lener mörderischen Xat. Sein Wunsch, das Dunkel aufzw- Hellen, war «der viel zu groß, als daß er versucht hatte, nun erst sein Erscheinen hier vvrsichttg anzukündigen. vttrsch Und brüsk trat er mit seiner schnellen Kooge hervor.
„Was — wer ist da?" Iah fuhr Breitenbach zu ihm herum; seine Worte klangen beinahe wie ein erstickter Schrei. Auch mußte die Aufregung von vorhin immer noch in ihm nachzittern; denn fern Gesicht war in diesem Augenblick totenbleich. Mit einem ttefen Atemzug aber gewann er schnell die Fassung zurück, erzwang ein Lächeln .nid sagte Mit ganz verwandeltem Ton: „Ah, Sie sind es, Baron, Das trifft sich gut, —i Sie kommen hier gerade recht zu einer interessanten Sache. Sehen Sie nur, was die Männer eben im Teich gefunden haben, — sie behaupten wenigstens daß eö hier im Wasser gelegen hat."
„Sie haben es gefunden," sagte Bassotv rasch und fest. -„Ich Uhu* Zeuge davon."
„Zeuge — wirklich?
„Allerdings. Ich habe scholl eine Weite dort am Baume 'gestanden uiib ihnen Lugescliant."
„Also ein lvenig Verstecken gespielt, Baron?
ES war kein gutes Lächeln, womit er Bassolv betrachtete.
„Wenn es Ihnen Vergnügen macht, es so zu nennen, Herr von Breitenbach, so steht dem nichts int Wege." nn- soül Ton war jetzt kalt und scharf geworden;. Aber gleich lenkte der Anblick der gefundenen Gegenstände seine Gedanken in andere Richttmg.
„Mein Gottt" ries er aus, „ich glaube wahrhaftig, hier 8^ " Wir die Sachen, die meinenl Vetter geraubt worden stno! Eine Uhr, ein Portemonnaie, ein goldenes Falzbein—"
Brettenbach schieii sich beit Fall noch zu überlegen: er sprach bedächtiger mib ruhiger als Bassow. „Wirklich — Sie können recht haben, es ist nicht unmöglich. Wem: ich mir die Sachen genauer ansehe —, ja, dieses Falzbeiii habe ich häufig aus dein Schreibtisch meines armen Freundes liegen sehen. Ub-r und Portemonnaie könnten immer lloch tauschen, aber dies Falzbein ist in der Tat ein Beweis. Wirklich wir haben hier die gestohlenen Sachen. Das ist crii wichtiger, sehr lvichtiger Fund!"
Bas solo lvar nahe ä u bent Arbeiter herangetreten, der das Tuch vorsichtig ansgebreitet hielt, und hatte einen Zttchl davon genauer besichtigt. „Und sehen Sie die Decke lcmaitb hat mir erzählt, auch eine kleine Tischdecke sei mit verschwunden gewesen. Dies ist sie naiu Scrtimmt! Von dieser Stiekcrci mit ihrem Weinlaubmuster
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» u Anfang mit seiner überlegenen Bedachtsamkeit gesorvcl)en wre immer. Um so auffallender
e /' ^! a ß er die letzten Worte nun jäh, wie voller IXpATA 0fft ’" l ’ ai ' U : aCen s^ne Nerven immer
lachte ein wenig. „Sie erinnern mich, zur rechten u „V-,?r Dm habe», Herr von Brcitenbach, das lch beinalie mEl! hatte Gestatten Sie — wir sind hier aus Ihrem
Stelle abschieße?"" ^ Wefen Revolver alt dieftr
{tf) fr^cn"—“ 3I,Uen ® , * l& lotmim nicht? Aber darf
ka vorläufig die Antwort daraus
schuldig bleiben. Es handelt sich um ein Geheimnis "^oben Sre die Geheimnisse, Baron?''
"Eunter, — wenn sie den Zweck haben. NuKen nt lNMg'bttwn?'^ ^ Geheimnisses um Ihre Genehmh
■ rtYf ÄK ^ Ul \ und kalt klangen die beiden Silben ^alt rmd hart lvar der Blick seiner Augen. '
ha.k mich zufällig hier vorbeigesührt, weil ich liach den Stampen hinüber wollte. Uiid aus Ihre Sorgfalt kann ich mich in dieser wichtigen Angelegenheit ja »vohl verlassen."
Bassow hob den Kopf. Unwillen blitzte in seinen blauen Angen aus. Der leise Zweifel in Breitenvachs letzten Worten hatte trotz der scheinbaren Höflichkeit sein Ohr verletzt.
„Unbedingt. Herr von Breitenbach. Niemand ist froher als ich, wenn die dunkle, traurige Sache sich endlich aufklärt, und niemand würde lieber den Mörder seinen: verdienten Schicksal überliefern."
"^antz wie Sie spräche ich selbst, wenn ich an Ihrer Stelle und Erbe der schönen Besitzung des Verstorbenen iväre. Den Man dort" — er wies mit einer Handbewegung auf den Arbeiter, der die nasse Decke hielt, — „werde ich Ihnen niitgeben, damit er Ihnen die Sachen hinubertrügt.^
„Ich danke für Jbre freundliche Absicht, Herr von Breitenbach. Aber ich möchte Ihnen gleich einen Belveis meiner Sorgfalt bei dieser Angelegenheit geben. J>ch vertraue beit Funo von diesem Augenblick ab nieliiandem an als mir selbst. In meiner Hut wird er bleiben, bis ich ihn dem Gericht überliefert habe."
„Bravo, Baron! Ich sehe, die Sache ist in besten Händen. Und nun entschuldigen Sie, lvenn ich :nich Ihnen empfehle, meiiie Zeit ist heute leider sehr knapp. Und n:eine besten Grütze der Witwe meines Freundes."
„Ich werde sie ausrichten." Bassow lüftete leicht seinen Hut und folgte noch kurze Zeit mit den Blicken Breiten dachs hoher Gestalt, wie sie, ohne umzuschauen, aus dem schmalen Pfad am Teichufer mit großen Schritten rechtshin einherging. Daun barg er den Revolver in der Tasche, ruid nahm von den: Arbeiter die Decke mit ihrem Inhalt entgegen. Behutsam die vier Ecken wieder zusammenfassend, gmg er nun eilig auf Schloß Garchim zu.
(Fortsetzung folgt.)
irr k cr rKüssow sah nicht ans ihn. Den Revolver bnckii-
W «t .sä Wih& sj ss i$
^us wäre geschehen. Und nun ist wohl das hndfe tißfte, daß auch bte Baronin von dem Fund erführt."
das eben sagen " nnttvortete Breitenbackx feVJ 6 mit hinü^ergehen, — oder darf ich Sie bitten, Baron, die Botsck-att au^-urr icku eit? wS
»cm rechtswegen Im AugonbK weni^ Mt.'
Der Goiiger.
Skizze von Val es kn Cusig (Güstrow)',
(Nachdruck verboten.)
Leise stieg die Nacht über die See.
In tiefer Me lag, faie Hallig da, eingebettet in die weiche» Wellen wie em Mnd Mutterarm.
In den Lüften war ein Brausen, das sich niit dem der Sce zii klangvollen Akkorden vermischte.
Das ivar das Wiegenlied der Hallig.
.. “ nb die Dunkelheit kam dahergeranscht wie eine Königm, d:e über bte Warften ihren Samtmantel breitete. Die Lencht- fcuer der Inseln waren wie mächtige Sterne darauf gestickt Nichts war zu hören'als das geheimnisvolle Brausen mdjtö zn sehen als diese königliche Finsternis
Sigrid Boyen ging heim. Zun: erstenmal in ihren: Leben A?uerte ste ein rvenig betin ernsamen Wandern über die geliebte Hallig Aber ):e schüttelte die Zagheit ab. Die kam niir von den Schichten, bie sie bei Peer Hllirichsens erzählt Sie plauderte so gerne dort. Bei den: alten Peer Hin- nchsen und semer Frau Solve war es so heimlich wie auf -einer Warft. Darum fanden sich auch Winters und Som.ncrS leden <lbend viele be: d-eil Attei: em. Peer Hinrichsen, der alle Weltmeere befahren hatte, ^zählte gern schnurrige Seemanns- aeschichten, aber seitdem der Krieg wütete, wollte die alte Fröh'ich- ttu nicht mehr anfkommen. Gerade diese Hallig war schivc? bettoffen worden Ihre junger! Bursck-en lagen mit dem Grafen Svce drunten auf den: Meeresgrund bei den Falklandsiuseln K da rvard ke:n Magen und Jammern laut — die Väter und Mütter wußten den heldenhaften Seentannstod zu werten, rtur die Stiin- innng war gedämpstcr. Man saß stiller bei den T^vünschen besprach bedächtig die Weltlage oder erzählte ernste Ge-
die Rede vom Ganger gewesen. Nach jener Schlacht mr Südmeer war er zu allen gekommen, die einen An» acljonflcit auf bett Schissen gehabt hattew Am Abmd als iie^?n chren kleinen vausetm gelassen, hatten sie deutlich Schritte vor dÄ ^>lr gehört und dann eiir ler>es Pochen ani Fenster. Und als sie htnausgetrcten waren zn sehen, was cs gäbe, hatten fie in r cmc flcmc WAerlache bemerkt. Ta hchwn sie gewußt daü chr Sohn den Tod gesunden habe. Heute hatten sie bei Peer fit„- Sj]™ bwoit gesprochen. Slber merkwürdigerweise hatte sich der daumls zugleich nril einem frischen Brausen gemeldet wenn cmcr Hurra grschrien hätte war' cs bei ihm airi Fenster vorbeigesaust, und da hätt' er aleicki aeivuüt Harro den Engländern zmn Ovfer gefallen wär', erzählte ^an
glincrle M ' e i Icn ®' u 3 en seltsam glänzte und
. l>itt auch, wie er vor das Hatis getreten sei, eine Wasserlache im Weg gestanden. Dasselbe habe Svrn Jver en


