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Geschichte der Philosophie vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Von Prof. Dr. A. Messer. Zweite ver­änderte Auflage. 150 Seite»». (Wissenschaft und Bildung. Bd. 109.)

Die Philosophie der Gegenwart. Von Professor Dr. A. Messer. 140 Seiten. (Wissenschaft unb Bildung, Bd. 138.) In Leinenband je Mk. 1,25. Verlag von Duelle ft Meyer, Leipzig.

Messers treffliche Einführung in die'Philosophie hat sich rasch allenthalben Freunde erworben, und so sind ivir iirjber Lage, unseren Lesern wieder über eine soeben erschienene, wesentlich verbesserte neue Auflage 511 berichten. Dankenswerterweise hat uns der Verfasser aber noch als Krönung des Ganzen in einem besonderen Bande eine kurze Philosophie der Gegenivart geschenkt, die er Kerfchensteiner widmet. So reichen die beiden Bändchen von Fichte und Schleier­macher bis zu den führenden Philosophen der Gegenwart, (Lucken, Mündt, Hnsserl u. a. 'Messers Ausführungen unterscheiden sich so vortrefflich von ähnlichen Werken durch die fesselnde, lebensvolle Darstellung und die Objektivität seiner Betrachtungsweise. Man fühlt es überall, daß es ihm, >vie er so schon in seiner Einführung bemerkt, Herzensanlregen ist, die Philosophie in Fühlung mit dem Leben und seinen Aufgaben zu bringen. Er will zeigen, was ins­besondere die deutsche Philosophie an Gedanken über Gott nnd Welt, Leben und Kultur hervorgebracht hat, und so den fterbenbei» Menschen Helsen, Stellung zu nehmen zu den uralten Menschheits­fragen, die heute noch wie vor Jahrtausenden die Denkender» be­schäftigen und die Geister scheiden.

Heinrich Fede rer: DasMätteliseppi. Eine Erzählung. (Grote'sche Sammlung von Werke,» zeitgenössischer Schriftsteller, Ba,»d 125.) 565 Seiten 8 *. Mit einein Bildnis. Ge­heftet 5 Mk., geb. 6 Mk. Berlin, G. Grote. Der Schweizer Dichter Heir»rich Federer beg»»»g ir» diesen Tagen feinen 50. Ge­burtstag. Innerhalb kürzester Frist konnte er vier ,»»ehr oder »veniger mnfangreiche Werke erscheinen taffen, derei» jedes immer neue und reichere Werte enthüllt. So auch jetzt »vieder das ,Mätteli- seppck. Mau »vird berm Leser» seines neuen Buches bald erkennen, daß eS die eigene Eltern- und Jngendgeschichte ift, die er hier ii» »v»u»dersa»l»er Veriveb»n»g vor» Dicht»ri»g und Wahrheit erzählt. TaS Buch führt daS ergreifende Schicksal der Spichtiger-Elter,» iu»d in» Kreise dieser Familie, in der Ar»n»»t u»»d Not zr» Hanse ftnb, die jugendliche Entivrcklnng des Alois Spichtiger aus, alles in» Schalter» der sonderbaren Mättelisevpifigur, die teils irn Mittel- p»,nkt steht, teils im Hintergr»»nd der Handlung »vie ein Geist a»rs alten Zeiten der Urschweiz gege>»»värtig ist. Das Werk ist ga»»z und gar ein Lied von der Schweizer Heirnat des Dichter-,ein Lied, »vorin es Berge ru»d Schnee und Wind »n»d Edelrveis; nnd gebogene Hirten knie und darüber ein Rausche.-» gibt »vie von, Geist der Geister/

8 leqyvten und Indien von Dr. Th. P r e y e r. Männer und Völker, Verlag vor» Ullstein ft Eo., Berlin.

Deutsches Mädchenbnch. Ein Jahrbuch der Unter­haltung, Belehrung und Beschäftigung für junge Mädchen von 10 bis 17 Jahren. Mrt Beiträgen der erster» Schriftsteller und Künstler. Ein prächtiger Band von 412 Seiten rnit vielen hundert Text- »urd feinen Fardenbrldern. 22 . Band. Arrf» feinste gebunden Mk. 7,50. K. Thienemanns Verlag. Stuttgart. Nach einer zwei­jährigen Pause stellt sich das Deutsche Mädchenbuch »viedernn» rnit seiner Fülle von Gaben ein nnd darr rnit Recht hoffen, seine guten Freundinnen rviederznfinderr. Wieder sind hier den jungen Mädchen arrs der Feder bervahrter Schriftsteller gute, für Geist und Gemüt ansprechende Erzählungen und Novellen, Gedichte, anregende ?lUm­sätze aus allerler Gebieten des Wissens und der Kunst, auch der »noderner» Handarbeiten nnd des Sports geboten, dazrr allerlei für Scherz und Ernst, Rätsel, Scharaden n. dergl. .Selbstverständlich fehlen m diesen» Jahrgang nicht eingehende Schilderungen der Liebestätigkeit der deritschen Frarr während des Krieges, ihrer Ar­beit beim Roten Kreuz und beirr» Nationaler» Frarreirdienst. Der Aufsatz über Handarbeit bringt eine genaue nnd leichtverständlrche Belehrung rnit vieler» schönen Vorlagen ansgestattet über die bei unseren BerwuniUle»» so sehr beliebten Strickrahmenarbeiten. Unter der» Lebensqeschichlen berührnter Frauen paßt in rrnsere Zeit die Geschichte der selbst an den» blendender» Hose Lud,vigs XIV. so kerndeutsch gebliebenen Piälzer Lieselotte rnit ihren» schöner» Bei­spiel trenester Vaterlandsliebe besonders grrt hinein. Zu Freude und Brlehrnng dient auch diesem Bande sein reicher und gerväblter Bilderfchmuck, der nicht nur d»»rch Wiedergabe von Photographien wahrheitsgetreue Darstellrrngen o»bt, sondern and) durch zrvei- nnd mehrfarbige Bilder nach Originaler» erster Künstler Auge uub Herz erfreut und der» Geschmack bildet Auch dieser neue Jahrgang des beliebten Jugendbrrches wird gewiß »vieder, »vo er a»»klopft, freudig eingelassen und begrüßt »verden. G. B.

G ri u» >»», Brüder, Märchen. sK. Thierrernarins Ver­lag, Stuttgart.) Mit 18 farbigen nnd 50 Tonbildern von Paul Hey. 370 Seiten stark; Pracht-Oktavansgabe. Gebrrnden in modernes Leinen mit vierfarbiger Prägungach ci,»ec Zeichnung von Paul Hey. Für Knaben und Mädchen von 5 bis 12 Jahren nnd Envachfene. Preis Mk. 6 .- Was haben »vir -Deutschen deutschere-, »verl arrs der tiefsten Tiefe unserer Volsseele starnmend, als unsere Sagen und Märchen! Unfern Herzen an» liebster», und arrch »vieder in die breitesten Schichter» des Volkes zrrrückgekehrt,

ist die Märchensam»»»lnng, die »vir de»» Gebrüdern Grimm ver­danken. Aus ihnen schaut uns die Seele des deutschen Volkes in ihrer ganzer» Kraft und Tiefe entgegen- Und mm findet diese Seele a»lch noch Arisdrrrck in den Bildern vor» Paul Hey, de»n ihre ganze Schönheit voll *m eigenen Herzen aufgegangen ist, und dem eS darllin auch, »vie »vohl kaurn einem Künstler vor ihr»,, gel»rngen ift, seine Bilder mit der» Märchen eins rverden zu lassen. Klein »r»»d groß, denn nicht die Kinder alle»»» sinder, ihre ßuft an Grimms Märchen, alle werden gerviß mit Freuden diese neue Ausgabe des lieben alten Märchenbuches mit feinem schönen Druck, der» prächtiger» Zeichnungen »urd den »vundervoller» farbigen Bil­dern begrüßen.

- »M ein liebes M ü t t e r l e i n/ Dieses von P. Große komponierte Lied ist soeben in 16. Auflage erschienen nnd bei Er»»st E h a l l i e r, Musikalienhandlung, Gießen, Nenenrveg 9, in solgei»der» Altsgaben erhältlich: Für Gesang »rrrd Klavier 1 Mk., als Fantasie zweihändig Mk. 1,20 nnd für Zither zu 80 Pfg.

Die Hefte 97 und 98 deS »Bölkerkrie g" (herausgegeben von Dr. C. H. Baer, Verlag von Julius Hoffman»». Stuttgart) ent­halten Aussätze nnd Darstellrrnger» über die denkbar »vichtigsten Fragen, über daS derrtsche, französische, englische, -belgische Heer im allgemeinen, über Diizipli»», Moral, AuSskattrmg. Versorgung usw-, über Artillerie und besonder- d »s gegernvartig z. B. an der Somme so bederitrurgsvollr Flugwc- n, veranschaulicht durch arrsgezeiehnete Photographien; ferner über Verführer, über 6 )efarr»tverlusle, über das VerhälrniS der HesayrrngStrllppe»» zu den Einwohnern »rnd viel«? andere.

Ei»»e Detailkarte der Dobrridscha in dem großen Maßstabe 1:400 000 bringt die Kartographische Anstalt G. Freytag L Berndt, Wie»», als Ergänzung ihrer kürzlich er- fchienerrer» Freytag'schen Tetarlkarte vor» Alittel - R»»märuer» »m gleicher» Maßstade, an die sie sich gerrarr anschkießt. DaS neue Blart (1,60 Mk.), ebenfalls in Farben ansgesührt, mit grrt verständ­licher Gelärrdedarstellnng, ist 55: 80 Ztn». groß, umfaßt das zrv.fchen Tecuciu-Bolgrad der Donaumünd,rr»gSrlistriaVarna gelegeire Gebiet mit den großer» Städte»» Braila- GalatzRerri Tuleea AtedzidieKonstantza, der ganzen Tonaustrecke von Silistria bis znm Schrvarzer» Meer und der vor» Konstantza über die Dona»»- drucke bet Eernavoda nördlich der Doria»» »veiter führenden Bahnstrecke. -

Gießener Hansfratten-Bereiru

99 0 ch e :i d» c i t l e L

©onntag: Tomatensuppe, Hackbraten mit BlumrnkoU, Birnen ko m Pott.

Montag: Geröstete Grießsuppe, Tälnpfkraut mit Kar­toffelbrei.

Dienstag: Grüne Erbfensupsv, Hafer- ober Gerste stocken*) mit Aepseln.

Mittwoch, Würfclsnppe, Mischgericht von Weißkraut, Nu­deln, Tomaten nnd gellnn» Rüben.

Donnerstag: Kartosselsuppe, Nudelmrstauf it» it Obstsaft- tnnke. 1

Freitag: Erbswursisnppe, Labskan.s**f von Ranchfisch.

Samstag: Aepsel suppe, Ochsenfleisch oder Wurst mit Petcr- silienkartofsel»» und Sstzgurken oder Gurkenrcklnt.

*) Hafer- oder Gersteflockerr mit Aepfstn: 2 Pfund Aepsel werden geschält, in Stücke geschnitten, mit [i / A Liter Wasser, 100 Gramm Zucker, Zitronenschale, 30 Gramm Korinthen und 125 Gramm Flocken zrrgleich gekocht und kalt gegessen.

**) Labskaus von Nauchfisch. Kartoffeln »verden gekocht und geskrinpst, vorher eingcweichter Ranch,'isch oder geräucherter Schell­fisch Pore Hrrut und Gräten befreit, in kleine Stücke zerlegt Spr'ck oder Fett mit reichlich Zwiebeln gedänrpft, mit wenig Milch und zu rnckbeüal lenem Kartvfs-el»nasser oder Fischbrühe aufgefüllt unds alles zusammen vermischt. Dazu Salzgurken.

§?6t-Aufgade.

Es »vird Bierfkat gespielt. Sie selbst stehen bereits so hoch, daß jedes Spiel, »velches zu Ihrer» Ungunsten nnssällt, für Sie den Verlust der ganzen Partie nach sich zieht. Was »vürden Sie in Vorhand »i»it folgender» Karten spielen, »verrn Atrttel- »rnd Hinter« Hand passen?

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(Auflösung in nächster Nummer.)

Auflösung des Rösselsprungs in voriger Nummert Still streut der Sämann seine Saaten,

Ob sie gedeihe»» oder nicht;

O, lasse dich von ih»n beraten

U»»d tue schweigend deine Pflicht. I. Sturm.

Schri'tlertring: Fr. R. Zenz. ZwillingSrnnddrnck und Verlag der BrÜhl'fche»» Univerfitäts-Birch- r»nd Steindruckerei. R. Lar»ge. Gießen