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frei Dürkheim. die beutfdjeu ^einuitf^tc in PotÄxrm, die Hünen- ringk'stspiele zu Detmold, die Hnssitn»spiele zu Bernau i(. ö
Die Beurteilung ber Naturtheater und der dort statts»uden der» Aufführungen ist i natürlich verschieden. Immerhin, muh n^n ?or einer allzu großen Ucberfchätzung und einem allzu wilden „Fre»i»ch- btthnenenthlksiasnnls" entschieden tvarneu Das Tlxmter ist nun . einmal eine Welt des Scheins, und diese verträgt das zu grelle Tageslicht nicht immer, -an- davon abgesehen, das; bei>n Naturtheater so viele Momente zum Gelingen bezw. Mlßrmgen m»E- wirken, wie Temperatur, Witterung nsw^, sodaß allem dadurch jede Aufführung in Frage gestellt werden kann. —
Vüchertisch.
— Demi »n Verlage von O^toElsner,Berlin 3.42, erscheinenden Buche. „Die kämpfenden Flotte n', ein Verzeichnis sämtlicher Kriegsschiffe der kriegführenden Staaten mit 'Angabe der Verluste feindlicher Kriegs- und .Handelsschiffe nach dem Stande von Ende Juli 1916 von Kontreadmirnl Kulan vom Hofe (100 Seiten, Preis 1 Mark), zuiolge beläuft sich mit Einschluß der hmzugetretenen Neubauten und Stnkäri'e oder Beschlag- nähme in England für irenide Staaten im Ban befindlich gewesener Kriegsschiffe am Ende des zweiten KriegsjahreS der „buchmäßige' Bestand der englischen Flotte ans:
38 Dreadnoughts.mit einer Tonnage von 877 200 t
43 ältere Linienschiffe » » „ » 622 200 ,
10 Schlachtkreuzer . . . . „ , » „ 240 000 ,
32 Panzerkreuzer. ,, » » „ 412 400 „
31 Geschütztei f . . n . « r(mi#r llg / 232000 „
81 Leicht« / "e»ne Kreuzer 112^ , » » " 314 300 „
2 Küstenpanzerschiffe slür Nor,vegen im Bau) t » 9 300 ,
219 Zerstörer. • * 183 090 „
58 Torpedoboote. v » 200 „
50 Unterseeboote
50 e (nur für Haien- und Küstenschutz) und eine größere Zahl von Monitoren, Kanonenboote,'.
und Spezialschiffen.mit etwa 225 000 ,
zusammen auf 3 129 ÖOU t Von diesem Bestände werden als mit größter Sicherheit in Verlust gekommen und infolgedeffen in dein Buche „Die kämpfenden Flotten' rot durchstricheu, in Abzug zu bringen sein:
1 Linienschiff (Dreadnought).mit 27 000 t
9 Linienschiffe älterer Art.. 131 200 „
3 Schlachtkreuzer.. 70 000 „
13 Panzerkreuzer.. 161090 ,
10 Kleine Kreuzer . ... 42 000 „
ferner 31 Zerstörer, 4 Torpedoboote, 20 E-Boote und eine größere Zabl von Schiffen, deren Namen und Klaffe nicht absolut sicher feststeht, mit einer
Tonnage von etwa. . 01 OOP *
fo daß der Totalverlust der englischen Flotte auf ^ ! 482 SöÖ t
mindestens zu stehen kommt.
Es beträgt also der Verlust 15 Prozent der Geiamttonnage, zweifellos ein hoher Prozentsatz für eine Flotte, die ängstlich bemüht gewesen ist, ihre wertvollen Schiffe zwei Jahre in Untätigkeit zu halten und möglichst sicher zu verstecken.
— AlfredDoblin,Die drei Sprünge des W a n g- l u n. tS. Fischer. Verlag. Verlm.) Geh. 5 Mark, geb. 6.50 Mark. Es ist bekannt, daß es in der jüngeren deutschen Schriftstellerwelt seit ein paar Jahren wieder gärt, daß >nan etwas Neues sucht und experimentiert. In solchen Zeiten scheint es immer nach viel Geschrei und wenig Wolle auszusehen. Aber attmahlich wird es doch deutlich, daß Wolle da war und daß 'gesponnen wird. Die wirklich zum Gestalten Begabten ziehen sich allmählich auf sich selbst zurück, und eines Tages find wieder Leistungen da. Der Roman von Döblin ist eine solche Leistung. Er spielt in China, und man kann nicht anders, als mit Bewundernng von der phantasie- volle»» Kraft der Emführuna sprechen, mit der ber Verfaffer die fremde, seltsame Welt durchorungen hat. Aller liest sich wie aus erster Hand: Landschaft, soziales Lebem Familie, Formen des Denkens und des Gefühls, und sogar im Stll versucht der Verfasser mit Glück, die Besonderheit seiner Welt, die überraschenden, fremdartigen, und doch durch ihre inenschlichen Ursprünglichkeiten vertrauten Beziehungen eiuzufangen. Es konunt hinzu, daß Döblin nicht etwa aus erotischen'. Behagen schreibt. Sein Buch schildert das Entstehen einer jener slürinisch religiösen Bewegungen, dle von Zeit zu Zeit das chinesische Volk erschüttern; und wenn hierdurch schon für »ins, die wir ja dergleichen Stur,ne erlebt haben und ihre Folgen noch vor Angen sehen, ein »»»»mittelbar pol,t,scheS und kulturgefchtchtltches Interesse erregt wird, so nehmen wir noch inehr, nämlich mit yerz und Geist, an dem Sichtvarwerden religiöser Urkräfte teil. N
' Das Reich von morgen. Roman von Karl F, g d o r. (Verlag von Ullstein & Co., Berlin. — Drei große Schauplätze hat der Noinan: das von zerfallenen Kanälen durchzogene. einer neuen Fruchtbarkeit entgegenharrende Mesopotarnien, Siambul mit seinen Moscheen und Gärten, seinen Türinen und Bastionen, mit oen schönen Ufern des Bosporus, und das Berlin
des Sonuners 1914 Abendland und Morgenland eint das farbenreiche, in starken» Tempo geführte Werk. Ein junger deutscher Ingenieur, froh von stürmischer Hoffnung, und eine blonde, junge Deutsche sind die Hauptgestalteu des Roiuans.
- B o n g s i l l u st r i e r t e Kriegsgeschichte „Der Krieg 1914/16 in Wort und Bild". 91.-93. Heft. (Preis je 30 Pfennig.) Deutsches Verlagshaus Bong & Co., Berlin W. 57, Potsdamer Straße 88.
- Im K r i e g s - A l b u m der ,.W o ch e" (Verlag August Scherl, G. m. b. H., Berlin, Preis des elegant gebundenen Bandes 3 Mark), von dein soeben der vierte Vaud erschien, wird den Lesern u. a. eine vollständige Sammlung der Heeresberichte der verbündeten Mittelmächte geboten. Aber nicht nur diese authentische Geschichte des Kriegsverlaufes ist es, die uns das Krtegs- Albuiu wertvoll macht, sondern vor allein auch die große Aus- wahl guter Bilder — in jedem Band mehrere Hundert — die uns lebendig und anschaulich das Leben und Treiben der Soldaten ai, unb hinter der Kampffront, die großen Tater, uirserer Heere und der Marine, ihre Führer imb ihre Kampfmittel schildern.
— In der neuesten krümmer der Leipziger »Illustrierten Z e i t u iij* (Verlag I. I. Weber, Leipzig) gibt Oberbürgermeister Koch (Kassel) eine scharfe Beleuchtung der KriegS- wirtschast mit ihren Leistungen und Mängeln in einem Artikel »Etwas über die Lehren des Krieges für die Ernährung-frage". Nicht geringeres Interesse beanspruchen die Ansführnngen von Professor Dr. Richard Sternfeld (BerliiE über „Deutsche Forschungen zur Geschichte des Kriegsausbruches". Die Arbeit des „Deutschen Studentendienstes" während des Weltkrieges, von der die Oefsent- lichkeit noch wenig erfahren hat, würdigt'Fritz Droop. lieber das „Institut für ostdeutsche Wirtschaft" und seine Ausgaben für die Zukunft der schwergeprüfte!» Proviirz Ostpreuße»» gibt Dr. Kari Ergana (Königsberg i.Pr.) eischövsend Auskunft. Seine Erlebnisse „Auf Patrouille" schildert der Kriegsfreiwillige Paril Kräh a»»f, Grund seiner Tagebuch-Aufzeichnungen in spanne»,der Weise. Auch der bildliche Teil dieser Ntwuner »ff ,nieder recht iuteressanl
— Ein m a ch e n ohne Z u « e r wird in »»nserer zuckerarmen Zeit vielfach für eine Unmöglichkeit gehalten, und daher bildet die Haltbarmachung der überreiche,» Obst- und Gemüsevorräte eine der drmgendsten Haussrcniemorgei» Cs ist daher ka»lin verwunderlich, daß Frau An»tSrat Rose Stalles 310 Rezepte für das Einmachen der Früchte und Gen»üse, soivie für die Bereitmig vor» Fruchtjäften, Gelees, Marmeladen, Obst- mib Beere»»-Weine»» ohne Zucker oder mit möglichst eingeschränktem Znckervcrbrauch inrrerhalb iverriger Woche»» in 35 000 Ercmplareu abgesetzl »unrbeu. Soeben erschie!» die 9. verbesserte Arrslage des g»»t illustrierten Buches, das Frau Johanna Schi,e»der-To>»uer uuter Berücksich- tigrmg der Zrickerkuappheit »reu bearbeitet hat. Neben der Billigkeit, die bei allen Rezepte,» durch die Versafseriu beobachtet »uuö. zeichnet sich das nach derer» Angaben Cingemachte dadurch besonders ans, daß bei ihm insolge der Znckerersparnis der prächtige natürliche Jr»»chtgeschmack erhalten bleibt Rose Stolle'« 310 Etnlnache-Rezepte kosten 1 Ml., Porto 10 Psg., falls direkte Zusendnng von» Verlag Wilhelrn Möller, Oranienburg Berlin, gewünscht wird.
Gietzencr Hausfrauen-Berein.
Wochen- 5k »"»jb e u z e t t e l.
Sonntag: Einlauffuppe von K'uock>enbrühe, Sck>morln'ate< Salzkarbosststn und Saiat. Pflalmr-enkom-uott.
Montag: Gr-t-eßfuppe, Wirsing mit Mrboffeln. Dienstag: Würfelsuppe, grüne Bohnen Mit Ka»Toffeln »mV neuen Heringen.
M i t t lv o ch: Gemüst'stuppe, Apfel PfannÜiLMn. Donnerstag: Rindfleisch st» ppe. SaNerkrani mit KE»Toffel buet und Suppenfleisch.
E rcitag: GrLup.usnpPe, Fisch4>»»dding und.KartvMn. a »ns tag: Grüne Bvln»^miü4>Pe. Haferkoteletts mit MV toffelsalat. _
Girichkiang Rätsel.
Fürs Liebchen zum Schuruck a»»S de»u Schoße der Erde Schafft »nich der Berg»nann, der »vackre, herbe».
D»» siehst »nich auf Bäumen erglühen, nun iverde Ich plötzlich zur bitteren Arzenei.
Doch nehnl' ich auch oft die Gestalt des süße»»,
Des trefflich bereiteten Z»»ckers an.
Wer davon kostet, m»»ß grarisan» es biißen,
Deiri» Tod »ind Perderbei» bringe ich dann.
(Auflösung in nächster Nummer.)
Auflösung der Königspromeirade in voriger Numlnexr Nie kaurpslos ,v»rd dir ganz Da8 Schöne in» Leben geglückt sein.
Selbst Dta»na»»te»»glanz Will seiner Hülle entr»»ckt sein,
Und »vtndest du ei»»en Krauz:
Jede Bluure daz»» »vill gepflückt sei,». Bodenstedt'
Schlistteitulig: Aug Goeh. - Rotationsdruck »»nd Verlag der Brühllchen UniversttÜtS-Buch- und Steindruckecei, R. Lange. Gieße»».


