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Sie waren jf« veVe noch jung und der Sieg«, der Sieg ihres herrlichen Volkes der brachte auch wohl ihnen den Sieg.

..Dn Wangen des armm Mädchens aber wurden immer pmsfer. Sie wußte ja so wenig von den: Liebsten seit zwei Monaten hatte sie keine Nachricht von ihm erhalten.

Drüben im Nachbarhause vielleicht gar den stolzen Vater fragen -- das brachte sie nicht über sich und so blieben ihr Wut die Zeitungen.

Die Spaltm mit den schwarzgeränderten Anzeigen, die den Jammer einer Wett in sich trugen, die durchflogen die armen ver­weinten Augen Wttg und scheu und ein tiefes Aufatmen folgte dann jedesmal sein Name war nicht dabei Gott schützte ihn! Und immer öfter wie auch heute stand Magda am Fenster Mld sah hinüber nach dem Nachbarhause als müßte ihr dieses Kunde geben von dem Fernen.

Tie Töne waren verklungen, aufseufzmd wollte Magda vom Ferister Turücktreten da stutzte sie! Tie Tür des Nachbarhauses öffnete sich, und Karls Vater trat heraus und kam mitten/ über die Straße gerade auf ihr Häuschen zu.

Gin heißer Schreck durchzitterte das Mädchen was wollte der bei ihnen? Noch nie hatte der reiche Nachbar ihre Schwelle überschritten.

Nun hörte sie ihn nebenan mit der Mütter sprechen eine

Künde brachte er wohl, eine Kunde--

Wildes Schluchten peitschte ihren Körper, die Hände krampf- ttn sich ineinander aber kein Gebet kam über die Lippew Gott dessen Vatevgüte sie so fest vertraute hatte das Un faßbare doch zupelassen.

Man rief ihren Namen, zuerst bäumte sich alles auf in Magda ite wollte ihn nicht sehen, den harten, stolzen Mann Und stand dann doch sofort vor ihm( er- brachte ja Kunde von Karl!

.... und traurig schaute der.alte Mann in die kindlich-weichen, I"kien Züge des jungen Mädchens. Schwer wurde ihm das Reden, ver Mutter gegenüber war es viel leichter gewesen. Aber schon nach seinen ersten Worten jubelte es ihm von den zuckendem! Lippen entgegen:Er lebt, Vater er lebt? Und ich, ich darf zu ihm, darf ihn vielleicht pflegen!" Und ehe es der alte Herr hindern konnte, hatte sie seine Hand ergriffen und küßte sie so dankbar und innig, als hätte er ihr soeben ein Märchenglück ver- hersten. Ter alte Mann seufzte tief auf:Magda - du hast mich wohl nicht recht verstanden, blind ist Karl blind haben sie ihn geichossm meinen schönen stolzen Jungen. Nun ver­engt er, da st du ihm entsagen sollst, er will nicht deine frische- Jugend an emen Blinden ketten." -Blind" leise zitterte das Wort von Magdas Lippen -nie mehr soll er die schöne Welt sehen, nte mehr die Sonne"

Zärtlich streichelte der Vater über das blonde Haar, er hoffte la so viel von diesem um gen Geschöpf, würde Maada seine Hoff­nungen erfüllen würde sie den dornenvollen Weg gehen, um fernem Jungen das Leben wieder licht zu machen?

0 . hob sie das Köpfchen.Vater " flüsterten die zuckenden Lippen, laß mich zu ihm, vielleicht hat das Leben doch noch etwas Sonne für ihn."

, Dankyefübl erfaßte den alten Manii, wie unendlich

beschämt suhlte er sich diesem schlichten jungen Mädchen gegen- uber. Dankbar faßte er Magdas Hand und führte sie über die Straste. Die Freitreppe des alten Patrizierhauses stiegen sie empor wild begann Magdas Herz zu schlagen Karl, war er hier +- war er jchon daheim?

. Und dann stand sie in dem leicht verdunkelten Zimmer, du^ch das zitternd und scheu die Sonnensttahlen zuckten, gleich- als wußteir ue, daß für tic hier kein Platz sei, daß wenigstens der wtbtajse iunge Soldat dort keinen Teil hatte an ihnen , Wie mit tausend Schrvertern schnitt es durch Magdas Seele seine Augen seme schönen, frohen blauen Augen nie mebr wurden die ihr entgegen leuchten in inniger heißer Liebe. Teilnahmslos hob Karl Bertram den Kopf, dann lauschte er .^r em anberer Tritt, der sein Krankenzimmer noch nicht betreten hatte, und der chin doch so vertraut lind heimlich klang wie eine Erinnerung an ferne köslliche Tage.

dre die Tasten so wunderbar zu meistern verstanden, waren ihn! geblieben. Noch etwas anderes aber kam dazu und machte ihm das Leben begehrenswert die vielen Bilder erbarmungslosester Grausamkeit und aufopferndster Kameradschaft, wie sie ihm dev Krieg täglich gezeigt hatte, formten sich zu Morsten, die Magd« enisig aufzeichnete Schon früher hatte Karl geschrieben aller­hand lustige Sachen, die viel .Anklang gefunden hatten, dieses Werk aber, das er mit seinem Herzblut schrieb, würde ihn den? Vesten anreihen.

. fam enMi«6»>er hon Magda heißecsehnte Tag. der sie zu seinem Weibe machen sollte. Ernst und feierlich lauteten dis Glocken Magdas Hochzeitstag ein, der Himmel blaute über den beiden, die Hand in Hand zum Altar schritten. Fest mrd aufrecht ß;ng der Bräuttgam, kaum merklich war die Führung durch die blasse holde Braut.

Ter alte Geistliche, der die beiden fast vom ersten Kinderschrei an kannte, sprach lieb und gütig zu ihnen von der Liebe, die nimmer aufhört und alles überwindet.

In seligem Verttauen drückte Karl Magdas Hand, als er die Verheißung Hörste: Ich will dein Stecken und Stab sein, ich, dein Gott und durch mich das tteue Weib an deiner Seite.

vom Soldalenhumor.

Und dann hatte er sie erkannt sein Lieb, seine Magda ?b,?r ^se abtoehrend hob er die Arm«: Geh, geh. Liebling, das sollte ja der Vater gerade verhindern, ich wollte dich nicht mehr ~ ach, lehem Er schwieg aus Magdas Augen aber lautlos getoeihte Tropfen. Sie kniete an seiner Seite nieder, l i>Iar } fen ^ände und unaufhaltsam rieselten Ä? rQ ^ J 0 ? ..ua^wen fort Jammer und Graus Und all das Glend, das sich m seiner Seele ausgespeichert hattü und ,re langsam vergiften wollte. * ^ ^

«n^ Ub 0a Jl r ! ife ^ heimlich fing es in seinenr Innern an zu fe^wn schonen Tagen, in denen es auch ftir ihn

*53^ f 0m lr ge&en - Sonne, die das Glück in seine

arnien lichtlosen Augen gießen würde.

? ic r>er starke, kräftige Körper reckte sich

decken S h!! 1 ^ en merkte man sein Ge^

vrecyen an dem schwalchenden Gang, der aber von Taa an SVm

I^stützt, wüststen % pn?

getollt und gejubelt hatten. E^annKarl Bertram wieder LebmÄmtt zu sck>öpfen ^ er war ja auch nicht zur Untätigkeit verdammt dfe Hände

Von dem heldenhaften Soldatengeist, der unser gewaltiges Heer beseelt, ist der kernige Soldatmhumor unttennbar, der sert leher im Leben und in der Sprache unserer Krieger zu Hause gewesen ist und von dem uns der jetzige Krieg wieder so manche Probe erbracht hat. Nirgends findet man eine solche Fülle von humoristischen Ausdrücken und Bezeichnungen wie in der Sprache unserer Landesverteidiger und keine andere Armee der Welt reicht nur im entferntesten in dieser Be- ziehung an das deutsche Heer heran. Es gibt bei diesem wohl kaum einen^ einzigen Truppenteil, der nicht mit einer muhe treffender Spitznamen bedacht worden wäre. Die In­fanteristen heißen Fußlatscher, Sandhasen, Rotkragem Kar- toffelhopser, Kilometerschweme, Feldratten: in Oesterreich nennt man sie gar Fußlappenindianer: bei der Kavallerie nennt man die Ulanen Kvsaken, Paddmstecher oder gar reitende Laternen­anzünder. Nach,dem auch die übrigen Kavallerieregimenter mit Lanzen versehen worden sind, ist dieser schöne Name auch zu den Tragonmn und Kürassieren gewandert. Die Kürassiere nennt man auch noch wegen der weißen Waffenröcke, die sie in Frieden s- ^tten tragen, Mehlsäcke, und wegen des Panzers, den sie im Frieden nur bei Paraden anlegen, Klempner oder Btechpuppen: kne Husaren ftihren wegen der reichen Verschnürungen, die ihre Uniforrnen aufweisen, den hübschen Namen Bindkadmjungm. Die Artilleristen nennt man Bomben schm elfter, die Feldarttlleristen ins­besondere Knalldroschkenkuffcher, die Fußartilleristen Wattrutscher. Für die Jager hat der Soldat hübsche Vergleiche aus dem Tierreich zur Hand: er nennt sie Grünschnäbel, Grünspechte, Grashupfer ^er Laubfrösche: die Pioniere heißen Maulwürfe, die Menbahner W^emckFeber oder Schwellenträger. Die nreisten Spitznamen hat wohl der ^.rain, der ungerech-tfertigterweise immer noch nicht von den Arigen Truppenteilen für voll angesehen wird. Er heißt u a. tue Kolonne Prr, die veilchenblaue Garde, Veilchendragoner ? Kolonne, Veilchen nach der veilchenblauen Uniform, dieZwie- backftttscher, Müllkutscher. In Oesterreich hat man für den Train den schönen Namen Peitsckelhusarm: im Felde nennt man sie auch Ghau;seeemehmer, weil die marschierenden Kolonnen ihnen ans- weichen müffm. Weil der Train keine Fahnen führt, neckt man me Trarnsoldaten, damrt, daß sie auf die Wagendeichsel ver- eidigt wurdeii. In eurem Soldatenliede heißt es gar:

Ter Train, der Train,

Tor trägt den Säbel nur zuni Schein.

Und zieht er ihn einnial in Nöten, lt So steht darauf:Tu sollst nicht töten!"

Uliter Verdrehung>des Namens nennt man dm Train bis­weilen auch schweres Getränk... Kein Regiment ohne Svitz- namm. ^asienige Regiment würde wohl nicht für voll angesehen werden, das nicht seinen besonderen Spitznamm besäße. Zur Keiinzeichnuug des Humors, der irr diesen Regimmtsspitznamcn zum llusdruck komntt, seien die folgenden Bezeichnungen wieder- gegeben: ^.as Garde-Füsilicr-Regimmt in Berlin führt bekamnt- lich den SpitznamenMaikäfer" seit der Zeit, als das in Potsdam wid Spandau garnstoniermde Garde-Reserve-Bataillon, aus dem das Regiment hervorgegangen ist, alljährlich um die Maikäfer- ^ den Paraden nach Berlin gekoninren ist. Die M'^nbahner m Scltonebem heißen wegen des Buchstabeiis E auf ihren Achscl- "avpen,Schoneberger Engel". Das Garde-Grmadier-Regimcnt Königin Elisabeth" in Charlottenburg führt wegen der Krone mrt emmi darunter beftndlichmi E, die es auf dm Ackselllavpcn hat, den wenig lckmeichelhaftm NamenKronmesel": das fünfte Garde-Grenadier-Regimeiit in Spandau trägt lmt Bezug auf ^ sZüialm altpreußischm Gardelitzen am Ki'ageii, hie 'drneii der VoWoten ähneln, den BeinammBriefträger": die Lmte JL Regiment werden wegm ihrer roten Äckstlklappen gS r^ir 11 !^ 11 er ^ ie 4 ' ^arde-Regiinmt wegm der blauen

k D^ltl>eu" genannt Die Maniischaftm der

Scebataillvne frifeuTümmler", die 85 er in Rendöbura und