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,,Fns Abiturium ja. Otto, es ist die höchste Zeit für Mich; ick hätte es schon vor zwei Iahten hinter mir haben sollen. Aber man verpimpelt mich bodenlos, auch Velten. Da heißt es immer, ich dürfe nicht stundenlang am Schreib­tisch sitzen, und Velten reißt mich mit Gewalt in den Park und läßt mich im Walde Kiefernluft schlucken, und oft oars ich tagelang nicht an die Arbeit denken. Und schließlich, was habe ich weiter am Leben als die Freude am Studium? MH elender Knirps kann nicht Soldat werden, und wenn ich überhaupt die Universität besuchen darf, werde ich vom Vivat Academia wohl herzlich wenig kennen lernen. Otto, e§ ist greulich. Wenn ich nicht Belten hätte! Ich zittere bei dem Gedanken, daß er einmal fahnenflüchtig werden könnte."

Das wird er nicht. Cr hängt viel zu viel an dir an euch allen."

Ja er ist un§ ein lieber Freund, Otto. Mer mem Gott, soll er denn sein Leben bei uns vertrauern? An seine eigenen Studien kann er gar nicht mehr denken; seine Tage gehören mir und der Armemarie. Und was bieten wir ihm dafür? Ein jämmerliches Gehalt, und ich taxiere, auch das. Er brach ab und sprach den Satz nicht ans. Er stieß das Fenster ans. rückte «inen Lehnstuhl an die Nische M>d bat Otto. Platz zu nehmen, wählend er sich selbst aus n * Ecke des Schreibtisches setzt«.Ach, Otto, das verfluchte M d!" fuhr er fort.Unten sitzen Onkel Herrfurth, Belten,

, 0 L!?, konferieren darüber, ob eS angängig ist, für unsere Mtrstenkrone neuen Goldglanz aus Amerika zu holen. Wie mich das anwidert! Ich habe Velten erklirrt, er möae an meiner Statt r»en; ich will von dem Schacher Bolkos nichts wissen; ich will nicht bis an den Hals heran steigt mir der Ekel vor dieser Heirat!"

. . £9° schote ernst in das sich fiebrig färbende Gesicht deS Prinzen und schüttelte dabet langsam den Kopf. ' übertrethst Jost," sagte er.Der Zufall hat Nih Simpson in Berlin kennen lernen lassen. Sie ist eine o große Schönheit, daß ich die Neigung deines Bruders ver- in Fehler?" ^ ^ch ist: was schadet das? Ist daö

1 8ch weiß, wie jammer- Verhältnisse liegen. Ich kenne die äiröHe unseres

^Naße Jost. Verzeih mir; aber wäre ^.ber Fall, dann würde dich die Verlobung Bolkos wahr­scheinlich weniger aufregen." '

Ä1 ,a "^bber Freund, du urteilst von deinen: Standpunkte aus. Was würdest du sagen, wenn deine Schwester Grete einen verkommenen Aristokraten heiraten wollte, nur um Lich Frau Baronin nennen zu können?"

> «ntschieden dagegen fein, das ist selbst-

tinfn an- rL** ?? ^ nnte r ^ id> aud) ereignen, daß Met« einen Aristokraten lieben lernt, der ihrer würdig ist; und

i« ÜAm Falle würde ich, käme es auf meine Enischeiduna "e.ln sagen, um einen Trumpf auf mein demokraiö *** Mp?*- Biellieber Fast, ich glaube, sich ' dich so aewalng entrüstet. Es ist d?,s Gefühl, daß «2 *° r ei S C K tei ki "Bernunftehe" schließen könne. Er verkauft 4^5 Hatz" bU b t ' ® U bnfft - nid>i dar»", daß er auch ein

asÄ« fers»

OTtfel Herrsurth weiß Bescheid."

//Soft, ich will dir nicht widersprechen. Ick denke nnrg YZ daran, den Leichtsinn Bolws zu verÄdigen We^ itb bu J\ ur ba§/ ' a ^ bn gelegentlich höirst.

Im übrigen lieber Himmel, du sagst ja selber daß dir eure traurige Vermögenslage bekannt ist! Tatsache ist daß euve Verhältnisse Ini t ff B M.Essern wenden würde. Ich denke darin ganz küßt ^m^ n -A ttr ?. ^£^lfen. An deiner Stelle, Jost ^wtirde sff Tbemm\f b en,^ VMUna Luders Äen statt

^ Der .Preßte einen Augenblick die flachen Hände als wolle er einer anfsteigenden Mi- arane wehren.Freuen nein, Otto, das kann ick nickt btTt kern Narr der Pietät, aber ich hänge dock, mit taufend Faden an der Neberlieferimg. Verlache das, du

hast das Recht dazu. Wer ist diese Miß Simpson? Viel- letcht begann ihr Vater seine Laufbahn als Setzer junge!

^?^o,n-Bennett oder als Stiefelputzer wie V ander- bilt; vielleicht ist ihre Mutter irgendwo hinter dem Zaune geboren worden!"

gleicht," antwortete Otto.Jost, mir ist in diesem Augenblick, als tue sich eine weite Kluft zwi chen w ^^^he dich nicht. Hättest du gesagt: vielleicht

stch Mr. ^wmpson sein Vernrögen durch einen Sclnir- kenstreich erworben ich würde kein Wort entgegnet aben. Mer daß du, der du selber die Arbeit liebst,'mit sprichst, das dünkt mich ebenso unbegreiflich, alv hättest du die Armut geschmäht, wo mich du arn: bist und weißt es und fühlst es> ]h

Jost sprang empor und streckte Otto die Hand entgegen. Es flannnte e:n helles Licht in seinen Augen auf.Verzeih xu ^rzeih mir, Otto," rief er mit vibrierender Stimme,

ich bin so nervös, daß ich.Ach, Liebster, könntest du nur

m meine Seele schauen! Nein, ich verhöhne die Arbeit nicht: ich eta sie in jeder Gestalt aber ich ehre sie nur, wenn lle Ehre verdient. Versteh mich doch recht! Kennst du den ... kwEungsgang der meisten dieser amerikanischen Milliar­däre? Gewiß, auch ihnen ist die Arbeit alles sie arbeiten jedem Nerv; ihr nugeheurer Fleiß ist ihre größte Tugend. Mer ihre Arbeit ist keine ehrliche hundertmal nein! In einem halben Menschenleben lassen sick Millionen aufhänfen, wem: man nicht 'k?Aellos dabe: zu Werke geht. Und so erklären sich auch die maichenhaften Reichtümer aller dieser Leute; ihre Skrupel- lostgkeit slchert ihnen den Erfolg; sie bilden Truste und rui- Wohlstand Tausender, um die eigenen Taschen zu fte sllehen rhven Nutzen aus dem Ungllick der Neben- ?)buschen, ihre Lllbert ist die der Parasiten,^ die in: leben-

das ss Sichst du. Oito, das ist's, was mir

das Herz beschwert. Bolko m seinem Leichtsiiin denkt rcicht darüber nach, woher das Gold der Simpsons stammen könne- er nimmt nur. Ich bin schwerblütiger, ich grüble gern, ich 8ÖL EM k^alen Gedanken nicht aus dem Wege. Und das Bewußtsein, daß die Gotterneggs eine neue Blüte ibres Hauses spekulativem Yankeeraffinement verdanken sollen, machen?" mid> wahrhaftig, das kann mich verrückt

Er stand mit roten Wangen vor Otto und knirschte mit .Otto sah ihn an und überlegte: ist diese leichte Erregbarkeit wirklich ll:ankhaft oder nur ein. Mauaei Beherrschung Er nahm wieder die Hände Josts, die ""d he*ß anfühlten, und erwiderte mit seinen blwdringlich klingenden StiNime:Jost du mußt dich nicht so gehen lassen, du mußt mehr Selbstdisziplin <?sbn^Du zitterst und fieberst, aber du bist nicht krank; du re. r i)^rzeih mir den Ausdruck einfach nngezogen... ° Er lachte...DaL soll keine Moralpauke sein; aber scheint es dir eine, so schadet's anch nichts." ' } m

n V^fi ^ akzeptier' sie von dir," erwiderte ^ost und lachte gleichfalls. Im Augenblick legte sich feilte ^ Unrast; dre kühle und derbe Ruhe Ottos wirkte ein Niederschlag auf ihn ein.Also ich bin nichts weiter als e:n ungezogener Junge," sagte er.Vielleicht hast du reckt Tausend Donnerwetter, du hast recht! Ich komine zu ralck aus dem Gleichgewicht. Das ist nicht^ nötig Man ann sich auch eine gewisse Kaltblütigkeit anerziehen."

Wenn man den Willen hat, Jost. Er vermao « wollte, du kämst mehL unter Mensche,!. Es ist nicht mt ? t>it so ganz auf dich allein angewiesen bist" ' ®

Ich habe Velten."

(Fortsetzung folgt.)

Auf dem vrilnshofe.

SkiM von Alfred Manns (Bremer,).

(Nachdruck verboten.)

. ste dageftanden," berichtete der alte ^^?ing, ^d-er Briefträger, jebem im Tors, der es wissen ordentlich Unheimlich ist ncir das gewesen, aber aemniit AiläE A^btig resolutes Frauenzimmer ist das."'

H' a l?/ ant Sophie war Lürking Vater oer erste ^ark denn Behagen des Erzählers besonders

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hier kam der Hiohsbote nicht auf seine Kosten Die Alle brach keineswegs in Janimern und MMagen aus, une