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bU lange Reihe der Unbeteiligten. Die sagte nm:So," und m Itibn ihre lange Hackemmse noch krauser als sie ohnehin schoir ttm, während in ihren Angen ein Zug spielte, den man niM ohne weiteres als Trauer ansprechen konnte.So, der B-rün Bruns Ist gefallen."

Weiter sagst da nichts zu?" warf der Briefträger ein klein wenig entrüstet em.

Was soll ich da groß sagen. Lürking .Vater? Sterben müssen wir alle, Und wenn einer das für sein Vaterland tun kann, dann ist das was Gutes."

Ter Postbote zuckte die Ach,sehr und ging. Er war ärgerlich, venn was dre Alte sagte, waren genau die Worte, mit denen er sre hatte trösten wollen.

Tant Sophie aber begab sich schnurstracks aus den Brunshof. mnge kraftvolle Bruns Anna hantierte umher, als ob nugts geschehen ser. Nur ein aufmerksamer Beobachter mochte eine Stergeruna des der Bäurin eigenen stillen Ernstes bemerken k leicht auch noch etwas wie eine suchende, unsichere Nach- bwflidjfett, die sonst nicht # 1 : ihrem Wesen gehörte.

Tant Sophie fah sich Um, und als sie die Gewißheit hatte, i-ofci niemand sonst in der Nähe war, w'crrf sie die Maske ab.

.Ich Hab' ihm das gewiß und wahrhafttg nicht gewünscht, Srwtn Teern, aber nun, wo der HimM'el das so gefügt hat, sag' ich daß- er das gut mit dir meint."

Tie Bäurin aiitwortete nicht, sie arbeitete Weiler.

Tie Alte beobachtete sie scharf.

, -Mußt dich nicht verstellen, Anna, vor mir nicht, ich weiß, wie das m drr ausfteht."

Erregung und Zorn roten Wangen drehte sich die Bäurin hastig um.

N^ürlich!, das sollst du wohl wissen. Bor der Hochzeit Hab' M-s Michr ja gesagt, daß ich den Brün Bruns nicht heiraten kann Mer weil ich noch ein Kind-war und ohne Eltern, da hast du Uno OHUi Gerd mich Hern mgekr legt. Brüii hat Vater mal aus fchlinimer Not geholfen, habt ihr gesagt, und Vater hat geiuollt, M '^"^uii heiraten, und ernem toten Vater muß n:an gehorchen. Ja das habt ihr gesagt und ihr habt euch nicht an meine Tränen geehrt. Ich weit; nicht, ob das wahr ist mit Vater, aber daß euch darnals mächtig viel daran gelegen war, daß ich den reichen Brün Bruns heiratete, das weiß ich jetzt nachgerade für gewiß "

Tant Sophie lachte halb verlegen, halb vertraulich.

Aer"; da tust du uns unrecht. Wir hielten das dauials

Ktn Glück, wir konnten ja nicht wissen, daß Brün Bnins so mir schlechter Mensch ist."

T« Müg die Bäurin mit der Faust auf den Tisch, baß die Tassen klirrten.

Und wenn du auch meine Tante bist: das lügst du. Brün ist Nie em schlechter Mensch gewesen "

wurde auch' die Alte falsch. Sie stemmte beide Hände in die Hüften.

So? Na, dann bist du wohl schuld daraii, daß du so Unglücke LZ ^worben bist denn wenn er so ein Prachtkerl war, Hütte sich das bißchen Lrebe wohl gefunden. Oder nullst dein Unglück ableugnen? Sieh mir mal in die Augen und dann sag' mal, daß du ihn wieder lebendig, daß du ihn wieder hier Haber: ruächtest "

Mnas Zorn war verflogen. Wie ein Mchlgespenst huschten die wer langen trostlosen Jahre ihrer Ehe an ihren: Geiste vorüber. Ern Schauder ergriff sie.

Nein, nein, nicht wieder," murmelte sie, wie zu sich selbst - r mL5 0p ^w C urcht im entferntesterr daran dachte, die

^lchie ernstlich zu erzürrren, stieß sie schmunzelnd in die

wohl, jetzt bist du schon wieder vernünftig,

Und dann weiß noch lemand, der sich über Brün Bnms seinen Tod auch zu trösten weiß--"

ein unsagbarer Ekel an, aber sie war so niübld Aotzlichl, so kraftlos an Leib und Seele wie noch nie im Lebe::

Sie wollte heftig werden, aber sie konnte es nicht ,,. # f«/tu mir die Liebe an und geh'

letzt uuch HailÄ.^ Grete fall dir em Pfund .Butter geben "

Tiie Alte Nickte zufrieden und verständnisvoll.Ja, ja. ich geh In so was da muß sich eins erst fhrden."

. XL, ^ rt tvar setzte sich die Bäurin und stützte

dei: Kopf in die Hand, dann holte sie ans der Tasche den Brief hervor und las:

~-riß ihm das Bein ab. Sterbend verließen

wlr chn wir konnten ihn nicht mitnehmen, da >vir vor lieber -1 Mattst eilig zurück mußten. Biele unerschrockene Männer hat die Kompagnie, aber eine derartige Todesverachtung, wie sie Brüii

Bnins vom ersten Gefecht an zeigte, ist doch selten-"

ilima ließ das Schreiben des Oberleutnants finfen

M bu«h.chr Hirn. Sie fühlte sich unsagbar

Ä. 1 filt de» ">os!.-n, willens-,

Irf rar &v r! 1 ,?aßte da änch' gar nicht. Tas war ihr

In ^ Za"« nichts zu tun nnt der Erinnerung

Äilif !!! sie an Brüns Seite geführt hatte.

^ |T 1ie ' es so kam. Sie hätte Ml Brüns Rückkehr nicht ertragen, sie wäre fortaeaanaen irgendwohin, vielleicht in den Tod. Nein, es loar gut so. Aber

dieses sonderbare yeAbeklemmende Gefühl? War «S dav natürliche G«rauen vor der Näh^ des Todes? _

. /ölenden Tage gina Anna still und unstät umher. Ter

sollst so fleißigen Banrm wollte keine Arbeit von der Hand gehen Ml 'ah sre Nicht, wenn hier oder dort eine der Mägde einest Fehler oder Nachlässigkeit beging.

Tav war etwas Besonderes, und das Gesinde schüttelte per- den Kvpf. Mle wußten, daß der Bauer und sein Weib Nicht miteinander, sondenl nebeneinander gelebt hatten, wenn es auchl Niemals Streit zwischen den beiden gab.

Böse Zungen munkelten allerlei, aber Tatsächliches wußte der Wüsstemb Undlgste nicht. Weder Brün noch 2» lie Rt .l lc 5'- etruciS M schulden kommen, das irgend jemand zu einem verständnisvollenLlha" veranlasse konnte

Zwei Wochei: waren seit dem Eintreffen der Todesnachricht .vergangen und nichts hatte sich in dem träiimerischen W«eseii de Baunn geändert, es schien sich im Gegenteil noch- vertieft zu haben.

, . Tsmt Sophie, die ihre guten Gründe hatte, sich nicht allziioft in me Tinge der Nichte emzumischen, hielt es nun nicht länger ans.

Hör mal, Anna," sagte sie, ,',der Unfug, der muß jetzt ein Ende nehmen. Bis soweit ist das gut. Ein bißchen Trauer spielen, das gehört-sich so, das verlangen die Leute, aber allzu schlimm mUtzt du das Nicht treiben, denn alle wissen, wie du nirt Brüst gestanden hast. Mir ist das zu nahe, wenn sie dich als Komö-t orantin angucken. Und das soll wahr sein, wenn ich nicht mehr wußte als all die airdern, ich tät selbst irre werden, so gut spielst du deine Trauer."

Mit weit aufaerissenen Augen starrte Anna die Alte an Ans ihrer ganzen Haltung sprach ehrliches Staune::, so daß Tant Sophie ernstlich- verwundert den Kopf schüttelte.

Tu kommst mir wirklich so vor, als ob du selbst nicht weißt, was alle Leute schon und was deine eigene Tante"

Weiter kam sie nicht. Ein hohes Rot färbte die Wangen der lUngen Bäurin.

Alle Leute sollen sich- um ihre eigenen Sachen bekümmern, alle, verstehst du das," rief sie n:it zornbebender Stimme.

Eilig lenkte nun die Mte em.

Na, na, mein Teern, mußt dich nicht ärgern, ich mein's doch gut mit dir, wollt' dich nur cukfmerksani machen. elber »vir wollen nicht lveiter darüber sprechen."

Tant Sophie wartete auf eine Entgegnung. Ms diese ausblieb,

, nahmen ihre eckigen Züge wieder den Ausdruck lustiger Pfiffig­reit an, der bei ihr etwas Heinttückisches lwtte.

Währeiid ilste Augen blinzelten, warf sie beiläufig hin:

'Weißt du, daß Jmmo Briilkmaim auf Urlaub ist. Das ist eigentlich, ein mächttg stattlicher Mann, ec ist auch schon Feldwebel. Ich Hab' mich da immer drüber wundern müssen, daß er nie ge­heiratet hat."

Mina zuckte leicht zusammen. Dann wandte sie sich ab und irgendeiner gleichgülttgen Arbeit zu.

Tie plötzliche Bewegung war der Mten nicht entgange::. Beruhigt schniunzelte sie und begann von häuslichen Angelegen­heiten zu reden.

Anna hoffte, daß Jmmo nicht konnnen würde, aber am Uattiften ^age erschien er doch. Indessen, sonderbar, hu Au gen- m:a e , wo er ein trat, lvar die junge Bäurin ruhig, merkioürdig rutstg, so sehr wie sie sich vorher gefürchtet hatte.

Imino Brinkniann war in der Tat ein selten hübscher Mensch, dem die Gutmütigkeit aus den Augen schaute.

Mit unverkennbarer Verlegenheit legrünte er Anna.

Klaube jetzt, ich Härte wegblerben sollen. Zu dem Todesfälle, da weiß ich nichts zu sagei:-"

Tie iunge Frau gab den: Soldaten freundlich di»' Hand. Ich habe dir einmal wehe getan, Jmmo. Ich glaubte damals,

1 /1 r e neckst aüders handeln. Meine Verwandten, die wußten mich so bei der Ehre zu packen. Ganz ehrlich sind sie da wohl nicht de: gewelen, und glaub' mir, Jnimo. mir loar das danial^ ebenso hart."

. Ter junge Mann blickte erstaunt aus. Die Freiiniitigkeit nnt der Mn:a das Vergangene besprach, inutete ihn eigenartig an, aber ferne Augen blitzte::.

.Ja, hart ist mir das geivesen, Anna, aber ich habe gesehen wie du dich quältest, und ich habe keinen Zorn auf dick "gestabt'. Hetzt, wo Brün erst c:n paar 'Wochen tot ist. ist das ja nicht di- richtige Zeit nein, laß nur, ich weiß aber, wenn der Krieg -ti Ende, oder übers Jahr-"

Freundlich unterbrach sic ihn.

bilt ein guter Mensch, Jmmo, und ich lvill auch ganz offlii zu dr: fern. Ich brn Mtt nieineui Mann nicht glücklich lodunglücktich- lnn ich gewesen." in Verzn»eiftnng

'IT p oe sdch, Nieder,ob es nun darum ist, ich iveiß ^ nich? h'Zr* aber eins weiß ich: heiraten kann

' auch dich nickst Jmmo Ich muß dir nun schon |n!u'" 1 m tm> ° &ei 60 ^ lvoht b's,er, ioenn ich dir das gl.-iw

Eine geraume Weile bwrsttstc Sckuvaigen.