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vücherttsch.

- Ku Hung Ming, Der Geist d e S ch i n e f ilch e n Volkes und der Ausweg auS dem Krieg. Tugen Diederichs Verlag in Jena, drosch. Mk. 3.50, m Lwd. ged. Mk. 4.80. Jedem, der sich um die wahre Erkenntnis unserer Kultur bemüht, muß es überaus willkommen sein, auch einmal Urtette ganz von draußen her zu vernehmen. Neben der europäischen gibt es null hellte nur noch eine and""e, völlig in sich geschlopene Kultur, die chinesische. Die Ansichten eines gebildeten Chinesen über Europa müssen daher unbedingt sehr interessant und lehrreich sein. Den Europäer ga,lz von seinem chinesischen Standpunkt aus zu beurteilen, diesen Gefallen tut uns jetzt KuHungMmg. emst ein vornehmer Beamter in Shanghai, jetzt Privatmann m Peking. Zwei seiner Bücher sind in deutscher Sprache erschien^; das eine Chinas Verteidigung gegen europäische Ideen noch vor dem Kriege, das alldere »Der Geist des chinesischen Volkes und der Allsweg aus dem Krieg- im Somrner 1916. Ku Hung Mrng 'st konservativ, er hält die alte chinesische Kultur für vollkommen. Und er hält sie sür ivesentlich besser wie die Kultur Europas. Er sagt ganz ruhig:Ihr Elwopäer müßt in allen Frage,' der Seele lmd die sind die eii'zig wichtigen Fragen - von unS Chinesen lernen, sonst bricht eure ganze Kultur eines Tages zusammen, sie taugt nicht viel, denn sie beruht nur aus rohem Materialismus, aus'Furcht und Gier. Koi'si.zius, der Reine und Wahre, w'rd noch einmal den Erdkreis beherrschen. Er zeigt den em^'g mög­lichen Weg zur Vornehmheit, Tiefe, Anständigkeit und Gluck. Also, ihr Elwopäer, schafft eure schlechte Weltanschauung ab und nehmt die chinesische an. Das ist eure einzige Rettung.

Charles de Eoster: D i e H o ch z e i t s r e i s e. Ein Buch von Krieg und Liebe. Zum ersten Male ms Deutsche über- tragen von Albert Wesselski. In Leinen gebunden 3 Mk., m Leder 5 Mk. Der In sei-Verlag bietet der Leserwelt eine lieber- raschung. Ein verschollei'er Roman von de Eoster, der zu Lebzeiten des Dichters in französischer Sprache nur einmal gedruckt wurde, um dann bis auf wenige Exemplare eingestampft und völlig ver­gessen zu werden, 'st bei ihm erschienen, von Albert Wesselski zum ersten Male ins Deutsche übertragen. Ein glücklicher o"lull rettete einige Exemplare dieses köstlichen Buches, über das der Dichter, verliebt iii seine eigene Schöpfung, wie Goethe es biswellen m seine Werke war, an seinen Verleger schreibt:Die yochzeltsrelse ist der Roman zweier junger verheirateter Liebender . . . Alles sind Szenen der Liebe, alles ist der Natiir entnommen ... Die es fuße Glück, diese schöne,' Torheiten, an denen fern Makel sonst hastet, als daß sie rechtmäßig sind, - ich sage das nicht . . . es wäre zu dunun - werden durchkreuzt von der Eifersucht einer geizige" Mutter . . . ." Aus diesen kurzen Zeilen ersieht man den Charakter des Werkes, in dem der große Epiker, der Verfasser des ,U,leu- spiegel" und derFlämischen Mären" sich der Gegenwar und dem bürgerlichen Leben zuwendet, um diesen Stofs mit der gleichen In­tensität und dem gleichen Glück zu gestalten. ., . .

- Ein neues Buch der Anny Wothe erscheint unter dem TitelD i e d e n W e g b e r e i t e n\ Ein Zeitroman. Ver­lag Gebr. Enoch in Hamburg, Preis Mk. 4 ., eleg. gebunden Mk. 5 - Es ist kein Kriegsroman, diese neueste Schöpfung Anny Wothe's, aber sie führt uns mit einer souveränen Sicherheit m die neue Zeit, wie sie der Krieg gefügt. In plastischer Darstellung sehen wir die einzelnen Gestalten dieser neuen Dichtung. Zuerst den aus dem Felde heimkehrenden kriegsverletzten Mann, vor dem seine junge und schöne Frau plötzlich ein Grauen empfindet, weil sie noch nicht reis ist für dieneue Ehe", wie sie sich nach dem Kriege überall ausbauen wird und muß, und dann die mit zaueni und doch scharfem Griffel gezeichnete Wandlung der beiden Menschen. Ter Roman spielt nur auf einem ganz engen Raum- Aus dem Jordsandhof im Heidedorf und in der kleinen grauen Stadt am Meer, wo die Wellen an die Ufer schlagen, aber der enge Raum wird uns beim Lesen zu einer großen Welt, weil er uns die Ge­wißheit gibt, daß wir alle nach dem Kriege zu denen gehören müssen und werden, »die den Weg bereiten-.

- Alexander Castell, Fieber, drei Novellen. Um­schlagzeichnung von Hans Hal. Einbandzeichnung von Feiger. Preis geheftet 3 Mark 50 Pfg., in Leinen gebunden o Mark 50 Pfg. Verlag von Albert Langen in München. - Alexander Castell, den erst kürzlich seine engere Heimat durch die Verleihung des Schweizer Schillerpreises für 1916 auSzeichnete, hat sich durch seine Romane und Novellen längst einen Namen gemacht. Sem neuer Band .Fieber-, nach längerer Pause wieder das erste größere Buch aus seiner Feder, vereinigt alle Vorzüge Castells in sich. Drese drei Geschichten, in denen allen, so verschieden sie auch im übrigen von einander sind, es sich um die Macht des schönen jungen WelbeS über den Mann dreht, stellen wieder kleine novellistische Meister­werke dar, in der Erfindung so glücklich wie im Aufbau, der Charakteristik und der Sprache.

Das Jugend wunder. Roman von Wuh. Rubmer. Preis 5 Mk., eleg. gebunden 6,50 Mk. Verlag von Rich. Bong,

Berlin W 57. ^

Gallipoli. Der Kampf u m den Orient. - Von einem Offizier auS dem Stabe des MarschallS Liman von Sanders. Mit einer Karte. Geheftet 1 Mark. Verlag August Scherl, G. m.

b. H^ Berlin. 5 Milliarden und 300 000 Mann Verluste, das war das erfreuliche Endergebnis der Dardanellen-Expedition für England und Frankreich. Wie eS zustande gekommen, wird zum erstenmal in diesen' Buch dem deutschen Volke offenbart. Wohl nur wenige Menschen, auch von denen, die auf Grund von Bil­dung und Wissen tiefer in die Ereigniffe deS tobenden Weltkrieges einzublicken vermögen, haben im Jahre 1915 geahnt, wieviel von dem Ausgang dieses Kampfes abhing, der unsere türkischen Ver­bündeten am Lebensnerv treffen und damit einen Teil unserer eigenen Macht und der unserer Verbündeten ein für allemal ver­nichten sollte. Um so mehr ist das vorliegende Buch zu begrüßen, das die weitesten Kreise über die Wichtigkeit der Vorgänge auf Gallipoli aufklärt. v . 4 . , ..

- Deutscher Wille (Kunst war t). Zweites Septemberheft 1916. (Kriegsausgabe zu ermäßigtem Preis. Vierteljährlich 3,60 Mk. Verlag von Georg D. W. Callwey, München.) Reinhold Planck fordert in einem AussatzWorum es geht", daß wirmit vollem Willen fortschreiten zum sozialen Machtstaat-. .Wir stehen im geschlossenen Handelsstaat schon mitten inne. Aber bis letzt ist er erst Notstaat. Auf die Dauer kann er nur Sieger bleiben, wenn er das mit vollem Bewußtsein durchführt, waS die Kriegsnot mit raschen, unreifen Versuchen geschaffen hat." Alfons Paquet be­spricht in dem BeitragDas Buck) eines Bischofs- Söderbloms Werden des Gottesglaubenß". Wolsgang Schumann gibt emen JUberblicf über neueregeschichtliche Romane-. Heinrich Rebens- burg entwickelt in eine," Aufsatz überAlte Dorfschönhert und moderne Technik" die Möglichkeiten, nwderne Jngenieurleistungen in Uebereinstiinmung mit dem Charakter des Dorfes zu bringen. In einer Auseinandersetzung überVaterländische Gesinnung und Schule" behandelt ein ungenannter Schulmann die Frage, in welcher Weise die Schule vaterländische Gesinnung pflegen kann und soll. Unter dem TitelVorübergehend geräumte Stellungen, die wir wiedergewinnen müssen", erörtert ein ungenannter Feld­soldat das Thenra Alkohol und Krieg. - Johannes W'tte schreibt über dieToleranz des Islams-. , r , _ _ .

- BongS illustrierte KriegsgeschichteDer Krieg 1914/16 in Wort und Bild". 67.-99. Heft. (Preis je 30 Pfennig.)» Deutsches Verlagshaus Bong * Co., Berlin W. 57, Potsdamer Straße 88. _

Kürschners Bücherschatz. Band Nr. 1082: Der Armenpastor. Roman von Arthur B r a u s e w e t t e r. 96 Seiten Umfang. - Preis 20 Psg. Hermann Hillger Verlag, Berlin W 9, Potsdamer Straße 124/125.

Die Weltliteratu r", die jeden Samstag einen der besten Romane und Novellen aller Zeiten und Völker bringt, ent­hält in Ihrer neuesten Nr. 40: Fontane: Modernes Reisen, Nach der Sommerfrische, Onkel Dodo, Wohin? Erhältlich bei allen Fettungshändlern, in allen Buchhandlungen oder bei vor­heriger Einsendung des Betrages beim Verlag derWeltliteratur", München 2, Färbergraben 24. . r A

Der Lahrer Hinkende Bote, et» bewahrter Freund deS Bürgers und Bauersmanns, hat wieder seine Wanderung an­getreten. Daß er sich seine angestammte volkstümliche Art be­wahrte, werden die vielen Tausende seiner Verehrer und Freunde sicherlich gutheißen. Es versteht sich von selber, daß der Hinkende sich auch mit dem Krieg auseinandersetzt. Dies geschieht ui den Weltbegebenheiten" und in einer StandredeAllerlei Kriegs- % «flicht.- Zahlreiche tüchtige Erzähler, u. a. auch von Asired Bock Der Abendinahlswein- haben die Wandertasche des Boten mit ernsten und heiteren Geschichten vollgepackt und auch an trefflichem Bildwerk fehlt es nicht. Denen daheitn imd den Tupfern ,m Feld wird der Lahrer Hinkende so wieder eine willkommene Erscheinung sein. Er will gleicherweise belehren und unterhalten; er will er­heitern und das Gefühl für die Aufgaben der Zeit vertiefen helfen. Auch mit dem neuen Erscheinen wird der Hinkende sein Ansehen in der Kalenderwelt befestigen. (Der Preis desLahrer Hmken- den Boten" beträgt 40 Pfg, die gebundene AusgabeGroßer Volkskalender des Lahrer Hinkenden Boten" kostet 1 Mark.)

Don Hebel'sRheinländischem Hatlsfreund ist soeben der Jahrgang 1917 im Verlage von Moritz Schauenburg in Lahr erschienen. Neben beuWeltbegeben­heiten- bringt der reich ill'lstrierte beliebte Kalender eine ganze Reihe von spannenden Erzählungen ernsten und heiteren Inhalts, Schwänken und Sprüchen. Wer sich um den geringen Preis von 30 Pfennig eine Fülle gutetr volkstümlichen Lesestoffs zur Unter­haltung an den langen Winterabenden verschaffen will, der kaufe denRhetnländischen Hausfreund-.

verfteckrätsel.

Man suche ein Sprichwort, dessen einzelne Silben in folgenden Wörtern versteckt sind, wie die Silbean- inWanderer-. Mitternacht Fremdherrschaft - Demetrius Kalbsbraten Zigarrenkiste Wohlau Feilen­hauer Pflüger Rügen.

Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung des Scherzrätsels in voriger Nummert Brüderschaft.

Schristle'tung: Fr. R. Zenz. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversitätS-Buch-und Steindruckerei. R. Lange, Ziehen.