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hinab und kroch auf Häirden und Knien durch das harte Müs bis zur Mündung des Baches. Dann wagte ich, mich aufzurichten
Die Glut der Uammen vergrößerte die Umrisse der schwankenden oder lang hingestreckten Gestalten ins Riesenhafte. Am Strand, an der Wasserlinie, wo das Wasser in regelmäßiger Wiederkehr ausschwoll und zuriickebbte, unterschied ich eine dunkle, liegende Gestalt, die gleichsam mit schlaffen, müden Beweguugen bald einen Arm ausstreckte, bald ihn niederfallen ließ. Es sah aus, als ob Old Scrubs in wirren Fieberträumen läge. Die Betrunkenen machten immer mehr Lärm. Dann wieder erschallte Handys Salo- mons Gesang, in den die andern mit greulich falschen Tönen eiiTfiefett —i
Das Wasser war ihr Grab und das Schiff ihr Sara, Blas' Wind, blas' Wind! lins ist's einerlei!
Und das Meer der Kirchhof, der die Toten barg.
Dort an der Küste der Berber—r—e—ei!"
Ich rannte in das Dunkel der kleinen Schlucht. Bkind- lings stolperte ich vorwärts. Die Finsternis um mich war so dicht, daß man sie mit Händen greifen konnte. Gerade über mir sah ich einen unregelmäßig begrenzten Streifen des Sternhimmels. Ich platschte durch den Bach, dessen Wasser eigentümlich lau war, raschelte durch Gras und tappte mit zurückgebogenem Kopf und vorgestreckten Hän- den weiter, wie zur Nachtzeit in einem dunklen, fremden Hanse. Nur das leise Rieseln des Schwefelstroms unterbrach cne nächtliche Stille. Die Windungen der Canonwand erstickten auch den schwächsten Widerhall des Lärms am Strande.
Der Weg erschien mir endlos lang. Meiner Berechnung nach hatte uh in der verflossenen Zeit die Entfernung bereits mehrmals zurücklegen können. Plötzlich sah ich mit klopfen- oein Herzen über mir einen Lichtschein und davor die senk rechten Pfosten der Barrikaden.
. Zu meinem Erstaunen war das Tor offen. Ich stiea den Abhang hinauf — und stolperte über einen am Boden Itegeiiden, sich krümmenden und stöhnenden Menscheii.
^ ni^erbeugte, um zu sehen, wer es sein könnte, ergoß sich heller Lichtschein über das Tal und beleuchtete den Mann zu meinen Füßen..Ich erkannte den Nigger, der vor Entsetzen außer sich zu fein schien.
Farbe des schwarzen Gesichts, in dem die Augen A? öu einem verwaschenen, schmutzigen Grau ^Efff^die Zähne klapperten, und der Körper wMid sich in
meiner BerArung sprang er auf und packte mich hilfesuchend an der Schulter.
„Mein Gott!" stieß er schaudernd hervor. „Seht! Da schon wieder!" ' '
Dabei stammelte er Worte in einer unbekannten Sprache, zweifellos Be schwöru n g s so rmein, um die Teufel zu vertreiben, die ihn in den Krallen hatten. Ich folgte der Richtung seines Blicks —i und schrie auf —> — c- Das Laboratorium des Doktors! war zwischen den beiden bt€ \ n der stillen Abendluft kerzengerade in
mr'rffinJn, 's *1°^ und schimmerte in über
mächtigem Licht, das in Strömen durch die kleinste Spalte ^ ie herauszudrängen schien. Auf der
^nsErlregenden Klippe glühte ein unregelmäßiger Fleck
brachte™ bhcf bie ^masse in Weißglut brachte und wie bei einem Feuerwerk einen knisternden
Versprühte, bis er ebenso urplötzlich erlosch be Schauspiel wiederholte sich in verwirrender Schnelligkeit immer wieder an den verschiedenfteii Stelleii bis die des Tales knisterten und'Funken Kitbet Dunkelheit ein, die jedoch mit Plötzlichkeit durch eine ähnliche Erscheinung unter- »» nur daß dieses Mal das Licht erstrahlte, das aber gleich darauf von purpurfarbenem pnd dann von rotem abgelöst wurde. Nach eimv aö bfc gerade genügte, mir eine durch den Lichtschein des Laboratoriums huschende Gestalt m maen £5
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§b^wassen selbst schienen in Glut zu stehen Vlöklicki
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*Hfe l "ff(fi b Vcri U Hn e r, IT v fl t 1 '' 9 bW,t 99 "einem 9 Q[,r. Etwas l ™ te sich fest von hinten um meinen Hals Ich griff mit
! bei ^ n Hunden nach dem Halse, fühlte kalten Stahl und I mtc ^ Handy Salomons Klaue gepackt hatte.
I Vergebens drehte und wand ich mich, um rnich aus dem eisernen Griff zu befreien. Mir verging, die Luft, durch das blaue Licht vor meinen Augen zuckte es rot. Ich hörte deutlich, wie der Maiin beim Anblick eines neuen Phänomens laut keuchte.
„Heilige Mutter Gottes! Das ist der Teufel!" schrie er.
, , verloren meine Füße den Halt und ich erlangte das Bewußtsein erst wieder am Strande, wo ich, ganz durchnäßt, auf dem Rücken lag. Der Morgen sing an zu dämmern und die Leute sprachen — setzt vollkommen nüchtern — aufgeregt durcheinander.
Da Handy Salomon und der Niggjer den Mittelpunkt der Gruppe bildeten, konnte ich mir denken, wovon die Rede war. Meine steifen Glieder schmerzten, der Nacken war wie gelahmt und meine Zunge völlig ausgedörrt. Eine Weile lag ich in halber Betäubung teilnahmslos da und beobachtete, wie sich die violetten Schatten der Dämmerung in r te rosigen Farben des Sonnenaufgangs wandelten. Von der Hohe der ersten kleinen Sarrddüne, auf die sie mich ge- crn" hatten, konnte ich die Siee Mid den Strand bis zur Muiidnng des Baches übersetzen. Schlaftrunken, fragte ich Kapitän Selover wohl schon auf feilt mochte, doch Mnch gab die Erinneriing an das Geschehene mir einen scharfen Stich ins Herz. Wie ein kalter Guß wirkte sie.
... hob den Kopf, sah seewärts eine Möwe, deren! schimmernd werße Schwingen den ersteii Sonnenstrahl aufgefangen hatten uiid landwärts — ein Anblick, bei dem ^ bas Blut in den Wern stockte — eine Gestalt aus der Schlucht hervortreten.
Bei dem verzweifelten Versuch, mich zu bewegen, merkte wieder gebunden war. Meine Anstrengungen hatten Pulz Aufmerksamkeit erregt, der, ehe ich wegsehen
trat^Schwe'igen ein^ ^eEicklich
p.^^roy Darrow trug ein großes Buch in der Hand und J2” '^^n schritten auf uns zu. Perdosa war ver
schwunden, Thrackles setzte sich lieben mich uird preßte mir seine riesige Hand auf den Mund.
~ auf hundert Schritt konnte man sehen, daß
Darrow sehr aufgeregt war. Sein gewöhnlicher, nachlässiger
Schritt gewichen, das sonst glühte^ ^brschleierte Auge leuchtete, urid das schmale Gesicht
rief ervergnstgt, „jetzt ist unsere Zeit um. Wir haben erreicht, wav wir wollten. Sobald wir fertia ^.s- Schafft den Plunder nur gleich an Bord^! Der Doktor wird sofort unten sein, iwch vor Nacht müssen, wrr alles verladen haben." n rc
Salomon und Pulz begannen, heimlich ihre laden. Der Nigger zog sein Messer aus der
Muskln sLafsten ^ "nken H-mt. Thrackles'
6^. war in heller Verzweiflung. Weil ich mich als Führer der Leute nicht bewährt hatte, mußte ich jetzt ihre Greue-tat-n mrt ansehen, Aber nun, da alles MeV % ^ Hlmmesidaß wenigstens nicht der Vorwürf
gegen mich erhoben werden kann, ich hätte nicht alles ver- sucht, was in meinen Kräften stand. In der höchsten Not
f au f ben Enochen durch, Uiid als er sie entsetzt wegriß und ich einen Augenblick lang den Mund frei bekam, brüllte ich aus Leibeskräften'
„Lauftn Sie! Laufen Sie davon! Mörder "
* E? ra r eg j^ n 9 auf mich zu, schlug mich schwer auk den Mund und stürzte nach einem Gewehr. '
(Fortsetzung folgt.)
Die hessische Landwehr vor hundert Jahren
*3? 1 un^rm 7. Januar 1814
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