch l Ein Weihnnchtsgruß an unsere Brüder im Felde. Preis 10 Pfg. 100 Heste Mk 8,-.

Meyers Hi st orisch-Geographischer Kalender für das Jahr 1917. 21. Jahrgang. Mit 365 erläuterten, die Geschichte des Weltkrieges 1914/16 chronologisch begleitenden Ab­bildungen, historisch lind geographisch denkivürdigeil Landschaft.- uiid Städtebildern, Bildnissen, Darstelliliigen aus den, Gebiete der Literatur-, Natur-, Kultur- und Kunstgeschichte, Gedenktagen. Sprüchen, Gedichten und Zitaten, einer Jahresnbersieht mit astro­nomischen Notizen, einem Register und einen, Kalendarium aus der 9lückseite. Als Abreißkalcuder eingerichtet. Preis 2 Mk. Verlag des Bibliographischen Jnslitlits in Leipzig und Wien.

Mari passant: Der Strick, der Orden, Der Esel, Clochette, Alls der Reise, Selbstmorde, ist der Inhalt der Nr. 48 derWeltliteratur". die z»lln Preise von 10 Pfg. überall er­hältlich ist und sich besonders zil»n Versand ins Feld eignet. Verlag derWeltliteratur", München 2, Färbergraben 24.

- Die Bodenreform. Griindsätzliches und Geschicht­liches zur Erkenntliis und Ueberwindung der sozialeu Not. Von Adolf Damaschke. Zehnte vermehrte Auflage. Verlag von Gustav Fischer in Jena. 490 Seiten. Preis brosch. 3,25 Mk., vor­nehm gebunden 3,85 Mk. -

Magisches VuadraS.

In die Felder nebenstehenden Qiiabrat3 sind die Buchstaben

AAEEEESHISSSLLRR derart eiuzutragen, daß die ivagerechten und senk­rechten Reihen gleichlautend folgendes bedeuten:

1. Griechische Göttin.

2. Ein Tier.

3. Ein Nahrungsmittel.

4. Schmackhaften Fisch.

Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung der Charade in voriger Nummer:

S t u r z b a ch.

Echristleitung: Ir. R. Zenz. Zrvillingsrunddruck urid Verlag der Briihl'schen UniversitätS-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.