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vermischtes.

* C a b o t n a 5 Vorname. Seit einiger Zeit, besonders feit der italienische Generalissimus seinen Regenschirm zngeklappt hat und ihm die Sonne scheint, sind die Standesbeamten in den Abruzzen häufig von den Bauern dadurch in Verlegenheit gesetzt worden, daß den neugeborenen Knaben der bis dahin ungebrauchte und unbekannte NameFiLmato" gegeben wurde. Meinand konnte sich erklären, wie gerade die des Lesens und Schreibens völlig un­kundigen Beivohner der Räuberberge die Erfinder eines neuen italienischen Namens sein sollten. Hatten sie sich doch früher mit den herrlichen Neberliefernngen begnügt und ihre Sprößlmge Eato Scipio, Cicero und Sulla genannt. Ein wißbegieriger Standes» beainter erkundigte sich sogar beim Pfarrer des Ortes, ob dieser Firmako vielleicht ein neuer Heiliger der Kirche sei, aber auch dies war nicht der Fall. Endlich ist es einem besonders Klugen ge­lungen, des Rätsels Lösung zu finden: Firmato sei der Vorname Eadornas, wurde ihnr mitgeteilt. Und woher wußten die Abrnzzen- bewohner das? Tie Berichte des italienischen Generalissimus tragen die Unterschrift: Firmato: Eadorua. Das heißt auf gut deutsch: gezeichnet: Eadorua. Wird vielleicht in späteren Jahren doch noch in dieser Mißdeutung ein tieferer Sinn 311 erkennen fein? Wrrd er in seinem Volk einst fortleben als einer, nicht der gezeichnet hat, sondern der gezeichnet ist?

* -1 ?*' £aft des römischen Legionärs. Mit einem

beträchtlichen Gewicht bebürdet war der römische Legionär. Alles in allein genommen trug er eine Last von etwas über 80 Pfund. W»e wrr annehmen dürfen, entfielen davon über 39 Pfimd ans die Rüstung. Reichlich 40 Pfund wogen der Mnndvorrat unb bie zu ihm gehörigen Geräte samt dem Tragreff, der Fnrca. Es kommen dabei für den Mnndvorrat ungefähr 30, für das übrige 10 Pfund in Betracht. Jene Geräte bestanden ans dein Brat­spieß, dem ehernen Kochtopfe, dein Trinkgesäß, dem Brotnetz, dern Ledersackchen unb der Ledertasche, die wohl Messer und sonstige Unentbehrlichkeiten enthalten mochte. Wie F. Stolle in feinem BucheDer römische Legionär" schreibt, sind die zu den 80 Pfund Ge,amtbelastnng noch fehlenden 10 Pfund in Anrechnimg zu bringen auf den Schanzkorb, die Handsäge, den Spaten, die Art, den Riemen, die Sichel und die Kette, die außerdein ein jeder Legionär bei sich trug. Die Annahme, daß nur ein Teil der Legionäre mit Schanzgeräten versehcii gewesen sei, dürfte, wieivohl !ie später vertreten worden ist. nicht das Richtige tresien. Ge­wöhnlich waren mit deni Schanzen mehr als zivei Drittel von ihnen beschäftigt.

.per Untergang eines f r a n z ö s i s ch e n T r u p p e n- tra ns ports vor 100 Jahren. In eineni Ehrensaal des Louvre hangt das großartige Bild Gericanlts, das gleichsam den Anstatt zur französischen Romantik in der Malerei bildet: Das Floß der Medusa". Das Bild knüpft an ein Ereignis an, dessen Zayrestag jetzt zum 100 , Male wiedeikehrt und düs damals als grobes nationales Unglück in Frankreich allgemeines Aussehen er- regte: dre Fregatte.Medusa", die entsandt morde,i ,var, um sran- SMthe Truppen nach Senegal zu bringen, ging unweit der asnka- urfchen Küste unter. Nur wenigen der Schiffbrüchigen, darniiter dem Kapitan, gelang es, sich ans einem Floß zu retten. Sie irrten ? V 1 ß llt ® lucf umher, aber nur einige überstanden die nngeheuer- liche.i Strapazen und Entbehrungen. Die Ueberlebenden, die oft nichts zu essen hatten, konnten sich schließlich nr,r noch vor dem plmgettode retten, indem sie sich vom Fleisch ihrer toten Kame­raden nährten. ImCri de Paris", der an dieses traitrrae Iubi- iaum enirneu, imrb Geiialieres non dem roiilantischen Leben des Kapttans derMedusa" erzählt, dessen Unersahrenheit das llnglück vemrsacht haben soll. 1791 ivar er, kaum löjährig, mit den Emi- granten geflohen rmd kehrte nach dern Sturz Napoleons nach Frankreich zurück, wo er unter Anrechnung seiner Emigrantenzeit sofort zuni Kapitan ernannt wurde. Bor feiner ersten Seefahrt vevloote er sich mit einer sin,gen vor,ieh,ne>i Bretonin. Als er ber ferner Ruckkegr seine Braut aufsuchen ivollte, sa,id er Tür und Fenster ihres Elternhauses schwarz verhängt unb erfuhr von einem Nachbarn, day die Tochter des Besitzers gestorbeil sei. In seiner eriten Verzweiflung begab er sich unverzüglich nach Paris, um sich voi Marrnennnlster eine neue Ausgabe übertragen zu lassen.

11,1 wurde ihm das verhängnisvolle Kommando derMedusa" anoertraut, dern er sich so garnichl geivachseii zeigte. Später er- mhr er, daß seine Braut noch am Leben war, es war eine ihrer Schwestern gewesen, um dere.itwillen das Haus Trailer angelegt haue. Sie war aber so entsetzt von dem Unglück, Las ihrBrälltl- Q 2!!' Ä et c.sie sich weigerte, ihn Zil heiraten. rl 09 * 1 b,e lLuahlmig versöhnlich, .obgleich er für sie

r* e 'si'u stets treu rmd tr»:g bis zu ihrem LebeiiS- ertde em Witwenkleid. . ."

vüchertisch.

^.H.esies stellt Ferdinand Avenarius den» Gedanken derdeutschen Mode de,» derdeutschen Typentracht" entgegen. Nicht so sehr die -blöde als die Typentracht müsse das Ziel unserer Bestrebungen werden. Für die Zwecke des Exports eiilstweilen, ,vas der Export !?rdert ! Für uns aber Typentrachten, die in schöner Weise sach- M folgt eine Auseinandersetzung Wolsgang Schiimanns

mu Max Schelers .Genius des Krieges". Weiter behandelt Paul Marsop das Elend der deutschen Theaterkritik. Den Schliiß der größeren Zlnfsätze bildet eineKriegsphilosophie ans den» Schützen­graben", m der Dr. Frirdrich Kuntze, der an der Oftfront steht, öen Emstnß des Kriegscrlebniffes aus tiiiser Philosophieren zu »lm- schrelben sucht.

rt t 1 T 1 £ e,t 5 be l ielan d" (2. Jahrgang) bringt ein farbiges ^itelbmtt von H. Balnschek m»d Schivarziveiß-Arbeiten von H. Grawe und Heinrich Kaiser. Ferner hat E. Orlik den Aussatz: »»liis dem tschechischen Böhmen" mit interessanten farbigen und Schivarziveiß-ZeichnlUigcn illustriert. Der literarische Teil beginnt »ml dem GedichtDie Pfeife" vor» Otto Loerke unb bringt die -NovellenIdiosynkraiie* von Wilhelm Lenneniaiin undMayn" von Leo Sternberg,Die Frau Dompröpstin m»d Pan" von Graf -oirger Morner unbOstpreußen und sein Wiederaufbail" von % e 5 11 ' a ! in Muthesius iisiv. Das Hest schließt mit einem ArtikelKuiistler 0 s ^Z^^wilienschaftler" vor» Otto Aiiiadeus mit drei Schivarz- weP°Zelchmmgen von A. Dürer. Preis des inhaltsreichell Heftes Mk. 1.. (Wieland-Verlag, Berlin W. 9, Lermöslr. 4 .) r- rcrf" r 7 . J e} x 11 n f e r Eisern Kreuz erlvarbe n". Selbsterlebinffe. Nach persäiilichen Berichten der Inhaber des Eisernen Kreuzes 1914. Bearbeitet von Friedrich Frhr. v. Dincklage- Eanwe, Generalleutnant z. D. 11 . bis 13. Liefernng. Deiitsches Verlagshaiis Bong & Co., Berlin W 57, Potsdamer Str. 88 .

- b7 desVölkerkrie g" (Herailsgegcben von Dr. C.

H. Baer, Verlag van Julius Hoffmann, Stiittgart) enthält eine a»ls durchaus zuverlässigen Qilcllei» geschöpfte, klar unb anregend ge­schriebene Darstellung der gegenwärtigen imleren Zilstände »md -oorgange m Rußland. ?luch ,vaS in Serbien, Monicncgro unb ^übamen von Februar bis Angnsl 1915 auf politischen» imd niili- tanschem Gebiete vor sich ging, weiß derVölkerkrieg" in Heft 88 nicht nur genall und vollständig, sondern auch in manchen» wirk- fanren Schlaglicht vorznsühren.

. ~ Bon den fabelhasten amerikanischen Kriegsgeschästen be­

uchtet Dr. Elias Baker in der Nr. 31 derSch lv c iz e r I l l ll- £. r 1 11 3 c 11 u n g" (Verlagsanstalt Ringier «c Eie, Zosingen).

Ein Bild ans der Trümmerstadt Görz, ein Paiioranm des Kampf- gelandes am Jsonzo, die Stadt Triest von etnem italienischen Aero- ;nnn aus gesehery Modelle französischer Panzeriorls vor Verdun und^ er ne »lnzahl anderer Bilder kriegstechnischer Neuheiten, tmb ma? jonfi noch Aktuelles vom eliropäischeil Krieg in derSchiveizec Jllnstrierten Zeitung" geboten wird, das alles sagt uns, auf ivessen Kosten sich Amerika bereichert. TaS Granzstück der Nummer ist aber ern großes, ganzseitiges Bild eines ?largauer Bailernhairses, da, m dem vorzüglichen Knpsertiesdruck ein Kmistiverk darstellt. -per Preis der Nnnimer beträgt 25Psg., im dlbonnement kostet die Schweizer Illustrierte Zeitung" Mk. 5,- pro Halbjahr. Sie kann bestens ernpfohlen iverden.

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^ W o ch c n - K ü ch e n z e t t e s.

r Sonntag: Bouillonwürfel-Suppe mit Nudeln, Schweine braten, gelbe Rüben, Kartosieln, frisches Obst.

Kartoffeln * ° Wassergriesisuppe, Bohnengemüse, kalter Braten,

toff c ff t ieu5to9: Bohnensuppe, Schellfisch, Tomatenttmke, War-

Mittwoch: Kartoffelsuppe, Grichknödel, Pflaumenmus. Donnerstag: Graupensuppe, Leipziger ?lllcrlei. Freitag: Schwarzbrotsuppe, Rotkraut und K>artofselnudeln. Samstag: Haferflockensuppe, Kartoffelbrei, Gurkensalat.

Scherzratsel.

Halb iliinm ein Flußchei» Jtalie»»s, füge dem immtent Gewässer Drei Viertel Meerbilsen zu: hieraus entsteht dir ein Mann. .Auflösung in nächster Nummer.

,c.,g /o^E"kscher Wille (Kl, nst.vart). ZroeitesAngnstbeft 19.tz. (Kriegsaiisgabe zu ermäßigtem Preis. Vierteljährlich 3,60 Mt. Verlag von Georg D. W. Ealllvey, München.) Ji», Leiter

Auflösung der Schach-Aufgabe in von'ger Nummer, Weiß. Schwarz.

1. D e 7 - g- 5 f T g 1 n. £ 6.

2. T f 1 - h 1 f T e 1 n. h 1.

3. T a 1 n. h 1 + und Matt.

6<4«!(i«tun fl : Äug, ©oeij. - SblationKtnruti und Verlag d» Brützlich-n UnwersttätS-Buch- Slei>,druck-r--. R. Lang-,