aerettet zu werden, ist demnach gegen früher um das Mehrfache erhöht. Trotz alter dieser Vorzüge nimmt der Koffer zusammen- aeleat doch fast nur so viel Raum ein, wie ein gewöhnlicher, und kann bei seinem leichten Gewicht auch als solcher benutzt werden. Er dürste als Begleiter auf Seereisen eine große Zukunst haben. Wer die Drittel hat, kann sich diesen Anzug-Koffer oder Koffer-Anzug sogar nach Matz machen laffen und auch bei der Wahl von Farbe und Stoffart seinem eigeneit Geschmack Rechnung tragen-
»Was die a m e r i k a n i s ch en S t n d e n t e n v o m W e tt-
k r i e q e w i s s e n. Die Interesselosigkeit der amerikaui chen Jugend für die europäischen Verhältnisse war seil jeher bezeichnend für Den einseitigen Bildungsgrad der jungen Bürger jenseits des Ozeans. Wie kraß aber die Unkenntnis der jungen Amerikaner von der Welt ist, die außerhalb ihres Erdteiles liegt, geht ans der geradezu,er- starnilicheii Ahmlngstosigkeit hervor, die sie settyt dem Weltkriege gegenüber an den Tag legen. Die amerikanischen Studenten sctiemen fanm die Zeitungen zu lesen, mit Ausnahme der Wcttkainpsberlchte iitid Sportnachrichten. Wenigstens fühlt man sich veranlagt, dreö au glauben, »venn mau das Ergebnis einer Rnudfrage vernimmt, Sie cm die Studenten der New Yorker Universität und anderen amerikanischen poch- und Mittelschulen gerichtet wurde. Em Prv- fessor der New Yorker Universität, der in der „New York Times über diese Rnndsrage berichtet, vertritt die Meinung, daß diese Gleichgültigkeit der amerikanischen Studenten ihre Ursache in^der Unlust habe, ihren Leriieiser auct) aus Europa erstrecken zil muffen. Tie in dem New Yorker Blatte veröffentlichte Liste der Fragen und Antworten enthält auch tatsächlich eine ost geradezu ver- bluffende Uukemituis. Ans die Frage: „Wo liegt Saloniki 2" wußten unter 53 Stundeliten nicht weniger als 42 nicht die richtige Am- wort zu geben. Viele gabeli aii, daß Saloniki iii Polen liege. Aits die Frage: „An welchem Meere liegt Montenegro?" wurden alle Meere Europas und Ostasiens genannt. Ter Name des englischen Ministerpräsidenten war selbst den englnndfreundlichen amerikanischen Studenten unbekannt. Die ineisien verliehen Winston Churchill diesen Posten. Aiis die Frage nach der Stellung Poineares erklärte ein New Yorker Student, daß dies ein berühmter französischer Varietökünstler wäre, lieber Venizelos wußte memanb 'Bescheid. Einige Studenten machten ihn zu einen» französischen General, andere zil einem mexikanischen Rebellenführer. Auch über die Persönlichkeit des Miliisterpräsidenteil Briand zeigten die Befragten sich nicht unterrichtet. Dasselbe war mit French der Fall. Vlviani wurde zum italieuischeu Volksredner gemacht. u,id selbst den Namen des Königs von'Griechenland wußten nur 23 unter 53 Studenten zu nennen, bieder den Namen des türkischen Herrschers wareil die Studenten sich auch völli g tm Unklaren; als König von Jtalieii ivilrde Victor Emanuel XXIX. angegeben. Der Kö,iig von Blltgarten erhielt den Namen i'lugrrstus. Der Slaine Joffres wiwde tu allen möglichen Verballhoriiungeu geschrieben, wie Joffree, Joffery, Geoffren und Jeosrey. Das Gesamtresultat aii der New Yorker Universität ergab, daß kein einziger Student alle geiiannten Fragen richtig zu beantworten wußte. Nur drei Fragen wurden von 90 Prozent der Studenten gut beantwortet. Die „Neiv York Times" zeigt sich über diese Unkenntnis der Studenten, die sie eine Unglaublichkeit nennt, höchst entrüstet. „Unsere Studenten," sagt das Blatt, „haben nur wenige Bücher gelesen und auch diese mit mangelhaftem Verständnis. Sie lernen neben der Geschichte Amerikas nur das Notiveiidigste von den klassischen Römern und Griccheii, wobei sie weder Namen noch Jahreszahlen verdauen. Die wirkliche Wissenschaft ist den meisten ein unbekanntes
Gebiet." -—
Büchertisch.
- Deutscher Wille <K u u ft m a r t). Erstes Februar- Heft. (Kriegsausgabe zu ermäßigtem Preis. Vierteljährlich 3 Mk. Verlag von Georg D. W. Callwey, München.) Das Heft bringt folgendes: Nicht zweierlei Deutsche l Zum 27. Januar. Vom Herausgeber. — Tie Vlännsche Universität tu ©ent. Von Cornelius Gnrlitt. — Zu Wilhelm Steinhausens „Siebzigstem". Vom Herausgeber. - Was bedeutet Chinas Kaisertum ? Von Johannes Witte. — Frankreich über das geistige Deutschland. Don Anna Brunnemann. — Vom Heute fürs Morgen: Zu Kaisers Geburtstag. — Gustav Meyrinks „Golem". — Slriudberg in München. — Kriegslieder 3. — Deutsche Kriegsausstellnugen. — Neuregelung der Bebauungsvorschriiten. — Schirwindt als Denkmal. — Krieg und Volkswachstnm. — Die Rückwanderung. — Denkt der gefangenen Deutschen I — Zur „Einführung in die politische Literatur". - Stimmen aus Feindesland. — Gallipoli. — Aufklärung über Oesterreich? — Gesinnungen nud Meinungen. — Bilder und Noten : Bernhard Winter, Bildnis des Deutschen Kaisers; Wilhelm Steinhaufen, Selbstbildnis; Rumpelstilzchen; im Text: Eine
t eichuung aus einem marokkanischen Gefangenenlager; Wilhelm teinhausen. Zwei Zeichnungen. - Neinhold Schaad, Deutsches Malrosenlied.
— Die roten Kreuze. Kriminal-Roman von .Archibald Lothringer. 112 Seiten Umsang. Preis 20 Pfg. Band Nr. 1049 von Kürschners Bücherschatz. Hermann Hillger, Verlag Berlin W. 9, Potsdamer Straße 124/125.
— Meyers Taschenbuch der Kriegsflotten. Nachtrag zum XVI. Jahrgang 1915. Mit 91 Schiffsbildern und Skizzen. Preis 1 Mk. (I. F. Lehmanns Verlag, München).
Gießener Hausfrauen-Bereirr.
Unsere Hausfrauen machen wir darauf aufmerksam, daß jetzt die Zeit gekommen ist, wo die Kartoffeln m den Kellern umgelesen werden müssen. Gegen das Frühiahr hm treibt die Kartofsel Keime. Wenn diese ungehindert wachsen können, verlieren die Kartoffeln an Nährwert; deshalb sollen jetzt, ehe sich diese Triebe bilden, die Kartoffeln umgelesen werden. Das muß mit den Händen geschehen. Spaten oder Schippe verursachen Verletzungen, die zur Fäulnis führen. Wollte man diese Arbeit ausschieben, bis die Keime gewachsen sind, so würden die Kartoffeln schwarz. — Bei mildem, trock- mem Wetter empfiehlt es sich, den Keller zu lüsten. — Sodann mag ilvch darauf hingewiesen werden, daß Kartoffelkeime nicht unter die Schalen gebracht werden dürfen, da sie dem Vieh schädlich sind.
W o ch e n - K n che n z e t t e l.
Sonntag: Suppe von Suppenwürfeln, falscher Hase,* Feld-,
salat, Salzkartosseln. , ^ ^ cc <
Montag: Gerstensupp-e, Rsiotten,* Sauerkraut, Kartoffel-
^Dienstag: Gemüsesuppe, rohe Kartoffelklöße mit Milch- tiinke (Magermilch). r . .. * - , « r
Mittwoch: Grießsuppe, Hermgsfrrkandelten,* Kartostelge-i
^ Donners tag: Reissuppe, gekochte weiße Kernbohnen
(Fleischersatz), eingemachte grüne Bohnen, Pellkartoffeln. .
Freitag: Jägersuppe,* Apfelnnchel (siel-e Küchenzettel vom 16. Oktober 1915).
Samstag: Kartoffclgulasch * Salzgurken.
Alle Amveisungen sind für 6 Personen berechiret.
Kochanweislmgen.
Falscher Hase: V* Pfund gehacktes Rindfleisch, 7* Pfund gehacktes Sckiweinefleisch, 1 geriebenes Brödck>en, 2 erngelverchte BrödckMi, 5 mittelgroße, gehackte, geriebene Kartoffeln, 2 W 1 Teelöffel Kartoffelmehl, Vs Packet Backpulver, gerieben« Zwiebeln, gehackte Petersilie, Salz, Pfeffer, Nelke, Muskatnuß. Dies, alles gut genrengt, m einem Braten geformt und gebraten.
R i s o t t e n: Vs Pfund Mehl,. 60 Gramm Butter, 1 Ei, 1 Bach, pulver, macht man zusammen zum Teig, läßt ihn eine Stunde ruhen, wellt ihn zu g a n z dünnen Kuchen, ans, sticht mit einem Wasserglas aus, dann ftillt man von dernselben Flcrschtng, wra oben bei falscher Hase (Vt v. Fl.) angegeben, zwer Teelöffel voll aus, klappt, nachdem man den Rand mit Cuwerg bestrichen hat. zusammen und drückt den Rand fest auf. Tie kleinen Halbnronde werden alsdann aus ein gestrichenes Blech gesetzt, mit in 1 Es>i löfsel Milch' aufgelöstem Maggiwürfel während des Backens zweimal bestrichen, im Ofen'gebacken, gibt 24 Stück.
Heringsfrikondellen: Drei Heringe über Nacht gewässert. gepicht, 6 mittelgroße gekochte Kartoffeln gerieben, Zwiebeln, Salz, Pfeffer, Nelke dazu, geformt, iit Weckmehl getau-cytr und gebacken. ^ _
Jäger suppe: 50 Gramm Erbsen, 50 Gramm Bohnen, 6 Kartoffeln, 3 Möhren, 1 Sellerieknolle. Drei Stunden kochen lassen, mit in Fett gedämpften Zwiebeln arirlchteu. ,
Kartoffelgulasch: 4 Pfund Kartoffeln find nicht ganz gar zu kochen, zu schälen und in Scheiben zu schneiden. In, heißem Fett brät man Zwiebeln gelb, gibt einen Eßlöffel Kümmel und die Kartoffeln dazu, nebst Salz. Ein guter Eßlöffel Mehl wrrd mit V> Schoppen Milch angerührt dazu gegeben und Vi Stunde langsam kochen lassen, dann gibt man Vs Pfund gehacktes Rmd-, fleisch dazu und läßt das Gericht auf warmer Herdstelle oder iN der Kochkiste Vr Stmrde ziehen, nicht kochen.
*) Siehe Kochanweisung.
Ureuzrätsel.
In die Felder nebenstehender Figur sind die Buchstaben a a ddeeecg-gggiiiil lunnnnnoooooo pp rr tr 88 tt NUN üü derart einzutragen, daß die senkrechten und wagerechten Reihen gleichlautend folgendes ergeben:
1. Eine ausgestorbene Rieseneidechse.
2. Eine Spielkarte.
3. Einen Tanz.
Auflösung in nächster Nummer.
Auflösung des Buchstabenrätsels in voriger Nummer: Eboli — ttegnln« — JNereua — Eipm« — fikljiefcr — Toffo Erneslo Rosst.
Schriftleituna: Aug. Goetz. — Rotationsdruck und Vertag der Brüyt'fchen Universitalü-Buch- und Steindrucke^si. R. Lange, GteüLrr.


