knmachkeit.He/ sraatc matt von allen Seiten, ..waö sagt denn ^ufftt, was ia.il cv über den Krieg?* -O, nicht gerade sehr

viel er hat. wie ihr ja wißt, die Gewohnheit, tiur selten zu sprechen * - »Na ja, aber immerhin, irgend etwas tnufj er doch cefaipt ha den ?*Nun, vor einigen Tagen, als er eben das

Sluto beilveg, fragte er mich, ob es nur gut ginge und ob ich im Dienst zufviedett sei."Ist das alles, was er dir gesagt hat?" ,'Lm. aaitevmnl meinte er, soweit ich mich jetzt daran erinnere: Ach ja» mein Lieber, es ist eine harte Zeit."Uttb hat er denn niemals über den Krieg gesprochen?*Ueber den Krieg? . . . Höchst stlLrn. Doch, jetzt entsinne ich mich . . Am letzten Tage vor mein.Tr Abreise sagte er mir, als er vor seinem Wohnhaus im Hauptquartier ans dem Wagen stieg:Nun, mein Lieber, weißt du v Reicht, wann dieser Krieg ein Ende nehmen wird?" Die Dorfb<wohnerschaft soll, wieLe Poiln" bemerkt, über die ge­schilderte Wortkargheit d<-> Generals Joffre nicht sehr erbaut ge­wesen sein.

*'Ifii Gemüj öau in jeder Werse zu fördenr, wird heute in Lllen deutschen Gauen als eine vaterläickisiche Pflicht erachtet. Diese auf Ausnutzung jedes geeigneten freien Stück Landes gerichte- re.r Bestrebungen werden von den Reaierimgen, den Gemeinde- und StaLlveiivaltimgen, Garten- und Obstbauvereinen überall tat­kräftig unterstützt, und der Garteninspektor a. D. Fr. Winkler in HeÄÄberg ist durch eben diese Bentühungen zu einer kulturgeschicht- liä)eLi Skizze angeregt worden, die er'in der illustrierten Zeitschrift UeLcr Laich und Meer" (Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart- unter dein Titel: Die Heimat unserer Kßckengewächse und ihre Ge­schichte veröffentlicht hat. MaS in dem Aufsatz über die Zwiebel­gewächse gesagt wird, iniag hier stepett. Sie zählen zu den ältesteck ZEückengewächsen, die die Alten in Pflege nahmen Herodol erzählt in seiner berühmten Geschichte dcjs Oneitts, daß nach einer erni yenreißelten Inschrift an den ägyptischen Pyramiden, während des Baues derselben, für die unter die Arbeiter verteilten Rettiche und Zwiebeln 1600 Taleitte Silber (über 7 Millionen Mark) verausgabt iwrden seien. So allgemein beliebt der Genuß der Zwiebelgewächse vnfangH war, so verachtet wurde er mit steigender Bildung und Mil­derung der alten rohen Sitten Niceratus erzählt über den fortab verpönten Zwiel>elgenuß verschiedene launige Geschichten, wie zuM Beisoiel, datz die ungetreue Frau und der ungetreue Ehemann beim Nach hauseLom men Zwiebeln kauten, um sich so gegenseitig über ehe­lichen Treue zu versichern, denn eine nach Zwiebel riechende Frau oder Ntann hätte ja, wie sie schlau kalkulierten, jtt>es gemieden. Die Germanen erhielten die Ziviebel von Italien, was aus dem italieni- lchen cipolla 'Hervorgeht, denn in manchen Gegenden ioird iwch Heute für die Zroiebel der Name Bolle gebraucht. Als Heimat der Zwiebel gilt das vordere Asien, von Palästina bis zum Indus. Eine ver­hältnismäßig noch sehr junge Einführung ist der Blumenkohl. Der gelehrte Reisende Prosper Alpinus sah ihn bereits 1850 in Aegyp­ten, wo er schon häufig kultiviert wurde. ZuM erstenmal wird er in Deutschland aber im Jahr 1600 in einem von dem Italiener Mathioli in Frankfurt a. M. erschienenen Eränterbuch genannt.

vlichertisch.

Gerhart Haupt man nt Der Narr in Christo E manuel Quint Roman. Volksausgabe. Geh. 3 Mk., gebd. 3 Mk. 7b Psg. (S. Fischer, Verlag, Berlin.) HauptmannS Eutanuel Quint" ist seit seinem Erscheinen immer tiefer in das Beivußtsein des Volkes eingewachsen. Dieser Roman ist, nach sement inneren Wert und nach der Art seiner Wirktmg, ein Volks- bttch i mm soll er es auch noch werden, indem die nette, wohlfeile und trotz der Wohlfeilheit schütte Ausgabe, die der Verlag soeben darbietet, den weitesten Leserkreis suchen und sinden wird. In Etnanuel Quint ist ein Mensch unserer Zeit dargestellt, der anfäng­lich nicht sowohl eilte Nachfolge Christi, als beinahe eine Wieder- holttng ztt bedeuten scheint. Beivundett man schon, tvie dieses Theuta aut die natürlichste, jeder Prüfung der Realität stand- baltende Weise ausgeführt tvird, so steigert sich die Anteilnahnte darubet lueit Hinaus, als das Schicksal QuintS sich immer selbst- statldiger und eigentüntlicher entfesselt. Wie Quint erst von seiner mehr oder minder leichtgläubigen, tttehr oder minder tiesgläubigett Untgebuttg für Christtts gehaltett wird, wie er selbst sich ztt diesem Glauben entzückt, anfänglich im Symbol und schließlich tatsächlich: das heißt also: wie eine subjektive Wahrheit ztt einer objektiven Lüge wird, das ist mit einer Darstellungskrast, die sich ihres Reich­tums mit höchster Ueberlegung bedieitt, gattz und gar durchgesührt. Detttt es ist im Sinne der Worte Christi tvahr, daß Quittt der wiedergeborene Christtts ist, tveil er nichts aitderes sei.t ivill als der im Geiste Wiedergeborene. Nur indeitt die Umwelt nicht attders kamt, als die religiöse Wahrheit, die geistige, zt, einer sozialen, zu euter leiblichen uittdettten, ntacht sie sie zu einer Lüge; tmd indem sie dattit tnit ihrer kurzsinnigen und ungedttldigen Entschlossettheit diese verwirft, vertvirft sie auch jene. So wird atis deitt Heiligen der Wahttsnmige, und der Wahnsinnige geht, aber mit innerer Sieghastigkeit, unter. InEtnannel Qniitt" ist jedoch noch »nehr als das Problem eines Charakters, einer religiösen Bewegtmg; der Roman hat die Breite und Fülle eines Epos. Menscheit, Land schäften, soziale Verhältttisse, die Regtmgen der Massenseele, da?

halb physische Seelengespinst deS Entzelnen, dieses alles spinnt sich, ohne daß es je zttr Episode würde, zu einem großen Lebens- und Zeitgebilde zusatttntett. Der Reichtum an Wirklichkeit, die Treue und Klarheit des BlickeS, die Festigkeit und Ztvecksicherheit der Komposition siitd wahrhaft meisterlich. ES ist Brot in dem Buch, und darum muß eS ein Volksbuch werden.

- Heft 4 desWieland" (II. Jahrgang) bringt ein farbiges Titelblatt von Brtmo Paul, Schwarztveiß-Arbeiten von Otto Schoss, See wald, Herittann G e h r i und Walter Buhe. Ferner hat R. O r l i k den Aufsatz:Kanton* von Friedrich PerzynSki mit interessanten farbigen und Schwarzweiß- Zeichnungen illustriert. Der künstlerische Teil schließt mit einer farbigen Zeichnung politischen Jtthalts von E. Schilling. Der literarische Teil beginnt mit dem Gedickt:An meinen toten Sohn* von Hermann S1 e h r tmd bringt die Novelle:Flüg durch die Nacht" von H. Lucka, die Skizze:Peter TaddäuS' jüngste« Ge­richt* von Hertha T r i e p e l und den Aufsatz :Mein alter Lehrer" von L. von MendelSsohn-Bartholdy. Ferner enthält das Heft einen Artikel über: ,Künstlerische Packungen" von Otto Zoff, der mit charakteristischen Abbildungen auS der modernen künstlerischen Reklame geschmückt ist, und schließt mit den Glossen: Nagelung*,Die Bautätigkeit im Kriege" und Erinnerung an Antwerpen*. Preis deS inhaltsreichen Helles Mk. 1.. (Wieland- Verlag, Berlin W. 9, Lennöstraße.

Paul Münch:Neue Sache for zu lache* (Laden­preis Mk. 1.). Verlag der K. B. Hofbttchhandlung von Eugen Crusius, Kaiserslatttern. Der Verfasser ist vielen Lesern kein Fremder mehr. SeinerPälzisch Weltgejchicht", von der vor kurzem daS 31.25. Tausend erschien, war ein ungeahitter Erfolg be- schiedsn. Sie eroberte sich im Fluae viele Tausende von Lesern nicht bloß in der Pfalz, soitdern im übrigen Deutschland. In dem neuen schmucken Büchlettr hat der Verfasser in herzerfrettendem Humor und übermütiger Ersindungslaune den hervorragendett An­teil der Pfälzer am Weltkriege in köstlichen Versen geschildert Die Kapitel: - um nur wenige aus dem Inhalt herauszuziehen - Die Lothringer Schlacht",De Helffertch",Der Hmtgerkrieg*, Die Pälzer Wertshausstratege",De Pälzer Salpeter* sind Kabittettstücke goldenen HumorS und heiterer Laune.

-Die Weltliteratur", jeden SantStag emen der besten Romane und Novellen aller Zelten und Völker zum Preise von 10 Psg. enthaltettd, bringt in ihrer neuesten Nummer 30 von Andersen Die Galoschen des Glücks und die kleine Seejungser mit Bildern von Walo von May. Verlag derWeltliteratur", München 2, Färbergraben 24.

Die Schweizer Illustrierte Zeitttng, Verlags­anstalt Ringier & Co., Zosingen. Einzelpreis 25 Psg., verdient tu ihrer neuesten Nummer 30 besonderes Interesse, da sie von feind­licher Seite ans gesehett Photographien von der Schlacht an der Somme bringt. Außerdem enthält die Nummer tu a. Bilder von der österreichischen Marine

Schach-Ausgabe.

Schwarz.

» b c d e f g h

Weiß.

Weiß setzt mit dem fünften Zuge Matt. Auflösung in nächster Nummer.

Auslösung des Diamant Rätsels in vorige Nummer,

W

B i 1 Stern

Wieland

braun

Enz

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Sckfistleituna: Aug. Goek. - RotatiottSdruck und Berlaa der Rrübl'ichen UniversitätS-Buck- und Steindruckerei. R. Lange, ©tabm.