unb der Turko später wegen KirchenraubeS zu mehriahrrger Zuchlhausstrase verurteilt.
sAreiben sann, tzrnd chm berichten, tme gut die Bäuerin ist. Wenn sie wieder einmal auf das Darf kommt, nrnfc sie doch den Pfarrer fragen, ab das mit dem Briefe! nit geht. In der Stadt traut sie sich's nicht. — --
verinischtes.
'Ein russische 8 Lob! ied auf die deiitsche Wissen- schast. In einem melancholischen Rückblick aus das verflossene Kriegsjahr sucht die „Russkija Wjedomostt" den eigentlichen Grund snr die mannigiachcn Enttäuschungen der vergangenen 12 Kriegs- nwimte ausfindig zu machen, und kommt zu dein Schluß, daß die Ueberlegenheit der deutschen Wissenschaft die Ursache des russischen Verderbens sei: „Mau kann nicht verkennen, daß der Feind uns übertroffen hat in der Ueberivindnng aller Gefahren, soivobl durch seine kriegerische Macht wie durch die Kraft seiner wirtschaftlichen Organisation. Wie schrecklich aber auch die deiitsche Kriegswelt ben Feinden sein muß, jo fühleil wir es doch, daß sie uns nicht nur mit ihren Oifizieren und ihren Zeppelinen überlegen ist, sondern daß Pasteur die Deutschen richtig erkannt hat, als er nach bem deutsch-sranzosischeu Kriege von ihnen sagte: .Es. gibt für dieses Volk nur eine Wissenschaft, nämlich die angewandte!" Und das beweist ihre Kriegsttihrung. der weite Blick ihrer Taktik, die genaue Dnrchsühllmg derselben unb die Findigkeit in der Entscheidung neuer, durch ben Krieg hervorgeriüener Probleme; kurz, die Aneignung wahrhaft wissenschastlicher Gedanken! DaS ans der Universität geschaffene und dlirchgearbeitete Wissen wtlrde zl»r Seele der Kriegskunst. Dieser Zusammenhang der theoretischen Wissen- schalt mit der Volkswehrkraft tritt iwch plastischer in die Erscheinung, lvenn «vir gur deutschen Industrie übergehen. Ihre hervorragende Technik, die den Rekord auf dem Weltmarkt geschlagen hat, ist ebenfalls eine Frucht des eugeil Zusammenhanges zwischen Fabriken und Universitäten . . . Und selbst die allgemein anerkannte deutsche Organisation, w.rd sie nicht bedingt dn'rch die wissenschaftliche Analyse? Uiid ivcnn das deiitsche Menschen- inaterial auf einem ausnahmsweise hohen Niveail steht, ist das
ein Ergebnis der sorgsamen Pflege vo,l Schicke, Gesundheit und Wissenschaft? . . ." Das russische Blatt schließt sein Bekenntnis der eigenen Schwäche mit dein Hinweis aick die Worte des ^iglischeii Botschafters in Petersburg, der anerkannt habe, daß England setzt vieles in der Kriegssührung und tn der Abwendnng ihrer vernichtenden Folgen für das iunerenglische Leben den Deutschen nachmach^
_ Franzosen im Feldzug 187 0/71.
Jm Hinblick aus die zahlreichen farbigen Völkerschaften, die im gegenwärtigen Kriege von den Engländern und Franzosen gegen uns ms Feld geführt werden, ist es von besouderein Interesse, die T^terl'anng und das Auftreten der farbigen Franzosen i.n Kriege 1870/71 m Erinnerung zu rnsen. Schon daiiials bedieilten die Franzosen sich der Zuaven, Turkos uiid Spahis, und das wenig volkerrechtsgemäße Beiiehnren dieser dunklen Krieger wird in dem Bericht emes deutschen Ofsiziers wiedergegeben, deffen Erinnern.,gen nn nächsten Heft der bei der Deutschen Verlags-Anstalt in Stuttgart erscheinende,i Zeitschrift .lieber Land und Meer" veröffentlicht werden: „Nachdem die gewaltigen Schlachten im Elsaß im Angilst und, die glorreichen Schlachten in und um Sedan im September 1870 geschlagen waren und zur Gefangennahine Napoleons geführt harten, ^6oß sich ern Strom voll gefangenen Franzosen, Zuaven, J£ nb Spah.s auch nach Magdeburg, deren Zahl schließlich 15000 Mann erreichte. Ich wurde zum Kompagnieführer einer Kr,eqsqefange,ie„kompagn,e kommandiert, deren Stärke zunächst £&• J°° ^ann betrug, nach dem Fall von Straßburg aber auf WO JRflnn fheg. 5)0!i dort kamen die unbändigsten Mid Ivildesten Turkos und Spahls, die nicht nur jeder Disziplin spotteten, sondern gelegentlich sogar vor einem tätlichen Angriff gegen die deutschen Vorgesetzten nutzt znrückschreckten. Um den Widerstand der wilden Horde zu brechen und sie an Zucht und Ordnung zu gewöhneii. erging der Befehl, alle schwereren Jnsubordinatlo,ieii uiid Aus- schreitu.kgen ttnimchsichtlich zu bestrafen. Unter den mir allS Slratzburg überwiesenen Turkos war einer schwer erkrankt und sollte dem Lazarett ubergeben werden. Durch deii deutsch-sran- zostscheu und den französisch-arabischen Dolmetscher machte ich ihm bekannt, daß er bestimnuurgsgemäß alle feine Sachen ab geben müsse.
fe, " er Lederherstellung ans der Kompagmekammer a.ls- ' ber Turko der wiederholten Anfforderling.
a dem Zelte zu kommen und ferne Sachen abzulieferlr.^ucht '"'t Gewalt herausgeholt »verden, ivobci er biß, .md Ffche», derart um sich schlrig und trat, n J Ä Sirrcke», gebunden werden mutze. Hierauf
! eft ich seinen Tornister auspacken, in welchein sich alltzer einigen ^^'ken in Gold ein goldener Kelch, eine silbenie Oblaten-
acilhdlem statischer Inschrift und eingraviertem
^gallischem Hah.l , em sckberner Hostienteller u. s. ,v. vorfa.iden
i’fSr ? rn0c ' wie er in den Besitz des Geldes und der Kost- k^e'i gekonunen sei. erklärte er, das Geld habe er sich von
aus der U * b l e Öligen Gefäße als .Andenken"
aus der Zttadellkuche ln Strasburg mitgenommen. Nüttels be- sonderem Verzeichnis und Bericht wurde alles der Kgl. Koinman-
Vücherüsch.
' Don Dr Norbert Sterns zeitgemäßem Werk .Mode u n d Kultur liegen uns die Lieferungen 7 und 8 vor und zwar als erste aus Band II, de§ wirtschastlich-polit'schen Teiles, der besonders dazu der,neu sein dürfte, zur Klärung des wirrschastlichen und sozialen Problems der Mode, das jetzt alle Kreise beschäsitqt, be,zutragen. Es d rite genügen, einen Einblick in den Inhalt des ersten Kapitels „J,,l Wech>el der "Moden" zu gebe«., um aufs neue einen Begriff von der erschöpfenden Vielseitigkeit des Werkes zu erhalten. Dieses Kapitel weist folgende Abschnitte ans: Wechsel in allein - Zeitlicher und individueller Modenwechsel - Sogar Naturvölker huldigen der "Mode - Der übertriebene Modenwechsel als Symbol eines Kulturdefekts — Die wirtschaftlichen Vorteile eines gesunden Modenwechsels — .Pariser Modelle" — Die Mode als Großabnehmerm vieler Industrien und Gewerbe — Wie der Moden- weck)sel dre Industrie und die Industrie dLuModenwecbsel beeinflußt — Die soziale Bedeutung des amerikanischen Schmnckfedernverbots: kN'aueiirecht gegen Franenvorrecht — Ein zu rascher Wechsel der Icoden hat Psnscharbeit und Geschmacklosigkeit z,^r Folge — Frauen ans Modestener! In gleicher Weise erschöpfend behandelt sind die L üeit £I e, i Kapitel .Industrie-Eleganz" und .Paris und seine ooe . Mode und Kultnr erscheint Ina Verlag der Europäischen Modenzeitung (Klemm & Weiß> tn Dresden in 2 Bänden zum preise von Alk. 15, mit farbigen Lichtdruckkaskln nach Kunst,verken, JJiooenipfcrn, Zeichnungen und PH ckographien allsgestattet; es ist auch lieferungsweise in 12 Lieferilngen zum Preise von je Mk. 1.20 zu beziehe,!. __
Gietzerier Hausfranen-Berein»
.. Der Vorstand des Vereins nimmt alle für die gegenwärtige Zeit geeigneten Rezepte in der Geschäftsstelle, Mäus- burg 5, dankbar entgegen.
Wocheu-Küchenzettel.
Sv n n ta g: Geröstete Griessrrppe, Kalbsbraten mit Nudeln.
* , Uß: Brotsuppe, Bratlinge von Weißkohl*) und Pett-
rarwsfeln.
kocht) ENstag: Bohnensuppe, Apfelreis. (In der Kochkiste ge-
Karwflel"^^' ^strslockensuppe, Grünkohl mit Riudswurst und
x^^ln n€rStü0: Grünkernsuppe, Wirsingkoteletten unb Salz-
. | T Vi a , 9: Selleriesuppe, Schellfisch in der Düte, Senstunke nno Kartoffeln.
Samstag: Kartofselklöße*) und Dörrobst.
Kochanweisungen.
Bratlinge von Weißkohl. Von einem Weißkohlkopf werden ewige große Blätter getrennt, die ^ur Umhüllung der Füllung Verivendung finden sollen. Das übrige wird Zerschnitten und beides rn gesalzenem Wasser weichgekoast. §)erausgenommen, wird der Kohl fein gewiegt, mit einen: Ei oder Eiersatz, geriebener Semmel, etwas Muskatnuß Pf-effer, Salz za einem festen Teig ^rwbertet, längliche Würstchen daraus geformt und jedes in ein Kohl bla tt gerollt, mit einem Zwirnsfaden nmunckelt in eine Pfanne nebenemander gelegt etwas von der Abkochbrühe und Milch dazu gegossen mit Kartoffelmehl sämig gemacht und eine Weile schmoren gela)sen.
- ^ E^ ^ i ^ ö ße: 2 Pfund am Tage zuvor gekochte, ge- rkebene Kartoffeln, y 2 Pfnnd Kartoffelmehl, Vs S^oWen kochende Milch, ^>alz und etwas geröstete Brötchen. 1/4 Stunde in Salzwasser kochen. _ _
Logogriph.
Wir stehen und warren in guter Rnh'
Und drehen dir alle den Rücke»l z»l;
Doch willst du vernünflia sein und gescheidt,
So scheue nicht Misere Offenheit.
Und füyst dn ein l noch in unseren Namen,
Ist's Einer, der mochte mit Worten nicht kramen,
Ter ivollt' auch nichls wisseu vom .Rücken zukehren,*
Doch mußt' er dem Gegner dies trefflich zu kehren. Auslösung in nächster Nummer.
Auflösung der Skat-Ausgabe in voriger Nummer:
Im Skat 1 legen car8 und ear7. Mittelhand erhielt dB trA trZ trK trü tr 9 tr8, tr7, pA, carA, Hriiterhand die übrigen. — Verlauf des Spieles: "
1. V. trL M. pB H. p8 = + 4.
2. V. p7 M. pA H. p9 = — 11
3. M. trA H. cZ V. 0 irB = 4- 28*
4. iö carD M. carA H. carK = — 18
Alles übrige erhält der Spieler; die Gegner bekamen nur 29
Äugen.
Schrlstleitung:
Aug. - mauoneernd und Berla» der «rühllche» Unw-r».äiS.«uch. m,t, S.eu,i>rück°r-i. R. iScmae. ül,-.»


