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ntt System, daß trotz verhältnismäßiger Einfachheit doch manche harte Nuß zu knacken gibt. Sender und Empfänger benutzen eine Tabelle, die 26 wagerechte und 26 senkrechte Reihen hat und die dadurch 676 quadratische Kästchen aufweist. Das Feld oben links blerbt frei. Neckts daneben steht A, dann B usw., bis mit dem 25 Buchstaben das 2 erreicht ist. In entsprechender Weise wird links abwärts, vom zweiten Feld an, das Alphabet niedergeschrieben. Die wagrechte Linie heißt dieSprachlinie", die senkrechteWahl- Urne". Senkrecht unter dem A der ersten Zeile wird dann in kleinen Buchstaben das Alphabet fortgesetzt, und dasselbe geschieht rechts von dem anderen A. Darauf wird in jeder senkrechten und in jeder wagercchten Reihe mit kleinen Buchstaben das oben bezw. links angefangcne Alphabet fortgesetzt, wobei es von neuem begon­nen wird, wenn der Vorrat an Buchstaben rächt reicht, um bis »um letzten Feld zu kommen. Dem Schriftwechsel wird nun beispiels Werse das WortBerlin" zugrunde gelegt. Will man dannParis' schreiben, so wählt man den Buchstaben der Tabelle, der durch das B der Sprach- und durch das B der Wahllinie bestimmt ist Das n wrrd nach A und E, das r nach R und R bestimmt usw. So heißt das Geheimwort für Paris nunrfiur". So wird das WortBerlin" als Schlüsselwort dauernd gebraucht, bis der ganze Text geschrieben oder entziffert ist. Ein anderes System ist die Kammerschrift, die ebenso einfach wie genial ist. Wenn zwei parallele Linien von zwei anderen Parallelen senkrecht geschnitten werden, so entsteht in der Mitte ein Quadrat, die Kammer an die sich rechts und links, oben und unten, nichtgeschlossene Vier­ecke, an den vier Ecken aber rechte Winkel anschließen. In diese neun Kästchen wird nun das Alphabet verteilt, statt der Buch staben aber setzt man Punkte.

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U I

pqr

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Ein rechter Winkel wie dort, wo die Buchstaben a b c stehen', bedeutet ohne jedes Zeichchr c, ist ein Bjild darin, b, sind zwei Punkte darin, a. Folgende Zeichen

LzmuunjriEL

ergeben also den Namen Hindenbnrg. In die neun Kammern kann man, nattirlich nach getroffener Ver.rbredung, die Buchstaben des Alphabets in der loillkürlichsten Weise einstellen, sodaß die Losung ohneSchlüssel" fast unmöglich ist. Durch Linien die die Kämnrer die Vierecke und Winkel teilen >und kreuzen, wodurch dw verschiedensten Figuren entstellen, kann man die Kammcr- Ichrl t noch komplizierter machen. Außer der Buchstabeii-Gehetm- sKrift gibt es auch die Zifferng-eheimschrist, nach der diese ganze Kunst den Namen erhalten hat. Die Verbindung von Buchstabcn- und Ziffern-Gcheimschrift gestattet nun die Anwendung der ver- wickcltsten und doch wieder für den Eingeweihten leicht und schnell lesbaren Geheimschriftsysteme.

Läcrmit ist aber die Verschiedenheit der Geheimschriften noch nicht erschöpft. So gibt cs noch das Patronensystem, das zu den besten Erfindungen auf diesem Gebiete gehört. Mit dem Patconen- system arbeitet man, wie folgt: In zwei genau aufeinandergelegta Pappicheibcn schneidet man unregelmäßig Löcher. Nun legt man dw eine dieser so entstandenen zerlöcherten Pappscheiben, die man Patronen nennt, auf ein Stück weißes Papier und schreibt in bestimmter, genau verabredeter Reihenfolge in die Löcher, auf das weiße Papier einzelne Buchstabe. Ist dies geschehen, so wird die Pa pp sch erbe rn der verabredeten Reihenfolge, nach oben, unten rechts ober links verschoben ober unrg'e'breht, und mm iverden die hervorschauenden weitzen Papierstellen nneder mit einzelnen Buch­staben besä)neben. Das geht so fort, bis die zu übennittelndc ausgezeichnet ist. Nun zeigt sich dem Beschauer ein *?t UC L das wud und wirr durcheinander mit Buchstaben

bedeckt ijst die kttn Düensch entziffern kann, der mcht im Besitz der Patrone And Kenner der Reihenfolge ist, in der die Patrone beim ^reiben verschoben wurde. Wenn man aber die Patrone

wieder duf das Papier legt und die Bergungen 'und Verschiebungm l, so ist man imstande, die verschiedenen

!nüW?^Ewärts macht, ... ...... ült wl|iyLCÜC{lt7l

Buchstaben, die zu einem Worte gehören, herauszufinden und zu Worten zusammenznstellen. Hiermit sind aber nattirlich die be­nutzten Systeme nur angedeutet, keineswegs erschöpft.

Aus den Lcbensgeheimnifsen der Heftzelle.

Neue Forschungen Professor Rubners.

Fvrsc^ingen, deren Bedeutung weit über den eigentlichen- ^'^V?enstand kunausgeht, die Fragen der größten all- 6emernphysiologischen Bedeutung beantworten, ja Beiträge zu

ergeben haben, 'hat der Berliner Phy,wloge Prof. Rnbner an eurem' einhelligen Wesen der

^ das Beschrciten eilies Weges, den 'man 'Sfti! Niederer Leb^veseir noch nicht angewandt hatte, ^ ^bensgeheunnlste der Hefozelle und die Rätsel der orrr 11 ^ kingedrungen, wie Dr. Lipschütz in einem aebaltvollpss .Aussatze derNattirwissenschaftlichen Wochenschrift" (Verlag von

Gustav Fischer, Jena) auseinandersetzt. Rnbner hat die Kalori--, Metrie, dre Messung der von einew Lebelvesen gebildeten Wärme, durch die man bei der Erforschung des Stoffwechsels warmblütiger ^wre große Erfolge erzielt hat, auf die Hefe anivenden können, nachdem es ihm gelungen ist, ein Väikrokalorimeler zu barren^ mit dem nmn noch so winzige Wärmemengen wie 0,065 bis 0,035 Grammkalorien, die sich in einer Stmide entwickeln, Nachweises» kann Mit Hilfe dieses feinen Werkzeuges gelang es Rnbner; zunächst, den Nachweis zu führen, daß die Gärung des Zuckers die einzige Wärmequelle ist, aus der im Leben der Hefezellen in einer Zuckerlösnng Wärnw fließt. Dies ist ein überraschendes Ergebnis; cs war euie größere Zahl zu erwarten, als die Berechnung für? btc Wärmeentwicklung für den vergärenden Zucker ergab, dem? dm Lebensvorgänge hätteii auch zur Wärmebildung führen können. Aus diesem ersten Ergebnis durfte natürlich nicht ohne l veite res gefolgert werden, daß die in Zuckerlösung lebende Hefe nicht noch stickstoffhaltige Stoffe, wie etwa Eiiveiß abbailt. Es gelang im Gegenteil der Nachweis, daß der Abbau von Eiweißstofsen statt- ftirdet, denn Hefezellen in Pevtonlösungen also ben ersten Spaltprodukten von Eiweiß hielten sich längere Zeit am Le­ben, wahrend Hefe inv Wasser binnen kurzen! abstirbt. Eine Warmeenttmckelung war freilich bei der Hefe in Peptonlösungen nicyt nachzüweisen. Eine Reihe anderer Versuche Rnbners be­stätigte den Eiweiß,toffwechsel der Hefe. Es gelang ihm auf kalo- rtmetrtfdjem. Wege die längst beobachtete Tatsache genauer zu er­forschen, daß die Hefezellen in stickstofft-ner Zuckerlösung allmäh­lich an Garkraft embüßen. Es stellte sich dabei heraus, daß an lechs aufeinanderfolgenden Hungcrtagcn solcher Hefe die Werte ftir die Warmebildung in geometrischer Reihe abnahmen, sodaß eine die Lcbenstättgkeit gcsctzniäßig schlvächende Erscheinung vor- liegen muß. Der Stickstoffbcstand der Hefezelten nahm daher von Tag zu Tag ao; hierbei kam die gleiche Gesetzmäßigkeit zum Aus­drucke, die sich bei der Abnahme der Wärmeerzengimg der hun- gernden Hefe herausgestellt hatte. Das sichere Ergebnis lautet, daß du- Garlcistung der Hesczelle mit einer Einbuße an Stickstoff verknüpft rst, das; alw die Hefezelle den Stickstoffwechsel hat. Dieser Strastoffwcchscl ändert sich je nach der Temperatur; er steigt. ie ho!>er tue Temperatitr, d. h. fe größer die Gärleistung ist. Durch Zusammenstellen dieser Ergebnisse mit denen E. Buch- ners über den Gärvorgang ist Rnbner zu weiteren, äußerst wich­tigen Aufschlüssen gekommen. Büchner hat vor einer Reihe von Jahren den Nachweis geführt, daß gewisse Fennente eine erheb- Uche Rolle bei der Hefegärung spielen. Wenn er Hefe durch Aceton lodcr ähnliche Protoplasnragifte abtötete oder ivenn er den Saft zerriebener Hefe mispreßte, konnten die sogenannten Ferments noch Zucker vergären, die Mitwirkung lebender Hefe aber war dabei ausgeschlossen. Rnbner verglich nun die Gärwirkung le­bender Hefe mit der Gärwirkung abgetöteter Hefe und dabei stellte sich heraus, dag die abgetötete Hefe nur ein Fünftel so viel Wärme bei oer Garung liefert, wie die lebende. Hierzu kommt, daß die leoende Hefe hei der Garung durch den entstehenden Alkohol in? Ker ^ebenvtatigkeit geschwächt wird; zieht man die lähmende Wirkung des, Alkohols ab, so ändert sich das Ergebnis noch weiter, ein Gramm frischer Hefe liefert dann in 24 Stunden 860 Gramm- wlorien Garnpgswärme; dagegen liefert ein Gramm Hefe in Form von Zymm 27, Grammkalorien, in Form von Preßsaft 41 Grammkalorien. Die Wirkung des aus der Hefe gewonnenen Fcrinentes beträgt also mn 3 bis 4,6 v. H. fder Gesamtleistung! ? er ^ocnden Hefe. Demnach kommt der überwältigende Anteil der Garleistnng Nicht auf Rechnmig des Fennentes, sondern auf die Lebenstatigkeit der Zellen. Rnbner warf schließlich noch die uns, sob die Hefezelle sich bei Stickstoffgleichgetvicht uneiid- W unverändert zu erhalten vermag. Wenn ihre Teilunas- fahigkeit unterdrückt ist mid das ist miter diesen Bedingungen r ^ ^ i? ^ utet blc Anttvioirt mit diese Frage, stirbt die M Ä'' die Versorgung mit einem eiweißhaltigen und -'uckerhal- kann Üe Nicht retten, und so hat Rubner ftir die Hefeselle das Gesetz bestätigt, das sich wohl durch die ganze Reihe des Lebendigeli zieht, daß die durch Teilung sich mehrende Zelle durch Ernährung im Beharrungszustande nicht dauernd a?n Leben erhalten werden kann; vielinehr sftrbt sie endlich, und nur durch Vorgänge, die eme Testung zur Folge haben, durch Wachstum echter Art, vermag sie dauernd zu leben.

vermisstes.

L/ Professor Karl Larsen bei Kapitän Paul K o n i g. Hotel Adlon in Berlin. TaS bekannte Getriebe einer modernen Riesenkarawanserei. Hier fand sich unlängst der aus­gezeichnete dänische Gelehrte und SchriststeNer Professor Karl Larsen L!L.«V Wl f n r m "Politiken" erzählt, den .berühintesten aller Schiffer zu sprechen. Wer das sem kann? Keine Frage - Kapitän Paul Romg i,t es, der Führer von B-Deutschlaiid. So leicht war es nun restich nicht, zu bem Kapitän ju gelangen. Professur ^ av i ei \ >ah stur, in emeii Klubsessel tief versunken, belagert von zwei Bertreterii des deutschen Biichhaiidels, die eifrig auf ihn einsprachen. über schon fam die Rettniig in Gestalt eines jungen deiltschen Ge- lehrten, der Kapltan König zurzeit als literarischer Beirat bei der Absasfung seines Buches über die berühmte Reise zur Seite steht und der sich redlich Muhe gibst ihn mich fonft nach besten Kracken virrch die Klippen niid Untiefen seiner jungen Beriihnitheit zu