Ausgabe 
22.4.1916
 
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drgier eine Art Ztvilver,orgung geben und gini int Aufträge des König; nach Süchpamen, um bovt Getrei.de und Oel einzutreiben, für fte gegen England ansznrnstende fti-otte. Bal> danach harte 9 er an der Spitz? ran Gericktsoo'ckziehertt rückständige 2t:\i'n\ ein »usiehen. Bei dtesen Geschifren !-at er wohl zu viel auch an sich techft ged ach : denn dreimal mnßt-e er ins Gefängnis tvandrn.

dreier umrerwilligen Mutze nun gewannen die' räftlich-u Ge stalten won Onijotes und Sanso Panjas ihr Leben für die Ewig- teil. Gerade als der erste Teil des Buche-, das sogleich das größte ?lns,chen erregte, erschienen war, wurde Cervantes noch einmal seckge;etzt, weil er in eine höchst bedenkliche, nie ganz ausgehetlte Sach? venvtckelt war. Ter zweite Teil des Meisterwerkvs wäre wahrtcheinllch ungeschrieben geblieben, wenn nicht ein anderer eine Wl-ch-e ^ortwtztcng verösseutltcht hätte. Ta fühlte sich der Dichter der inzwischen seine zwölfMusternovellen" heranSgegeben hatte, ivch genötigt, das Buch zn Ende zii führen. Cine Reihe ucyt -er amen und Zwischenspielen, sowie Gedichten hat Cervantes autzcr- be.»k. verfallt, ^em RomanTie Leiden des Perfiles und der ^tgtsmunda" ijt erst nach chinem Tode erschienen; ins Dentsche ljat ihn ^ndivig Tiecls Tochter Torothea übertragen, während wir cnetem -vichter selbst eine wrtresfliche ttebersctznng desTon Quijote" verdanken. _

Versnischses.

~ co* l l e l }}. erkIvttrdige Ofterfeier in R n Ni änie n.

mumalueu ist es Brauch, dag der König in der Osternacht die Kasernen besucht. Wenn andere Sterbliche der rumänischen Laudes- jttte gemag nach der Auferstehuugsfeier in der Nacht vom Oster- Samstag zum O,ter-Sonutag sich zu Tische setzen, um gegen 3 Uhr dev Morgens bei Speis' und Traut sich's qernüUich sein zu lassen, so kann der Koiug allein nicht solch behaglicher Ofterseier sich hin- gebeiu Er mich mit der brenuende»i Oftcrkerze vo»l der Kirche zu ^en Soldaten. Eine Kaserne nach der anderen besucht er in der ^.'Iteinacht und eröffnet uaefj langeni Fasten persönlich die erste secke Mahlzeit seiner Soldaten. Dabei wird danrl das runränische Cierspiel auch erprobt.. Jeder Soldat erhält zivci bmite Ostereier, der König auch, und daun wird durch Aneiuailderkinpen die Härle der schalen erprobt. Wer die Schale bricht, muh das Ei abgeben, ^vrotz der großen Strapazen, die oieser Brauch für-den König mit Nch brmgt, hat der verstorbene König .Karl bis ins hohe Alker hinein daran festgehalten.

* Kostbare Ostereier. Auch die Sitte des OsterKer- IcheufenS artete zu verschiedeiren Zeiten in Uebertrribuug aus und rn einer anssührlrck>m Geschichte des Luxus mühten auch die kojtvarsten O,teveter erwähnt »ein, die von einer besonderen Lieb­haberei Zeugnis ablegen. Die Mode, das einfach: Osterei iir eine extravagante Kostbarkeit-umzmvandeln, kam besonders im zweiten Kaiserreich in Frankreich ans. Sv sch?ulte ein französischer Kammer- einer vor ihm verehrten Pariser Schauspielerin ein gewaltiges etfornnges Kostergehanse, aus dessen blauer Samtbelleidnng zahl­lose, von einem Pfeil durchbohre Herzen in Goldstickerei leuch­teten. ^ drews Me,enn nicht in die Wohnung der Künstlerin gebracht werden konnte, mußte es im Hof geöffnet ioei-den In eem Ei aber befand sich eine kleine Equipage mit zwei' an- geschirrten Pomihs lund emem jungen Kutscher, der auf dem Boa sah. Am gleichen Tage erhielt die glückliche Schausoielerin noch ein anderes Osterei: dieses war zwar sehr klein, aber es besland aus G-old und barg em Halsband aus Perlen und Bril­lantenWerte, von ungefähr 80 000 Mark. Ostereier im Werte von 5000 10 000 oder 20 000 Mark gehörten im zweiten Kaiser­reich, ducchau- mcht zn den Seltenheiten. Auch in England wurde ,n dieser Beziehung ein großer Luxus getrieben. So schickte um das Jahr 188 c eme englische Dame dem PcM ein ans Elfen- bem verfertigtes Osterei, in dem sich eine Golddose mit einem Rubin NN Werte von 40 000 Mark befand. Die englische Schau­spielerin Queeme Letghton erhielt ein Ei, das zivar nicht besonders verrvoll, dafür aber umso origineller ivar, als es das leb-mde Exemplar eines Singvogels enthielt. Auch im 20. Jahrhundert ww. m England, besonders rn London, ein großer Luxus mit K'i'e.eleru,getrleben,^und eine Firma im Londoner West End muwe haung solche Geschenke im Werte bis zu 20 000 Mark hec- fit'ilcit. Besonders beliebt sind Elfenbeineier, die von Künstlern manatt iverden und oft bis zu 2000 Mark kosteten. Natürlich s'iii. cne -ltte^der kostspieligen Ostereier ganz besonders in Ameri- ]h ^ a l x ß- ^'chenkte vor einigen Jahren ein Kaufmann in fr-' w re- ie eut Elfenbemei von drei Fnh Umfang da-. Er ostnete, ertönte von einer verborgenen Stelle umn ,ah ein zweites Ei, in dein ein Grammophon n» ^igibracksl war. Auch dieses Ei, das Schmuckstücke enthielt Mark gekostet haben. Ein amerika- \ mertwürdiges Ci her, dessen Hülle

au.' r.-sa^ kandierten Mumeiiblattern bestand, die an einem über 9K hohen Drahtgestelle gefestigt lvare-i. Dieses von 200 . bestrahlte Ei, war mit kostbaren goldenen fc.-'- r n -^= au s h r Il V l * altth die Geschichte eines ameri-

bei ' seurer Gattrn ein Osterei zum Ge- besand ^' ^ em ""Oeheurem Bau sich ein Lnxusautomobil

Vilchertisch.

. . ~ ® * l * 51 n r f eh ü t; von iU Y 'vcö B o cf. FeldauSgabe. Preis

biojcf). 0,o0 Nik., geb 1 Mt. Verlag Egon Fleifcbel L Co., Berli>r.

Clnein geschmackvollen, handlichen und ziun Versand ins Feld U 0 N fertig eingerichteten Bändchen lsi jetzt bei Egon Fleische! der Zliiitzgritz von 'Alfred Bock erschienen. Die ivie tu einem sichtigen -oerbsllnge dahinschreitende Fl ii'rschützengestakt iliiseres Land ltub stinke so sem beobachtenderi lind mit nrarkigen Strichen zeichnenden helmlschen Richters iviid in dieser neuen, leicht erschwinglichen Tt r?*'- n ^ ren Z'-'eiindeii sicher neue hinzngeiviiineii. Das Werk ist lraniger und bodenstäudiger 2lrt. Die Feldgranen iverden eS vayer ganz besonders zri schätzen ivissen.

Gietzcrrer Hattsfrancu-Berein.

W o ch e n - K ü ch -e n z e t t e l.

o o it n tag: Reissuppe, Schmorbraten ohne Fett in d^r Tüt« und in der Kochkiste bereitet. Kartoffeln.

Montag: Grießsuppe, Pfannkuchen mit Spargel (Rezch-t von ^-ran Laih, 18. März».

Dienstag: Haferflocke:

Kartoffeln.

Senstunk'^ ^ o Nudelsuppe, Suppenfleisch mit Kartoffeln und

io Donnerstag: Kartoffelsuppe, Fischauflauf (Rezept vom 18 . Tezember).

Freitag: Brotsuppe,,Kartosfeltlöße und Obst.

Samstag: Erbsensuppe mit Sauerkraut, Karamel-Speise.*)

m suppe, Spiegeleies, Spinat und

0 ,. mel-- 2 perse: ' t1.. Pfund Zucker wird gebräunt, ein

^tter Much hinzu, anrkochen lassen nrtb 10 Blatt Gelatine hinein- geben. Nilhren, bis die Gelatine ganz aufgelöst ist.

Hauswirt,'chaftlichc Ratschläge für die Kriegszeit.

Ersavmij.tel für Seife.

.in den Frühjahrsmonaten findet üblichenveise die Reinigung der Wohnungen von Staub, Schmutz, Rust usw. statt. Ist nun auch Die^oeire knapp und teuer ge.vorderr, so gibt es doch unter den U'vch- immer erhältlichen Reinigungsmitteln eine Anzahl, die sehr Wohl als lvertvoller Ersatz dienen können. So werden alle iveitz- lackierten Möbel, Türen, Fenster, Fensterbretter, weiße Tonösen u?w ohne große Anstrengurig tadellos sauber, rvenn sie mit Schlemmkrerdewasser von milchiger Bsischasfenheil abgewaschen tver- de», dem man ans 5 Liter einen gehäuften Eßlöffel voll in einer Ä.as,e lochendem Wasser aufgelösten Borax beifügt. Bei Ver­wendung der viel billigererk, ungereinigten Schlemm kr erde über- gietze man diese mit heißem Wasser, quirle sie auf und lasse sie durch ein chchtes Lementuch laufen, um sie dann erst mit dem übrigen Wäger zu verdünnen. Für andere hell- und dunkellackierte Gtooel, Tieren, ^yensler und Oe len v r,vende nian dagegen eine ^.olnng rwer Abkochung von Seifenrinde, auch Pauamaspäne oder LlUillapannde genannt, die eine vorzügliche Reinigungskraft besitzt und namentlich settigen Rupansatz rasch beseitigt. Weiter ist reines Boraxwasser, Salmiak und Sodawasser zn nenuen, das ebenfalls, entsprechend stark verdünnt, ruß- und schmutzlöfend lvirkt, ohne dw Farbe, bez>o. Lack usw. anzugreifen. Das Reinigen der Gar- oinen, das von erfahrenen .Hausfrauen seines großen Seifenver- branchs wegen stets gefürchtet war, muß heute unter dem Dimck der gebotenen Sparsamkeit fettreich r Seifen ebenfalls in ver­änderter Form bewirkt werden. Sie iverden zunächst zur Lösung des Staubes tu ent rerchlich.s, oft zn wechselndes Wasserbad ge­legt, dann m em lauwarines Bad von Salmiak- und Sodalvasser unter Zniatz von recht heißem Wasser gelegt, in diesem möglichst rutiTm ausgewaschen und geschwenkt, .vieder mit klarem Wasser gespnlt^und dann erst mit kochend heißem, fettem Seifenwasser' ubergoften und weiter behandelt, wie üblich.

Rätsel.

Es gibt kein Entrinnen für dich und Entlveichen Wenn uns're Umarmung gefangen dich halt.

Doch nimmst du hiniveg unser vorderstes Zeicheit . So^ siehst du uns bis in die Wolken schier reichen'

Als mächtige Ketten der nelken Welt.

Auflösung in nächster Nummer.

Auslosung der Skat-Aufgabe in voriger Nummer: Abknrznnqeit: U -- Treff, p -- Pique, c = Eoenr, cr,r -- Earreau ^Treff-Bude. p.^. Piqne-, ov Eoenr-Dame nsw.

Int 'Lkat liegen kr9 und earv. Mittelhand erhielt - trö p8 cB, carB, pS, tri). tr8, tr7, car9, car8, Hinterhand den Rest. Ber- (auf des Spieles:

1- B. p7 M. p8 H. trA = J1

2. Di. trß H. carZ P. p 9 = _ 12

3. M. pB H. trZ V. pv = 15

4. M. cB H. trK V. pX 10

5. Dt. earB H. carK V. pZ = 16

Die übrigen Stiche bekomntk dev Spieler, aber die Gegner haben bereits 64 Augen erhalten. . ;

6ctn(eflu"a: SIu«. (üoeö, - Rotationsdruck und Verlaz der Brkihl'schen Um°°rsi!«!S-B,.ch. und SieiudruL-rei. N. ilcmae, ©ieHcu'