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Tie Bewaffnüngsmässe wurde in eine I., II. nnb III. Land- emöeteut; das Wort Laad sturm wurde fast nie gebraucht. Tre I. Klasse umfaßte die Männer von 17—35 zur Verstärkung, rf 1 ' die II. von 36—45 zur .Verteidigung der Grenzen und die III. Klasse von 46—60 Jahren zur AufrÄhlterhaltung der Ordnung rm Inneren, später wurde auf die Bewaffnung und Einübung der III. Klasse ganz verzichtet.
* i>ec freiwillige!: Jäger, ungefähr ein Bataillon,
yanptsachlrch aus Forstleuten bestehend, gehörte nicht zur Land- wehr. Es war nnt den hessischen Linientruppen, die rund 6000 ^a-nn ftan waren, im Jahre 1815 nach Frankreich ausmarschiert.
„Irari^ den drei damaligen Provinzen wurde die Bewaffnungs- :n drei Armeekorps und zwar rund 37 000 aus Starkenburg, *7000 aus. Oberhessen und 30 000 Mann aus Westfalen rin* öriettt. Zusammen bildeten die 1669 Offiziere 114 796 Mann, 45 Agimenter, 108 Bataillone= 492 Kompagnien, ev ^^rmccllorpä befehligte Generalmajor Freiherr von
Follenuis. Das 2. Armeekorps General Freiherr v. Galt, dann Oberst Zlmmermann. Das 3. Armeekorps Generalleutnant Schäffer Freiherr von Bernstein. Tiefen Generalko mmandeuren waren Jn- lpekteure und diesen Regimentschefs unterstellt. Es würde zu weit 1 ?urbn,. die Tienstalterslisten für alle Offiziere, die vorhanden jmd, hrer folgen zu lassen. Es seien nur die für Oberhessen und msbesvnoere für Gießen in Betracht kominenden Namen zu nennen: »
1. Inspekteure.
XI. Inspektion: Freiherr v. Bibra, Romrod, Oberforstmeister. 1777 ^' Freiherr v. Gall, Battenberg, Oberforstmeister.
vttt Inspektion v. Grvlman, Gießen, Kanzler.
XIII. Inspektion: Hosmann, Rödelheim, Justizrat.
Inspektion: Keim, Friedberg, Major.
XJJ- Inspektion: Königer, Butzbach, Marjor.
JV* Inspektion: v. Krug, Eichelsachsen, Forstmeister, v ft fS®”: Freiherr v. Riedesel, Stockhausen, Forstmeister. X. Inspektion: Fhr. v. Schenck, Wäldershausen, Rittergutsbes.
2. Regimentschefs.
18. Regiment: Arens, Gießen, Professor.
Regiment: v. Der ff, Gießen, Regiernrigsrat.
38. Regiment: Ebel, Freiensteinau, Amtmann.
22. Regiment: Haberkorn, Windhausen, Oberförster.
38. Regiment: Herget, Altenschlirf, Amtinann.
36. Regiment: Dill, Lauterbach, Amtssekretär.
Regiment: Dofniann, Wölfersheim, Amtinann.
on Regiment: Knorr, Friedberg, Regierungs rat.
32. Regiment: Jtzstein, Battenberg, Rentamttnann.
21. Regiment: Klingelhöfer, Biedenkopf, Amtmann.
27. Regiment: Klipstein, Lich, Forstmeister.
37. Regiment: Meixner, Lauterbach, 5)ofrat.
20. Regimmt: v. Müller, Gladenbach, Forstmeister.
24. Regiment: v. Rotsniann, Totzelrod.
26. Regiment: v. Schmalkalden, Grünberg, Hoffat.
29. Regiment: Seitz, Vilbel, Llmtmann.
35. Regiment: v. Zanthier, Gedern, Beamter.
17. Regiment: Zimmermvnn, Gieheii, Regierungs rat.
3. Jnspektionsstab und 17. Landwehr-Regiment Gießen. Inspekteur: Carl Ludimg v. Grolman, Kanzler und Professor. JnspektionsAdiudant: Wilhelm Stein, SteuervcAffkatvr. Auditeur: Wilhelm Pfaff, Ober-Einnehmer.
Regimentschef: .Dr. Carl Zimmermänu, Regicrungsrat Mutant: Ferdinand Pietsch, Regierungs-Kanzlist.
Th-daeus ». Riffel, Hofgerichts-MlE.
Arzt. Tr. Balthasar Wortmanu.
Ouartiermeister: Georg Friedrich Hetzer, Buchhändler.
I. Bataillon.
Chef: Friedrich Limpert, Amtssekretär.
Adiutant: Balthasar Noll, Kaufmann.
Hauptmann: Jacob Merk, Peinl. Gerichts-Sekretär: Ludwig Bender, Hofgerichts-Advokat: Johannes Leun, Stadtschultheiß: Georg Rauch, Hosgerichts-Mvokat. I J
Ecking, Kaufmann: Daniel Langsurs, Hofgerrchts-Wvvkat: Friedrich Buff, Hosgerichts-Mvokat' Georg Heß, Gaßwirt: Philipp Menges, Oekonom '
' o 0 ? 01 ' 3 Hi^drich! Sartorius, Akzessist: Carl
sag’&ff&äsr- **
^^BaimllonZqrmrttermeistcr: Wilhelm Jobcr, Hosgerichts-Ad- II. Bataillon.
EhriM«, v Gwlman. Gutsbesitzer, Bataillons-Llchulant: Friedrich Winheim Ka urieis? kret.i-,- Hauptnmnn: Tobias Schmidt, Oekonom': 'Eberhard Hohn ttxih"""' Gertzler, Oekonom: Balthasar Hcutzer, icfaU
Johannes Weber, Oekorwm: Jacob Krailing, FrledrÄ'^^^ Hetzer, Buchhändler: Ludwig Vogel, Oekonom: tbrisEiü^bemann H^nrmer-Akzessist: Ludwig Schön, Schul- tYeih-Assistent: Melchror Kitzel, Schultheiß.
Sehetäv ctiernm ^ r: Christian Franz, Peffrl. Gerichts-
AffAiere, die jedem alten Hessen ^itttäÄsR^ nSk W ^ bte Lebensstellung in den einzelnen Rangstufen, smd interessant. Taß auch Geld und Vermögen damals schon eine Rolle spielte, geht aus den Akten des Großherzoglichen Haus- und Staatsarchivs hervor
Bewaffnung, Ausrüstung und Bekleidung ffe^betrugm-^^^ * U bc ^ eiten ’ Die Kosten waren sehr hoch^
Obe^ock Ut ^ Beinkleid 37 Gulden 25 Kreuzer --- 63.65 Mark in Zulden 40 Kreuzer = 79,10 Mark rcl r /o 36 Gulden 18 Kreuzer — 61 75 Mark
leatn ^ lLeutnont) 21 Guldm 24 Kreuzer = 34,40 Mark
ÄL, 10 R Zuwen 00 Kreuzer = 17,00 Mark
^orrepee 6 Gulden 00 Kreuzer — 10 20 Mark
Ringkragen 19 Gulden 00 Kreuzer = 32,30 Mark
3 Gulden 43 Kreuzer — 6 40 Mari
w an t e rr rt 63 dulden 00 Kreuzer --107,10 Mark
Mantelsack 14 Gulden 00 Kreuzer — 23,80 Mark
zusammen: 257 Gulden 30 Kreuzer = 438,00 Mark
bie Mannschaften mußten die .Uniform selbst bezahlen. UT ^ wurden geliefert. Ganz Arme hatte die
Gemeinde nnrullciden. Die Bekleidung bestarid aus Rock Hose Gamaschen "uiw Tschako, sie kostete etwa 20 Gulden, also 30—35 M' Regimentsfarben waren für Starkenburg p^reaurot, für Oberhessen hellblau und für Westfalen gelb. Tie Gewehre mit Feuersteinschloß waren hessische, französische, auch russische. Viele waren als Schußwaffe unbrauchbar.
die Beschaffung der Bewaffnung und Be- Jbr Fortschreiten war in den Aemtern sehr verschieden. Nach den Bemerkungen zu den Besich-
ufb/i^ n m^ aV ^ bte Bewaffnung und Bekleidung in Oberhessen ^ut Dagegen sagt ein Bericht vom 27. April 1816:
Zu - 6. Landwehr-Regiments (Amt Schönberg)
K. ^ ^cr fcWcd&tcften, tocrm nicht das allerschlechtest m d^c besuchen,^^^nburg, weil sich darin fast rwch gar keine Gewehre
Kriegsverwendung hatte die hessische Land- Februar 1814 war jedoch eine Sicherung gegen die Festung Mainz-, die noch französisch war, geboten. Es wurden rn die Mamspitze 800 Viann Landwehr, von Linien-Offi- Hf geführt, gesandt, auch ein Detachement mit zehntägigem Wechsel^ind weiter noch eine Reserve von 8000 Mann dort aufge-
nx*?™ l 815 f , on r nt f e uoch Großherzog Ludwig I. veröffent-
,,Mr haben mit besonderem Wohlgefallen bemerkt, welchen lobenswerten Eifer und welche Anstrengungen der größte Teil
venvende?h^« au Vervollkommnung des Instituts
> hm I ? 011 - 18 ! 8 n ? öc b i e Befürchtung eines nahen Krieges I dein Gedanken emes ewigen Friedens gewick-en, die nationale Begeisterung verrauäst. Tas Drückende des Systems, das sich nicht wie letzt auf die^ früher abgeleistcte Dienstpflicht gründete wurde wie au^. den nachstehenden Vorstellungen usw. hervorgehl,'vielfach Mfunden. „Aeußerst ko,tspielig nicht nur. sondern auch störend Si si 7 ? önje - Lebensordnung rniserer Mitbürger bewährt sich die
Wrft W rrhntft! e r letzt besteht. Nicht, welche nicht allein die sehn- M erhoffte Verminderung der Linientruppen, sondern auch
tZ« f ItnnVn ^ ^volle Zeit kostet. (Es würde Sonntags 2 Stunden lang vor oder nach der Kirche excerriert.)" An fl™ ?.^eren Stelle findet man: „An der totalen Zerrüttung un-
Sjt das Institut der Landwehr nicht In dieser Zeit, wo so harte Abgaben erhoben/ Z ?'J ] man noch ,o viele rüstige Arme dem Ackerbau Venvirit " fur einen Kriegsdienst, den der Zeitgeist
r;-^kk^^ 2 egen fehlt es auch nicht an Verteidigung der Landes- bewasfuuug aus Regierungs- und anderen Kreisen ^n aa,i- Deutschland machten sich freiheitliche Bewegungen geltend, die den Regierungen Bedenken gegen eine Volksbewafffning nahelegten.
Die Allerhöchste Verordnung vom 22 . April 1815 verfügte
1622 ^wark.n^?n 9 ^ Exzerziercns, unb im Jahre
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Die elettrische Schreibmaschine.
Die ^esteigertc Beschäftigung nut Verbesserungeri und Ersindmr- aen auf dem Gebiete der Techilik, litrie sie der .Krieg in so rrichem ^tiorgebracht hat, findet auch in einer Zunahme von Vor des 511 Reukonstruktionen mich für den Gebrauch
des Niedlichen Lebens anregen. Ununterbrochen ist die Technik be


